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groß StR Giessen 3./4. Semester - § 306 ff und Zurechnung
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k_k
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 22:21:45    Titel:

hab mir erst ma die erste fallvariante angesehen...
da gibts einiges zu beachten! z.b. viel mir auf, dass die rede von einem mehrsöckigen haus ist...der täter ging von aus, dass da keiner mehr drin sei...schwere brandstiftung ist aber ein abstraktes gefährdungsdelikt und damit ist die anwesenheit eines opfers in den räumlichkeiten grundsätzlich gar nicht erforderlich...folge wäre, dass der täter nicht davon profitieren kann, dass keine anwesend war... fraglich ist, ob es also gerecht ist jemanden zu bestrafen, wenn ne abstrakte möglichkeit gar nicht besteht...bgh verneint den obj. tb bei kleinen überschaubaren objekten...bei größeren gebäuden...wie hier...kann hingegen keiner wirklich gewissheit darüber haben, ob tatsächlich keine gefährdung eines menschen vorliegt...so h.m....mindermeinung sieht das wieder anders...diskutiert das, wenn nich schon geschehen! das gibt punkte!teleologische reduktion steckt dahinter...
ansonsten 222 und schwere kv, die ich aber ausschließen würde...
kann auch voll daneben liegen...aber das waren meine ersten gedanken;-)
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 23:32:23    Titel:

Die Entscheidung, in der der BGH - wohl bemerkt in einem obiter dictum, da in dem zu entscheidenden Fall die Dinge anders lagen - Erwägungen in Richtung einer teleologischen Reduktion für überschaubare Räumlichkeiten angestellt hat ist BGHSt 26, 121. Hinsichtlich des durch das 6. StrRG eingefügten § 306a III, der vom Gesetzgeber explizit für solche Fälle vorgesehen wurde, in denen eine konkrete Gefahr durch Sicherungsmaßnahmen des Täters ausgeschlossen wurde (vgl. BT-Drucks. 13/8587, 47), erscheint es indes fraglich, ob diese Erwägungen ohne Weiteres auf die Neufassung des § 306a übertragen werden können. Lesenswert um einen Überblick über die Thematik zu gewinnen:

Geppert, Jura 1998, 597
Radtke, ZStW 110 (1998), 849
Rengier, JuS 1998, 397
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 23:39:46    Titel:

Ich habe den Sachverhalt jetzt nicht gelesen, aber da von einem mehrstöckigen Haus die Rede war, würde ich spontan mal vermuten, dass dieses Gebäude teils zu gewerblichen Zwecken diente. Sollte dem so sein, käme man u.U. noch zu der Problematik, ob § 306a I Nr. 1 erfüllt ist, wenn nur der gewerblich genutzte Teil brennt. Diesbezügliche verweise ich mal auf BGHSt 34, 115, sowie den Aufsatz von Schneider, in JURA 1988, 460.
giessener
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Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 02 Jun 2006 - 22:47:51    Titel:

www.hemmer.de/repetitorium/rep_pdf/6__WUV_Brandstiftungsdelikte.pdf

was ist denn jetzt mit der brandstiftung durch unterlassen? manche sagen aufgrund ingerenz möglich, hemmer sagt auch bei fahrlässiger (zigarette) inbrandsetzung nein, wenn kein neuer brandherd entfacht worden ist
MarionXXO
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Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2006 - 15:44:21    Titel:

dann hau ichs auch nochmal hierrein...

Nun stellt sich das Problem, wie X ihm Bezug auf das geschehen bezüglich S zu bestrafen ist. Der Helfer ändert den Kausalverlauf. S stirbt nicht, sondern wird nur verletzt. Wie ist dies A zuzurechen? Liegt eine Strafbarkeit aus §229 und §§223,224,13 vor oder bin ich hier auf dem falschen Dampfer?

Über ein paar Meinungen oder auch Quellen wäre ich dankbar.

Bussi MarionXXO
rex
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Anmeldungsdatum: 16.08.2005
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2006 - 16:55:16    Titel:

Kann mir wohl jemand den Benutzernamen nennen, den die Wolfslast für ihre Folien verwendet?

Gerne auch al PN!
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