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Wie denkt der Mensch?
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lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2006 - 00:05:33    Titel: Wie denkt der Mensch?

Hallo,

diesen Thread habe ich ins Psychologie-Forum gestellt, ich würde aber auch gerne wissen, was die philosophische Sparte dazu sagen kann, ind zwar:

Ich bin beim Internetsurfen mal wieder auf eine interessante Frage gestoßen, die mich schon lange interessiert: Wie denkt der Mensch?

Also in den verschiedenen Quellen konnte man nachlesen, dass Denken und Sprache zusammengehören.

Ich kann mir das igendwie nicht so ganz vorstellen. Das heißt vorstellen kann ich mir das eigentlich schon, dass Denken und Sprache miteinander zu tun haben, aber ich kann in meinem Denken mindestens 3 Arten unterscheiden:

Mit Sprache und ohne Sprache, willentlich und ohne aktive Arbeit
- Bewußtes Denken in Sprache, indem ich mir die Gedankengänge durch sprachliche Unterstützung absichtlich bewußt mache, also auch formuliere.
- Bewußtes Denken mit unbewußter Sprache (in der ich zwar die Gedanken in Situation und "sprachlichen Töne" wahrnehme, aber auf die Sprache gar nicht achte und auch nicht daran arbeite -> dieseläuft eher nebenbei)
-bewußtes Denken ganz ohne Sprache (in Form von nachempfundenen Situationen mit Bildern, Farben, Temperatur, Formen, ...)
- und als viertes: ich glaube, dass ich manchmal auch denke, ohne bewußt zu denken, was ich aber oft erst bemerke, wenn ich plötzlich vor einem Ergebnis stehe und nicht weiß, wo das plötzlich herkommt.

Gibt´s eventuell noch mehr Arten wie man denken kann?

Wie denkt ihr?

Ist das von Mensch zu Mensch verschieden oder verfügt jeder über alle Formen des Denkens?
Canislupus
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Anmeldungsdatum: 27.04.2006
Beiträge: 416
Wohnort: An einer Lichtung mit guter Aussicht auf den Vollmond

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2006 - 06:24:17    Titel:

Wenn ich meinen Mitmenschen sag: Dieser Baum war gün. Dann wird dieser das sofort in Bildern im geistigen Auge vorstellen. Denkt daher auch bildlich, er stellt sich alles vor. Wenn er von Sex redet, dann stellt man es sich nicht als Wort, sondern Bildlich vor(wie man es halt so treibt), dann wandelt man es um in Sprache und gibt es von sich.
Das ganze sieht natürlich bei abstrakten Begriffen anders aus, wofür es keine bildliche Beispiele geben kann oder sehr schwer ein Beispiel finden lässt. Das beste Beispiel ist Mathematik: Die Leute, die keine oder ungügend bildliche Beispiel für die Mathematik haben, sind schlecht drin.
North
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Anmeldungsdatum: 09.05.2006
Beiträge: 445

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2006 - 18:33:21    Titel:

das find ich sehr intressant, hab ich mich auch schon öfters gefragt.

in den diskussionen darüber stellte sich dann immer wieder die frage, woher der mensch das denken hat und wies mit dem denken von tieren abläuft.
affen sollen ja dem menschen recht ähnlich sein, so auch angeblich beim denken, dass hab ich letztens gelesen, aber ich weiss leider nicht mehr wo. aber: affen haben ja in dem sinne keine sprache.

ich binn mir also nicht sicher, ob man wörter braucht und in sprache denken zu können.



ich selbst bin mehr so der mensch, der recht viel unbewusst denkt und assoziiert. zb. bei dem wort "kindheit" stürmen dann bilder auf mich ein, bilder sind ganz entscheidend für mich, oder gerüche..........

ich denke, bei dieser diskussion könnte "assoziation" ein großes stichwort sein.
frerki
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Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 174
Wohnort: 'ne mittlere Großstadt in Norddeutschland...

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 01:16:40    Titel:

Ich kann mir schon vorstellen, dass Denken und Sprahe zusammengehört.

Ich glaube, dass wir eigentlich alles im Kopf "mitformulieren" und dass das den Vorgang des Denkens eigentlich ausmacht. Denn Denken hat ja immer etwas mit rationaler Überlegung (Analyse, Schlußfolgerungen etc) zu tun, das unterscheidet es ja schließlich vom Empfinden.

Wenn ich nun z.B. einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer sehe und mich dadurch glücklich fühle, dann empfinde ich den Sonnenuntergang. Aber sobald ich denke "Boah, ist das schön!" dann nahme ich ja eigentlich schon eine Analyse der Situation vor: ich registriere, dass mich der Vorgang emotional positiv anspricht und ziehe daraus die Schlussfolgerung, dass der Sonnenuntergang schön ist.

Ich glaube, ohne Sprache wäre es unmöglich zu denken (als Unterschied zum Empfinden/ Fühlen), da ja erst die Sprache es ermöglicht,sich über eine Sache auszutauschen und zu sprechen, ohne dass die betreffende Sache anwesend sein muss. Erst die Sprache ermöglicht es mir zu sagen "Ich mag Äpfel", und mein Gegenüber weiß, was ich meine, auch wenn gerade keine Äpfel im Raum sind. Selbstverständlich ist es dabei nicht die Sprache, die mich Äpfel mögen lässt, aber es ist die Sprache, die mir ermöglicht, mir dieser Empfindung bewusst zu werden (denn das ist nötig, um sie jemandem mitzuteilen).

Leider passt das Beispiel mit den Affen da dann doch irgendwie nicht so gut hinein, denn wie oben erwähnt ist es ja erwiesen, dass Affen keine Sprache beherrschen. Und dennoch sind sie zu einfachen Denkleistungen in der Lage (z.B. Mathematik im einstelligen Bereich, Dinge gleicher Farbe einander zuordnen u.ä.).

Andererseits denke ich gerade: sie müssen ja eigentlich gar nicht denken, um diese Aktionen auszuführen, oder? Vielleicht werden sie ja, ähnlich dem Pawlowschen Hund, einfach durch die einhergehende Belohnung durch Futter/ Leckereien auf das Erbringen dieser Leistungen konditioniert?

Dass fände ich eigentlich logischer, denn irgendwie wäre ja ein denkendes Tier ein Tier mit Bewusstsein, ein Tier, dass sich selbst als Individuum begreift (und das tun Affen doch m.W. nicht, oder? Oder würde ein Affe, der sich selbst in einem Spiegel erblickt, begreifen, dass da kein anderer Artgenosse ist, sondern ER SELBST dieses Wesen ist, dass er sieht? Denn das müssen ja auch Menschen erst lernen: erst ab einem gewissen Alter (ich glaube ca. ab dem 2. Lebensjahr) würde ein Kind, dem man einen Farbklecks auf die Nase getupft hat und dass sich selbst in einem Spiegel sieht, sich an die eigene Nase greifen, um den Klecks abzuwischen...
Sethos_der_Erste
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Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 11:51:06    Titel:

Menschenaffen beherrschen zwar keine Sprache mit Wörtern wie wir, dafür ist aber ihre Form der Zeichensprache sehr hochentwickelt. Ein Mensch kann z.B. jede Zeichensprache eines Orang- Utan verstehen, da diese dem Menschen sehr ähnlich ist. Somit kann ein Mensch ohne Dressur mit einem Orang- Utan (sollte keine Angst von Seite des Orang- utans vorhanden sein) Kontakt aufnehmen. Man kann nicht sagen, dass Gedanken durch Wörter entstehen. Der Komplex ist da umfangreicher. Auch können Orang- Utans sich selbst im Spiegel erkennen. Die Wissenschaft hat bewiesen. dass ein Orang- Utan immerhin die Intelligenz eines 6- Jährigen Kindes erreichen kann. Im Übrigen entwickeln sich auch die Menschenaffen weiter und kommen unseren Leistungen näher.Was ist dann nun das Denken? Eigendlich ist das Denken relativ und kann eigendlich nicht erklärt werden. Denken unterscheidet sich vom Verhalten, es ist (so denk ich) alles, was wir aus unseren Erfahrungen verarbeitet haben und in unserem Kopf gespeichert wurde. Wir haben, da wir die meisten Erfahrungen speichern können das höchste Denken. Denken entsteht also aus lernen. Denken kann auch nicht aus der Sprache entstehen, da wir erst richtig reden können, wenn wir vorher gedacht haben. Wie jedoch das Denken "genau" entsteht kann ich nicht erklären.
Gruß
Sehos
Hyperion
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 623

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 19:19:44    Titel:

Ich habe mir mehrfach versucht zu überlegen, wie es ist, ohne Sprache zu denken. Ich kann es nicht. Denn jedesmla, wenn ich bewusst über eine Sache nachdenke, wenn ich mich also nicht erinnere oder etwas fühle, sondern bewusst denke, denke ich in Worten. Allerdings kann ich mich nicht beobachten, wenn ich unbewusst denke, quasi nebenbei. Daher weiß ich nicht, wie das ist. aber meine Meinung zum Denken ist, dass es durch die Sprache so ist, wie es ist, dass es durch sie so weit entwickelt wurde und dass wir uns mit abstrakten Gegenständen beschäftigen können durch sie. Und umgekehrt. Wie so oft korrelieren diese beiden miteinander und entwickeln sich gegenseitig.
Sethos_der_Erste
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Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 12:00:52    Titel:

Haste nie in Bildern gedacht? Ich habe öfters bildliche Vorstellungen von einem Ereigniss. Unser unbewusstes Denken nimmt übrigens den größten Raum des Denkens ein. In unserem Kopf passieren so ziemlich viele Dinge, die mit unserem Geist, unserem Empfinden und auch unserer Umwelt zusammenhängen. Der Affe denkt nur mit Bildern und mit Erlebnissen. Was er verarbeitet hat kommt wieder in ihm hoch. Dazu kann die Sprache nicht vor dem Denken entstehen, da wir sonst nie wissen würden, was wir sagen sollen. Doch wie dieses unbewusste denken aussieht weiß man noch nicht.
Funky <3 Anika
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Anmeldungsdatum: 08.06.2006
Beiträge: 49
Wohnort: Neumünster

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 17:10:59    Titel:

Ich denke Philosophie ist hier etwas falsch da es sich hier ja längst um ein festes Thema handelt

Es gibt schon viele Bücher und Filme über die Weise des menschlichen denkens

Lustig ist man kann auch denken ohne es wahrzunehmen Rolling Eyes
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