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Studentenjob
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Studentenjob
 
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Wilson77
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Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 11:03:53    Titel:

Ich muss sagen, dass ich nie große Probleme hatte, einen Arbeitsplatz zu finden. Mein Ausbildungsplatz habe ich damals gleich nach meiner ersten Bewerbung bekommen. Das aber wohl nur, da ich bei der Firma bereits mein Schulpraktikum gemacht habe und die ganz zufrieden mit mir waren.
Aber auch danach musste ich nie wie andere Leute z.B. 100-200 Bewerbungen verschicken. Bei einer Firma bin ich sogar einfach mal persönlich reingeschneit und habe gefragt ob die nicht noch jemanden brauchen würden. Bin dann gleich zum Chef reingwunken worden, ein bisschen gequatscht und hatte den Job.Aber gut, das waren alles Jobs aus dem handwerklichen Bereich. Da kann man auch mal persönlich vorbeikommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei den Firmen, bei denen Du arbeiten möchtest, gerne gesehen ist. Aber vielleicht bist Du Dir ja nicht zu schade mal körperlich zuzupacken. Schlecht verdient habe ich in den ganzen Jobs jedenfalls nie. Und man hat auch nicht so ätzende Arbeitskollegen, wie manchmal in kaufmännischen Bürojobs, wo Mobbing usw. zum Alltag gehören und jeder sich selbst der nächste ist.

Wenn Du flexibel bist, frag mal in den örtlichen Kneipen. Die suchen oft studentische Aushilfskräfte zum Bedienen. Ist zwar kein Hammerverdienst, aber viele machen das gerne. Besonders Menschen, die gerne unter anderen Menschen sind. Nicht selten lassen sich so auch soziale Kontakte knüpfen. Wenn man freundlich ist, bekommt man auch immer schön Trinkgeld. Und damit (gutaussehende Frauen haben da größere Vorteile Smile ) steigt Dein Stundenlohn auch gleich um 1-2€.

Suche Dir einen Job, der Dich interessiert und versuche das in Deiner Bewerbung auch zum Ausdruck zu bringen. Viele Menschen suchen nur einen Job aufgrund des guten Verdienstes und genauso sieht auch ihre Bewerbung aus. Standardisierte Phrasen ohne Inhalt, die im Vorstellungsgespräch oft entlarvt werden.
Und falls Du irgendwo zum Vorstellungsgespräch eingeladen sein solltest, kann ich Dir eines sagen: Man verkauft niemanden besser als sich selber! Ich will mich jetzt nicht in den Himmel heben, aber ich denke, dass ich viele Jobs aufgrund meiner Fähigkeit, mit anderen Menschen umgehen zu können (auch wenn vielleicht der ein oder andere Forenuser hier nicht dieser Meinung sind Smile ), bekommen habe. Sympathie wird oftmals unterschätzt und viele meinen, dass sie im Bewerbungsgespräch mit zurechtgelegten Antworten am besten fahren würden aber keinen Mucks sozialer Kompetenz ausstrahlen. Dann wundern sie sich, dass sie den Job nicht bekommen. Und dabei sei doch alles so gut gelaufen. Wer uns sympathisch ist und wer nicht, wird von unserem Unterbewusstsein entschieden und oftmals sind wir uns nichtmal im Klaren darüber. Gerade die Körpersprache sagt mehr über uns aus, als das gesprochene Wort.

Aber Softskills haben mittlerweile nicht zu Unrecht einen sehr hohen Stellenwert erhalten. Leute mit Führungsqualitäten, diplomatischem Geschick, Geduld, Durchsetzungsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, usw. sind gefragter denn je. Gerade Leute, bei denen keine Eigenschaft zu stark hervortritt. Die also Geduldig aber nicht zu nachgiebig, Führungsqualitäten haben aber nicht zu monarchisch, fleißig aber nicht besessen sind, usw. Du verstehst was ich meine?

So, genug geschrieben für's erste.

It's your turn!
Octavian
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Anmeldungsdatum: 08.03.2006
Beiträge: 1857
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 11:29:34    Titel:

Das mit der Sympathie kann ich definitiv unterstreichen, das is total wichtig, dass die dich von Anfang an leiden können, weil du nicht verkrampft bist und dich auch mal zu einem Lächeln oder einem lustigen Kommentar hinreißen lässt.

Bei meinem Gruppeneinstellgespräch hatten die plötzlich die Namensschilder getauscht, was sich nachher als eine Art Vorauswahl darstellte und mir auch gleich so schien. Ich komme halt mit den 9 anderen durch die Tür und finde meine Namensschild nicht mehr, weil die Säcke das halt woanders hingestellt hatten. Da hab ich halt mal in die Runde gefragt: "Ähm, hat einer von euch so'n Schild (-> Armbewegung die auf Größe und Form schließen lässt) gesehen, wo [mein Name] drauf steht?" Da hat dann so'n Knaller in die Richtung geschaut und ich sagte, als ich's dann gesehen hab: "Oh, na da nehm doch einfach mal das ...".

Das hat mir sicher keiner übel genommen, war ja auch irgendwie eher komisch. Wink

Wenn ein Chef z.B. einen top qualifizierten Bewerber vor sich sitzen hat, wie es ihn auf dem Markt kaum gibt, er diesen aber am Vortag im Bett mit seiner Frau (Frau des Chefs) erwischt hat, dann lässt er ihn trotzdem abtretern und nimmt einen anderen.
Ein Beispiel aus der Realität: Eine von HR hat uns erzählt, dass sie mal einen top Bewerber aus England hatten, der Praktikanten wohl nicht leiden konnte und auch sehr arrogant war. Der wurde gefragt, was er denn mit Praktikanten machen würde, wenn sie Fragen hätten und er sagte wohl wörtlich: "I'm gonna shoot them." -> bringt natürlich keine Punkte, erst recht nicht, wenn die Frau, mit der er spricht eine Praktikantin ist, was sie damals noch war.
Wilson77
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Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 12:10:23    Titel:

Octavian hat folgendes geschrieben:
"I'm gonna shoot them."

Ein bisschen Schmunzeln musste ich da schon Smile . Das war vielleicht dieser schwarze, englische Humor, der oftmals falsch verstanden wird. Aber es kommt ja drauf an, WER das sagt und vor allem WIE er es sagt. Manchen Leuten würde ich den Spruch nicht übelnehmen, weil ich weiß, dass sie es nicht so meinen.

Mein Bruder und andere Bewerber mussten mal in einem Vorstellungsgespräch eine Art Rollenspiel spielen. Jeder musste eine bestimmte Persönlichkeit verkörpern (ich weiß nicht mehr, ob man sich selber eine ausdenken konnte oder ob sie zugeteilt wurde. Mein Bruder war Albert Einstein). Man befand sich mit allen Bewerbern in einem abstürtzenden Flugzeug aber es war nur ein Fallschirm an Board. Nun mussten alle Bewerber so argumentieren, dass irgendjemand diesen Fallschirm freiwillig überlassen bekam. Mein Bruder hat den Fallschirm bekommen - nur den Job nicht Very Happy
Im Nachhinein denke ich mir, ob vielleicht gar nicht darauf ankam, den Fallschirm zu bekommen.
Auf jeden Fall ging es auch irgendwie um soziale Kompetenzen. Fand den Test irgendwie sehr originell und es interessiert mich immer noch, wie man sich da am besten hätte verhalten müssen.
FHRler
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Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 18:24:49    Titel:

Wilson77 hat folgendes geschrieben:
Mein Bruder und andere Bewerber mussten mal in einem Vorstellungsgespräch eine Art Rollenspiel spielen. Jeder musste eine bestimmte Persönlichkeit verkörpern (ich weiß nicht mehr, ob man sich selber eine ausdenken konnte oder ob sie zugeteilt wurde. Mein Bruder war Albert Einstein). Man befand sich mit allen Bewerbern in einem abstürtzenden Flugzeug aber es war nur ein Fallschirm an Board. Nun mussten alle Bewerber so argumentieren, dass irgendjemand diesen Fallschirm freiwillig überlassen bekam. Mein Bruder hat den Fallschirm bekommen - nur den Job nicht Very Happy
Im Nachhinein denke ich mir, ob vielleicht gar nicht darauf ankam, den Fallschirm zu bekommen.
Auf jeden Fall ging es auch irgendwie um soziale Kompetenzen. Fand den Test irgendwie sehr originell und es interessiert mich immer noch, wie man sich da am besten hätte verhalten müssen.


Diese Aufgabe ist so alt, wie es Assessmentcenter gibt.
Mittlerweile gibt es die Aufgaben in verschiedenen Varianten, wo auch immer irgendetwas abstürzt und durch Zufall jedesmall nur ein Fallschirm da ist.
Langsam wird es langweilig...

Das schwierigste an solchen Aufgaben ist, da man nicht weiß, welche Fähigkeit bzw. welche Eigenschaft die AC-Veranstalter am Bewerber ergründen möchten.
Außerdem ist es meist so, dass mit den verschiedenen Aufgaben geprüft wird, ob ein Bewerber bei einer anderen Aufgabe "geschummelt" also sich verstellt hat.
Ansich ist ein AC ganz einfach.
Man muss nur wissen, was die AC-Veranstalter testen möchten.
sica
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Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 12:34:41    Titel:

Hey, ich brauch mal einen Rat! Hatte eben eine Stunde lang Vorstellungsgespräch, lief super und ich werde wohl genommen eben auf 400 Euro Basis neben dem Studium! Problem: Verdienst! 5 Euro die Stunde... sehr wenig wie ich finde! Das macht dann 2 1/2 Tage die Woche, 80 Stunden im Monat um auf 400 zu kommen! Die Tätigkeit ist wirklich nicht allzu schwer, Regale einräumen, Verkauf, Kasse... aber der Lohn... sagt mal eure Meinung bitte!
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 12:38:52    Titel:

Ich würde nicht für 5€ arbeiten gehen. Das ist keine Arroganz; es gibt genug Jobs, in denen man mit 8€ anfängt. Mit ein Bisschen Glück sind je nach Einsatzgebiet auch >10€ möglich. Such dir was besseres und lass dich nicht ausbeuten. Ich hab mit 14 für das Auffüllen von Regalen 10 Mark pro Stunde bekommen, das war seinerzeit mehr als die 5€ heute. Das ist doch Verarsche.
sica
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Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 91

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 13:41:23    Titel:

Ich find's ja auch zu wenig! Gespräch ging eine Stunde und dann präsentiert er mir das Gehalt... Sad soll nochmal zum Probearbeiten kommen (kostet die ja auch nix)! Ist schon blöd, hätt gern da gearbeitet, aber die lausigen fünf Euro lassen mich nun echt verzweifeln! Hab zum Glück Dienstag noch in anderem Geschäft, da setz ich jetzt mal meine Hoffnung drauf! Wo liegt den so das Durchschnittsgehalt für 400 Euro Job?!?
Octavian
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Anmeldungsdatum: 08.03.2006
Beiträge: 1857
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 15:10:08    Titel:

Ich kenne genug Leute, die haben schon während der Schulzeit an der Kasse gesessen und sind mit >7 € eingestiegen, auch auf Basis von Geringfügig Beschäftigten,ode so. Die waran auch paar Tage in der Woche da und haben ihre Studnden gemacht. Einige machen das auch jetzt noch, weil sie nix gefunden haben, oder neben dem Studium noch was verdienen wollen. Ich hab für 6e gearbeitet, allerding volle Monate, da hat man dann auch mehr. An der Kasse wöllte ich irgendwie nicht wirklich sitzen, geht sicher auch auf den Rücken.

Wenn du meinst, der Job bringt dir irgendwelche Erfahrungen, die du bei einem anderen, besser bezahlten nicht hast, dann kannst du's ja trotzdem machen. Aber das wird wohl beim Regale einräumen nicht der Fall sein. Wenn ich nix anderes finden würde, dann würde ich's an deiner Stelle machen, bis sich was lukrativeres findet. Du kannst ja nebenbei trotzdem weiter nach sowas suchen. Geld ist Geld ... und das stinkt nicht.Wenn du nix anderes hast, dann mach's halt. Es gibt genug Zeitarbeiter, die sich nicht auf Kosten anderer ausruhen und nicht viel mehr davon haben. Die gehen für 6€, haben davon Netto ca. 4,50 - 4,60 raus, was am Monatsende ca 700 macht. Das is auch nicht die Welt und im Prunk lebt man da nicht, aber wenn halt nix anderes is, dann is halt nix....
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 17:56:43    Titel:

Ich find die Bezahlung von 5 Euro auch nicht gerechtfertigt, aber es scheint immernoch viele Leute zu geben die das machen (müssen) wenn sie nichts anderes finden. Schau besser dass du was anderes bekommst, 5 Euro wären dann die absolut letzte Möglichkeit.

Ich arbeite derzeit (Vollzeit also 40-Stunden-Woche) auf einfacher Büroaushilfenbasis für ca. 10 Euro die Stunde was ich gerade richtig finde.
polity_x
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2006 - 18:30:23    Titel:

Nun, ich würde mal die Füße still halten. In einigen Regionen Deutschlands sind Jobs für Minderqualifizierte in diesem Lohnniveau angesiedelt - das entspricht nun einmal der Marktlage. Sicher, für € 10 in einem Büro den Springer zu spielen kann das Ego polieren, jedoch denke ich nicht, dass man in einer anderen Region mehr als € 7 dafür rausholen könnte. Finden Sie sich damit ab, es gibt ein Lohngefälle innerhalb Deutschlands.
€ 5 mögen Ihnen wenig erscheinen. Schön. Wenn Sie sich zu fein sind, für € 5 zu arbeiten, dann lassen Sie es. Es zwingt Sie ja niemand dazu.
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