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Verlustängste - ein Teufelskreis
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harmsen
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 20:21:29    Titel:

Canislupus hat folgendes geschrieben:
Liebe bedeutet für mich, dass man alles Erdenkliche für seine Liebe opfert.

Und wenn es dann nicht klappt hat man selbst kein Leben mehr. Na klasse !

Liebe hat nichts mit völliger Selbstaufgabe zu tun. Wer das meint, hat ein Problem und sollte dringend mal ein Gespräch beim Therapeuten führen.

@ Nihil
Sie ist der Grund für Deinen Verfall ? So kann man das natürlich auch sagen... damit hast Du sie auch bald beim Therapeuten.
Canislupus
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 416
Wohnort: An einer Lichtung mit guter Aussicht auf den Vollmond

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 20:25:39    Titel:

Das denkst du, aber was hat sie denn dazu gesagt? Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie es passieren kann, dass aufeinmal der Beischlaf abbricht. da muss doch was vorgefallen sein. Nähmlich, wenn ihr ein Jahr lang immer guten Sex gehabt hattet, warum wird dann aufeinmal kein Sex mehr praktiziert und sogar getrennt geschlafen?

@ harmsen
Wie sieht deine Philosophie über Liebe aus? Liebe = Egozentrisch; Egoistisch?
Kommt das deiner Philo nahe?


Zuletzt bearbeitet von Canislupus am 06 Jun 2006 - 20:28:36, insgesamt einmal bearbeitet
Nihil
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 20:27:00    Titel:

@harmsen
Vielleicht habe ich mich im Eifer des Schreibens unklar ausgedrückt. Der Grund für mein Leid ist einfach diese unbefriedigende Beziehung, das Unvermögen, die Sache wieder auf die Reihe zu kriegen, und einen Menschen, den man sehr schätzt, vielleicht für immer zu verlieren.

Sie weiß das. Sie hat auch Angst vor der Zukunft. Und verurteilt sich von ganz alleine dafür, dass sie unsere gemeinsamen Probleme nicht auch früher bei der Wurzel gepackt hat.

@Canislupus
Es war eine schleichende, aber stete Entwicklung und langsame Distanzierung. Die letzten sexuellen Kontakte waren zwar immer noch gut, aber sie wurden schon deutlich rarer und es lag so etwas wie "jetzt müssten wir aber eigentlich mal wieder" in der Luft. Die getrennten Zimmer kamen dann auch nicht von heute auf morgen. Dazwischen lagen wir dann zwar nebeneinander im Bett, aber ohne Zuneigung. Viel Stress (Umzug), meine Minderwertigkeitsgefühle und auch nichtige Streitthemen führten dazu, dass der Kopf einfach nicht mehr frei werden wollte, was sich bei ihr auf jeden Fall am stärksten zeigte.
"Fehlt die emotionale Nähe, dann ist an körperliche garnicht zu denken". Richtig richtig...die zeitweise emotionale Distanzierung konnten wir überbrücken, ohne jedoch auch wieder eine körperliche Nähe herstellen zu können.
Ein "einfacher", leidenschaftlicher Kuss wäre heute oder auch vor zwei Monaten undenkbar gewesen - er ist einfach unnatürlich wichtig geworden, wurde auf ein Podest gestellt, das augenblicklich nicht mehr erreichbar scheint.
The-Mick
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Anmeldungsdatum: 26.03.2005
Beiträge: 207

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 21:07:53    Titel:

Leider muss ich feststllen, dass ich in deinen Beschreibungen teilweise mich selbst erkenne. Auch in bin seit nun über einen Monat mit meiner (ersten) Freundin zumsammen und habe irgendwie ständig Angst, dass IRGENDWANN mal alles zu Ende ist und ich nie wieder so einen Menschen finden werde. Auch ich denke (obwohl ich es zu verdrängen versuche), warum MICH eine Person lieben kann, wo es doch so viele "bessere" Leute gibt. Auch ich versuche mein Leben mehr oder weniger auf meine Freundin zu beschränken, auch wenn ich oft froh bin dass ich wieder zu hause bin und tuhen kann was ICH will, nicht was WIR wollen....
Zwar nehm ich nicht die Gefühle meines Partners an, sondern muntere auf, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Aber da ist so viel Ähnlichkeit Shocked ...
Sollte ich schonmal anfangen etwas zu ändern?
ich will nicht, dass es so endet wie bei dir Nihil....

Gruß Mick
Nihil
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 21:17:03    Titel:

@The-Mick

Ich würde Dir raten, sofern mir das überhaupt zusteht, Deine Prioritäten zu überdenken. Wer ALLES in eine Person investiert, ohne ein eigenes Leben daneben, der setzt viel auf's Spiel.
Das WIR sollte eine angenehme Existenzform sein, um die es sich immerwieder zu kämpfen lohnt! - ebenso wie das ICH. Eine Beziehung sollte nicht zu reinen Pflichtveranstaltung verkommen. Es ist ja auch diese Art von Selbstverständnis, die mir in meiner Beziehung fehlt.
Die Ausgewogenheit macht es, denke ich mal. Ich sag das aber so einfach, und bekomme es selbst nicht auf die Reihe...

Ich kenne Deine Lebensgeschichte nicht, weiß aber, dass ich aufgrund von meiner viel früher hätte reagieren sollen.
Wenn es zu spät ist, macht man sich die größten Vorwürfe.
Canislupus
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 416
Wohnort: An einer Lichtung mit guter Aussicht auf den Vollmond

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 22:16:55    Titel:

Warum macht ihr nicht einfach ein Neuanfang, schlechter als es jetzt ist, kanns nicht mehr werden? Das hört sich einfacher an als es getan ist. Denn wenn ihr schon die Ursache des Problemes und dieses selbst kennt und nicht beheben könnt, dann kann man auch nur durch eine Trennung bzw. einen Neuanfang das Problem im Griff kriegen.
Aber ich genau erkenne das Problem nicht, denn alles was du erzählt hast, müsste mit einer anständigen Diskussion aus der Welt geschafft sein.

Also wenn in einer Beziehung keine körperliche oder gar emotionale Liebe mehr ist, dann hätte ich keine Lust mehr dadrauf. Wie geht denn eine Beziehung von statten, in der keine emotionale oder körperliche Liebe mehr vorhanden ist?
Froschle
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Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 06 Jun 2006 - 23:00:50    Titel:

ich würd auch nen neuanfang oder ne trennung auf probe oder irgendwas in betracht ziehen, vielleicht auch einfach, dass ihr erst mal gar nicht über eure probleme redet?
sind eure probleme hauptgesprächsthema? also etwas, was immer zwischen euch steht?
(wenn man probleme immer wieder anspricht, ohne eine lösung zu finden, können diese dann mehr belasten, als wenn man s nicht dauernd an-/ bespricht --> eigene erfahrung)

ich mein jetzt nicht, dass ihr das ganz verdrängen sollt oder so, aber wenn ihr euch liebt und wenn niemand auf den anderen böse ist oder so, dann versucht doch, einmal (oder natürlcih auch öfter Wink ) die woche einen unbeschwerten tag zu erleben. irgendwas außerhalb eurer gewohnten umgebung, zb wanderung, bad, freizeitpark, kurzurlaub, etc.
Nihil
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2006 - 07:02:01    Titel:

Wir haben uns vor kurzem sehr intensiv ausgesprochen. Uns ist dabei auch wieder klar geworden, warum wir uns so schätzen: auf vielen emotionalen Ebenen verstehen wir uns sehr gut, können gemeinsam lachen und nach wie vor zählt sie sich mich zu ihren vertrautesten Personen.
Ich denke, mit einer Trennung habt Ihr recht. Und dann schauen, wie es sich entwickelt. Es geht eben nicht mit ihr, aber auch nicht ohne sie.

Wir haben uns auf jeden Fall entschieden, erstmal in getrennten Wohnungen zu leben, um nicht immer diese allgegenwärtigen Probleme zum Hauptgesprächsthema zu machen (wie du richtig vermutetest, Froschle).

Mit der Ungewissheit der Zukunft muss ich leider zu leben lernen. Denn niemand kann abschätzen, wie es ist, wenn sie wegen des Studiums plötzlich 600km entfernt lebt. Eine gute Beziehung könnte das sicher besser verkraften, oder?
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