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Erfahrungen Studiengang Psychologie gesucht
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Jay-Master
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 04 Jun 2006 - 23:12:33    Titel: Erfahrungen Studiengang Psychologie gesucht

Hallo ...

Ich hätte da mal ein paar Fragen... Vorallem an alle Psychologiestudenten/innen ... Wink
Bin momentan in der 12. Klasse am Gymnasium und am überlegen was ich nach dem Abitur machen soll...
Habe seit der 11. Klasse Psychologie als Grundkurs und bin interessiert das auch weiterführend zu machen. Habe z.B. den Zimbardo nur so "verschlungen" und auch in Papi's alten Psychologie-Buch (aus DDR-Zeiten *g* ) gelesen ... Very Happy
Habe mich auch schon über den Studiengang infomiert und bin mir bewusst das Mathe(Statistik)/Biologie und teils auch Englisch benötigt werden.
Sollte dahergehend nicht das Problem sein. Mathematik/Biologie 1 und Englisch 2 ... Meine Leistungskurse sind Kunst (1) (gewählt um Notenschnitt zu heben) und Englisch. 3. Abifach ist Mathe und 4.Psychologie. Sollte dann im Endeffekt auf ein Abitur von 1,6 (bzw. 1,5 - 1,7) hinauslaufen ... Damit habe ich auf Abiturbestnote schonmal keine Chance. Nun habe ich auch gehört das dieser Schnitt das mindeste sein soll für ein Psychologie-Studium ...??? Ist es nun überhaupt berechtigt über ein Psychologiestudium nachzudenken?
Oder gibt es ein weiteres Kriterium nach dem die Unis auswählen?
Mich würde vorallem interessieren in welche Richtungen ich gehen kann. Durch Psychologie an der Schule ist mir z.B. aufgefallen das Testpsychologie nicht unbedingt mein Streckenpferd ist, dagegen jedoch Bindungsvehalten (Psychobiologie) oder Tiefenpsychologie mir sehr liegen..

Würde gern Erfahrungen von Studenten hören denn ich habe ein wenig Angst durch Psycho an der Schule mit falschen Erwartungen in das Studium zu gehen. Weil an der Schule gut in Psycho sein heißt ja noch lange nicht das ich es wirklich drauf hab. von daher will ich mir darauf nix einbilden und ersteinmal vorsichtig Meinungen von Studenten einholen. Wobei ich auch denke das es nicht hinderlich ist Psycho an der Schule gehabt zu haben Very Happy

Zumindest will ich nicht wie zahlreiche andere Studenten anfangen etwas zu studieren und dann im Endeffekt merken das ich es nicht schaffe bzw. es nicht das richtige für mich ist. Dafür mache ich nämlich kein Abitur und ich will schließlich meine Zeit nicht vergeuden. Interessieren würde mich auch in welche Richtungen Studenten nach dem Studium gehen wollen (Therapeut, Klinik, psy. Dienste in Behörden/Unternehmen etc.)
Über sämtliche Erfahrungen und Berichte wäre ich sehr dankbar ... :rolleyes:


Jay
fay
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2006 - 02:32:45    Titel: Re: Erfahrungen Studiengang Psychologie gesucht

Jay-Master hat folgendes geschrieben:
und teils auch Englisch benötigt werden.


muhaha.. teils is gut Laughing die tante von der uni sagte mir, dass sei überlebenswichtig Wink

und wie du da an nen platz kommst, simpel gesagt: 20% aller psychologieplätze gehen an die abituebestennoten (also die berüchtigten einser schnitte) 20% über wartezeiten (hängt glaub zur zeit so bei 8 semestern) und die restlichen 60% gehen über auswahlverfahren der unis weg. ich denke um "erfahrungsberichte" von studierenden heranzuziehen is das hier schon n guter weg, aber du solltest wenn es soweit is und du nich im abistress hängst ma zu deiner wunschuni gehen (oder der uni in der nähe, falls das nicht die selbe sein sollte Wink ) und die dort ma fragen (fachschaft oder studienberatung oder so). die können dir das ganze zvs prozedere (schreibt man das so?? Smile ) erklären, dir von der "lehrerseite" erzählen was dich erwartet und und und..
vllt auch einfach dort ma in ne vorlesung hocken oder studenten vor ort bequatschen.. zumindest hab ich das so gemacht bzw werde das teils in einer woche noch machen, wenn ich dann endlich mein abi hinter mir hab *wohooo!* Laughing
Joe22
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 53
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2006 - 12:25:59    Titel:

Hallo, also ich studiere gerade Psychologie im 4 ten Semester an der Universität Heidelberg. Ich kann halt nur von HD erzählen..

Also zuerstmal kannst du dir schon gute Hoffnungen machen einen Studienplatz zu bekommen. Ich hatte auch ein Abitur mit 1, 6. Zusätzlich bekam ich noch Pluspunkte durch Zivildienst und dadurch, dass Heidelberg meine nächstgelegene Uni ist. Insofern, wenn bei dir einiges passt, oder du maximal 2 Semester wartest etc. kriegst du hundertprozentig einen Platz. Vielleicht auch schon direkt nach dem Abitur. Aber wenn nicht, ist er nicht weit weg, der Studienplatz! Very Happy
Hinzugefügt werden muss, dass die ZVS sich langsam aber sicher auflöst... momentan vergibt sie ja noch einige Studienplätze im Namen der Hochschule , aber dauerhaft sollen in Deutschland die Studierenden durch einen "Psychologentest" ausgewählt werden. Dieser befindet sich momentan in der Entwicklung. Wie gut man da sein muss weiß ich nicht, aber ich denke es wird ein ähnliches Niveau angestrebt.

Mhhh... zum Studium nun: Also mir macht das Studium sehr großen Spass! Natürllich muss man viel Statistik lernen. Das ist ungemein wichtig und es ist so sinnvoll da eine gute Basis zu haben. Alles im Studium baut letztenendes auf statistischen Analysen auf. Aber das ist wirklich machbar.
Ich bin wirklich nie eine Leuchte in Mathematik gewesen, und habe meine Statistikprüfung gut bestanden. Es ist auch eigentlich, bei uns in HD zumindest, garnicht so mathematisch. Wir müssen keine Formeln auswendig wissen (vielleicht so ganz ultrazentrale schon...) aber im Großen und Ganzen ist die statistische Ausbildung bei uns Verständnis orientiert. Man wächst da auch rein, und gewöhnt sich dran statistisch zu denken. Da sollte man nicht die Flinte ins Korn werfen. das kommt mit der Zeit.
Englisch ist schon sehr wichtig! An Lehrbüchern haben wir zwar im moment nur ein englisches Buch in Sozialpsychologie, aber sobald man mal ein Referat machen muss, sollte man englischsprachige Quellen verwenden! Das wird schon gefordert. Aber soooo schwer ist das nicht, im Gegenteil, ein guter englischer text ist verständlicher als ein deutscher! Man gewöhnt sich auch an die Englischesprache... es sind ja fast immer dieselben Vokabeln, und man versteht schnell was gemeint ist. Insgesamt wächst man da auch rein.
Und was die biologischen Grundlagen angeht... naja das ist halt Auswendiglernen... aber da hatt eigentlich keiner Probleme.

Insgesamt ist das Studium eine Mischung aus Auswendiglernen und um die Ecke denken lernen... also es ist immer so, dass man darauf getrimmt wird zu überlegen, wie funktionioniert etwas, man muss lernen darüber nachzudenken, wie der Mensch Sachen wahrnimmt und verarbeitet etc.

Der Zimbardo ist ja auch ein Beispiel zum Einstieg... In eine ähnliche Richtung geht es im Studium. Es geht bei uns sehr viel um irgendwelche Versuche und Experimente... wie jemand etwas herausgefunden hat und was daran problematisch sein könnte.
Aber das sind alles auch erst Eindrücke aus dem Grundstudium, das muss ich betonen... vielleicht wird es im Hauptstudium anders. Auch spezialisieren wir uns auch erst im Hauptstudium... im Grundstudium werden eben erst die Grundlagebn gelegt, und eine Spezialisierung ist wenig möglich...
Unsere Fächer sind Allgemeine Psy, Entwicklungs und Biologische Psycholoogie, Sozialpsychologie und Differentielle Psychologie...
ach ja und noch Methodenlehre...
Tiefenpsychologie spielt bei uns zumindest nur eine sehr untergeordnete Rolle... da ist Testpsychologie eigentlich schon wichtiger... aber so wild ist das auch nicht

Im Hauptstudium kommen dann noch Pädagogische Arbeits & Organisationspsychologie und klinische Psychologie... darüber kann ich aber nichts sagen... und noch Wahlfächer Gesundheitspsychologie oder Kognition oder irgend sowas...

Insgesamt ist die Atmosphäre bei uns recht gut. Die Professoren machen eigentlich kein druck, man hat genug Zeit herauszufinden, was man machen will... klar ist es manchmal stressig im Semester, aber der Druck bei uns kommt eher von den Studenten untereinander.Confused Hier machen sich schon einige sehr verrückt und das kann einem schon ein wenig die Stimmung verhageln...Crying or Very sad
aber naja...

Also eigentlich sollte das schon klappen, wenn du den Wunsch dazu hast.
Warum sollte es nicht klappen?
Noch irgendwelche Fragen... ??? Very Happy
Joe22
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 53
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2006 - 12:30:51    Titel:

Ach ja... bei uns wird das Diplom abgeschafft ab 2007 glaube ich...und es wird der Bachelor und Master eingeführt... aber das müssen ja alle deutschen Universitäten demnächst machen!
Disher
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Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2006 - 16:24:25    Titel:

Hallo,

ich denke mal, mit deinem Schnitt solltest du ganz gute Chancen haben. Die Unis koennen heute ja auch selber auswaehlen - wie genau die das machen, kann ich dir auch nicht sagen, da zu meiner Zeit alles noch ueber die ZVS lief. Ich glaube, bei mir an der Uni wollen die ein Motivationsschreiben. Aber da informierst du dich am besten mal bei der Uni deiner Wahl.

Inwieweit dir Psychologie als Schulfach schon einen guten Eindruck vermitteln kann, kann ich leider nicht beurteilen, da es das bei mir nicht gab. Aber der Zimbardo ist schonmal ein guter Einstieg und vermittelt einen recht breit gefaechterten Eindruck vom Fach.
Wenn du es noch genauer wissen willst, erkundige dich am besten nach Schnuppertagen etc. - gibt es bei uns fuer einige ausgewaehlte Grundstudiums-Veranstaltungen. In irgendwelche Vorlesungen kannst du dich natuerlich auch so einfach mal reinsetzen und schauen, was dich dort erwartet.

Was es so an Faechern gibt, hat mein Vorredner ja schon ausgefuehrt. Statistik ist natuerlich das, worauf sich zu Beginn keiner freut und ich fuer meinen Teil muss sagen, dass sich das auch bis heute noch nicht gebessert hat... Aber man kommt da auch mit normalen Mathekenntnissen durch. So wahnsinnig viel hat es sowieso nicht mit dem Schul-Mathestoff zu tun - nur eine generelle Aversion dagegen waere nicht so guenstig... Aber ganz generell nimmt Statistik schon einen wirklich grossen Teil des Studiums ein - aber das ist sicherlich auch nochmal von Uni zu Uni verschieden.

Englisch ist auf jeden Fall elementar wichtig - irgendwelche Referatstexte waren schon waehrend des Grundstudiums zum groessten Teil englisch, die meisten Buecher sind es auch (trotzdem sehr verstaendlich) und ab dem Hauptstudium sind deutsche Texte wirklich nur noch sehr rar gesaeht.

Ich habe es bisher noch nie bereut - vielleicht wird es fuer dich ja auch das richtige sein.
futura_psicologa
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 141
Wohnort: im Saggsnländle

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 23:50:11    Titel:

ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen, englisch ist extrem wichtig und statistik wirklich machbar. das studium ist sehr vielseitig und interessant. dadurch, dass es so breit gefächert ist, gibt es natürlich auch sachen, die nicht so toll sind, aber das hat man ja eigentlich überall! ich habe meine nische in der kognitionsforschung gefunden und werde dort ab oktober meine diplomarbeit schreiben!!! Very Happy
übrigens haben bisher nur wenige unis wirklich ein eigenes auswahlverfahren. ich habe gehört, dass es letztes jahr wohl so war, dass die bewerber, die nicht gerade einen spitzenschnitt von 1,0 oder nahe dran hatten, von der zvs eine absage bekamen mit dem hinweis, dass sie am uni-internen verfahren teilnehmen würden. die meisten uni-verfahren sind aber noch nicht ausgereift und deshalb ging das ganze dann wieder zurück an die zvs, und dann haben die leute mit den "niedrigeren" durchschnitten auch noch ihre zusage bekommen. komplizierte geldverschwendung Rolling Eyes
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