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Mathematik oder Informatik?
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Kai2
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Anmeldungsdatum: 26.09.2005
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 21:38:06    Titel: Mathematik oder Informatik?

Hey,
ich bin mir unsicher, ob ich Mathematik oder Informatik studieren soll.
Mir hat in der Schule Mathe sehr viel Spaß gemacht. War einer meiner beiden Lks und habe dort immer so 14 Punkte rum gehabt (auch in der Abiprüfung). Informatik hatte ich leider nie gewählt (was ich im Nachhinein bedauer).
Ich weiß nicht so recht, ob mir ein reines Mathestudium nicht zu theoretisch wird, da der Bezug zur Realität angeblich oft fehlen soll.
Dies würde für ein Informatikstudium sprechen.
Dort ist Mathe auch ein großer Baustein, aber durch das Programmieren von Programmen und "schrauben" an Pcs wird ein Realitätsbezug sichtbar. (Allerdings bin ich handwerklich eher ungeschickt Razz Muss man dafür besonders geschickt sein?)
Ich schwanke nun zwischen beiden Studiengängen.

Wisst ihr vlt in welchem man nach dem Studium eher eine Chance auf eine Arbeitsstelle hat? Oder wo man später im Durchschnitt mehr verdient?

MfG Kai
hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1858

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 21:52:23    Titel:

Schau doch mal Mathematik mit Schwerpunkt Informatik an. So hast du alle deine Interessengebiete abgedeckt.
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2006 - 21:56:47    Titel:

Oder umgekehrt Info mit Nebenfach Mathe.
Legend
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Anmeldungsdatum: 09.07.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2006 - 09:48:12    Titel:

Ich glaube aber wenn es dir um den Praxisbezug geht, wirst du mit Informatik auch nicht glücklicher als mit Mathematik.

Programmieren - ein vergleichsweise kleiner Teil.
An PCs schrauben?? An der Uni wohl kaum!
Kai2
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Anmeldungsdatum: 26.09.2005
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2006 - 11:13:54    Titel:

Zu praktisch soll das ganze auch nicht werden Smile
Wie schon erwähnt, bin ich nicht sonderlich geschickt in solchen Dingen Sad

Aber wenn ich in einer Informatikvorlesung etwas gesagt bekommen, weiß ich doch wofür es gut ist. Oder?

Wenn man bei einer Mathevorlesung einen Beweis nach dem andern herleitet, fragt man sich doch: Was bringt mir das alles für den späteren Beruf?
Bei Informatik ist das ja klarer strukturiert. Wenn ich etwas über das Programmieren lerne oder über den Aufbau von Pc, kann ich mir in etwa vorstellen, wie ich das später im Beruf anwenden kann...
So meinte ich das eigendlich, ich bin also froh, wenn ich selber nicht viel praktisches machen muss, ich möchte mir nur vorstellen können, was es mir für später bringt...

Da ich aber eigendlich beides gerne studieren würde, werde ich wirklich eins als Hauptfach und eins als Nebenfach nehmen.
De Frage ist nur was nehme ich als Hauptfach.
Mit Informatik als Hauptfach werde ich wohl später in irgend einer Softwarefirma arbeiten und mit Mathe vlt bei einer Versicherung... es gibt dann also deutliche Unterschiede im Tätigkeitsbereich.

Da ich mich nicht so recht entscheiden kann, was ich lieber machen würden, würden mir sicherlich einige Fakten helfen.

Findet man als Informatiker eher eine Stelle, oder eher als Mathematiker?
Ich selbst habe im "Studienführer - die Zeit" angaben von 2001 gefunden.
95,5% der Informatiker haben eine Stelle gefunden mit einem Jahreseinstiegsgehalt von 45000€.
90,3% der Mathematiker haben eine Stelle gefunden mit einem Durschnitsgehalt von 40000€.

Die Zahlen sind aber von 2001, also nicht sehr neu. Und gerade in Informatik hat sich das bestimmt wieder geändert, da ja die sogenante Boomphase jetzt schon längere Zeit vorbei ist...
Kennt jemand neuer Zahlen?
kiwi_if
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 1113

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2006 - 11:36:18    Titel:

Kai2 hat folgendes geschrieben:

Bei Informatik ist das ja klarer strukturiert. Wenn ich etwas über das Programmieren lerne oder über den Aufbau von Pc, kann ich mir in etwa vorstellen, wie ich das später im Beruf anwenden kann...

sowas lernst du in einem informatik-studium nicht .... programmieren bringt man sich selbst bei, in den vorlesungen wird nur die theorie gelehrt
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2006 - 12:09:15    Titel:

Kai2 hat folgendes geschrieben:
Wenn man bei einer Mathevorlesung einen Beweis nach dem andern herleitet, fragt man sich doch: Was bringt mir das alles für den späteren Beruf?


Als Mathematikstudent habe ich mir diese Frage noch nie gestellt. Ist wohl besser so Wink
Zur Frage: Info ist weniger Mathe als Mathe, je nach Uni mehr oder weniger. Wenn man nicht gerade Theoretische Info macht, ist es sehr deutlich weniger Mathe.

sD.
micro4
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Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2006 - 20:25:12    Titel:

An einer Hochschule lernt man grundsätzlich nicht, an PCs herumzuschrauben. Man lernt auch nichts über konkrete Anwendersoftware wie Microsoft Windows, Word oder ähnliches. In unserem Semester waren einige, die kaum einen Rechner bedienen konnten, man muss nicht mal selbst einen PC besitzen, um Informatik zu studieren (na ja, theoretisch jedenfalls). Nebenbei lernt man natürlich auch, den Rechner zu bedienen, aber die Inhalte des Studiums sind universell: Z.B. wie Betriebssysteme generell arbeiten, egal ob sie Windows, UNIX oder sonstwie heißen. Man lernt über Rechnerarchitektur, aber nichts über konkrete Hardware. Man lernt über Algorithmen und Datenstrukturen, Automatentheorie, Künstliche Intelligenz, Funktionale und Logische Programmierung, Theoretische Informatik, Software-Engineering und vieles mehr (siehe Studienpläne der Informatik-Fachbereiche der Hochschulen). Man lernt einige Programmiersprachen (in meinem Fall waren darunter C, Java, Smalltalk, irgendein Apple-Assembler, Scheme, Prolog und irgendwelche Sprachen zur Prozesssteuerung oder Robotersteuerung, wenn ich jetzt nichts vergessen habe). Das Ziel ist aber auch hier nicht, konkrete Programmiersprachen zu lernen, sondern einen in die Lage zu versetzen, jede Sprache zu lernen, denn eigentlich sind alle ähnlich und unterscheiden sich hauptsächlich in der Syntax und in gewissen Paradigmen.

Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse in der Schule und kann aus meiner Erfahrung mit Hochschulen zwei Dinge sagen:

- Ich habe mal angefangen, an der Uni Physik zu studieren (was auch sehr viel Mathe beinhaltet) und nach zwei Semestern abgebrochen. Man muss von Anfang an ständig mit n-dimensionalen Integralen, Differentialgleichungen, Ein- und Ausschwingvorgängen u.v.m. herumjonglieren. Das war alles sehr viel abgehobener als der Schul-LK und durch Mangel an Interesse und Praxisbezug für mich langweilig und hat mich überfordert.

- Dann habe ich an einer FH (die sich jetzt nicht mehr FH sondern Hochschule für Angewandte Wissenschaften schimpft) Informatik studiert und das problemlos in den vorgesehenen 8 Semestern durchgezogen und daran viel Spaß gehabt. Auch hier wurde viel Theorie auf hohem Niveau geboten, eigentlich wie in Physik, aber für meinen Geschmack interessanter und mit ein bisschen, aber nicht zuviel, Praxisbezug. Einige Fächer hatten zugehörige Praktika, und ein Semester verbrachte man in einer Firma, wo man ein Thema bearbeitete und eine Semesterarbeit darüber schrieb.

Im Informatikstudium an der Uni fehlen vermutlich die Praktika und das Praxissemester, dafür ist selbständigeres Arbeiten gefragt und bestimmte Dinge gehen wohl etwas mehr in die Tiefe. An der FH ist der Ablauf des Studiums etwas fester vorgegeben (was ich ganz positiv fand), obwohl man auch Wahlfächer hat.
Nomex
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 10:38:29    Titel:

micro4 hat folgendes geschrieben:

Ich hatte Mathe und Physik als Leistungskurse in der Schule und kann aus meiner Erfahrung mit Hochschulen zwei Dinge sagen:

- Ich habe mal angefangen, an der Uni Physik zu studieren (was auch sehr viel Mathe beinhaltet) und nach zwei Semestern abgebrochen. Man muss von Anfang an ständig mit n-dimensionalen Integralen, Differentialgleichungen, Ein- und Ausschwingvorgängen u.v.m. herumjonglieren. Das war alles sehr viel abgehobener als der Schul-LK und durch Mangel an Interesse und Praxisbezug für mich langweilig und hat mich überfordert.


Ich will dir bestimmt nicht auf die Füsse treten, aber was kann man konkret mit Fleiss erreichen? Ich selbst studiere an der FH ("Hochschule"), überlege aber an die Uni zu wechseln(Informatik). Mathe war auch schon in der Schule nicht so mein Ding; Informatik macht mir vom Studium her sehr viel Spass, allerdings reizen mich insbesondere die theoretischen Fächer (Theoretische Informatik Wink ) und deswegen die Überlegung.
Natürlich habe ich unheimliche Angst an der Uni zu versagen und dann wieder zurückwechseln zu müssen - nicht nur das man es nicht geschafft hat, sondern auch die verlorene Zeit... deshalb die Frage mit dem Fleiss.
Ich denke das mir da wohl am besten die Mathe Studenten was dazu sagen können: Gibt es auch Mathe-Studenten die sich rein durch Fleiss über Wasser halten? Oder Info Studenten die Erfahrungen in der Richtung gesammelt haben?
An der Uni würden mich 2 harte Mathe Prüfungen erwarten(zu den "leichten" wie Numerische Mathe sowie Wahrscheinlichkeit und Statistik): Lineare Algebra und Höhere Mathe (jeweils 1 und 2).... von daher macht Mathe schon einen gossen Anteil des Grundstudiums aus....
rotschl
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Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 646

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 13:01:56    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Kai2 hat folgendes geschrieben:
Wenn man bei einer Mathevorlesung einen Beweis nach dem andern herleitet, fragt man sich doch: Was bringt mir das alles für den späteren Beruf?


Als Mathematikstudent habe ich mir diese Frage noch nie gestellt. Ist wohl besser so Wink
Zur Frage: Info ist weniger Mathe als Mathe, je nach Uni mehr oder weniger. Wenn man nicht gerade Theoretische Info macht, ist es sehr deutlich weniger Mathe.

sD.


Dann solltest du mal Mathematik anwenden. Mathematik hat unglaublich viele Anwendungsbezüge und Beweise sind sehr wichtig. Zum ersten klärt man damit die Möglichkeit, deckt Restriktionen auf. Sicherlich ist es uninteressant etwas bewiesenes nochmal zu beweisen, aber bei der Anwendung gibt es häufig Abweichungen und dann musst du klären ob es dann immer noch möglich ist. Bei Optimalitätsproblemen spielt die Beweisführung natürlich auch eine gewichtige Rolle (ist es denn optimal).
Nur weil BWL/VWL/Wirtschaftswissenschaftler nach Rezept rechnen heißt es noch lange nicht, dass das so in Ordnung ist. Man sieht auch an der niedrigen Qualität der Veröffentlichungen im Quantitativen Bereich von dieser Gruppe (selbst von guten Unis), dass da noch erheblich defizite vorhanden sind und überhaupt kein problembewusstsein existiert (selbst in journals mit referees).
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