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Juristin mit kopftuch- geht das?
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fay
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:32:31    Titel:

warum sollte das denn schlimm sein oder nicht gehen? würde man sich das auch fragen wenn jemand ein kreuz um den hals trägt? ok es is unauffälliger aber dahinter steht das 'selbe'.

die sache mit der lehrerin und dem kopftuch war ja was ganz anderes. nur warum sollte es was ändern ob da jetz ein anwalt steht der an gott, allah oder sonst wen glaubt? egal obs mans gleich erkennt oder nich..
ghizlane
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Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:42:28    Titel:

Oezkan hat folgendes geschrieben:
Ich selber bin Türke und verstehe es als ganz selbstverständlich die Trennung von Religion und Staat zu akzeptieren. Der Diskussion´,ob sie ein Kopftuch tragen darf oder nicht, geht die Diskussion des Tragens des tuches als religiöses Symbol der unterdrückung der Frauen vorraus. Ich persönlich bin auch für den Kopftuchverbot an öffentlichen Einrichtungen. Dies wird in der Türkei seit dem Regierungswechsel mit der AKP leider neu diskutiert. Wenn es mal soweit sein sollte das eine Staatsanwältin mit Kopftuch zugelassen wird erübrigt sich voll die Diskussion ob das Kopftuch als Unterdrückungsmermal gezählt wird oder nicht. Dennoch weise ich daraufhin das an den Universitäten im Orient ( z.B. Kairo,Teheran,Tunis etc) die Zahl der weiblichen Professoren überdurchnschnittlich höher ist als hier in Europa. Anders gesagt,die intellektuelle weibliche Schicht ist stärker verbreiter als die in Europa.
Naja sorry für die kleine Grundsatz debatte. Ich denke dennoch das man aus dem sterotypischen Denken der Kommerzpolitiker ein bisschen ausbrechen sollte umso über den Tellerand hinaus zu sehen.

greez,
Özkan


es kann sein, dass es einige randgruppen gibt die zum kopftuch gezwungen werden-jedoch ist es keinesfalls verantwortlich dies zu verallgemeinern, in dem man behauptet, dass kopftuch wäre ein zeichen der unterdrückung-es gibt sehr viele(größte teil der muslime)die das kopftuch FREIWILLIG tragen-wenn man sich mal näher bzw. intensiver mit dem islam beschäftigen würde und sich sein bild von dem islam nicht von den medien machen würde oder sich von irgendwelchen orientalisten, die selbst keine muslime sind etwas sagen lässt-dann wüsste man das es im islam keinen zwang gibt.-das nur mal so nebenbei.

also wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist ein contra argument, was gegen das tragen des kopftuchs ist, dass es zur religiösen schau dient- hmmm aber solange die kopftuchtragende frau sachlich bleibt ihre ansichten von religion nicht auf andere überträgt, sondern ihr kopftuch nur so trägt wie andere z.B ihre frisur tragen-dann ist das doch kein problem-ich meine wenn man in einem beruf, in dem es um äußerlichkeiten geht , wie zum beispiel als hostess oder moddel oder derartiges arbeiten würde, dann würde ich das kopftuchverbot nachvollziehen aber in der justiz?
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:46:00    Titel:

Ich habe das Gefühl, gewisse Leute sehen die Religionsfreiheit als eine Art "Freischein" an hier zu tun was sie wollen und wo sie wollen.

Man sollte den Bogen nicht zu sehr überspannen. Denn eine religiöse Toleranz, wie sie Dtl an den Tag legt, gibt es in anderen Ländern (Türkei, arb. Länder) leider nicht.
ghizlane
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Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:48:22    Titel:

meisterjoda hat folgendes geschrieben:
Ich habe das Gefühl, gewisse Leute sehen die Religionsfreiheit als eine Art "Freischein" an hier zu tun was sie wollen und wo sie wollen.

Man sollte den Bogen nicht zu sehr überspannen. Denn eine religiöse Toleranz, wie sie Dtl an den Tag legt, gibt es in anderen Ländern (Türkei, arb. Länder) leider nicht.

dafür gibt es länder die sogar mehr toleranz an den tag legen- siehe england oder niederlande Wink
in england gibt es sogar inder, die mit ihrem turban in führungspositionen arbeiten dürfen-hier wäre das wohl kaum möglich.


Zuletzt bearbeitet von ghizlane am 21 Mai 2006 - 19:51:11, insgesamt einmal bearbeitet
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:48:34    Titel:

Du hast mich falsch verstande. Der Diskussion ob es ein religiöses symbol ist geht die Dikussion des Kopftuches allgemein voraus. Zu der Lehrerin sage ich nur das diese Klagewelle dieser Frau ich als lächerlich empfand und als verschwendung von Steuergeldern. Diese Frau war mit einem Verbot des Kopftuches überhaupt nicht bedroht. Die Anwaltskosten übernahm die vom Verfassungsschutz beobachtete Mili Görüs Vereinigung deren Gründer in der Türkei eine lebenslang Haftstrafe verbüßt.
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:49:54    Titel:

Dass andere Länder noch toleranter sind mag sein. Dann kann sie ja dahingehen, wenn ihr Dtl. zu intolerant ist. Wink
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:51:28    Titel:

@meisterjoda

Dein Gefühl ist rein subjektiv. Mich würd mal stark interssieren was du unter dem Freischein verstehst und was die damit ausnutzen um was alles zu machen? Sowas bin ich sonst nur von Schäuble und Konsorten gewöhnt Wink
Wenn sich die Diskussion in diese oberflächliche Schiene reinpresst klinke ich mich gerne aus. Aus der Phase bin ich raus.
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:56:50    Titel:

Mein Gefühl ist alles andere als subjektiv. Es ist nun mal so, dass man es nicht allen Recht machen kann. Und irgendwo muss halt die Grenze gezogen werden.

Erlauben wir das Kopftuch, dann kommen bald andere die meinen sie wollen ihr komplettes Gesicht bedecken (mir fällt gerade das Wort für diese Bedeckung nicht ein, Burscha oder so ähnlich glaube ich).

Sollen wir das dann auch erlauben?
dado16
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 19:56:54    Titel:

Also zunächst einmal ist der Beamte zur Neutralität verpflichtet, dh er hat seine Religion zu Hause zu lassen, egal ob Muslime, Jude, Christ oder ähnliches.

Das Gericht ist eine öffentliche Einrichtung, wo auch dieser Grundsatz der Neutralität gilt. Und von einem Gericht geht ein falsches Signal aus, wenn jetzt auf einmal der Richter oder StA oder RA seine Relgionsüberzeugung jeden Tag mit in den Gerichtssaal bringen würden.

Das ist mE völlig daneben. Und das hat nichts mit dem Kopftuchtragen an sich zu tun, sondern hat seine Geltung ggü allen Religionen.

Und meine Frage ist wieso sollen die Muslimen ggü diesen anderen Religionen bevorzugt werden?!
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 20:05:21    Titel:

@ Dado

da geb ich dir völlig recht wie oben schon erörtert. Nur diese Ansichtspunkten von denen wir ausgehen gehen die meisten Menschen nicht aus. siehe meiserjoda.
Von welcher Bevorzugung sprichst du? Ich kenne keinen Grundsatz der eine Religion bevorzugt. Es it auch darauf hinzuweisen das sich dennoch viele öffentlichen Anstalten mit diesem Grundsatz der Neutralität schwer tun. Siehe kruzifixen an den Wänden.
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