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Warum lassen mich meine Eltern nicht los?
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Blossie
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 314
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2006 - 11:08:30    Titel:

Mir ist auch erst im Laufe der letzten Monate erst (!!!) klar geworden was meine Eltern, wenn ich jetzt angerichtet sage hört sich das extrem hart und undankbar an aber mir fällt gerade kein anderes Wort ein.

Schule damals, Hausaufgaben wurden bei mir eigentlich nie kontrolliert, wurd zwar mal gefragt ob ich sie gemacht hab, sonst kam da nix. Wollte ich HA zeigen, wollten sie sie nicht sehen. Hab schulisch mein Ding gemacht, dann stand ich irgendwann extrem auf der Kippe, Versetzung in die Oberstufe mehr als stark gefährdet.
Meine Eltern waren in einem Gespräch in der Schule, soweit so gut, mir wurde gesagt ich solle mich hinsetzen und lernen.
Ich bat um Nachhilfe, da ich mit dem Stoff, gerade in Mathe, nicht zurecht kam. Wurde abgelehnt, da zu teuer (meine Eltern hatten nie finanzielle Sorgen), wenn ich Hilfe bräuchte sollte ich zu ihnen gehen, sie würden mir helfen, ich ging zu ihnen und entweder hatten sie gerade keine Zeit oder konnten mir nicht helfen.
Dann, wie in meinem ersten Post hier in diesem Thread, was kommt nach der Schule, mir wurde das Studium verweigert. Im nachhinein bin ich darüber sehr wütend.

Mein Vater legt Verhaltensweisen an den Tag, da überkommt mich heute das kalte Grausen, wenn ihm was nicht passt, und wenn es, übertrieben dargestellt, die Sockenfarbe ist, bölkt er rum, moppert hier und da, und je nach Tagesform dauert es zum Teil auch nicht lang bis er brüllt und auch ausfällig wird.
Leben und leben lassen, ich glaub davon hält er nicht viel. Einfach mal etwas so akzeptieren wie jemand anderes was macht auch nix für ihn. Hinter seinem Rücken wird viel gesprochen.... wirklich viel, alle besagen das gleiche daß der ***** doch immer was zu meckern und motzen hat. Aber wenn man ihn auf sein Fehlverhalten anspricht, sind immer die anderen Schuld.
Ich habe Anfang des Jahres für ein paar Wochen dort gewohnt, weil ich mich gerade getrennt hatte und da ist mir das erst mal wieder bewusst geworden.... Ich habe mich mehr als einmal gefragt, obs nicht besser gewesen wäre, wäre er damals spazieren gegangen als mich zu zeugen. So wie er mit mir umgeht, so hat er mir bewiesen, daß er mich nicht lieb hat, ganz im Gegenteil.
Hat er ne Schwachstelle gefunden, so bohrt und tritt er noch mit Wonne, so kam es mir vor, kräftigst hinein.

Ich will damit nicht sagen, daß er nicht trotzdem hinter mir steht bzw. brauch ich Hilfe in Form von Man-Power ist er zur Stelle, kein Thema, er steckt mir auch gern mal nen 10 oder 20€ Schein zu, aber sowas wie väterliche Liebe, so wie ich sie mir definiere, habe ich bei ihm nicht kennengelernt.
Und Mutter, sie ist im Großen und Ganzen einfach die Beste Smile)
Hätte aber m.E. nach mal öfter eingreifen dürfen....
meri
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 12:27:34    Titel:

Hi Tonka und Blossie,

es ist wirklich so, dass ich meistens ein schlechtes Gewissen bekommen habe, wenn ich mal "nein" gesagt habe. Und da fängt der Teufelskreis schon an. Ich durfte mir dann immer anhören, "du kannst ja auch mal was für uns machen".
Man hat dann gar keinen Spielraum mehr, weil man eh immer das macht, was sie sagen wegen dem schlechten Gewissen und so kommt man erst gar nicht dazu seine eigene Meinung zu haben.

Ich denke, Tonka hat das ganz gut auf den Punkt gebracht, wenn man sich gegen sie stellt, heißt es das Kind ist undankbar. Das wird wohl immer ein Zwickmühle bleiben. Nur als Kind kann man das irgendwann nicht mehr aushalten.

Blossie, angerichtet ist schon das richtige Wort, so sehe ich das bei mir ja auch. Hausaufgaben wurden bei mir auch nie kontrolliert, noch nicht mal die Nachfrage was grad in der Schule durchgenommen worden ist oder ob es schön war in der Schule. Irgendwie bestand das wohl kein Interesse dran.....
Mir wurde immer nur gesagt, "du musst die und die Note bekommen und wehe sie wird schlechter". Man kann sich vorstellen, unter was für einem Druck ich gestanden habe. Komisch finde ich nur, das ich mir den weiteren Werdegang, Beruf/Studium selbst aussuchen konnte.
Habe mich dann für eine Ausbildung entschieden um so schnell wie möglich auf eigenen Beinen zu stehen.

Blossie, ich kann gut nach vollziehen, dass du wütend darüber bist, dass deine Eltern dir vorgeschrieben haben, du sollst nicht studieren. Ich persönlich finde, dass das schon wieder ein Schritt zu weit ist. Denn schließlich ist das eine Entscheidung, wie die deine berufliche Situation mal in Zukunft aussehen soll. Ich denke, solche Entscheidungen sollten sie gar nichts fällen oder sich einmischen.
Sie müssen ja mit dieser Entscheidung nicht das ganze Leben leben, sondern man selbst. Und auch in solch einer Situation ist denen nicht bewusst, was das für das Kind bedeutet.

Ich habe wirklich gedacht, dass dieses ständige Gefrage, wie gehts, brauchst du was..., nur am Anfang wäre, wo ich grad ausgezogen bin, aber dass das nach 5 Jahren immer schlimmer werden würde, hätte ich nicht für möglich gehalten.

LG Meri
Blossie
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 314
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 13:27:24    Titel:

Der nächste Hit kam dann, als ich nach einem Jahr arbeitslosigkeit dachte, wozu hast Abi, kannst auch studieren gehen, habe da schon mit meinem Freund zusammen gewohnt der gearbeitet hat. Sprich der finanzielle Rahmen hat gepasst. Freund geschnappt, ins BIZ gegangen, die Richtung welche ich studieren wollte wusste ich, nachgeguckt und ich war mir sicher es sollte Oecotrophologie werden.

Eltern horchten zwischenzeitlich immer mal nach, so gequatscht, Vater fragte was ich denn nun studieren wollte, ich sagte meinen Wunsch, und was kam von ihm "Was willst denn mit so einem Scheiß, Geld verdienst du damit sowieso nicht"
Ich blöde Nuß hab mich davon beeinflussen lassen und hab angefangen was zu studieren, was nicht ganz so mein Interesse deckt, ging auch natürlich daneben.

Heute, ich werde, so hoffe ich, eine Umschulung finanziert bekommen vom A-Amt, da ich nicht mehr in meinem erlernten Beruf arbeiten kann, hab da lange hin und her überlegt was ich machen kann, es geht nicht darum was ich machen möchte, sondern was ich kann. Habe eine Entscheidung gefällt. Eltern fragen zwischendurch mal, hab ihnen das Ergebnis mitgeteilt, wurde zwar im großen und ganzen akzeptiert ABER schon kam Vater mit den dollsten Berufen um die Ecke, ich könne mich doch als Finanzinspektorin bewerben, halt ne Ausbildung machen, oder Lokführerin....
Bei ersterm würde ich schon in der Ausbildung mehr verdienen als er wohl verdient (wers glaubt, denn Vater verdient nicht schlecht).
Ich setz doch nicht alle Hebel in Bewegung um kurz vor dem Ziel, die Umschulung, noch mal alles umzuwerfen.

Ich würde und werde mich nicht nochmal so von Eltern beeinflussen lassen. Hätt ich von vorne herein Oeco studiert, hätt ich jetzt nur noch ein oder zwei Semester vor mir Sad

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte.... ich würd mich nicht noch mal so von ihnen beeinflussen lassen bzw. mich so oft von der Seite anmachen lassen.
meri
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 14:33:12    Titel:

Genau das meine ich Blossie, sie denken nicht darüber nach, wie es für einen selber ist. Und das sie mit so einer Entscheidung ja nicht selber leben müssen.
Und unser eins muss das dann mit den verpassten Chance leben.

Habe ich selber auch durch gemacht. Ich wollte in eine andere Stadt ziehen und dann habe ich nur zu hören bekommen, " das kannst du nicht machen, da bist du ja ganz allein". Warum ich mich aber dafür entschlossen habe, hat dann niemanden interessiert.

Ich denke dann auch öfter, was wäre wenn ich es doch gemacht hätte. Ist schon ein blödes Gefühl. Confused
Blossie
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 314
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 14:40:53    Titel:

Vor allem die Zeit und nochmehr die Nerven, die bei solchen Gefechten und verpassten Chancen drau gegangen sind.

Man kann echt nur den Rat geben, rechtzeitig damit anzufangen sich gegen seine Eltern zu wehren, wenn sie versuchen einem den Willen aufzuzwingen.

Hab beim aufarbeiten, mit Thera, ziemlich stark daran zu knabbern gehabt, daß ich das Gefühl habe nicht vom Vater geliebt, noch nicht mal gemocht zu werden und dabei noch gemobbt zu werden.

Aber das muß ihnen doch auffallen, daß es einem dabei schlecht geht. Wenn derjenige, der gemobbt wird buchstäblich Rotz und Wasser heult und der Mobber noch weiter macht ???? Wie pervers ist das, wenn man das als Vater macht?
Er ist schwerhörig, na und, ich lass ihn schwerhörig sein, red ich halt lauter, aber ich bölk ihn deswegen nicht an, geschweige mobbe ich deswegen.

Ich glaub ich könnt magersüchtig sein, daß würd ihn nicht jucken.
meri
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 15:00:42    Titel:

Da geb ich dir Recht, Blossie. Man sollte sich nicht von seinem Weg abbringen lassen, schon gar nicht von dem Willen der Eltern!

Ich habe bisher keine Therapie gemacht, aber überlege schon länger sie zu machen. Mir fehlt einfach das Verständnis für meine Eltern.
Bist du noch in Therapie?

Eigentlich wären sie da besser aufgehoben, damit ihnen mal klar wird, wie das Kind denkt und fühlt. Anders begreifen sie das wohl nicht.

Mir erging das ja genauso und ich habe mich auch gefragt, merken sie einfach nicht das es mir schlecht geht? Nein, es wird immer weiter gemacht. Wenn es mir zuviel wurde, bin ich geflüchtet. Ging einfach nicht anders. Wenn ich dagegen geredet hätte, wäre wohl alles noch viel schlimmer gworden.

Es gibt Fragen über Fragen, die ich einfach nicht verstehe. Sad
Blossie
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 314
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2006 - 15:40:30    Titel:

Ich mach die Thera wegen einem anderen Grund, aber meine Eltern, besser Vater, habe ich schon zu Genüge zur Sprache gebracht. Thera kann sein Verhalten auch nicht nachvollziehen, da den Eltern das Wohl des Kindes doch nahe liegen sollte und man nicht in bereits vorhandene Wunde noch tiefer rein sticht und bohrt *seufz*

Mein Vater war 12 Jahre beim Bund, ob es daran liegt, daß er nur seine Meinung duldet?

Ich bin aber nicht die einzige die Probs mit ihm hatte/hat, es sind sooo viele die sich über ihn das Maul zerreissen.

Auf die ganzen Warums ist mir leider noch keine Antwort begegnet.
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