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Kurdische Schüler aus Deutschland entführt
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Magnificient
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Anmeldungsdatum: 20.07.2005
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BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 08:31:01    Titel: Kurdische Schüler aus Deutschland entführt

Kurdische Schüler aus Deutschland entführt - Kanonenfutter für die PKK ?

Video::

http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_1303251.html

Die Verhaftung von Kurdenführer Öcalan und das Tauziehen um seine Auslieferung heizt die Diskussion um seine Straftaten und um die illegale kurdische PKK in Deutschland an. Neueste Erkenntnisse: Die PKK rekrutiert minderjährige kurdische Schüler aus Deutschland für den bewaffneten Kampf in der Türkei.
In Deutschland verschwinden Kinder, scheinbar spurlos. Kommen sie nicht mehr zur Schule, und werden ihre Eltern gefragt, gibt es zur Antwort: "Wir wissen nicht, wo die Kinder sind, aber wir wissen: es geht ihnen sehr gut!" Damit gibt sich der deutsche Amtmann zufrieden, vielleicht verschickt er noch ein Bußgeld wegen Unterrichtsboykott, aber danach geht er zur Tagesordnung über.
Bei diesen Kindern und Eltern handelt es sich um Kurden, von denen etwa 400.000 in Deutschland leben. Drangsaliert, bis hin zum Kindesraub, werden sie von der PKK, der kurdischen Arbeiterpartei mit Abdullah Öcalan an der Spitze.
Den Kontraste-Autoren René Althammer, Anja Dehne und Florian Mees-mann ist es gelungen, nach langwierigen Recherchen Einblick in die Praktiken der PKK zu bekommen.


Samstag nachmittag in einem Hinterhof in Berlin-Kreuzberg. Kurden feiern 20 Jahre PKK. Hier verehren alle Abdullah Öcalan, ihren Führer. An den Wänden, Fotos von Angehörigen, die im Kampf der PKK umgekommen sind. Sie werden als Märtyrer gefeiert.
Viele hier sind erst vor kurzem aus Rom zurückgekehrt. Dort haben sie für die Freilassung Öcalans demonstriert.
In Deutschland soll ihm auf keinen Fall der Prozeß gemacht werden.

Kurde
"Ob die Kurden gewalttätig würden, das glaube ich schon, denn Öcalan ist unsere Sonne und wir lassen uns unsere Sonne nicht löschen , er ist unsere einzige Chance unsere Zukunft zu gestalten."

Eine Schweigeminute für die im Kampf der PKK Gefallenen. Dieser Kulturverein gilt als Tarnorganisation der PKK, der seit 1993 in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans. Straff und stalinistisch organisiert. Eine Kaderpartei mit Adullah Öcalan an der Spitze. In Deutschland soll Öcalan mehrfach die Liquidierung von Kritikern befohlen haben. Das wirft ihm die Bundesanwaltschaft in einem Haftbefehl vor.

Einer, der es gewagt hat, in einem Buch die PKK und Öcalan zu kritisieren, muß in Deutschland im Untergrund leben: Selim Cürükkaya. Auch gegen ihn existiert ein Todesbefehl.

Selim Cürükkaya
"Meine Kritik richtet sich hauptsächlich dagegen, daß es absolut keine demokratischen Strukturen gibt. Es wird 100prozentig antidemokratisch verfahren. Alles hängt ausschließlich von einer einzelnen Person, von Öcallan, ab und alle anderen Mitglieder der PKK hängen wie Jünger von diesem Führer ab. Die Organisation arbeitet so hierarchisch, daß auf Fingerzeig Öcallans jede erdenkliche Art von Verbrechen begangen werden kann. Seit er Mitte der 80iger Jahre die alleinige Führung übernommen hat, ist die Organisation für mich höchstens mit einer Sekte oder auch mit einer Art Mafia zu vergleichen."

Mit welch skrupellosen Methoden die PKK arbeitet, zeigt sich auch hier:
Celle, 70.000 Einwohner, eine Stadt in Niedersachsen. Hier leben 2.500 Kurden. Celle gilt als Hochburg der PKK in Deutschland. Seit mehr als drei Monaten werden drei kurdische Mädchen vermißt. Zwei von ihnen an der Neustadtschule.
Die Klasse 8a: Nach den Sommerferien kommt Gülseren - eine der beiden - nicht zur Schule, das Mädchen fehlt unentschuldigt.

Beate Scholz, Lehrerin
"Dann habe ich bei den Eltern angerufen und sie haben eben gesagt, daß Gülseren nicht da ist. Am nächsten Tag haben wir uns in der Schule verabredet und da hab ich dann erfahren, daß sie von zu Hause weggegangen ist."

Für die Lehrerin unverständlich. Auch die Mitschüler können sich nicht erklären, warum ihre Klassenkameraden nicht mehr da ist.

Mitschülerin
"Sie hat eigentlich immer gut von ihrer Familie gesprochen und sie mochte ihre Familie sehr , hat sie mir auch erzählt und sie wollte von zu Hause eigentlich nie weg."
Mitschülerin
"Das hätte ich auch von ihr nie erwartet, daß sie abhaut, sie hat die Schule gemocht, glaube ich."

Die Altstadtschule in Celle: Auch hier fehlt seit den Sommerferien ein Mädchen. Sewin Uca, 15 Jahre alt. Auch hier wissen die Lehrer nicht, warum das Mädchen fehlt. Von den kurdischen Eltern haben sie nichts erfahren.

Norbert Wabnitz, Schuldirektor
"Die Eltern halten sich im Allgemeinen sehr bedeckt und wollen nicht zuviel preisgeben, weil sie wohl auch den Druck der Gemeinschaft fürchten."

Die kurdische Gemeinschaft schweigt: Nur einer von ihnen hat das Tabu gebrochen. Kontraste liegt eine schriftliche Aussage vor: Sie belegt, die Jugendlichen sind in einem Lager der PKK verschwunden.
Zitat
"Derjenige der die Kinder weggebracht hatte, sagte den Eltern: "Eure Kinder wollen Euch nicht mehr sehen" und "Stellt Euch nicht so an, ihr opfert doch nur ein Kind für die PKK, für ein freies Kurdistan."

Die PKK rekrutiert Minderjährige für den Befreiungskampf. Kein Einzelfall. Das bestätigt auch der Verfassungsschutz.

Rüdiger Hesse, Verfassungsschutz Niedersachsen
"Die Parteiführung erteilt Vorgaben für die einzelnen Regionen, für die einzelnen Bezirke der PKK. Wir hier in Niedersachsen gehören zu der Region Nord. Die PKK - Führung hatte die Vorgabe gegeben, 100 Kinder, Jugendliche zu finden und in die Ausbildungslager zu schicken."

Frage
"Und diese Zahl ist erfüllt worden?"

Antwort
"Da haben wir keine Einzelheiten wie hoch die Erfolgsquote war, aber es ist auf jeden Fall sehr viel höher als die Zahlen, die jetzt zur Zeit öffentlich diskutiert werden."

Bundesweit sollen es einige hundert minderjährige Jugendliche sein, die Jahr für Jahr im Ausland verschwinden.

Für die Celler Mädchen beginnt die Reise hier am deutsch-kurdischen Freundschaftsverein. Die Fahrt geht in ein Sommerferienlager der PKK in den Niederlanden - für zwei Wochen, wie es heißt. Doch die Mädchen kehren nicht zurück. Statt dessen ein Telefonanruf bei den Eltern. Nach Hause wollen sie nicht, wo sie sind, das dürfen sie nicht sagen.

Rüdiger Hesse, Verfassungsschutz Niedersachsen
"In diesen Lagern die konspirativ entweder auf abgelegenen Campingplätzen oder in Kellergeschossen oder in Bauerngehöften stattfinden, werden die Jugendlichen auf den Kampf ideologisch - theoretisch vorbereitet, die tatsächliche Kampfausbildung erfolgt dann in Kurdistan."

Mit Propagandavideos wie diesem vermittelt die PKK den Jugendlichen ein romantisches Bild von einem blutigen Krieg. Zusammengehörigkeit im Kampf um die kurdische Heimat. Propaganda, die wirkt. Eine diffuse Mischung aus ideologischer Verklärung und Unterdrückung - die Strategie der PKK, die auch bei Kurden in Deutschland ankommt.

Gestern in Hannover: Eine inszenierte Pressekonferenz mit den Eltern der vermißten Kinder. Sie rechtfertigen öffentlich das Verschwinden Ihrer Kinder in den Lagern der PKK:

Vater
"Meine Tochter ist 17 Jahre alt, sie ist freiwillig gegangen. Bei uns herrscht Krieg da gibt es keine Normalität weder hier noch in Kurdistan. Es geht um unsere Freiheit, um die Freiheit des kurdischen Volkes. Unter den Bedingungen des Krieges ist es normal, daß auch unsere Kinder kämpfen müssen."

Mehr dazu sagen möchte niemand. Die Eltern vermissen ihre Kinder. Doch keiner wagt es, seine wahren Gefühle öffentlich zu zeigen.

Selim Cürükkaya
"Die Kurden wissen, daß die kleinste Kritik an der Person Öcalans und seinen Strategien dazu führen kann, daß man bis zur Bewußtlosigkeit verprügelt wird oder sogar umgebracht wird, dafür gibt es genügend Zeugen aus der Vergangenheit. Deshalb ziehen es die Leute natürlich vor zu schweigen anstatt sich in Gefahr zu bringen.Niemand will das Risiko eingehen, getötet zu werden."

So sichert Öcalan seine Macht. Er steht unangefochten an der Spitze seiner Arbeiterpartei. Was Öcalan befiehlt, das wird ausgeführt. Auch in Deutschland. Liquidierungen, Brandanschläge, Rekrutierung von Minderjährigen - die Straftaten der PKK in der Bundesrepublik.

Vergangene Woche in Bonn:
Bundeskanzler Schröder und sein italienischer Amtskollege D'Alema entscheiden trotz deutschen Haftbefehls: Öcalan kommt nicht in die Bundesrepublik. Jetzt soll er vor ein internationales Gericht. Ob er dort verurteilt werden kann, ist rechtlich fraglich:

Prof. Dr. Felix Herzog, Strafrechtsexperte Humboldt-Universität zu Berlin
"Aus rechtlicher Sicht ist die Entscheidung der Bundesregierung deswegen problematisch, weil nicht zu erkennen ist, wer dieses Tribunal errichten soll, weil nicht zu erkennen ist, nach welchem Verfahrensrecht verhandelt werden soll, weil nicht zu erkennen ist, auf Grundlage welcher Rechtsordnung die Taten von Herrn Öcalan beurteilt werden sollen und weil letztendlich auch nicht zu erkennen ist, wo eine möglicherweise auszusprechende Strafe gegen Herrn Öcalan vollzogen werden könnte oder sollte."

Eine Strafe für Öcalan - für die PKK-Anhänger unter den Kurden in Deutschland undenkbar.
Trotz Terror und Unterdrückung: Für sie bleibt er der große Retter des kurdischen Volkes.


Die Bundesregierung will Öcalan den Italienern nicht abnehmen - trotz Haftbefehls der Bundesanwaltschaft. Bonn fürchtet, ein Prozeß gegen den "Führer" könnte eine Verlängerung des Schlachtfeldes zwischen Türken und Kurden in der Türkei hin nach Deutschland zur Folge haben. Ein solcher Verzicht auf Strafverfolgung ist möglich, wenn die Gefahr eines schweren Nachteils für die Bundesrepublik droht. Wiegt dieser mögliche schwere Nachteil schwerer als die Rechtsordnung?

Sollte Öcalan weiterhin die PKK befehlen, dann werden auch weiterhin Kinder verschwinden, darunter auch Kinder, die zusammen mit ihren Eltern zwar kurdischer Abstammung, die aber deutsche Staatsbürger sind. Aus Opportunität kann auch Opportunismus werden.

Ein Artikel von 1998

Das alles passiert in Deutschland immer noch !! Die Kinder werden einer Gehirnwäsche unterzogen !!
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
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BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 09:07:41    Titel:

Hast du Belege dafür, dass es immer noch passiert. Ansonsten lohnt es sich wohl kaum über einen 8 Jahre alten Beitrag zu reden...

Gruß
Pauker
kUmPaRaBLN
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 09:12:10    Titel:

Die deutschen Medien müssen endlich einsehen, dass die PKK eine gefährliche terroristische Organisation ist.

Das bedeutet auch, dass sie endliche aufhören müssen, von einer "Arbeiterpartei" zu schreiben oder dass diese Organisation Freiheitskämpfer wären, und dass alle kurdischstämmigen diese unterstützen würden, es gibt genügend die sich überhaupt nicht mit diesen Leuten identifizieren können.

Wir kennen das wahre Gesicht dieser terroristischen gefährlichen Organisation die sich hauptsächlich über menschenhandel, heroinverkäufe und schutzgelder finanziert.

Das Ziel der PKK ist nur der Terror sonst nichts.

...
Slayer
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Anmeldungsdatum: 20.09.2005
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 10:11:52    Titel:

Herr lass Hirn regnen
der_schnüffler
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Anmeldungsdatum: 03.06.2006
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2006 - 12:06:02    Titel:

Worüber soll sie sich bei der Unterdrückung jeglicher kurdischer Aktivitäten in der Türkei und anders wo finanzieren. Ich bin der Meinung, dass der Artikel wiedermal lediglich Propaganda gegen die PKK ist!
mit Naz
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 532

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 01:35:23    Titel:

......

Zuletzt bearbeitet von mit Naz am 12 Jan 2008 - 22:07:03, insgesamt einmal bearbeitet
y0141
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2006 - 00:00:56    Titel:

mit Naz hat folgendes geschrieben:
@Yilmaz_Güney


Die Türkei hat kein Kurdenproblem!
Das Problem, das die Türkei hat, basiert auf alle Menschen dort.

Wie jedem bekannt ist, oder es tun müsste, ist die Türkei ein Vielvölkerstaat. Und wenn irgenteine Minderheit oder eben ein Volk Anspruch auf einen Teil des Landes haben möchte, dann kann er auch so viel Terror machen, wie er will, Erde bekommt er innerhalb der türk. Grenze nicht!


Der Sinn der heutigen Republik Türkei ist eine Einheit zwischen diesen X-Völkern zu bilden. Wer dagegen antritt, kann sich schön auf den Weg wo andershin machen.

Unter dem Namen Türke (Türkei-Türke) muss jedem eines klar sein: Damit sind all die gemeint, dessen Vorfahren gemeinsam damals im 'Befreiungskrieg' der Türkei mitgekämft haben. Dieser Name ist ein Erbe ihrer Bemühungen an die Nachfahren.

Folgendes ist bei 'den Kurden' 'schiefgelaufen':
Durch die Gründung und Terrorisierung der PKK wurde das Volk (das Türkei- Türkische) verunsichert und nicht positiv ggü. Kurden, denn woher sollten sie wissen, welcher denn nun einer dieser PKK-Terroristen ist und wer nicht.

Die Sprache war nicht willkommen, was aber nicht heißt, sie wäre verboten. Das meinen ja viele.

Sie sollen aus ihren Dörfern 'verjagt' worden sein. Das stimmt nicht. Die türk. Regierun MUSSTE die Dorfbewohner von dort woanders hin 'bringen', denn dort gab 'buchten(?)' 'versteckte lager (?)' der PKK.

Was sollte sie sonst machen??


Es ist natürlich auch so, dass es heutzutage 'Kurden' gibt, die sich von der Türkei distanzieren, weil all dies geschehen ist. Aber man muss sich erst einmal klar machen, weshalb das so abgelaufen ist !!!

Es gab sicherlich auch unschuldige dabei, aber das wirds immer geben, auch wenn mir jetzt wieder paar entgegenkommen werden.

Wo ist die Unterdrückung? Wer etwas Köpfchen hat, wird wissen, warum dies all geschehen ist und sich nicht einer separatistischen, hinterhältigen und terroristischen Organisation anschließen.



Jeder in der Türkei darf seine Herkunft behalten (+Sprache etc), aber muss Respekt vor dieser Einheit: Türkei/türkische Sprache, dem Türkensein, sprich vor der Erbe unserer Vorfahren haben.

Sollte jemand so egoistisch sein und sich doch distanzieren wollen, dann sage ich nur: "Ciao Amigo"



@ mit Naz

Mir ist aufgefallen dass du in deinem Beitrag auf die "Fehler der Kurden" eingehst und nicht den Mut hast mal Gesicht zu zeigen, uns zu erzählen, wie es in der Türkei seit einigen Jahrzehnten zugeht. Entweder bist du mit der Geschichte nicht vertraut oder einfach Naiv. Nimm das nicht als Beleidigung, aber das ist nun mal mein erster Eindruck aus deinem Text heraus.



Aufklärungskurzfassung :

1. Die Türkei halte ich für eines der schönsten und interessantesten Länder der Welt. Vor allem der Südosten des Landes, überwiegend bewohnt von der kurdischen Bevölkerung.
(Abgesehen von der ganzen Armut in diesen Gebieten)

2. Die Hauspolitik der Türkei steht wiederum in krassem Gegensatz zur Schönheit dieses Landes (wobei wir hier erkennen müssen, dass Schönheit nicht vor Irrtum und Dummheit schützt..)

3. Die türkische Gesellschaft ist gespalten in

a) die kemalistisch-pro-militärische Grossstadtschickeria (passt nicht in die EU)

b) in den überwiegend konservativen bis ultranationalistisch-islamischen Block, welcher die Mehrheit darstellt (passt erst recht nicht in die EU)

c) in Minoritäten, welche systematisch um ihre politischen Rechte betrogen werden (die EU ist nicht Entsorgungsstätte für von der Türkei geknechtete Minderheiten)

Es ist nicht die Türkei, nämlich das Land und das türkische Volk, das ich oft heftig kritisiere : Es ist die türkische Staatspolitik, es sind politische Vertreter des ultra-rechtsnationalen und islamistischen Chauvinistenblocks, es ist der staatstürkische Umgang mit demokratischen Grundrechten, wozu man auch die Menschenrechte zählt. Es ist die Unterdrückung und Verfolgung der Intellektuellen und deren Meinung, es ist das Übel der Geschichtslügen und des absichtlichen Nicht-Eingeständnisses von historischen Verbrechen, etc..

Die viel zitierte Paranoia ist schon eher bei euch daheim : Zupft man euch am Hemd, ist man Türkenhasser, Rassist, xenophob ..

Man kennt das auch noch aus einer anderen Richtung und ist es allmählich leid. Mit anderen Worten : Man weiss um den trüben Gewissenhintergrund von Berufsstigmatisierern.

Im Übrigen wünsche ich mir sehr, dass die Türkei einen modernen, politisch zuverlässigen, also demokratischen und daher brauchbaren Weg einschlägt. Ihr etwa nicht ?

Nein, es ist nicht alles "schlecht, was die Türkei zu bieten hat. Doch leider operiert sich die Türkei selbst sukzessiv ins out.



Die wirtschaftlichen Entwicklungen sind das einzig Erfreuliche in der Türkei. Dass viele Türken demokratische Standards mit türkischem Augenmass beurteilen, spricht nicht unbedingt für deren Demokratie-Kenntnisse, geschweige denn -Reife.

Die Türkei ist eine einzige gleichgeschaltete Staatsmasse. Jede abweichende Meinung und Kritik an der Türkei wird mit Gefängnis und nationaler, ja gesellschaftlicher Ächtung beantwortet.

Die türkische Hampelmannregierung untersteht dem Diktat der türkischen Militärjunta, welche der Grossteil der (übrigens wenig demokratie-affinen) Bevölkerung auch noch unterstützt. Echte demokratische Kräfte in der Türkei gibt es nicht. Sie wurden systematisch mundtot gemacht und ausgerottet.

Die Türkei hat ihre Intelligenz vernichtet. Sie hat keine Stimme mehr. Ohne Kopf keine Stimme. So gesehen handelt die Türkei als Torso.


Kritik ist für viele Türken bereits Indiz für Hass. In Wahrheit hasst ihr Türken die EU. Die Türkei ist in nichts mit der EU zu vergleichen, (was durchaus nicht nur schlecht für die Türkei sein muss).

Mit keinem Beitrittsland wurden je derartig kontraproduktive Verhandlungen geführt. Die Türkei begehrt mit Feindlichkeit in den Absichten Einlass in die EU.
y0141
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2006 - 00:08:56    Titel:

@"mit Naz"


Zitat:
"Sie sollen aus ihren Dörfern 'verjagt' worden sein. Das stimmt nicht. Die türk. Regierun MUSSTE die Dorfbewohner von dort woanders hin 'bringen', denn dort gab 'buchten(?)' 'versteckte lager (?)' der PKK."

"Was sollte sie sonst machen??"


1987 wurde über elf kurdische Provinzen das Notstandsrecht ausgerufen; Unter den Bedingungen des Ausnahmezustands betrachteten die türkischen Sicherheitskräfte nahezu jeden Kurden als potentiellen Terroristen. Es wurden Anti-Terroreinheiten aufgestellt und die Sicherheitskräfte insgesamt massiv verstärkt, so dass bis 1990 ca. 200.000 Soldaten, 70.000 Polizeibeamte, 25.000 Dorfschützer und 1500 Anti-Terror-Spezialisten gegen 2500 PKK-Rebellen kämpften. Mit der Ausrufung des Ausnahmezustands begann die Zeit, in der die türkischen Kräfte mit brutalsten Maßnahmen die Bewohner kurdischer Dörfer deportierte, die der Unterstützung der PKK verdächtigt wurden, und ihre Häuser niederbrannte. Bis Ende 1997 wurden nach offiziellen türkischen Angaben 3100 Dörfer zerstört, wodurch mehr als 370.000 Menschen obdachlos wurden.


Zuletzt bearbeitet von y0141 am 07 Aug 2006 - 09:40:49, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2006 - 00:17:47    Titel:

@"mit Naz"


Die Türkei hat kein Kurdenproblem!
Das Problem, das die Türkei hat, basiert auf alle Menschen dort.



Achso....also doch kein Kurdenproblem?

Wie erklärst du uns dann wieso zur Zeit ca. 200.000 türkische Soldaten im Südosten der Türkei, also auf kurdischen Gebiet stationiert sind und kurz davor sind auch in den Nordirak einzumarschieren.

Die Kriegsmaschinerie läuft zur Zeit auf hochtouren. Das müssten die türkischen Mitbürger doch am besten wissen. Oder verfolgst du die türkischen Fernsehkanäle nicht?


Zuletzt bearbeitet von y0141 am 07 Aug 2006 - 00:21:59, insgesamt einmal bearbeitet
y0141
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2006 - 00:19:53    Titel:

edit: Doppelpost -Pauker-
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