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Große Übung Strafrecht 2006/2007 bei Prof Rogall Fu-Berlin
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Große Übung Strafrecht 2006/2007 bei Prof Rogall Fu-Berlin
 
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rukhstar
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Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2006 - 11:03:56    Titel: Große Übung Strafrecht 2006/2007 bei Prof Rogall Fu-Berlin

Hi will die hausarbeit schreiben. sind welche an Gruppenarbeit interessiert.
wenn ja bitte mailen an heavenbell@hotmail.de oder simab@web.de. ansonsten viel glück und gute sschaffen.
k_k
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 15:36:29    Titel:

ich würd es toll finden, wenn wir auch hier ein bissel darüber diskutieren könnten..
Lisa M.
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 15:54:07    Titel:

Ich habe keine Ahnung, was ich im 1. Teil prüfen soll. Kann es ein Diebstahl sein ( das Notebook was für den A aber nicht fremd, oder muss man hier noch über die zivilrechtlichen beziehnungen zwischen A und F diskutieren?)?
Hat jemand eine Idee?
k_k
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 16:06:05    Titel:

also fremd hab ich bejaht...


Zuletzt bearbeitet von k_k am 28 Jul 2006 - 17:24:58, insgesamt einmal bearbeitet
k_k
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 17:23:45    Titel:

irgendwie fehlen mir bei der hausarbeit die großen probleme...
kann mir ma einer auf die sprünge helfen?
ElMaxo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 - 21:41:27    Titel:

Hier ist mal was ich so hab:

Diebstahl wohl nicht wegen fehlender Enteignungsabsicht (zivilrechtliche Formalposition ist zugrundezulegen).

Pfandkehr gegen bestehendes Besitzrecht hab ich geprüft, aber wegen fehlender Abstimmung mit dem Eigentümer verneint.

Hausfriedensbruch ist auch nicht so einfach wie's aussieht, ein tatbestandsausschließendes Einverständnis hat bestimmt mal vorgelegen, und ein Untermieter kann über die ganze Wohnung verfügen um sich Gäste einzuladen.

Dann Nötigung der Vermieterin, vis absoluta nach hM dafür ausreichend, aber wozu nötigt er sie? Wahrscheinlich doch Duldung der Mitnahme. Eser sagt im Schönke/Schröder, dass eine Verwerflichkeit naheliegt, wenn der Nötiger auf die abgenötigte Handlung keinen Anspruch hat. Musste die V also dulden? Solang sie ihren Willen mit nicht-tatbestandlichen Mitteln durchsetzt, wohl nicht. Man könnte sich allerdings darüber unterhalten, ob das Sich-In-den-Weg-stellen der V nicht seinerseits eine Nötigung ist, die höchstens mit Putativnothilfe per unvermeidlichem Verbotsirrtum zu entschuldigen wäre. Gegen so einen Irrtum wäre eine Nötigung sicher zu rechtfertigen (bin mir da aber nicht sicher).

Wahrscheinlich ist die Szene hier eh nur weil wenn man den Diebstahl bejaht hätte, man hier einen unproblematischen 252/240 hätte.

Dann Betrug, der wahrscheinlich jedenfalls nicht vollendet ist, wenn noch zivilrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden können. Ein auf eine unmögliche Leistung gerichteter Vertrag ist unwirksam (275 BGB). Ob das auf die Voraussagen der Wahrsagerin zutrifft (so LG Augsburg mit dem alten Schuldrecht), wäre mE entscheidend, denn wo ich eh keinen Anspruch auf Zahlung hab, kann ich auch nicht um den Betrag betrogen werden, weil keinen Vermögensschaden erleiden, oder? Es könnte dann aber ein untauglicher Versuch sein.

Dann... das Verhalten der neuen Freundin als Beihilfe zu dem Betrug/Computerbetrug? Es scheint da keine Spezialnormen zu geben (202a schützt zB nur versteckte Daten, und außerdem AFAIR nur die Bank). Da bin ich aber noch nicht.

Der zweite Betrug ist wohl Computerbetrug, der natürlich immer zu Ungunsten eines Dritten ist. Wahrscheinlich steckt der Teufel im Detail. Könnte auch hier ein Vollendungsproblem sein, oder was mit der Akzessorietät der Freundin schwierig sein. Weiß nicht.

Das letzte Problem ist klar: der klassiche knappe Rücktritt vom Versuch. Da muss man denk ich auf die Sachverhaltsdetails gucken und schauen ob man doch noch die Angst von dem Typen belohnt. Rechtspolitisch ist vielleicht die im 24 ja ausdrücklich geforderte Freiwilligkeit vernünftigerweise doch ein bisschen großzügiger zu handhaben, denn man will ja so oder so dass Leute keine Straftaten begehen, warum sie's nun nicht tun ist ja eigentlich nicht so entscheidend.

Bin gespannt auf Ideen,
M.
Jurus
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 - 22:21:56    Titel:

Interessanter Thread, hier mal meine Überlegungen:

Teil 1:
Indem A das Notebook der F leiht, kann er es unterschlagen haben (es ist Eigentum des Vorbehaltsverkäufers). Verleih einer nicht eigenen Sache = Manifestation des Zueignungswillens? Erstmal: Es gibt auch andere Interpretationen von "Zueignen" im § 246 als diese Manifestation, eine Auffassung läßt es genügen, wenn Gefahr für die Sache des Eigentümers begründet wird, die nicht durch den Täter allein wieder ausgeräumt werden kann. Das wäre hier wohl der Fall. Nach hM aber nicht, denn nach § 604 BGB gibt es nach 8 Tagen die Sache zurück, damit will der A den Verkäufer nicht dauerhaft enteignen. Demnach keine Unterschlagung. Ebenso scheitert Untreue am Kaufvertrag, der kein Treueverhältnis begründet.
Diebstahl scheitert, da Notebook (zwar fremd weil Eigentum des Verkäufers) ohne Zueignungsabsicht entwendet wurde, somit auch keine §§ 244, 243, 252.
Pfandkehr: Nicht im Eigentümerinteresse, daher (-)
Nötigung: Hier liegt ein Schwerpunkt! Geppert Jura 2005 (Rep. Nötigung) "Wegschubsen ist noch keine Gewalt"; außerdem: V nötigt A durch Drohung mit empfindlichem Übel (Strafanzeige wegen Diebstahls). Diese Drohung ist verwerflich, da A keinen Diebstahl begeht. V im Irrtum über Nothilfesituation (Erlaubnistatbestandsirrtum). Damit V zwar straflos, aber rechtswidriger Angriff auf A gegeben. A ist gerechtfertigt. Sein Verhalten kann dennoch verwerflich sein: er vereitelt das Recht der F am Notebook aus § 598 BGB. Reicht das??? Hier habe ich mich noch nicht entschieden.
§ 123 liegt dagegen unproblematisch vor! Mutmaßlicher Wille genügt, die Ex wird wohl kaum einverstanden sein, daß A in ihr Zimmer geht, das wird sich auch A denken können (Parallelwertung bla bla). Hausrecht hat auch V, insoweit käme ein Festnahmerecht aus § 127 StPO als Rechtfertigungsgrund für V in Betracht (bei § 240) - aber das weiß sie in dem Moment nicht. Str., ob objektives Recht ohen Vorsatz genügt (wohl hm (-)).

Teil 2 :
NStZ-RR 2005... Wink

Teil 3:
N ist straflos. Man kann allerhand anprüfen, es greift aber nichts...

Teil 4:
§ 263 a zum Nachteil von G - aber er hat am Ende gar keinen Schaden (Aufsatz von Pichler NJW 1998!!), da CompuSchick darauf sitzenbleiben wird... dennoch wird Gs Konto belastet. Er hat einen Anspruch auf Ausgleich gegen die Bank (weil er keine Weisung zur Zahlung erteilt hat), diese gegen den Händler CompuSchick, der unauthentifizierte Kartenzahlungen akzeptiert! Aber Forderungserlangung bei G ist "schlechter" als Geld, daher Schaden sekundär wohl (+). Der Rest ist kein Problem... höchstens noch der Streit, ob falsche Daten oder unbefugte Benutzung... im Ergebnis aber dasselbe.

Teil 5:
ElMaxo hat das Wesentliche gesagt... Raubdelikte kann man inzident im Tatentschluß zum § 316 a abhandeln. Dann bleibt nur der Rücktritt, es sei denn, man steigt schon beim unmittelbaren Ansetzen aus - nach subjektiver Versuchslehre ("jetzt geht's los") und Zwischenaktstheorie evtl. begründbar, aber aufbautaktisch unklug, da man sich einen interessanten Streit erspart.


Zuletzt bearbeitet von Jurus am 08 Sep 2006 - 09:26:04, insgesamt einmal bearbeitet
Jurus
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2006 - 22:26:53    Titel:

Achja, noch ein Problem in Teil 4:
N leistet Beihilfe, doch ist die Haupttat hinreichend konkretisiert? Shocked

wohl ja... Idea
k_k
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 16:02:39    Titel:

soweit hab ich jetzt erst ma alles durch...
aber was habt'n ihr jetzt mit der nötigung gegen die V gemacht?weil, wenn man hier bei dem gewaltbegriff schon aussteigt kommt man doch gar nich mehr zur verwerflichkeitsprüfung...
kralice
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 21:57:55    Titel:

kannst du auch die seite deiner fundstelle angeben???
nstz-rr 2005 ????
das wäre sehr nett....danke
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