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Depressionen...
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bak2
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 497

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 11:37:10    Titel:

Beru hat folgendes geschrieben:
...aber ich gehe trotzdem zur Therapie.


ich hab nicht vor dir das auszureden. aber mir gings, wie jedem, auch schonmal schlecht.
glaess
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Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 11:42:48    Titel:

Kann man sich Depressionen einreden?
Das heist nicht das ich das von dir denke Beru, ist mir nur gerade durch den Kopf geschossen und wollt kein neuen thread auf machen..
Beru
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Anmeldungsdatum: 14.10.2005
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 13:01:13    Titel:

Hallo Glaess, das ist in der Tat eine gute Frage! Schlechte Laune oder Kummer hat jeder mal, ich auch. Aber wenn man depressiv ist, sieht die Gefühlswelt trotzdem anders aus.

Ich habe früher (mit 14, 15) lange Zeitphasen mit "schlecher Laune" gehabt. Monatelang saß ich dumpf vor mich hinbrütend in meinem Zimmer und habe nur um zur Schule zu gehen mein Zimmer verlassen.
Ich wusste nicht, warum es mir so schlecht geht, ich wusste nur, das es mir schlecht geht.
Dann waren ein paar Monate gut, es ging mir blendend. Dann kamen wieder Monate mit schlechter Laune. Ich habe damals nie gefragt, ob das "normal" ist, ich habe diese Phasen immer irgendwie überstanden (aus denen nun meine Angst vor dem Alleinsein entsprungen ist) und mein Leben so gut es geht weitergeführt.
Seit ein, zwei Jahren werden die Phasen, in denen es mir gut geht immer kürzer und die Phasen, in denen es mir schlecht geht, immer länger.
Ich konnte mich teilweise nicht bewegen oder etwas tun, in der Angst, in mir würde etwas zerspringen. Mein Kopf war voll mit Gedanken und ich habe mein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen (nur noch eine Mahlzeit am Tag, Termine verplant, ständig gereizt, etc), bis mich eine Freundin mal auf eine Therapie ansprach.

Erst da wurde mir bewusst, das ich "krank" bin und nicht nur "launisch" Rolling Eyes
Zur Zeit bin ich wieder in einer depressiven Phase, aber ich habe den Auslöser erkannt und kann halbwegs damit umgehen: Hier in Hamburg sind grad Ferien, ich habe viel Freizeit und weiß nichts mit mir anzufangen. Ich grübele den ganzen Tag über meine zerbrochene Beziehung nach und trudele seelisch immer tiefer hinab. Aber ich gehe heute noch zum Sport...
Schade ist nur, das ich dann Sachen, die mir sonst Spaß machen, nicht richtig geniessen kann. Ich empfinde zwar Freude, aber die ergreift nicht mein Herz, es ist, als wenn ich nur 50% Spaß habe und die anderen 50% von mir Fragen nach dem Sinn und Zweck des Ganzen.

Ich weiß nicht, ob man sich solche Gefühle und Gemütslagen einreden kann und will!?
bak2
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 497

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 13:16:42    Titel:

Beru hat folgendes geschrieben:
Erst da wurde mir bewusst, das ich "krank" bin und nicht nur "launisch" Rolling Eyes


dann solltest du so schnell wie möglich zu nem arzt gehen. der erste schritt ist ja immer sich das einzugestehen, denn man muss selbst wollen. und ohne diese erkenntnis kann kein wille entstehen etwas dagegen zu unternehmen. ich befürworte dieses verhalten sehr, du bist genau der typ dem solche therapien dienen sollten, es gibt da ja viele die gerne mal zum psychologen gehen weils die krankenkasse stützt und sie mal ne runde quatschen wollen. aber bei dir ist das wirklich nötig so wie du deine lage beschreibst, also nur mut. Exclamation
und wenn deine bekannten dich noch nach deinen gemütszuständen ausfragen dann hast du sicherlich noch viel glück, denn viele in deiner situation haben sich schon so zurückgezogen dass sie niemanden mehr an sich heranlassen, aber in deinem fall gibts auch noch unterstützung im sozialen umfeld, das solltest du mitnutzen, ich meine wozu sind denn freunde da. sicherlich können dir die nicht das wasserreichen was die probleme angeht, aber das ist ja auch nicht sinn und zweck einer freundschaft mit eigenen problemen zu konkurieren.

mfg bak2
Physiklaie
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 13:49:35    Titel:

Psychologisch wäre da erst mal zu klären, ob das überhaupt eine Depression ist, oder 'nur' eine Traurigkeit (oder Zorn, oder was auch immer) wegen der Trennung.

Und dann muss man sich psychologisch ansehen, wie die Depression sich zeigt und wie sie entstanden ist, um dann zu sehen, was man dagegen tun kann.

Körperliche Anstrengung hilft da nicht, sondern lenkt nur vorübergehend ab, auch ein Arzt hilft da nicht, außer wenn physiologisch oder organische Probleme vorliegen.

Aber Depression ist tatsächlich so eine Art 'Modeerkrankung', die viele sich 'zulegen', und sei es nur um anderes zu verdecken.
Wolfo
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Anmeldungsdatum: 18.04.2006
Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 14:01:13    Titel:

@ Wolfo: Mal angenommen, ich deute meine Träume, wie kann ich dann ohne therapeutische Hilfe intervenieren und mich ändern, wenn ich nicht weiß, WIE? Was ist, wenn ich meine Träume falsch deute? Ich denke, als Laie kann man recht viel falsch machen.

Das stimmt. Schlußendlich aber läßt sich auch durch den Erwerb eines akademischen Titels kein absoluter Immunschutz gegen eine Infektion mit Fehlern erwerben, auch nicht, indem der Titel zum "Dr. Dr." verdoppelt und mit "Prof" davor entgültig zum goldenen Namensschild an der Tür zum Sprechzimmer berechtigt, das sich u.U. beim Eintritt trotzdem als Mogelpackung herausstellt. Überhaupt lassen sich Fehler nie ausschließen ("Irren ist menschlich"); höchsten kann die Gefahr verkleinert werden, wofür ich leider! keine andere Methode kenne, als sich auf den langen Weg des Lernens zu begeben. Das Prinzip ist eigentlich einfach: wenn man als 'Lehrling' die Träume falsch deutet - egal ob man dabei vom 'Meister' "geholfen wird" oder nicht -, dann läßt sich der Irrtum spätestens daran merken, daß der therapeutische Versuch einer praktischen Verhaltenskorrektur mißlingt, bzw. "hinterher alles noch schlimmer wird als wie vorher." (Kommentar Jesu zu denen, die sich per hypnotischer Autosuggestion von ihrer psychosomatischen Verblendung geheilt glaubten.) Auf dem gleichen Weg entdeckte Freud die 'Effektivität' seiner vermeindlichen Hypnosetherapie - d.h. hatte es sehr schwer beim "Try an Error" seiner Selbst- und Menschenexperimente , weil er ohne vollgültiges Vorbild - nur hie und da Anleihen machend und sonst sich selbst durchforschend, das WIE seiner nach und nach Gestalt nehmenden Traumdeutung entwickeln mußte; das macht es für uns leichter.

Oder kann es jedenfalls der Möglichkeit nach wesentlich einfacher sein als vor 100 Jahren, nämlich falls wahr sein sollte was Freud von der Psychoanalyse wußte oder jedenfalls behauptet: es handelt sich bei ihr um nichts weniger als einen Hokuspokus. Sie empfielt ihre sorgfältigste Prüfung und so weit für mich erkennbar, tut sie auch was sie sagt... Ich könnte Dir das Blaue vom Himmel runterlügen; Was willst Du dagegen unternehmen? Ging überhaupt meine Stellungnahme auf Deine Fragen in die richtige Richtung?


Zuletzt bearbeitet von Wolfo am 24 Mai 2006 - 14:14:37, insgesamt einmal bearbeitet
Physiklaie
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 14:10:46    Titel:

Wolfo hat folgendes geschrieben:
Für Ursachenforschung im Bereich der Seele eignet sich nur Traumdeutung, und zwar die, wo Du nicht im Lexikon nach den Bedeutungen der Symbole schaust, sondern in Dir selbst. Aus Lexikas erfährst Du über die psychischen Schwierigkeiten der Autoren; wenn Du Dir eigene Freie Assozziationen über Deine eigenen Traumsymbole holst, sie den richtigen Fachleuten aushändigst, kannst Du nach und nach die Herkunft Deiner Neigung zur Depression ergründen (außerdem jede Menge unbewußte Wünsche, Instinkte, Dein Wesen, so wie Es wirklich ist) und eine Diagnose gewinnen, einschließlich Weg zur selbstbestimmten Therapie (Befreiung der Lebensenergie).

Man kann nicht selber Träume analysieren... da bleibt man an den eigenen Widerständen hängen. Selbst beim Assoziationsverfahren. Da braucht man einen Fachmann.

Und bitte keine Selbstbehandlung vorschlagen, das ist äusserst gefährlich, gerade bei Depression, da gibt es eine hohe Suizidgefahr!
Wolfo
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Anmeldungsdatum: 18.04.2006
Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 15:00:50    Titel:

Den "Widerstand" (eine von Freuds wichtigsten Erkenntnissen) im Auge zu behalten und sich fragen was das sei, ist ein wertvoller Hinweis für die Erwägung der Möglichkeit einer Beanspruchung der Psychoanalyse. Wegen ihm kommen die meisten Menschen nicht dazu. Wenn aber wahr wäre daß "niemand" seine Träume selbst analysieren kann, dann hat Freud es auch nicht gekonnt, woraus folgt: entweder irrst Du, oder Freud irrt als er das behauptet. Letzteres glaube ich zwar nicht. Es ist aber zutreffend, daß nicht jeder Freuds Voraussetzungen mit in die Wiege gelegt bekam, nur fände ich es nicht richtig, einen nicht näher bekannten Menschen von vornherein (insgeheim) für weniger genial als ihn zu erklären. Außerdem spräche es nicht für die Genialität desjenigen, würde er auf Freuds Vorleistungen oder die anderer Menschen/Analytiker kategorisch verzichten...

Zu dem Suizidpotential: Als Kandidaten kommen in erster Linie Menschen in Frage, die ihrer und so vieler anderen Leute schweren Schwierigkeiten wegen vollkommen vereinsamt leben müssen, weniger die mit einem bewährten Zweittherapeuten und/oder Freundeskreis, der sogar die Potenz hat, einen seiner Angehörigen bei der Überwindung seines Liebeskummers zu unterstützen...
bak2
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 497

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 15:05:18    Titel:

Physiklaie hat folgendes geschrieben:
auch ein Arzt hilft da nicht, außer wenn physiologisch oder organische Probleme vorliegen.


selbstredent... ich meinte den psychologen war nur zu faul es zu schreiben. ausserdem hilft der arzt indem er zum psychologen überweist, anders gehts ja sowieso nicht.
Physiklaie
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2006 - 15:32:26    Titel:

Zitat:
Wenn aber wahr wäre daß "niemand" seine Träume selbst analysieren kann, dann hat Freud es auch nicht gekonnt, woraus folgt: entweder irrst Du, oder Freud irrt als er das behauptet.

Das ist bzw war aber ein Ausnahmefall mit Freud. Das hat er auch aus Forschungsgründen gemacht, er hat ja eh viel ausprobiert... kein Wunder wenn jemand wie er zum ersten mal solch eine gewaltige Pionierarbeit leistete. Der hat ja auch noch gegen andere 'Gesetze' der PA verstoßen (Tochter behandelt z. B.). Aber das geht auch nur, wenn man sich in der PA oder TP sehr sehr gut auskennt, ansonsten kommt man unweigerlich zu Fehldeutungen.
Ich mache das auch manchmal, aber ich bin auch ausgebildeter TP und ich mache das dann eher aus Spaß oder Forschungsfreude...

Zitat:
Zu dem Suizidpotential: Als Kandidaten kommen in erster Linie Menschen in Frage, die ihrer und so vieler anderen Leute schweren Schwierigkeiten wegen vollkommen vereinsamt leben müssen, weniger die mit einem bewährten Zweittherapeuten und/oder Freundeskreis, der sogar die Potenz hat, einen seiner Angehörigen bei der Überwindung seines Liebeskummers zu unterstützen...

Das stimmt, nur darf man nicht aussen vor lassen, das eine Depression sich verfestigen kann, wenn sie falsch behandelt wird, abgesehen von dem Problem, das sie sich verschlimmern kann.

Den einzigen Rat den man geben kann, ist zu sagen, man solle zum psychologischen Psychotherapeuten gehen, damit der erst mal feststellt, was überhaupt Sache ist. Zumal man sehen muss, das Depression erst mal nur ein Wort ist, mit dem man bestimmt Symptome beschreibt. Das ist noch keine Diagnose, zumindest nicht im psychoanalytischen Sinne.
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