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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 17:15:37    Titel:

Vielleicht so: "Fremdenfeindliche, sexistische und sonstige diskriminierenden Aussagen Personen oder Personengruppen gegenüber werden von der Moderation entfernt."

edit auf sheeps edit: Ich denke da hilft das Wort "diskriminierend" in der von mir vorgeschlagenen Forumulierung weiter. Wenn jemand schreibt "die 'Personengruppe XY' sind sehr gastfreundlich' wird sich kaum jemand daran stören... bei einem Statement 'die Personengruppe XY sind Kriegstreiber' hingegen schon, denn das ist pauschal diskriminierend.

Nur wie gehen wir dann mit einem Statement á la 'mir scheint die PG XY, als seien sie Kriegstreiber' um?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 17:45:46    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
... bei einem Statement 'die Personengruppe XY sind Kriegstreiber' hingegen schon, denn das ist pauschal diskriminierend.

Nur wie gehen wir dann mit einem Statement á la 'mir scheint die PG XY, als seien sie Kriegstreiber' um?


*Schluck*
Stellt man auf (pauschale) Diskriminierung ab, würde strenggenommen jegliche negativ-wertende Kennzeichnung bei einem (formulierten) Personenkollektiv als Anknüpfungspunkt erfaßt - selbst dann, wenn, wie das durchaus häufig geschieht, iE Regierungspolitik verbal personalisiert wird ("die Amis" etc.). Dann könnte schon verloren haben, wer sich nicht ganz so feinsinnig-relativierend äußern kann, so daß seine Kritik pauschal klingt - andererseits kann man, wie angedeutet, dem Diskriminierungsurteil möglicherweise schon mit ein paar Füllwörtern oä entgehen.

Meinungs(äußerungs)freiheit aber bedeutet, schon als gedanklichen Ausgangspunkt eine grundsätzliche Freiheit von inhaltlicher Bewertung (oder einer der Form) einer Äußerung anzunehmen. Gerade auf die persönliche Stellungnahme bezieht sich der Schutz, egal, welchen Gehalt oder Grad an Vernunft man ihr subjektiv beimißt. Von einem objektiv-neutralen Standpunkt aus wären demnach äußerste Grenzen zu ziehen - angesichts der Bedeutung freier Debatte für demokratische Meinungsbildung wie auch zB der besonderen Schutzbedürftigkeit von Machtkritik sollte man sich die darin liegende Abwägung nicht zu leicht machen. Daher halte ich es für sehr problematisch, mit sehr offenen Begriffen Aussagen, die unmittelbaren Bezug zu Gegenständen von öffentlichem Interesse haben können und möglicherweise unter Berücksichtigung des Kontextes vielfältig deutbar sind, einer Meinungskontrolle zu unterwerfen. Dementsprechend meine ich, daß nach dem Zweck der Meinungsfreiheit Derartiges nur in Betracht kommt, wenn ersichtlich keine schutzwürdigen Interessen mehr entgegenstehen.


Zitate habe ich auch ein paar, wenn auch nicht so schöne wie die von Bürger, sondern nur Richterprosa und Zeug:

- "Der Grundgesetzgeber hat sich, indem er die freiheitliche demokratische Grundordnung geschaffen hat, für einen freien und offenen Prozeß der Meinungs- und Willensbildung des Volkes entschieden.
Das durch Art. 5 GG gewährleistete Recht der freien Meinungsäußerung, Presse-, Rundfunk-, Fernseh- und Filmfreiheit sind für eine freiheitliche demokratische Staatsordnung schlechthin konstituierend." (BVerfG)

- " ...kann der Schutz aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG nicht schon von vornherein aus der Erwägung abgesprochen werden, das Grundrecht schütze nur die Äußerung und Verbreitung von "wertvollen" Meinungen. Eine Differenzierung nach der sittlichen Qualität der Meinungen oder ihrer Wirkung auf andere wäre auch unvereinbar mit der grundlegenden Bedeutung dieses Grundrechts; abgesehen davon wäre die Abgrenzung von "wertvollen" und "wertlosen" Meinungen schwierig, ja oftmals unmöglich." (BVerfG)

- "The worst thing about censorship is XXXXXXXXXXXXXXXXX." (Wisdom of the Illuminati)
Metapher
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 201

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 17:48:34    Titel:

Wenn man über die Worte "Kritik" und "Anfeindung" nachdenkt, landet man wieder bei der Wahrheit, aber letztlich auch beim Menschen, welcher etwas sagt. Wenn jemand dauerhaft "Kritik" im Graubereich zur Anfeindung formuliert, also bösen statt gutem Willen durchblicken lässt, dann ist es keine Kritik mehr, sondern wird als Anfeindung aufgefasst. Keiner lässt sich alles gefallen. Am Besten man geht respektvoll miteinander um und hat ein offenes Menschenbild (sonst wird das Diskutieren extrem schwer). Ich kenne zur Genüge was bei Amerikanern passiert mit der lockeren Meinungsfreiheit bzl. Fremdenfeindlichkeit und Nazis. Dann metzeln alle verbal aufeinander ein, das passiert, nämlich dümmliche Selbstjustiz.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 17:51:55    Titel:

Dann wären wir wieder beim Ermessen der Moderation - und dieses Ermessen scheint einigen hier ja aufzustoßen... ich denke bisher haben wir stets den Kontext berücksichtigt und lediglich bei persönlichen Beleidigungen von Usern gegen User (möglichst) ausnahmslos editiert.
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 18:16:43    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Dann wären wir wieder beim Ermessen der Moderation - und dieses Ermessen scheint einigen hier ja aufzustoßen... ich denke bisher haben wir stets den Kontext berücksichtigt und lediglich bei persönlichen Beleidigungen von Usern gegen User (möglichst) ausnahmslos editiert.


Spätestens beim Umgang mit einzelnen Aussagen gibt es zwangsläufig immer einen Ermessensspielraum der Moderatoren. Da in freier Internetwildbahn der Moderator der natürliche Feind des freigeistigen Forennutzers ist, ist man bei Editierungen auch immer überzeugt, daß man RECHT hatte und der Dummkopf, mit dem man gerade streitet, zu gut weggekommen ist. Das kann ja auch mal stimmen, nur kommt es darauf nicht an - dafür gibt es eine übergeordnete Instanz, die letztlich verbindliche Entscheidungen treffen muß.
Die Frage kann demnach eigentlich nur sein, ob sich aus der Abwägung der verschiedenen Interessen noch weitere hinreichend bestimmte Leitlinien entwickeln lassen, an denen sich alle Beteiligten orientieren können bzw. die ihre Begründung als Grundvoraussetzung einer politischen Diskussion durch allgemeine Akzeptanz erfahren.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 18:57:11    Titel:

Was ich eigentlich höchstgradig interessant finde: ein Thread über das Politik-Forum selbst wächst schneller als die Threads über Politik...

Beste Grüße
coffeinjunky
Metapher
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 201

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 21:58:28    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Was ich eigentlich höchstgradig interessant finde: ein Thread über das Politik-Forum selbst wächst schneller als die Threads über Politik...

Beste Grüße
coffeinjunky


Selbstbeweihräucherung ist am Einfachsten! Wink Laughing
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 23:34:57    Titel:

edit: *Beschwert sich innerhalb des Forums über andere User*

Wie oft eigentlich noch ? Ich hoffe Dein Sohn ist nicht so dickköpfig wie Du (Sh)
Very Happy Very Happy
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2006 - 09:06:57    Titel:

@ DB65
Du denkst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich auf einen Beitrag von dir eingehe, in dem du mich einfach nur provozieren und beleidigen willst.

Außerdem geht es hier um die Regeln im Forum, wenn du dich über Bürger beschweren willst nutze die PN Funktion oder einer der zahlreichen Threads die wir für euch eröffnet haben.
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2006 - 09:10:14    Titel:

edit: Verschoben in "Stammtischgeplänkel-Thread" (Sh)
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