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600 Jahre Gedächtnislücke.
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kUmPaRaBLN
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2006 - 19:44:01    Titel: 600 Jahre Gedächtnislücke.

Wie kommt es, das Europa die osmanische Geschichte einfach unter den Tisch fallen lässt Smile.

Von der Gründung 1299 bis zum Ende 1923 ist in aus dem Gedächtnis der Europäischen Geschichte verschwunden.

Ein Eindrucksvolles Beispiel für das unter den Tisch fallen lassen dieser Geschichtsepoche ist z.b. Wikipedia :

"1376 – Wenzel IV., König von Böhmen, wird zum Rex Romanorum gewählt. 1381 – Während der Peasants’ Revolt, dem größten Bauernaufstand im mittelalterlichen England, erobern die Aufständischen Canterbury.
1886 – Luitpold von Bayern übernimmt nach der Entmündigung von König Ludwig II. als Prinzregent die Regierungsverantwortung.
1906 – Der deutsche Architekturphotograph Heinrich Heidersberger wird geboren.
1926 – In Barcelona stirbt Antoni Gaudí, unter anderem Architekt der Sagrada Família und der Casa Milà. "

Diese Liste wird angezeigt für den 10. Juni.

...
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2006 - 19:54:30    Titel:

Dann trag es doch ein und gut ist... was acuh immer du eintragen willst... wens falsch ist wirds gelöscht, wenns richtig ist hast du wiki bereichert.
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2006 - 20:34:29    Titel:

Von einer Gedächtnislücke würde ich ganz und gar nicht sprechen. Eher ist es so, dass der Geschichtsunterricht angesichts der gewaltigen Themenbreite ohnehin schon nur in einem eher beschränkten Umfang angeboten wird und naturgemäß recht regionalspezifisch ausgerichtet ist. Deshalb würde ich schätzen, dass die Geschichte des Osmanischen Reiches nicht mehr oder minder präsent ist als Beispielsweise der Aufstieg des Russischen Reiches, von der Entwicklung in anderen Kontinenten will ich gar nicht erst sprechen.

Natürlich, dem europäischen Durchschnittsbürger ist wenig bis nichts bekannt über die Epoche, in der die Emire respektive Sultane noch in Bursa oder Adrianopel residierten. Der Fall von Konstantinopel ist durchaus gängig und wird auch in Europa (eher willkürlich) als ein Übergangspunkt vom Mittelalter zur Neuzeit akzeptierte - wenn man diese Dreiteilung überhaupt als nützlich ansieht.
Auch ansonsten klingelt es bei vielen Deutschen bei einigen prägnanten Ereignissen wie der Seeschlacht von Lepanto, die zweifache Belagerung von Wien, die Schlacht auf dem Amstelfeld, die Vertreibung von Kreuzrittern aus Rhodos, Krimkrieg, Erster Weltkrieg (wer erinnert sich nicht an Lawrence von Arabien?), Unabhängigkeitskriege auf dem Balkan und dann Atatürk, den die meisten Europäer zumindest dem Namen nach schon einmal gehört haben.

Wissen über Kultur, Sitte und Brauchtum ist ebenso weit verbreitet wie jenes über z.B. Spanien in der genannten Epoche. Dem durchschnittlichen Deutschland mache ich gar keinen Vorwurf, dass er weder in der Knabenlese, Brudermorde, Religionsfreiheit usw. des Osmanischen Reiches sonderlich bewandert ist. Auch ist es mehr als verständlich, dass es sich bei Begriffen wie Akindschi, Janitscharen, Spahi, Hohe Pforte, Pandidschah usw. um kaum mehr als böhmische Dörfer handelt.

Wenn du den Wikipediaartikel als unzureichend erachtest (ich kenne ihn nun nicht), möchte ich mich meinem Vorredner anschließen und dich aufrichtig dazu ermutigen diese Lücke zu schließen. Dein Zitat scheint ohnehin auf eine nahezu nutzlose Auswahl an Daten hinzudeuten.

Den unterschwellig anklingenden Verdacht, dass das Osmanische Reich in Europa unverhältnismäßig wenig Beachtung findet kann ich nicht teilen - eher ist es so, dass manche andere Gebiete eher überdurchschnittlich gut abgedeckt sind.
Spongepop
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 81

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2006 - 21:44:15    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
...Den unterschwellig anklingenden Verdacht, dass das Osmanische Reich in Europa unverhältnismäßig wenig Beachtung findet kann ich nicht teilen - eher ist es so, dass manche andere Gebiete eher überdurchschnittlich gut abgedeckt sind...


Laughing Exclamation
~~SolaarPleure~~
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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beiträge: 71
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2006 - 21:49:33    Titel:

ich hatte leistungskurs geschichte und nich 1mal wurde das osmanische reich erwähnt, obwohl es seiner zeit einer der größten weltmächte war.

stattdessen wird 1000 mal der WWII behandelt. is ab nem gewissen punkt auch langweilig, wenn man alles schon 1000 mal durchgekaut hat.
Canislupus
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 416
Wohnort: An einer Lichtung mit guter Aussicht auf den Vollmond

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2006 - 02:56:39    Titel:

Der WWII und NS in Deutschland ist eben enorm wichtig, sowas darf nicht vergessen werden, sonst würde und könnte dies sich wiederholen.

Ich weiß z.B dass die Türken(Türkei=damals noch Teil des Osmänischen Reiches) Handelsblockaden betrieben haben und damit wurde die wichtige Landverbindung von Europa und Asien geschnitten. Deswegen hat dann Columbus sich aufgemacht, um einen besseren Seeweg nach Asien zu finden, den der Weg um den Kap der guten Hofffnung war damals zu riskant. Dabei hat er dann Amerika entdeckt.

Aber was macht das hier im Poli-Forum ist besser aufgehoben im Geschichts-Forum.
buerokaufmaennchen
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 67
Wohnort: RP/BW

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2006 - 08:38:15    Titel:

Warum ausgerechnet über das osmanische Reich? Fast jedes andere Land hat eine große Geschichte zu erzählen. Da reichts schon wenn man sich das heute kleine Österreich betrachtet.

Ich wüsste nicht was es jemandem bringen soll, über das osmanische Reich heute Bescheid zu wissen. Wenn dann sollte man doch besser etwas für die Verständigung und den Respekt unter den hier benachbarten Ländern hier tun und Frankreich, Holland, Polen oder Dänemark behandeln.
K. Dall
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Anmeldungsdatum: 28.05.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2006 - 15:52:59    Titel: Re: 600 Jahre Gedächtnislücke.

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:
Wie kommt es, das Europa die osmanische Geschichte einfach unter den Tisch fallen lässt Smile.

Von der Gründung 1299 bis zum Ende 1923 ist in aus dem Gedächtnis der Europäischen Geschichte verschwunden.

Ein Eindrucksvolles Beispiel für das unter den Tisch fallen lassen dieser Geschichtsepoche ist z.b. Wikipedia :

"1376 – Wenzel IV., Künig von Bühmen, wird zum Rüx Rümanorum gewählt. 1381 – Während der Püsants’ Revolt, dem größten Bauernaufstand im mittelalterlichen England, erobern die Aufstündischen Cünterburyü.
1886 – Luitpoldüyu von Büyern übernimmt nach der Entmündigung von Pascha Ludwügüyü II. als Prinzregent die Regierungsverantwortung.
1906 – Der türkische Architekturphotograph Hünerrich Hüdersbüyuger wird geboren.
1926 – In Istanbul stirbt Antonü Gaudímüx, unter anderem Architekt der Sagrada Família und der Cüsü Mili. "

Diese Liste wird angezeigt für den 10. Juni.

...


... ein nicht haltbarer Vorwurf. Die "Ü" Taste ( türkischer Nationalpreis ging dieses Jahr an das Ü ) machts möglich.

K. Dall
~~SolaarPleure~~
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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beiträge: 71
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 10:04:12    Titel:

[/quote]Ich wüsste nicht was es jemandem bringen soll, über das osmanische Reich heute Bescheid zu wissen. Wenn dann sollte man doch besser etwas für die Verständigung und den Respekt unter den hier benachbarten Ländern hier tun und Frankreich, Holland, Polen oder Dänemark behandeln.[/quote]

wieviel franzosen, holländer, polen und dänen leben denn in deutschland, im vergleich zu türkischen mitbürgern? wir sind hier die "größte minderheit" und kein wort über die türkei im unterricht. wozu führt das? ---> keine ahnung über die kultur des jeweils anderen ---> kein verständnis/kein respekt/kein dialog. so einfach. dann ist das einzige, was ein deutscher über die türkei weiß:"hm...die verkaufen döner." Smile das is aber halt nicht die schuld des einzelnen. nicht falsch verstehen. aber wenn man so wenig über eine volksgruppe weiß, mit der man tagtäglich konfrontiert wird, dann kann das auf die dauer nicht gut laufen.
Michael_000
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Anmeldungsdatum: 23.05.2020
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2020 - 10:01:12    Titel: Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienst (BND), Berlin Pullac

Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienst (BND):

Dr. Hans-Dieter Hermann, Direktor Rüstungsexportkontrollen, BND

Prof. em. Dr. phil. Günther Schmid, Chinaabteilungsleiter, BND

Dr. Gerhard Weber, technische Auswertung, BND

Otto Stocker, Präsidium, BND (1982-1985)

Ralf Ralph Banner, BND

Oberst Geisler, Kreditüberwachung, BND

Joachim Oberhoff, Verbindungsmann zur bay. Staatsregierung, Freimaurer, BND
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