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Jura studieren - heute noch ratsam?
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lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2006 - 22:22:08    Titel: Jura studieren - heute noch ratsam?

Hallo,

ich interessiere mich für den Bereich Berufsorientierung an Schulen und Berufswahl bei Schülern.

Da Jura auch ein häufig gewähltes Modestudium scheint, würde ich gerne mal aus erster Hand wissen, wie ihr die Zukunft mit einem Jura-Studium überhaupt seht bzw. was man euch an den Universitäten erzählt.
Harter Konkurrenzkampf oder gute Karrierechancen?

Gibt es in diesem Bereich noch gute Beschäftigungsaussichten?
Welche Richtungen würdet ihr empfehlen, welche weniger?
Wie würdet ihr die Arbeits- und Gehaltsbedingungen betrachten?

(An Pandur: falls die Frage hier fehl am Platze sein sollte - verschiebe sie einfach)
Ulpian
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Anmeldungsdatum: 11.06.2006
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2006 - 12:15:30    Titel:

Hochqualifizierte "Topabsolventen" haben nach wie vor sehr gute Berufschancen und verdienen auch überdurchschnittlich gut. Es heißt sogar, dass manche internationale Großkanzleien wirklich Absolventen ernsthaft suchen.
Der Markt für die "Masse" von unterdurchschnittlichen und schlechten Absolventen (damit meine ich immer die Examensnote) ist eher traurig..
In keinem anderen Studiengang hat meines Erachtens die Examensnote solch einen hohen Stellenwert wie im Jurastudium.
belucci
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Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 10:57:02    Titel:

Und was ist wenn man eben nicht zu diesen hochqualifizierten Topabsolventen gehört?!

Dann hat man mindestens 4-5 Jahr Uni hinter sich und zusätzlich 2 Jahre Referendfariat; ist also ca. Ende 20 und hat es sehr schwer auf dem Arbeitsmarkt! Und wenn man es nicht schafft ist man genauso alt und hat - Abitur...
Es ist also gerade nicht empfehlenswert in Deutschland Jura zu studieren.

Nicht zu unterschätzen ist der psychische Druck den man aufgrund hoher Durchfallquoten ständig hat. Tatsächlich weiss man bis zur letzten Prüfung nicht ob man jemals "Volljurist" sein wird.
Anders ist das bspw. bei Medizin: Wer das Physikum schafft, bewältigt auch den Rest.

MfG. Rolling Eyes
Nscho-tschi
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 11:00:51    Titel:

Da kenne ich zum Glück ein Gegenbeispiel, ich denke man sollte das nicht pauschalisieren.
belucci
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Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 11:09:48    Titel:

Was für ein Gegenbeispiel denn? Very Happy
Nscho-tschi
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 11:12:42    Titel:

Zu deinem Medizinersatz. Wink
belucci
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Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 11:21:39    Titel:

Aha Laughing
Allround-Experte
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Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 12:43:36    Titel:

Das Physicum machen viele schon Ende des ersten Semesters und da kann man wohl kaum sagen, dass es der schwerste Teil des Medizinstudiums ist-
Es stimmt aber wohl, dass es sehr wenige gibt die bei Medizin insgesamt durchfallen.
sr-man
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Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2006 - 16:39:07    Titel:

Für grob gesagt vielleicht 20-30% sieht der Arbeitsmarkt gut bzw sehr gut aus, man muss vor allem berücksichtigen, dass das nicht nur für Leute gilt, die zwei Prädikatsexamen haben, sondern auch für alle, die diese Marke nur mehr oder weniger knapp verpassen. Der Rest muss warten und/oder die Ansprüche zurückschrauben. Im Vergleich zu vielen anderen Studiengängen dürfte die Situation aber auch für diese Leute recht gut sein. Man darf sich nicht von der "2xVB-Leier" verrückt machen lassen, da steckt viel aufgeblasenes Marketing drin. In Großkanzleien verdient man übrigens 70-90.000€ im Jahr, muss dafür aber auch ganz nett schuften (je nach Abteilung schätzungsweise 50-70 Stunden die Woche). Die Zeitschrift "azur" (googlen) veröffentlich solche Zahlen regelmäßig, auch für kleinere Kanzleien.
Die Miesmacher haben übrigens meistens entweder keine Ahnung vom Arbeitsmarkt (viele Profs) oder eigene Interessen (viele Anwälte).
Insgesamt würde ich jedem, der sich ernsthaft dafür interessiert und ordentlich mit der deutschen Sprache umgehen kann, zum Jurastudium raten. Im Vergleich zu früher halte ich es aber jetzt schon für recht wichtig, dass man später auch wirklich juristisch arbeiten will. Ich kenne ne Menge Leute, die eigentlich in die Wirtschaft wollten (n. b.: vor 10 Jahren oder so waren noch die Hälfte der Vorstandsvorsitzenden der größten Unternehmen Juristen, habe ich jedenfalls mal gehört) und sich später geärgert haben, dass sie nicht gleich BWL studiert haben. Auch bei Interesse für Journalismus würde ich von Jura abraten, weil die Sprache, die man in Jura einübt, eine völlig andere ist.
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