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Ärztestreik
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Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 21:56:01    Titel:

Aber was fällt unter diese Prävention, und was nicht?

Wenn meine Hobbies Schach spielen, Programmieren und Lesen wären, muss ich mich dann zu absolut verhasstem Sport zwingen, damit ich keine hohen Beiträge zahlen muss?
Wie viel Sport würdest du dann als Krankenkassenboss verlangen? Wo is mal gut?
Wo liegt das "normale Maß" ?
wie weisst du nach, welche art der prävention oder nicht-prävention schäden verursacht, und welche dieser schäden fallen in den rahmen der leistungskürzung aufgrund bewusster herbeiführung?
Wenn ich kettenrauche, aber dafür auch viel Sport mache (raucherlunge + marathonläuferlunge = durchschnittslunge), was ist dann?
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 22:01:46    Titel:

Zitat:
Die verminderten Finanzleistungen gelten nur für diejenigen, die wissentlich Krankenheiten in Kauf nehmen, also diejeingen die keine Gesundheitsprävention in welcher Form auch immer betreiben und aus diesem Grund krank werden.


Dann müsste auch jedem die Möglichkeit gegeben sein, aus der Krankenkasse auszutreten und sich privat zu versichern.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2006 - 23:42:55    Titel:

Nicht zu vergessen die volle Kostenübernahme für jegliche mögliche Art der sog. Prävention.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2006 - 00:37:03    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Sheep hat folgendes geschrieben:

Wir haben nicht die teuersten Medikamente, sondern den teuersten Vertrieb. Der Medikamentenpreis macht beim Endverbraucher nur 55% der Kosten aus.

Demnächst wenn jemand fragt ob er Brötchen mitbringen soll und was die kosten, sag ich auch oh die sind ganz billig kosten nur 5 Cent. Wenn er dann böse zurückkommt sage ihm oh die Brötzchen sind nicht teuer, nur der Vertrieb.


Wenn aber die Brötchen für 2 Euro das Stück angeboten werden, und jemand sagt "die sind aber teuer", sollte man schon bemerken, dass der Bäcker sie durchaus genauso günstig wie in anderen Ländern verkaufen könnte, aber staatliche Regulierungen und Auflagen den hohen Preis ausmachen.

Zitat:
Ob dein Schnellschuss wie er oft von Lobbiisten aus der Pharmaindustrie geäuusert wird den Fakten gerecht wird müssten wir überprüfen, ich denke beide Seiten profitieren von dem Hochpreiszustand, Hersteller und Vertrieb.


Die Deutsche Pharmaindustrie exportiert 75% der Herstellung. Diese Exportquote wird sie wohl nicht erreichen, wenn die Medikamente wesentlich teurer als die der ausländischen Konkurrenz wären.

Bürger hat folgendes geschrieben:
Tarifpartner könnten für Bürotätigkeiten entsprechende 5 Minuten aushandeln die teils den Pausen angerechnet werden, teils vom Arbeitgeber mitgetragen werden.
[...]
Im Übrigen ist das eine auch für den Arbeitgeber lohnende Investition. Gesündere Mitarbeiter werden weniger krank und sind leistungsfähiger.
Es haben also beide Seiten etwa davon, es sei denn der Arbeitgeber will die Mitarbeiter nicht lange behalten.


Was spricht dagegen das auf freiwilliger Basis zu lassen ? Wenn doch beide Seiten was davon haben, dann werden sich auch ohne Vorschriften Lösungen finden. Das eine Unternehmen richtet vielleicht Deine vorgeschlagene 5 Minuten Kaffee...äh...Nackengymnastikpause ein, das andere Unternehmen eine Betriebssportgruppe, und das dritte einen Wandertag.
friendlyfox
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1342
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2006 - 19:54:51    Titel:

Gute Diskussion bis jetzt, aber wenn es euch nichts ausmacht würde ich noch mal gerne zum eigentlichen Thema zurückkommen, nämlich dem Ärztestreik.

Habe hier noch mal einen guten Bericht dazu.

"Die betrogene Generation

Der Marburger Bund will 30 Prozent mehr Lohn – für alle Klinikärzte. Er übersieht die tiefe Kluft innerhalb der Mediziner Von David Selbach und Olaf Wittrock

Petra M. lebt die Zukunft der deutschen Klinikärzte. Die 29-jährige angehende Internistin arbeitet als Assistenzärztin bei einer privaten Klinikkette in Berlin
– und fürchtet Repressalien, sollte ihr Name in der Zeitung stehen. Sie arbeitet in einem Modellversuch im Drei-Schichten-Betrieb: acht Stunden morgens, acht abends oder acht nachts. So kommt sie auf eine 40-Stunden-Woche – sieht man von den ein bis zwei Stunden ab, die sie jeden Tag länger bleibt, um die Kassenbürokratie abzuwickeln. Dafür bekommt sie rund 3000 Euro brutto pro Monat.

Eigentlich hat Petra M. damit erreicht, was die seit Mitte März streikenden Klinikärzte immer wollten: geregelte Arbeitszeiten und ein Ende der Endlosdienste. Dumm nur, dass ihr dadurch auch weit weniger Gehalt bleibt. Denn als Schichtarbeiterin kann sie keine Zusatzdienste mehr schieben, für die sie früher ordentlich Zulagen eingestrichen hat. Abgesehen davon ist sie jetzt sogar häufiger in der Klinik als ihre Kollegen im Bereitschaftsdienst – die bleiben zwar schon mal 24 bis 30 Stunden am Stück, gehen aber auch länger nach Hause.

»Ich verdiene nur minimal mehr als eine Krankenschwester«, klagt Petra M. »Das Gehalt hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun.«

Mehr Wertschätzung fordern auch die anderen Berufsanfänger, die derzeit bundesweit per Arbeitskampf versuchen, ihr Grundgehalt aufzubessern: 30 Prozent Tarifzulage stehen auf der Wunschliste. Was auf den ersten Blick unerhört klingt, ist in etwa das, was heute faktisch über Bereitschaftsdienste hereinkommt. Der Hintergrund: Zum 1. Januar 2007 drohen allen jungen Klinikärzten ähnliche Arbeitsbedingungen wie Petra M., greifen doch spätestens dann die neuen Arbeitsschutzbestimmungen der EU. Mit einem geregelten Schichtbetrieb gehen aber auch viele Zusatzverdienste verloren.

Die aber sind für junge Ärzte meist sehr wichtig. Der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge, dem Spitzenverband aller Krankenhausträger, verdient ein 31-jähriger lediger Assistenzarzt heute nach Tarif 43000 Euro. Mit Bereitschaftsdiensten kommt er auf 55000 Euro. Ein 45-jähriger Oberarzt mit Familie und zwei Kindern erhält 68500 Euro Grundgehalt; Rufbereitschaft und die Beteiligung am Topf der Einnahmen von Privatpatienten erhöhen es auf 92000 Euro. Die echten Großverdiener sind die Chefärzte: Zwar liegt ihr Grundgehalt kaum höher als das der Oberärzte – dafür fließen aber 200000 Euro von Privatpatienten zu. »Und dieser Wert ist noch konservativ gerechnet«, sagt ein DKG-Sprecher. »Bei Kardiologen und Chirurgen bleibt oft auch eine Million Euro hängen.« Zwischen dem Chef und seinen Mitarbeitern klafft also eine erhebliche Einkommenslücke.»Die Lohnspreizung entspringt nicht dem Leistungsprinzip, sondern spiegelt allein das äußerst starke Hierarchiegefälle im Krankenhaus wider«, kritisiert Boris Augurzky, Gesundheitsökonom am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Auch Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Ärzteverbands Marburger Bund, sieht Millionengehälter in seiner Zunft mit Skepsis. Dass neben Assistenzärzten auch die Chefärzte 30 Prozent mehr Grundeinkommen erhalten sollen, ist für ihn aber selbstverständlich.

Nicht nur Ökonomen wie Augurzky lassen solche Forderungen kopfschüttelnd zurück. Auch die Arbeitgeber verspüren wenig Lust, die Gehälter an der Spitze anzuheben: »Oberärzte und leitende Ärzte verdienen nach wie vor hervorragend«, sagt Ulrich Konstantin Rieger, Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die die Verhandlungen mit den Uniklinikärzten führt. »Wie soll die Politik da vor den Bürgern eigentlich solche Gehaltssprünge rechtfertigen?«
Lässt man den Chefs die Privilegien und stockt auch noch die Grundgehälter aller Klinikärzte auf, fehlen nach Berechnungen des RWI und der Kölner Unternehmensberatung Admed bundesweit rund drei Milliarden Euro. Die Kliniken haben aber schon heute kaum noch Geld. Der Untersuchung zufolge würde jede dritte in die Schuldenfalle rutschen. Als Ausweg bliebe den Kommunen nur der Verkauf an private Träger – oder die Schließung. Die Alternative: Die Patienten zahlen. Um das Grundeinkommen aller Krankenhausärzte um 30 Prozent aufzustocken, so die Studie, müsste jeder Arbeitnehmer einen 0,3 Prozentpunkte höheren Krankenkassenbeitrag zahlen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sprach am Montag gar von zehn Milliarden Euro und einem Prozentpunkt – das aber unter großzügiger Berücksichtigung aller Ärzte, also auch der niedergelassenen. [...]

http://www.zeit.de/2006/13/rzte-Streik
DIE ZEIT 23.03.2006 Nr.13

Die Frage die sich mir stellt ist, wieso verdient eine Assistentärztin, die mehrere jahre hart studiert hat fast genauso viel wie eine Krankenschwester? Wieso verdient ein Oberarzt dreimal mehr?
nordlicht87
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Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 312
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2006 - 21:10:43    Titel:

Ganz meine Meinung. Den Pseudo-Charakter der Leistungsgesellschaft habe ich irgendwo anders schon einmal angesprochen, hier zeigt er sich wieder ganz deutlich.
Erkennt Montgomery eugentlich nicht das Paradoxonn in seinen Aussagen. Die Kluft zwischen Chefarzt und Mitarbeiter wird riesengroß gesehen, abeer zur selben Zeit fordert mjan 30 % merh Gehalt für alle? Selbst mir als mathematischen Legastheniker offenbart sich hier, dass das wohl nichts an der Situation ändern wird. Es würde wohl eher noch schlimmer kommen. Bei einer Privatisierung der Krankenkassen (die ja eine mögliche Folge sein könnte) würde sich diese Entwicklung wphl noch verstärken, der Marburger Bund hätte das Gegenteil von dem erreicht,was das Ziel war.

@ macabre: Es geht bei Gesundheitsprävention ja nicht nur um das Betreiben von Sport. Man kann ja auch einfach Prävention betreiben, indem man vielleicht zu Fuß zum Briefkasten geht anstatt mit dem Auto zu fahren oder indem man statt der Tüte Chips vor dem Fernseher einfach ne Apfel nimmt. ICh will ja nicht aus jedem Menschen einen Modellathleten machen, daruim geht es ja garnicht; es soll bloß die Gesundheit bzw. das was man dafür tun muss wieder mehr in den Fokus rücken.
friendlyfox
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1342
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2006 - 09:38:39    Titel:

Der Ärztestreik ist ja immer noch in Gange, inzwischen sogar intensiviert.

*Wollte nur eine neue Diskussionsgrundlage schaffen*

Mfg
Friendlyfox
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2006 - 22:42:34    Titel:

Zitat:
@ macabre: Es geht bei Gesundheitsprävention ja nicht nur um das Betreiben von Sport. Man kann ja auch einfach Prävention betreiben, indem man vielleicht zu Fuß zum Briefkasten geht anstatt mit dem Auto zu fahren oder indem man statt der Tüte Chips vor dem Fernseher einfach ne Apfel nimmt. ICh will ja nicht aus jedem Menschen einen Modellathleten machen, daruim geht es ja garnicht; es soll bloß die Gesundheit bzw. das was man dafür tun muss wieder mehr in den Fokus rücken.

Wie willst du bitte eine solche Form der Prävention überprüfen?
Man könnte ja 2 Millionen Langzeitsarbeitslose abkommandieren, für 1€ die Stunde zu überwachen, was die Leute in einem Gebiet so machen. Joooa, des schoaft Orbeidspläzze Genossen, de Stasi lässt Gruize. Laughing

Jeder hat mal "faule Phasen", ist auch mal über nen langen Zeitraum unsportlich, frisst zu viel Süßkram, usw.
Das gehört in diesem Maße auch einfach zum Leben dazu, irgendeinen Grund muss man doch auch mal haben, um irgendwann zu sterben Wink
Solche Kleinigkeiten wirken mMn nur sehr gering, genauso wie der "Skandal" um Acrylamit in Frittösen - dann stirbt man halt n paar Tage früher, weil man zu oft heiss frittiertes gegessen hat - das Fett darin bringt einen schon 10 Jahre vorher ins Grab Razz

Auch finde ich die Vorstellung, einen erzwungenen, vorschriftsmäßigen Verhaltenskodex dieser Art für alle Bürger auferlegt zu sehen. Es nimmt schon irgendwie DDR-Züge an. Nein, es schreit geradezu danach, immer weiter auszuarten und die Realität und damit einkehrende Abweichungen von der "Annahme" über die Menschen in den Mühlen der Zwangsüberwachung zu zerquetschen.
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Anmeldungsdatum: 25.07.2005
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 03:27:42    Titel:

im Forum des www.aerzteblatt.de gibt´s mehr Fakten.
Krankenhausaerzte arbeiten in Deutschland für einen Stundenlohn unter 10 Euro.
Eine Aldi Kassiererin hat 14 Euro.

Selbst, wenn die 30%ige Lohnerhöhung durchgesetzt wird, ist ein Dienst immer noch laecherlich bezahlt.

Bei uns an der Klinik gibt´s fuer einen WE-Dienst 20% Lohn-Abschlag (!), in Worte: MINUS 20%, total 50 Euro für einen harten Nachtdienst, brutto natuerlich und nicht pro Stunde wohlgemerkt.

Bei 30% mehr ist der Stundenlohn dann netto gerade um weniger als 2 Euro gestiegen.

40% der Absolventen sind dieses Jahr von iunserer Uni direkt ins Ausland. Weitere treten gar nicht erst den Job als Mediziner an, und lassen sich von einem der begehrten Industriejobs in der Pharma- und Wirtschaftsberaterbranche ködern, wo ein Anfangsgehalt schnell mal 3-4-fach höher als ein Arztgehalt ist.

Der beknackte deutsche Staat bildet also einen Mediziner für sage und schreibe 250.000 Euro aus, damit er NICHT als Arzt arbeitet.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf.


Der letzte Abschluss vor 4 Wochen, der in der Presse als 16%ige Lohnerhöhung der Uniklinikärzte verkauft wurde, ist für die meisten Ärzte ein MINDERlohn von bis zu 5% gegenüber letztem Jahr.

Grund: Man hat vorher das Weihnacht-und Urlaubsgeld gestrichen, um nun den Lohn wieder anzuheben.

DAHER die Forderung der Aerzte nach 30%, um überhaupt auf eine schwarze Null zu kommen.

Wesentlicher Punkt sind hier auch die vielen unbezahlten Ueberstunden.

Die Aerzte leisten JEDES Jahr 50 MILLIONEN (!) UNBEZALHTE Uebrstunden, von denen der deutsche Beitragszahler SEIT JAHREN profitiert.

elbst wenn amn arbeitgeberseitig lediglich 20 Euro pro Arbeitststunde (Bruttolohn plus Arbeitgeberleistungen) ansetzt, so ergeben sich jährliche Einsparungen im Gesundheitssystem von 10 MILIARDEN pro JAhr für das Gesundheitsysstem AUF DEM RÜCKEN DER AERZTE !

Und dies seit Jahren !

Aus welchem Grund sollte ein Arzt in Deutschland weiter sienen Beruf ausübern, nachdem er vom Marburger Bund so in die Pfanne gehauen wurde und nun bis 2009 mit Einkommeneinbußen leben soll ?

Im europäischen Ausland verdient ein Arzt etwa das 4-fache (Holland, England, Frankreich, Spanien)- bei geregelten Arbeitszeiten, d.h man erlebt die zweite Hälfte des Tages noch als Mensch - mit Freizeit,Freunden
und Familie.
Aerzte in Deutschland haben eine sehr hohe Scheidungsrate, Drogen-und Alkoholabhängigkeitsrate.

Eine Stunde Notdienst in London wird mit 65 GBP vergütet, etwa 100 Euro,(am WE gibt´s natuerlich Zusschlaege, Sonntagszuschlag ist in Deutschland dagegen selbst mit dem neuen Vertrag immer noch nicht drin) 100 Euro - das entspricht etwa einem Tag Arbeit in Deutschland: 14-16 Stunden, davon 10-12 bezahlt.

Steuersatz UK: 27% !

Noch Fragen ?
Wirtschaftsinformatiker
Valued Contributor
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Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2006 - 22:20:42    Titel:

Das mit der Ärzte Bezahlung in Deutschland ist wirklich
eine Beleidigung.
Ein Müllmann, angestellt bekommt 14 Euro brutto die Stunde,
dass macht bei 38 Stunden Woche etwa 2200 Euro Brutto im
Monat. Um diesen Job zumachen braucht man nicht einmal einen
Hauptschulabschluß.
Ein Assistenzarzt nach dem Studium bekommt vieleicht 3000 € Brutto,
also gerad mal 800 Brutto mehr, das sind netto vieleicht 400 Netto
monatlich mehr als der Müllmann. Wobei der keine unbezahlten
Überstunden machen muss und deshalb durch einen
Nebenjob auf 400 Euro Basis, netto genauso viel verdient wie
ein Assitenzarzt und muß dafür sogar noch weniger Stunden arbeiten
und benötigt kein gutes Abi + Studium + Doktorarbeit.
Anderes Beispiel :
Ein Schlosser bekommt nach Haupt - oder Realschulabschluß + 3,5 Jähriger Ausbildung nach IG Metall ein Jahresgehalt ( inklusive Urlaubs - und Weihnachtsgeld etc. ) von etwa 30000 € Brutto.
Das sind monatlich etwa 1500 Euro netto.
Der Assitensarzt mit 3000 € Brutto hat nahezu das gleiche, wobei
dieser pro Stunde Netto sicher weniger verdient.

Deshalb an alle Ärzte : Haltet den Streik durch und bleibt bei euren
Forderungen !
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