Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Ärztestreik
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Ärztestreik
 
Autor Nachricht
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 13:41:48    Titel:

[quote="Sheep"]
Bürger hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Wir haben nicht die teuersten Medikamente, sondern den teuersten Vertrieb. Der Medikamentenpreis macht beim Endverbraucher nur 55% der Kosten aus.

Demnächst wenn jemand fragt ob er Brötchen mitbringen soll und was die kosten, sag ich auch oh die sind ganz billig kosten nur 5 Cent. Wenn er dann böse zurückkommt sage ihm oh die Brötzchen sind nicht teuer, nur der Vertrieb.

Die este Aussage konstruiert einen Widerspruch wo gar keiner ist. Du kannst sagen, wir haben die teuersten Medikamente weil der Vertrieb so teuer ist, aber sicherlich nicht bestreiten dass die Medikament bei uns wesentlich teurer sind als in den Nachbarländern, dass dies nicht am reinen Herstellungspreis liegt, weil gleiche Medikamente meist aus den gleichen Produktionanlagen stammen dürfte wohl klar sein. Ob dein Schnellschuss wie er oft von Lobbiisten aus der Pharmaindustrie geäuusert wird den Fakten gerecht wird müssten wir überprüfen, ich denke beide Seiten profitieren von dem Hochpreiszustand, Hersteller und Vertrieb.

Zitat:

Bürger hat folgendes geschrieben:
5) Wir müssen erheblich mehr in die Prävention stecken, zum Beispiel zahlen manche Krankenkassen den Besuch seriöser Fitnisszentren, das sollte ausgebaut werden. Ebenfalls sollte gegen das Rauchen und gegen Bewegungsmangel vorgegangen werden. Das muss nicht immer Leistungssport sein. Zum Beispiel könnten in Schulen vor einem 90 Minuten Unterricht 5 Minuten Lockerungsübungen und Gymnastik stehen, Tarifpartner könnten für Bürotätigkeiten entsprechende 5 Minuten aushandeln die teils den Pausen angerechnet werden, teils vom Arbeitgeber mitgetragen werden.

Vollksges'ndhaitt aaangäorttnätt !!


Das hast Du falsch verstanden, nicht angeordnet, sondern angeboten und gefördert. Niemand kann gegen seinen Willen gezwungen werden sich zu bewegen, aber wenn alle etwas venünftiges tun und dabei auch noch Spaß haben wird mancher sich animieren lassen. Aber wenn Du keine Lust hast, darfst du dich gerne als Sportmuffel outen und sitzen bleiben;), niemand wird dich deshalb standrechtlich erschiessen lassen oder dir sofort kündigen.

Erfahrungsgemäss sind aber viele, die am Anfang stöhnen nacher die eifrigsten Befürworter, also versuch es mal.

Im Übrigen ist das eine auch für den Arbeitgeber lohnende Investition. Gesündere Mitarbeiter werden weniger krank und sind leistungsfähiger.
Es haben also beide Seiten etwa davon, es sei denn der Arbeitgeber will die Mitarbeiter nicht lange behalten.

In den Zeiten des Intenetboom, als es noch nicht so viele Experten in der IT-Branche gab und die Arbeitgeber notgefrungen sich wirklich um den Erhalt und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter sorgten und ihrer sonst so oft verkündeten uns selten realisierten gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden mussten, da war es Usus den Mitarbeitern ein Fitnisraum zur Verfügung zu stellen und ihn dazu animieren während der Arbeitszeit ein paar zusätzliche Erholungsphasen zur Steigerung der kreativen Phase einzulegen.

Das hat sich geändert, Microsoft hat damit begonnen, man brennt die Mitarbeiter aus, frisch vom Studium, 3-5 Jahre Höchstleistung bei niedriger Bezahlung und tschüss fire and hire eben. Naja und da kann man dann gut ein paar Fitnisräume wieder abbauen, wozu das Gros der Mitarbeiter gesund halten, alles überflüssige Kosten wir nehmen einfach neue, wenn der alte verbraucht ist, der Markt ist ja da.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
nordlicht87
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 312
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 16:24:14    Titel:

Man müsste dann aber diejenigen, die von den Präventionsprogrammen keinen Gebrauch machen und aufgrund dessen krank werden auch geringere finanzielle Leistungen entgegenbringen. Wer nicht bereit ist, etwas für seine Gesundheit zu tun und stattdessen die Krankenkasse seinen lotterhaften Lebensstil finanzieren lässt,indem er Medikamente für Erkrankungen braucht, die bei ein bisschen Vorbeugung garnicht entstanden wären, muss halt zur Kasse gebeten werden.

Die Entwicklung in der IT-Branche war mir garnicht so bewusst!! Das ist für mich echt schockierend. Auch wenn es in der Arbeitswelt ja in den letzten beiden Jahrzehnten vermehrt zu dieser man mag fast sagen perversen Entwicklung gekommen ist. Der Mensch wird eben mehr und mehr zum Humankapital.
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 18:12:13    Titel:

das mit vorbeugung ists teils aber so eine sache...

was ist mit menschen, die, warum acuh immer, keinen regelmäßigen sport machen können? beispielsweise menschen, die viel viel arbeit haben und/oder nach der arbeit einfach zu fertig sind für sport? was ist mit menschen, die aufgrund von erbfehlern z.b. knie- oder rückenprobleme haben? etc.

wer entscheidet denn, wie viel oder wenig prävention mindestens sein muss?
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 18:27:28    Titel:

Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist freiwillig. Jemand der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht so bewegen kann, bewegt sich halt nicht so. Wo ist das Problem?

Die finanziellen Minderleistungen sind natürlich unsozial und auch nicht meine Idee. Davon distanziere mich ausdrücklich.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 18:29:48    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist freiwillig. Jemand der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht so bewegen kann, bewegt sich halt nicht so. Wo ist das Problem?
wenn ich dann aber als solcher "nichtbeweger" laut nordlicht87 mehr kosten hätte läge da das problem.
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 19:34:17    Titel:

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:
Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist freiwillig. Jemand der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht so bewegen kann, bewegt sich halt nicht so. Wo ist das Problem?
wenn ich dann aber als solcher "nichtbeweger" laut nordlicht87 mehr kosten hätte läge da das problem.


Das stimmt, dewegen bin ich auch dagegen, dass die Teilnahme sich in einem niedrigeren Beitragssatzäsussert.

Mit freudlichen Grüßen
ein
Bürger
friendlyfox
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1342
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 19:41:05    Titel:

Also erst mal freu ich mich, dass die Resonanz steigt. Smile
Ein Vorbild hier könnte Japan sein, dort fangen diese Gymnastikübungen schon im Kindergarten an und sogar in China wird inzwischen vor der Arbeit sich gedehnt und gestreched, damit die Leute sich nicht verletzen....Finde ich auch sinnvoll. Um es nicht unfair zu machen, sollte man eine Regelung einführen, wo erstmal alle mitmachen, und die die damit Probleme haben sich von einem neutralen Arzt untersuchen lassen, der dann feststellen kann ob dieses Person kein Arbeitssport betreiben kann und somit davon aber auch von zusätzlichen Leistungen befreit wird. Durch einen neutralen Arzt, der eventuell einer Komission zugehört, die sich auf so etwas spezialisieren z.B. wie Bundeswehrärzte könnte man Simulanten herausfiltern...
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 19:43:02    Titel:

ich bin immernoch für hohe steuern auf güter, die den krankenkassen zuhauf extrakosten bescheren (beispielsweise alk- und tabakwaren), entweder die steuereinnahmen können diese sonderbehandlungen (lungenkrebs, leberversagen, usw) decken, oder die leute verringern ihren konsum, beides wäre erwünschenswert.

logisch begründen würde ich es so, dass z.b. auch extremsportler kein ansprüche ggü ihrer krankenkasse haben, wenn sie sich freiwillig irgendwelchen "sportgefahren" aussetzen. wenn sich jemand also freiwillig einer solch offensichtlichen gefahr aussetzt wie raucher und trinker, so müssten sie infolge dessen ansich auch etwas an die kassen zahlen, damit diese sie im falle einer schädlichen folge behandeln. das für solche alltagsgüter über sonderversicherungen zu regeln wäre ein übertriebener aufwand, daher einfach ein gewisser steuersatz extra drauf, der die durch raucher- und trinkerschäden entstandenen kosten deckt.
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 19:47:57    Titel:

Zitat:
Durch einen neutralen Arzt, der eventuell einer Komission zugehört, die sich auf so etwas spezialisieren z.B. wie Bundeswehrärzte könnte man Simulanten herausfiltern...
Ich halte das für die falsche art und weise, mit diesem problem umzugehen. wenn so ein arzt nun versehentlich ein echtes problem als simulation einstuft, so kann das für die betroffenen massive folgen haben, arbeitsplatztechnisch, verdiensttechnisch, aktentechnisch, versicherungstechnisch, usw.
daher würde ich hier ein "im zweifel für den angeklagten" klar bevorzugen - die unklaren fälle werden dann weitergehend untersucht, sollte man simulant sein, so werden einem dafür die kosten auferlegt - wegen 5 minuten hampeln dürften eh nicht allzuviele simulieren wollen, vergleichen mit den simulanten beim bund

in japan ist dieser morgensport übrigens freiwillig, es ist nur gewissermaßen gesellschaftlich schon verankert, weil es das schon seit jahrzehnten gibt - und viele leute erkennen einfach den nutzen dessen an.
nordlicht87
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 312
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 22:10:51    Titel:

in japan ist dieser morgensport übrigens freiwillig, es ist nur gewissermaßen gesellschaftlich schon verankert, weil es das schon seit jahrzehnten gibt - und viele leute erkennen einfach den nutzen dessen an.

Ja und genau da muss man hier auch hinkommen.

Ich muss hier übrigens was klarstellen. Wenn jemand bewegu8ngstechnisch eingeschränkt ist, aufgrund von Krankheit oder warum auczh immer, kann man ihn dafür natürlich nicht noch zusätzlich bestrafen. Da setzte mein Vorschlag auch garnicht an. Aber es ist doch unsozial, jemanden, der viel für seine Gesundheit tut und so die Krankenkasse entlastet, in der selben Höhe zu vergüten wie jemanden, der freiwillig seine Gesundheit aufs Spiel setzt und damit die Krankenkassen wissentlich belasten. Je höher die Ausgaben der Krankenkasse u. a. genau deswegen sind, desto höher werden doch auch die Beiträge. Sprich: Wir bezahlen den Rauchern ihr Hobby. Da kann ich keine soziale Komponente erkennen.
Nochmal ganz deutlich: Die verminderten Finanzleistungen gelten nur für diejenigen, die wissentlich Krankenheiten in Kauf nehmen, also diejeingen die keine Gesundheitsprävention in welcher Form auch immer betreiben und aus diesem Grund krank werden.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Ärztestreik
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
Seite 2 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum