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Astrophysikfrage
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mfux
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Anmeldungsdatum: 27.10.2004
Beiträge: 81

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 - 14:10:26    Titel: Astrophysikfrage

hallo, ich hab ne frage bezüglich der Entwicklung eines schwarzen Loches. Sterne die über 3,2 Sonnenmassen groß sind werden ja zum schwarzen loch, allerdings durchlaufen sie doch genau die selbe entwicklung wie kleinere Sterne sprich weißer/schwarzer Zwerg dann Neutronenstern und dann schwarzes loch. Ich muss aber wissen was genauer in dem zwischenschritt vom neutronenstern zum schwarzen loch passiert. Ich les immer nur "der Stern kollabiert weiter". Kann mir jemand sagen was genau abläuft????
Optimist71
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 188
Wohnort: Oslo

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 - 14:32:54    Titel:

Was mir spontan einfaellt ....

Ein schwarzes Loch ist gekennzeichnet durch den Ereignishorizont. Hinter diesem kann man nicht mehr sehen, was innerhalb des Horizontes gesschieht. Kommunikation / Signaluebertragung ueber diesen Horizont ist nicht mehr moeglich, und "Reisende" koenntenhaetten sie den Ereignishorizont einmal ueberquert, nicht wieder zurueckkehren.

Am leichtesten ist das Phaenomaen mit den Allgemeinen Relativitaetstheorie (ART) zu beschreiben: Die Raumzeit wird durch die ekstrem grosse Masse, konzentriert auf verschwindend kleiner Flaeche (==> extrem grosse Dichte) so stark gekruemmt, so dass sich eine "Tasche" bildet, die das schwarze Loch vom Rest des Universums trennt. Licht folgt den Kruemmungen der Raumzeit, daher kann noch nicht eimal Licht austreten (daher ist das schwarze Loch auch schwarz). Licht von "aussen" wuerde demzufolge um das Loch herum gefuehrt werden.

Es ist trotzdem moeglich, schwarze Loecher zu lokalisieren, da diese offenbar rotieren und ueber ein Rotationsfeld umliegende Masse ansaugen. Das sieht dann so aehnlich aus wie ein Wasserwirbel.

Einige Hypothesen spekulieren, dass neue Universen aus alten Universen geboren werden, indem sie sich als schwarzes Loch vom "Mutteruniversum" loesen. Aber wie gesagt - bisher alles nur Hypothese ...

-- Optimist
Selektron
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Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 - 14:44:07    Titel:

@Optimist71
Das ist doch keine Erklärung für die Enstehung von schwarzen Löchern.



diese Erklärung klingt gar nicht mal so schlecht:
http://www.yourbestman.de/000/bnice/wurml/sl2.htm
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 - 20:08:29    Titel:

Unsere Sonne wird zuerst zu einem Roten Riesen, wirft dann die äußeren Hüllen ab und kollabiert zu einem Weissen Zwerg … 

Sonnen mit der 10-fachen Masse der unseren, werden zu einem sog. überriesen, werfen auch die äusseren Hüllen ab, und kollabieren zu, wie schon erwähnt, Neutronensternen … allerdings ist mir nicht bekannt, dass diese dann zu einem Schwarzen Loch weiter kollabieren? Soweit ich weiss, dreht der Neutronenstern immer langsamer und langsamer, bis er schlussendlich nicht mehr zu sehen ist …

Sehr schwere Sonnen durchlaufen die gleichen Stadien, kollabieren allerdings sofort zu einem Schwarzen Loch …


kann aber auch gut sein, dass ich auch nicht richtig informiert bin Confused
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8296
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2006 - 22:30:35    Titel:

Also:

Schwere Sterne werden nicht zum Weißen Zwerg; Schwarze Zwerge gibt es gar nicht.

Schwere Sterne sind solche, deren Masse bei Beginn der Kernfusion mehr als 8 Sonnenmassen beträgt. Durch den Massenverlust wegen der Energieabstrahlung beträgt ihre Endmasse beim Ende des Fusionsprozesses 1,6 Sonnenmassen. (Dieser Wert heißt Chandrasekhar-Grenze.)

Solche Sterne enden als Supernova. Bei der Explosion eines Sterns als Supernova fliegt ein Teil der Sternmaterie ins Weltall. Ein anderer Teil wird im Kern des Sterns komprimiert.

Die Kräfte sind dabei so stark, daß in der wegfliegenden Materie Atomkerne auch zu schwereren Elementen als Eisen fusionieren. Das ist während der normalen Fusionsphase des Sterns nicht möglich, weil der Vorgang endotherm ist.

Die Materie, die im Kern komprimiert wird, ist anschließend entartet: Sie besteht nur noch aus Neutronen! Bei der Explosion werden die Elektronen des Plasmas, aus dem der Stern besteht gewissermaßen in die Protonen der Atomkerne gepreßt. Das ist die umgekehrte Reaktion zum Zerfall von Neutronen und kann auch nur geschehen, wenn hinreichend große Kräfte vorhanden sind.

Diese Neutronenmaterie ist ungeheuer verdichtet, weil der viele leere Raum, der sonst zwischen Atomkern und Elektronenhülle vorhanden ist, wegfällt. Ob dabei nun ein Schwarzes Loch entsteht, hängt einzig von der Masse des entstehenden Neutronensterns ab. Ganz grob: Wenn sie so groß ist, daß der Ereignishorizont größer ist als der Radius, dann ist der Neutronenstern gleichzeitig ein Schwarzes Loch.

Gruß, mike
Optimist71
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 188
Wohnort: Oslo

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2006 - 09:03:47    Titel:

Embarassed Stimmt Embarassed ...

Ueber die Entstehung eines schwarzen Loches (wonach hier gefragt worden ist) habe ich tatsaechlich nichts ausgesagt. Tut mir leid ...

-- Optimist
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2006 - 15:38:50    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:
Die Materie, die im Kern komprimiert wird, ist anschließend entartet: Sie besteht nur noch aus Neutronen! Bei der Explosion werden die Elektronen des Plasmas, aus dem der Stern besteht gewissermaßen in die Protonen der Atomkerne gepreßt. Das ist die umgekehrte Reaktion zum Zerfall von Neutronen und kann auch nur geschehen, wenn hinreichend große Kräfte vorhanden sind


könntest du oder irgendeiner mir diesen Absatz etwas genauer erklären?
Selektron
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Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2006 - 15:48:03    Titel:

Eine genaue Erklärung dieses Vorgangs würde mich auch interessieren, wäre dadurch nicht die Erhaltung der Leptonenzahl verletzt????

Zuletzt bearbeitet von Selektron am 06 Jul 2006 - 18:40:27, insgesamt einmal bearbeitet
Nemos
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Anmeldungsdatum: 20.04.2006
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2006 - 18:33:58    Titel:

Eine (wahrscheinlich simple) Zwischenfrage: Ist es nach der RT wirklich so, dass Sterne durch ihre Energieabgabe "schrumpfen", also nach und nach an Masse verlieren? Wenn ja,
- was passiert wenn sie ihre ganze Masse verloren haben?
- welchen Sterne entwickeln sich dann zum schwarzen Loch (und wieso eben nur Sterne ab einer bestimmten Masse)?
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2006 - 19:58:44    Titel:

Nemos hat folgendes geschrieben:
Eine (wahrscheinlich simple) Zwischenfrage: Ist es nach der RT wirklich so, dass Sterne durch ihre Energieabgabe "schrumpfen", also nach und nach an Masse verlieren? Wenn ja,
- was passiert wenn sie ihre ganze Masse verloren haben?
- welchen Sterne entwickeln sich dann zum schwarzen Loch (und wieso eben nur Sterne ab einer bestimmten Masse)?


also ich bin absolut nicht vom Fach, aber ich versuchs mal : Meines Erachtens hat das nichts mit der RT zu tun (kann mich aber auch irren !!) ja die Sterne schrumpfen durch die Energieabgabe … weniger Energie, also weniger Widerstand gegen die Gravitation => der Stern wird immer kleiner und kollabiert …

Ich glaube Masse verlieren sie nicht, nur wenn zum beispiel bei einer Supernova Materie weggesprengt wird Question

wie schon erwähnt, Stern ab der 8- oder 10- fachen Masse unserer Sonne! Je mehr Masse, desto mehr Gravitations-kraft "im" Stern … mehr Gravitation, stärkere Verdichtung der Materie (wenn kein Widerstand mehr vorhanden), je dichter desto näher an Singularität (=Schwarzes Loch)

Ohne Gewähr !! Bitte überprüfen !!
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