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Lügt die Bild?
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Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 16:28:44    Titel:

PS: Will ja nicht sagen, dass es keine schwarzen Schafe unter den Politikern gibt (erst recht nicht wenn man so ins amiland blickt, bei uns gibts auch schon genug), jedoch ist das, was die Bild macht einfach Massenverdummung.

Man muss sich das mal vor Augen führen, wenn dieses Käseblatt sich einen dummen Skandal über einen Politiker aus der Nase zieht können sie damit seine ganze Karriere den Bach runtergehen lassen. Keinen der Leser der Bild interessiert das, denn die meisten Leute, die wirklich über sowas nachdenken lesen bild nicht - sie wissen einfach, dass diese Regenbogenpresse zu 1/3 aus bunten bildchen und dickgeschriebenen überschriften, zu 1/3 aus purer phantasie und zu 1/3 aus zurechtgebogenen mitteilungen anderer quellen besteht.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 16:30:10    Titel:

DAVIDOFF hat folgendes geschrieben:
aber wie findet ihr es das politiker 2 nebenjobs haben dürfen??


Was spricht denn dagegen?
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 16:32:37    Titel:

Wobei ich die Sache auch nicht GANZ so milde betrachten würde.
Bei einem Nebeneinkommen von 10.000 Euro (monatlich?) erwarte ich schon einen erheblichen Arbeitsaufwand. Falls dieser nicht geleistet wird, schwebt natürlich der Bestechlichkeitsverdacht im Raum. Und gerade bei Aufsichtsratspositionen sind Interessenkonflikte eigentlich nicht auszuschließen.

Ein Politiker ist vom Volk in sein Amt gewählt worden und hat diesen Job als Hauptberuf zu betrachten. Wenn man ihn ernst nimmt, so ist dieser Job tag- und nachtfüllend, weil man sich eigentlich nie genug informieren kann. Bauminister, die auf Nachfrage einem Reporter antworten, dass sie von der HartzIV-Gesetzgebung nichts verstehen, weil das nicht ihr Ressort sei, rate ich dann doch, den ein oder anderen Nebenjob sausen zu lassen, um sich auch fachübergreifend in ihren eigentlichen Job einzuarbeiten.

Als Lehrer z.B. muss ich einen Antrag stellen, wenn ich einen Nebenjob annehmen möchte. In der Regel werden nicht mehr als zwei Unterrichtsstunden in einer anderen Einrichtung (in meinem Fall einer privaten Fachschule) genehmigt, weil man sonst davon ausgehen müsste, dass der Hauptjob leidet. Und das zu Recht. Als Lehrer hat man wie als Politiker eigentlich nie "fertig" gearbeitet. Es gibt immer etwas, was man noch besser machen kann.

Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Alimentierung der Abgeordneten. Diese ist m.E. weitestgehend gegeben, wobei man immer über eine Verschiebung der üppigen Pensionen hin zu jetzt erhältlichen Diäten reden kann. Dann wäre die Altersvorsorge allerdings aus eigenen Ersparnissen zu bestreiten.

Gruß
Pauker
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 17:50:49    Titel:

Zitat:
Ein Politiker ist vom Volk in sein Amt gewählt worden und hat diesen Job als Hauptberuf zu betrachten. Wenn man ihn ernst nimmt, so ist dieser Job tag- und nachtfüllend, weil man sich eigentlich nie genug informieren kann. Bauminister, die auf Nachfrage einem Reporter antworten, dass sie von der HartzIV-Gesetzgebung nichts verstehen, weil das nicht ihr Ressort sei, rate ich dann doch, den ein oder anderen Nebenjob sausen zu lassen, um sich auch fachübergreifend in ihren eigentlichen Job einzuarbeiten.

Wozu gibts denn wohl Arbeitsteilung?
Ich kenne zwar auch den Behördenstress, in dem man von einer Stelle zur anderen geschickt wird "wir sind hier nicht verantwortlich" und das gefällt mir ganz und garnicht, jedoch sind beispielsweise Minister eben für ihren Teilbereich verantwortlich.
Sie verstehen natürlich schon was von den anderen Themen, aber wenn sie sich dazu äussern und einen Fehler machen kann das schon fatale Folgen haben. Ich seh schon die nächste Bildschlagzeile "POLITIKER WERDEN SICH NICHT EINIG! UND WIR LEIDEN DARUNTER!"
Die Reporter sollen sich halt an die zuständigen Stellen wenden, wenn sie Informationen wollen.
Vergleich: Ich geh doch auch nicht in Frankfurt zum Pfarrer weil ich Infos über die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft will.
Ebensowenig diskutier ich mich beim örtlichen Kaffeefachladen darüber, ob die Cola ausm * (beliebigen Getränkemarkt einsetzen) zu fad ist.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 18:29:47    Titel:

Dieser Politiker stimmt jeden Tag über Gesetze ab, die unser aller Leben betreffen. Dafür wird er zu Recht gut bezahlt. Ist es da verwerflich zu fordern, dass er sich erst einmal über die Gesetze informiert, über die er abstimmt als einen Nebenjob anzutreten? Wenn das Ganze so schwierig ist, und davon gehe ich aus, dann bleibt eigentlich nur wenig Zeit für einen Nebenjob. Bei mir geht man jedenfalls davon aus. Aber offensichtlich ist der Politikerjob einfacher als ein Lehrerjob Wink

Gruß
Pauker
KyleKatarn
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 616

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 18:46:46    Titel:

nicht vergessen dass sehr viele politiker im bundestag und in den landtagen ehemalige bzw. freigestellte lehrer sind!
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 20:07:53    Titel:

Wenns nur die BILD wäre, jeder einzlene Buchstabe der vom Axel Springer Verlag gedruckt wurde ist nur auf eines aus.: Angst schnüren, denn Angst macht blind.


Gruss,

Özkan
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 20:37:03    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Dieser Politiker stimmt jeden Tag über Gesetze ab, die unser aller Leben betreffen. Dafür wird er zu Recht gut bezahlt. Ist es da verwerflich zu fordern, dass er sich erst einmal über die Gesetze informiert, über die er abstimmt als einen Nebenjob anzutreten? Wenn das Ganze so schwierig ist, und davon gehe ich aus, dann bleibt eigentlich nur wenig Zeit für einen Nebenjob. Bei mir geht man jedenfalls davon aus. Aber offensichtlich ist der Politikerjob einfacher als ein Lehrerjob Wink

Du bist Lehrer, kann ich deshalb von dir verlangen, dass du für jedes mögliche Unterrichtsfach einen LK leiten könntest? Oder das "nachlernst", solltest du es momentan nicht können?
Oder überlasse ich dir deine Mathekurse und die Kollegen übernehmen die anderen Fächer.
Kannst du dann überhaupt in der zweiten (realen) Konstruktion sagen "ja, unsre Schule hat hochqualitativen Unterricht" ? Du kennst dich ja nicht mit allen Inhalten perfekt aus.

Ähnlich ists mit den Politikern. Stimmt schon, dass sie teils über Dinge abstimmen, mit denen sie sich nicht generell befassen. Fg gibt es aber vom dafür zuständigen Teil des BT Informationen vor der Abstimmung. Die ganze Feinarbeit und die Ausarbeitung sind dann allein Sache der dafür zuständigen Abgeordneten und deren Helfer.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 20:56:07    Titel:

Ich habe schon alles mögliche fachfremd unterrichten müssen. Selbstverständlich habe ich mich darauf vorbereitet. Ich kenne aber noch genug Fachbereiche in meinem Gebiet wo ich noch nicht perfekt bin. Da kann man immer noch dran arbeiten, bevor man sich einen Zweitjob sucht. Ich denke einfach, dass Politiker ein Vollzeitjob sein sollte und auch ist.
@KyleKatar Wahrscheinlich sinds deswegen so viele Lehrer, weil die noch finanziell verbessern können und endlich Zweitjobs erlaubt sind Wink

GRuß
Pauker
Marina87
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 322
Wohnort: Rheinbach

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 21:12:56    Titel:

ich würde es meistens eher aufbauschen nennen als direkt lügen...wenn irgendwelche vorfälle in der region passiert sind die man dann quasi "Live" mitbekommen hat wurden sie in der bild doch meist entweder total überzogen, super dramatisch und herzzerreisend oder einfach mit falschen fakten dargestellt...Sad
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