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LMG2005
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Anmeldungsdatum: 13.10.2004
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Okt 2004 - 22:47:15    Titel: Studium-> Helft mir

Hallo, hab in ein paar Monaten mein Abi un überlege vll BWL oder VWL zu studieren.
Ich möchte vll sowas wie Manager oder irgendwas in der Richtung mal später machen!

Was sollte man für BWL könne, mein Abi wird ca.2,8-3,....?

Wie schwer ist das Studium?

Nochwas: Wie finanziert ihr das eigentlich?

Danke für die Hilfe schonmal im Voraus

Gruß Timo
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2004 - 08:23:33    Titel:

Moin Timo!

Also Manager oder sowas.... Über sowas solltest Du Dir vorher Gedanken machen. Manager werden kannst Du auch mit einem naturwissenschaftlichem Studium und einem Hang zu BWL gut. Ist im Marketing von Industriefirmen sogar förderlich... In der Pharma- oder Chemiebranche, als Beispiel, sind reine BWLer oder VWLer an der Spitze sind vergleichsweise selten. Es empfiehlt sich ein Doppelstudium oder anschließend ein MBA, wenn Du auch ein naturwissenschaftliches Fach studieren würdest.

Gehen wir davon aber aus, dass es BWL oder VWL sein soll. Ich persönlich (bin BWLer) aber mir mach VWL sehr viel mehr Spaß. VWL ist allerdings theoretischer als BWL - für vieles gibt es kein richtig oder falsch, eher "unter den Umständen könnte sein....". Managerposten sind auch damit zu erreichen. Vornehmlich in Banken, Versicherungen, Behörden, Beratungsunternehmen. Auch in der Industrie gibt es sie - bekanntestes Beispiel ist vielleicht Ex-Hoechst und Aventis Chef Dorrmann.
BWL qualifiziert Dich auch nicht unbedingt für den Managerposten. Wie oben schon erwähnt wirst Du in der Industrie schnell mit anderen Studienfächern konkurieren müssen - BWL ist aber für einen Pharmazeuten oder Ingenieur schneller und einfacher zu lernen als für einen BWLer eine Naturwissenschaft (Aufbaustudiengänge für Naturis gibt es wie Sand am Meer, NW-Aufbaustudiengänge für BWLer sind ganz rar.). Bei Banken, Handel und Versicherungen oder aber im Finanz- und Rechnungswesen ist das ein natürlich anders.

Jetzt bitte keine Angst kriegen - bist Du gut, dann funktioniert es mit BWL, VWL genauso gut aufzusteigen wie mit einem Dr. med etc. Bist Du nicht gut, nutzt Dir der beste Abschluß nichts. Nur - BWL- und VWL-Studium qualifiziert bei weitem nicht automatisch zum Manager.
Die Arbeitsmarktsituation ist für beide Seiten angespannt (im Moment, wie es in vier, fünf Jahren aussieht, wer weiß), für VWLer allerdings noch etwas schlechter als für BWLer.

Das Grundstudium ist übrigens bei beiden (an der Uni) relativ gleich. Häufig wechseln danach Studenten in die eine oder andere Richtung nachdem sie sich orientiert haben. VWL hat den Vorteil, dass Du im Moment nicht an einen NC stößt, Du wirst wahrscheinlich ohne Wartesemester anfangen kannst. Der NC bei BWL unterscheidet sich je nach Uni - www.zvs.de gibt Auskunft - von 1,0 in Mannheim und "schlechter".

Was macht Dir Spaß? Interesse an Unternehmensführung, Zahlen, Finanzen - also Investitionen, Steuern, Buchhaltung, oder vielleicht Einkaufen oder Verkaufen? Dann denke ich, dass Du besser in BWL aufgehoben bist. Wenn Du Spaß hast an Finanzströmen, Steuer- oder Ordnungspolitik, Wirtschaftspolitik (also im größeren Maßstab) dann mach VWL. (Denk daran, an der Uni kannst Du zur Not noch im Grundstudium wechseln.)

Beide male ist es auch eine Überlegung wert, ob man nicht vorher eine Ausbildung macht (Bank-, Industrie- etc.kaufmann). Da hat man dann schon mal einen Einblick, was man machen möchte. Außerdem bieten manche Firmen die Möglichkeit an, während, oder nach der Ausbildung zu studieren. Ich rede hier nicht nur von BA´s, sondern auch von "normalen" FH-Studiengängen BWL. Das sogenannte BIS (Berusintegrierender Studiengang) z.B. an der FH Mainz (www.fh-mainz.de) oder den BBA (Bachelor of Business Administration) wie er zum Beispiel vom PSIMT angeboten wird (Provadis School of International Management and Technology www.provadis-hochschule.de - bieten auch Bachelor für Informatik und Chemie an...). Vorteil ist die gesicherte Finanzierung des Studiums, da man nicht aufhören muss zu arbeiten. Nachteil ist natürlich der Streß eines nebenberuflichen Studiums zwischen drei und fünf Jahren.

Ebenso ist eine Ausbildung von Vorteil, da man, wenn man diese bei größeren Unternehmen gemacht hat, dort als "Werksstudent" in den Semesterferien für recht gutes Geld arbeiten kann. Das finden einen Praktikaplates ist dann meistens auch einfacher, weil andere Firmen von Deiner Praxiserfahrung provitieren.

Ansonsten gibt es die klassische Elternfinanzierung des Studiums und/oder die berühmten Studentenjobs. Der Staat kann natürlich auch mit Bafög mit ins Boot genommen werden. Also wenn man ganz mittellos sein sollte, es gibt trotzdem Möglichkeiten zu studieren (auch wenn man sich abstrampeln muss). Daneben gibt es noch Möglichkeiten des Geldsparens, z.B. die Befreiung von der GEZ usw.

So, ich hoffe das reicht als Erstinfo - solltest Du weitere Fragen haben, meld Dich!

Grüße,

Labus
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2004 - 09:24:14    Titel:

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung weil ich gerade Deinen Thread im Jura-Forum gelesen habe....


Du kannst auch Jura und WiWi (Wirtschaftswissenschaften) verbinden. Sind dann allerdings weniger die Strafrechtssachen aus den Sendungen....wenn Du Dich nicht auf Wirtschaftsstrafsachen spezialisierst.

Entweder an der Uni, dann würde ich eins als Haupt-, ein als Nebenfach wählen oder die Möglichkeit des Wirtschaftjurist (FH) (Wird bei normal-Juristen allerdings als Schmalspurausbildung angesehen, Volljurist (also auch eine Anwaltszulassung) geht damit nicht.

Alternativ kann man auch erst Jura und dann im Master BWL.

Möglichkeit für die bessere Finanzierung: BWL (nebenberuflich) und dann den LLM (Master of Law) dranhängen (z.B. ebenfalls an der FH Mainz, will eine Freundin machen und arbeitet gerade an der Aufnahme in das LLM-Programm). Mit diesem LLM fehlt dir in Deutschland wieder der Volljuristenstatus - in Amerika kannst Du mit einer Zusatzprüfung eine Rechtsanwaltszulassung beantragen. Vorteil dieser Variante ist wieder die gesicherte Finanzierung des Studiums.

Grüße,

Labus
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