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einzelkind
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 08:56:21    Titel: mich selber

hallo

ich habe ein problem und kann es nicht alleine lösen.
ich weis nicht wie ich es ausdrücken soll.
ich glaube ich bin mir selber unwichtig geworden, ich bin mir egal.

vielleicht müsste ich dazu weiter ausholen...

meine mama hat mich allein groß gezogen, und ich dachte anfangs es sei okay das ich keinen vater habe, aber dafür einen erzeuger der öffters im knast saß als dass er draußen sei, ein erzeuger der nichtmal meinen namen richtig weiß, jemand dem ich scheiß egal bin nenne ich mein vater. ich bin ja nunmal so aufgewachsen und es gab nur meine mama.

angefangen hat es damit dass ich ihn gesucht habe. mir überlegt habe wie er wohl reagieren würde wenn ich vor ihm stehen würde. es hat mir sehr viel tränen gekostet zu der erkenntnis zu kommen, dass ich ihn nicht finden kann da er nirgends gemeldet ist (und was will ich schon von ihm? ich kann nicht mit ihm reden, niemals)

meine familie, besonders meine mama hat früher gesagt ich sei wie mein vater, aber wie solle ich das wissen wenn ich nicht weis wie er ist?
ich weiß bloß das er das allerletzte ist. meine familie guckt mich immer mit eine art enttäuschung in den augen an, immer wenn irgendwas schief geht dann war es klar das es so kommen musste denn ich bin ja die tochter meines vaters und sehe ihm ähnlich. meine familie ist ein wenig gefühlskalt, ich habe das gefühl keiner versteht mich, und keinem interessiert das. als wenn sie alle mit scheuklappen an den augen rumlaufen.

vor einiger zeit habe ich angefangen mich mit genealogie zu beschäftigen wo ich eh nur den zweig meiner mama herausforschen kann.
ich bin die einzige in meiner familie die sich für eine familie interessiert, ich bin diejenige die sowas nicht wirklich hatte, und ich haber versucht meine riesenfamilie wieder zuzammen zubringen, es klappt nicht...ich habe schonwieder versagt.

seit so 9 wochen habe ich gemerkt wie mir alles egal wurde, es war mir egal ob ich arbeitslos war, es ist mir egal das ich dieses jahr wieder keine lehrstelle bekome. es ist mir egal was mein freund sagt.
eigendlich bin ich mir selber egal. für mich ist es so als sei alles nicht mehr real, wenn ich aus dem fenster sehe dann sehr ich zwar bäume aber dennoch sind sie nicht wirklich, nicht wichtig.
ich laufe durch die straßen und bin betäubt, betäubt oder innerlich gestorben.
ich finde keine freude mehr an mich oder an dem leben (was nicht heißen soll das ich mir was antun würde, dass würde ich niemals tun)
meine gedanken sind unwichtig, meine ganzen überlegungen (ich bin mehr ein denker-mensch)

ich habe langsam angst mich zu verliehren, ich habe angst mein verstad zu verliehren. ich möchte so sein wie früher wo ich noch wusste was glück ist.

kann mir jemand rat geben?
futura_psicologa
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 141
Wohnort: im Saggsnländle

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 13:25:25    Titel:

liebes einzelkind, gut dass du den ersten schritt gemacht hast.
ich hätte da noch ein paar fragen an dich:
- wie sieht zur zeit so dein tagesablauf aus?
- wie gut schläfst du?
- welche gedanken und gefühle gehen dir derzeit so durch den kopf und wie stehst du zu dir selbst?
- wie läuft die beziehung zu deinem freund?
wenn du mir noch ein paar informationen gibst, dann kann ich dir auch genauer sagen, was mit dir los ist; mit den momentanen infos könnte ich nur mutmaßen...also melde dich!

lg, futura_psicologa
*Ivy*
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 24
Wohnort: Lörrach

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 13:33:11    Titel:

Hallo Einzelkind,

ich glaube ich kann nachvollziehen wie es dir geht. Meine Kindheit war in der Hinsicht ähnlich, dass meine Mama meinen Bruder und mich auch alleine auf- und erzogen hat. Mein Vater war zwar nicht im Knast, aber meine Eltern waren/ sind getrennt. Naja, sobald es zu Hause Probleme gab hörte ich gleich "Du bist wie dein Vater" Wow, wie das einem Kind weh getan hat, obwohl man eigentlich nichts schlimmes getan hat, brauch ich dir wohl nicht zu erklären. Ich wusste, dass meine Mutter meinen Vater verabscheut und was er ihr alles "angetan" hat und dann von der eigenen Mama zu hören, dass man genauso ist wie der Mensch, denn sie am meisten hasst, DAS tut weh und man fühlt sich wie der letzte Mensch, obwohl man eigentlich nichts wirklich schlimmes getan hat (als Kind zu spät nach Hause gekommen oder nicht abgewachen, usw.) Naja, zum Glück hat sich dieses Problem seit ein paar Jahren erledigt.

Dieses "mir ist alles sch***egal-Gefühl" kenne ich leider auch. Was kann ich dir raten? Werde dir im klaren darüber, dass du für dich selber lebst, dass du ein eigenes tolles Leben hast, dass du nicht von Familienmitgliedern abhängig machen solltest! Du lebst dein eigenes Ding und zwar so wie du es willst, und das ist toll! Allein das ist Grund genug, dass du dir selbst nicht egal sein solltest. Mach etwas was dir Spaß macht, gönn dir was Schönes, das wird dich wieder aufbauen.
Und nochwas: red dir nicht ein, dass du versagt hast, wenn du es nicht schaffst deine Familie wieder zusammen zu bringen oder wegen der Sache mit deinem Vater. Meine Verwandtschaft ist auch bisschen zerstritten und mit dem Glück einer großen Gemeinschft wurde unsere Familie leider auch nicht beschenkt. Wie oft habe ich mich gefragt "wieso kann ich nicht eine normale Familie haben???" Aber mir ist klar geworden, dass ich mir entweder ewig diese Frage stellen kann oder mir darüber im klaren werden kann dass es nicht in meiner Macht liegt, eine riesige Familie wieder zusammen zu bringen.

Kopf hoch Wink
einzelkind
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 13:33:36    Titel:

mein tagesablauf? ich habe keinen da ich arbeitslos bin, also kann ich ja eigendlich machen was ich will. ich lese sehr viel und chatte ab und an, gehe raus, geh einkaufen, ect...

ich schlafe sehr gut, allerdings glaube ich das es an meiner einschlaf-droge liegt

ich glaube ich bin mir selber unwichtig geworden, ich könnte mich auf einen rasen legen und würde in ein loch fallen, von aussenhin merkt es keiner wie es mir geht.
ich betrachte mich als ein unwichtiges individium welches nur einer ist unter vielen, ich bin ein primat der erkannt hat was ein traum ist, es ist so als wenn ich aus einem traum aufgewacht bin und nun in die trostlose wahrheit sehe.

meine beziehung zu meinem freund läuft auch gut.

vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich seit dem ich 17 war ausgezogen bin, und ende oktober werde ich 21.
meine familie und meine früheren freunde wohnen alle an die 250 km entfernt.
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 13:59:10    Titel:

Ich sehe mich auch als unwichtig an, aber das hindert mich nicht daran was aus meinem Leben zu machen?! Also ich meine, wieso soll es so bleiben? Wäre doch unlogisch. Ich versuche z.B. eine Qualifikation zu erreichen, mit der ich später der Menschheit helfen kann. Dann wäre ich bzw. mein Leben nicht mehr unwichtig.

Wieso bist Du denn arbeitslos? Imho hilft einem eine Arbeit aus so einem Loch rauszukommen.

Mal ein Beispiel aus meinem Leben. Solange ich BAFÖG erhielt ging in meinem Studium nichts, aber seitdem ich 20+ Stunden in der Woche arbeiten MUSS um die Miete zahlen zu können, mache ich Fortschritte. Mehr als noch in der Zeit wo ich gar nicht arbeiten musste.
einzelkind
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 14:06:13    Titel:

ach das mit der arbeit bekomme ich schon hin, bin ja erst seit 2 monaten arbeitslos, und das ist es nicht was mich stört

der der mich stört bin ich selbst
futura_psicologa
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 141
Wohnort: im Saggsnländle

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 14:09:39    Titel:

hallo nochmal, also ivy hat es ja schon sehr gut beschrieben und absolut recht damit, dass du dich für deine familie nicht verantwortlich fühlen musst und dass es absolut nicht deine schuld ist, was dort passiert bzw. passiert ist. das ist natürlich leichter gesagt als getan und ich kann mir gut vorstellen, dass du dich irgendwie haltlos fühlst, weil dir die familiäre wärme fehlt und du das gefühl hast, machtlos zu sein, weil alle deine bemühungen nichts gebracht haben. trotzdem solltest du versuchen, deinen blick auf die gegenwart und zukunft zu richten und nicht mehr so sehr auf die vergangenheit. höre nicht auf dich zu bewerben oder (ich weiß ja nicht, was für einen schulabschluss du hast) mache das abi nach?! und mit deinem freund läuft es ja auch gut! versuche auf jeden fall, etwas aus deinem leben zu machen.
ja und dann noch wg. der ganzen sachen, die ich dich gefragt hatte: es sieht für mich eher nicht nach einer depression aus, eventuell würdest du die kriterien für eine nicht näher bezeichnete depressive störung erfüllen (aber alles ferndiagnose, also ungenau). wenn du aber einen anstoß brauchst, dann gehe zu einem diagnostischen gespräch, das wird zumindest an den ambulanzen der universitäten i.d.r. kostenlos angeboten (siehe auch annoncen in der tageszeitung). dort kann herausgefunden werden, ob dein problem behandlungsbedürftig ist oder nicht. ist aber alles vollkommen unverbindlich, d.h. du bekommst eine diagnose und tipps über das weitere vorgehen.
also, mach was draus! eine krise ist auch immer eine chance...alles gute!

lg, futura_psicologa
einzelkind
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2006 - 14:13:00    Titel:

danke, es hat mir gut getan mal mit jemanden drüber zu reden
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