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Hausarbeit StrR Fortgeschrittene-Prof.Kuhlen (Uni Mannheim)
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit StrR Fortgeschrittene-Prof.Kuhlen (Uni Mannheim)
 
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Kläger
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Anmeldungsdatum: 12.08.2005
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2006 - 15:13:18    Titel:

An Roy Snyder:

Ich muss zugeben, dass ich dich zunächst missverstanden habe. Du sagst ja, dass im Prinzip ein Näheverhältnis des Genötigten (=C) zum Geschädigten (= M) bei der Dreieckserpressung erforderlich ist und dass hieran aber keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind, jedenfalls aber mit dem BGH zu fordern ist, dass der Genötigte spätestens zum Tatzeitpunkt auf der Seite des Geschädigten stehen muss. Dies alles liegt im gegebenen SV ja auch vor. Nach deiner Auffassung bezog sich der Vorsatz von A und B aber nicht auf dieses Näheverhältnis, weil sie ja gar nicht wissen können, dass C hinsichtlich M schutzbereit ist, nachdem letzterer seinen Meister ja zuvor sogar selbst bestohlen hat.

Hierzu muss ich sagen, dass deine Lösung vers. Diebstahl in mittelbarer Täterschaft / Nötigung in der Tat richtig ist, wenn man das Näheverhältnis verneint. Meiner Ansicht nach kann man jedoch trotzdem davon ausgehen, dass A und B von der Schutzbereitschaft des C gewusst haben und zwar bei lebensnaher SV-Auslegung:
--> C hatte bei seinem DS nur einen sehr kleinen Betrag (5€) gestohlen,
jetzt geht es um das 30-fache (150€)
--> Warum sollte A dem C mit dem Messer drohen, wenn er davon aus-
geht, dass C kein Problem damit hat, den M zu schädigen ?
Natürlich spricht auch durchaus vieles für deine Auffassung. Letztlich sind die Anforderungen, die an das Näheverhältnis bei der Dreieckserpressung zu stellen sind, noch weitgehend ungeklärt (vgl. Rengier, BT 1, § 11 Rn. 19 f., 7. Aufl.). Gerade wenn man der Befugnistheorie folgt, würde man um dein Ergebnis m.E. nur sehr schwer herumkommen. Mir scheint deine Ansicht also durchaus vertretbar, wenn ich diesen Lösungsweg wohl auch selbst vielleicht nicht gewählt hätte. Aber das man selbst eine andere Lösung bevorzugt, heißt ja nicht, dass eine andere deswegen falsch ist.
Roy Snyder
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Anmeldungsdatum: 04.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2006 - 19:04:49    Titel:

Zitat:
--> Warum sollte A dem C mit dem Messer drohen, wenn er davon ausgeht, dass C kein Problem damit hat, den M zu schädigen ?


Im Sachverhalt steht, weil er C zeigen wolle, "dass es ihm ernst" sei. Ich habe daraus geschlossen, dass es hier also eher um die Manifestation seines eigenen, umbedingten Tatentschluss geht.. aber kann man (wie ja fast alles bei dieser verdammten HA) auch anders sehen.
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2006 - 12:51:05    Titel:

Hi Leute,
ich habe grad beim schweren Raubversuch von A den Rücktritt verneint, weil er nicht freiwillig, sondern aufgrund eines Schockzustandes und vorübergehender Verwirrung die weitere Ausführung aufgibt. Interpretiere ich da zu viel in den SV oder kann ich das so machen?
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2006 - 12:55:45    Titel:

Und noch was Embarassed : ich bin jetzt schon bei 12 Seiten, wenn ich jetzt 227, 239, 221 prüfe, komme ich doch locker auf 14/15 Seiten. Wo kann ich denn da kürzen, außer bei 221 (scheitert ja klar)?
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2006 - 14:36:59    Titel:

Ich hab das genauso. Unfreiwilliger Rücktritt, deswegen §24 (-).

Aber sagt mal, wegen B: Ich hab da ein echtes Problem, welchen Tatbeitrag der geleistet haben soll, als er in der Wohnung auf A und C gewartet hat. Unter Beihilfe kann ich das schwer zuordnen.
Da stellt sich die Frage: handelt es sich um Beihilfe zum Versuch (i.F.v. psychischer Beihilfe), versuchte Beihilfe oder Beihilfe durch Unterlassen (Garantenstellung könnte sich aus Ingerenz ergeben).

Hat jemand von euch schon was dazu gefunden?
Kläger
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Anmeldungsdatum: 12.08.2005
Beiträge: 196

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2006 - 19:54:50    Titel:

An Mireille:

Bzgl. B: Beihilfe zum Versuch !
Eumeline
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2006 - 13:15:03    Titel:

Hallo zusammen!!!

Ich bin leider noch nicht ganz so weit, habe aber einige Fragen an euch:

1. Mittlerweile bin ich dazu übergenangen im Vorsatz zwischen dem Geld und den Ersatzteilen /Werkzeugen zu unterscheiden.
Ich komme jetzt dann auf jeden Fall zu einer versuchten räuberischen Erpressung oder einem versuchten Raub (je nachdem wie man sich bezüglich der Vermögensferfüngungsproblematik entscheidet) bezüglich des Kasseninhalts und hinsichtlich der genannten Gegenstände nur zum versuchten Diebstahl, da alle Nötigungsmittel immer nur eingesetzt wurden, um an das Geld zu kommen.
Was haltet ihr davon?

2. Es wurde mehrmals bezüglich der Vermögensverfügung gesagt, der Vorsatz von A und B sei dergestalt, dass C ihnen das Geld übergeben soll. So sehe ich das nur bezüglich des ersten Versuchs noch in der Wohnung des C. Aber anschließend bereden sich A und B, dass A den C in die Werkstatt begleiten soll und A die Kasse selbst leerräumen soll. Oder verstehe ich den SV falsch?

Würde mich über euer Feedback freuen.

Danke, liebe Grüße
Eumeline
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2006 - 11:04:07    Titel:

Was deine Idee betrifft, den Einsatz der Nötigungsmittel nur auf die Erlangung des Geldes zu beziehen: Der Tatplan sah vor, A soll die Kasse ausräumen und sich nach weiterem Stehlenswertem umsehen. Das der A den C niederschlägt, fesselt und knebelt, war zwar nicht vorgesehen, aber warum soll A das nur bezüglich des Kasseninhaltes getan haben? Er wollte den C ruhigstellen, um die Kasse auszuräumen und Werkzeuge u.ä. zu stehlen.
Warum unterscheidest du den Vorsatz bezügl. der Kasse von dem Vorsatz bezüglich der Werkzeuge?

Zu 2. :Du hast den SV richtig verstanden.
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2006 - 11:18:11    Titel:

Ach ja, noch was bezüglich des Beihilfebeitrags von Seiten des B: B wartet in der Wohnung. Wo soll das ein förderlicher Tatbeitrag i.S.v. § 27 sein?
Auch wenn man zur psych. Beihilfe kommt: Diese muss zumindest den Tatentschluss verstärken. Indem B in der Wohnung wartet, leistet er aber keinerlei förderlichen Beitrag.
Kommt jemand von euch auf den Trichter, warum B eigentlich i.d. Wohnung wartet? Das ergibt doch wenig Sinn. Ich denk mir, B ist jetzt nicht mit der Verbrechernatur wie A ausgestattet - bevor er was verbockt, soll er lieber nicht mitkommen. Aber wie hilft es der Tatbestandsverwirklichung, wenn B nicht mal am Tatort auch nur anwesend ist?

Ich komm auf keinen grünen Zweig...Hat jemand von euch ne Ahnung?
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 09 Sep 2006 - 12:29:03    Titel:

Hi Mireille,
ich hab genau das gleiche Problem. B tut einfach gar nichts und psychisch kann ich da auch nichts sehen, was die Tat fördern würde. Ich kann deshalb keine Beihilfe bejahen. Bliebe dann noch Verabredung zu einem Verbrechen: A und B haben aber nur Diebstahl verabredet, also auch (-). Somit bleibt für B eigentlich nichts übrig.
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