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Hausarbeit StrR Fortgeschrittene-Prof.Kuhlen (Uni Mannheim)
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit StrR Fortgeschrittene-Prof.Kuhlen (Uni Mannheim)
 
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Eumeline
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2006 - 05:46:47    Titel:

Hallo zusammen!!!

Nun bin ich auch endlich zur Strafbarkeit des B gekommen und erst jetzt fällt mir auf, dass bei den meisten der versuchte Raub erst mit dem Fesseln beginnt??? Könnt ihr mir das begründen?

Ich lasse den versuchten Raub nämlich bereits mit der Drohung mit dem Messer beginnen. B wusste zwar nicht, dass A ein Messer dabei hatte, war aber mit der Drohung einverstanden und wusste dann auch, dass A dieses Messer mitnahm. Dies geschieht alles während der gesamten Handlung, so dass Vorsatz zu diesem Zeitpunkt ausreichen würde. Und im Moment hatten beide zumindest Vorsatz bezüglich dessen, sich einen Vorteil verschaffen zu wollen und auch dass hierzu C die Kasse öffnen müsste. Die Konkretisierung des Vorsatzes trat zwar erst nach der Drohung ein, dürfte aber m.E. ausreichen.
Und so käme ich auch zu einer Strafbarkeit für B aus §§ 249 I, 250 I Nr. 1a. Lediglich in der Form seiner Täterschaft oder sogar Teilnahme bin ich mir nicht sicher, wobei ich sogar zu einer Mittäterschaft tendiere. Er hat zwar nicht weiter aktiv mitgewirkt, aber hatte Interesse am Taterfolg. Und vielleicht könnte ja in dem konkludenten Einverständnis zur Drohung mit dem Messer ein objektiver Tatbeitrag zu sehen sein, so dass man die Mittäterschaft im Sinne der funktionellen Tatherrschaft und der subjektiven Theorie annehmen könnte?

Was meint ihr? Steh ich komplett auf dem Schlauch??? Ich krieg langsam die Krise!

Liebe Grüße
Eumeline
Eumeline
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2006 - 08:59:13    Titel:

Mittlerweile bin ich von der Mittäterschaft auch abgekommen, nehme aber nach wie vor in der konkludenten Billigung der Drohung mit dem Messer ein psychisches Hilfeleisten der Tat an. Nach der Risikoerhöhunglehre ist dies schätzungseise auch kausal und zurechenbar.

Was haltet ihr von diesem Ansatz?
Eumeline
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2006 - 10:19:30    Titel:

@ Mireille:

Das habe ich genauso. Cool

Liebe Grüße
Eumeline
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2006 - 12:04:24    Titel:

Hi Leute,
ich hab bei der Rücktrittsprüfung am Anfang gesagt, dass es strittig ist, ob das überhaupt möglich ist, Streit muss aber nur entschieden werden, wenn Rücktritt einschlägig. Dann muss man nicht den ganzen Streit runterbeten.Am Ende ist ja eh nix mit Rücktritt. 11 Seiten, vergesst das nicht!

@Eumeline: Hab Beihilfe wirklich sehr kurz abgelehnt, ohne groß auf die Lehren einzugehen. Hab deswegen auch irgendwie ein schlechtes Gewissen, aber da B ja wirklich nix zu bieten hat, ist mir der Platz einfach zu schade.
Flite
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2006 - 21:20:22    Titel:

Hallo!

Bin auch gerade noch dabei, die Hausarbeit zu schreiben.
Ich habe ein kleines Problem bei der Zurechnung der qualifizierenden Umstände, die A in das Geschehen bringt.

A begeht einen Mittäterexzess, da im Tatplan die Drohung mit Gefahr für Leib oder Leben nicht vorgesehen ist (§ 255). Dieser ist ansich einem Mittäter nicht zurechenbar.

Nun könnte man argumentieren, dass A, da er das Geschehen billigt, nach den Grundsätzen der sukzessiven Mittäterschaft auch hierfür haftet. Die Literatur lehnt das ab, die Rechtsprechung liese das zu.

Aber: Hier liegt eigentlich kein Fall sukzessiver Mittäterschaft vor. B ist bereits Mittäter des A. Es liegt natürlich eine vergleichbare Situation vor, also wäre eine Analogie naheliegend. Diese kann natürlich nicht durchgehen (Analogieverbot im Strafrecht).

Teilt ihr meine Bedenken, oder ist es für mich schon zu spät zum Denken? Smile

Liebe Grüße Flite
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2006 - 09:14:10    Titel:

Hi Flite,

also ich hab das über sukzessive Mittäterschaft B zugerechnet, da B zwar klar Mittäter bei der Erpressung ist, die Qualifikation aber zunächst ohne sein Wissen nur von A durchgezogen wurde. Daher kannst Du ohne Analogie arbeiten und sagen dass B durch seine Billigung und sogar Freude die Quali in seinen Tatenstchluss mit aufnimmt.
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2006 - 10:39:30    Titel:

Was geht bei euch in den Konkurrenzen ab??
Ich bearbeite das jetzt und schreib dann was ich so hab.
curuncula
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 129
Wohnort: mannheim

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2006 - 11:28:40    Titel:

Ich hab das bei den Konkurrenzen ziemlich übel und knapp einfach hingeklatscht, von wegen 227 einschlägig in Tateinheit mit versuchtem schweren Raub und 239 I, IV einschlägig in Tateinheit mit 227. Hat mir sehr viel Platz gebracht, weiß allerdings nicht, ob das nicht zu kurz ist. Andererseits denke ich nicht, dass es da Punkte zu holen gibt.
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 12:59:36    Titel:

Also mir reicht jetzt die Unsicherheit und Grübelei. Ich prüf jetzt im Urteilsstil § 227, § 239 I, IV, und § 221 (der dann aber verneint wird).
Und wenn ich dadurch um 1-2 seiten überziehe, solls mir egal sein, bei den Konkurrenzen sagt doch eh jeder was anderes.

Tut mir leid curuncula, ich weiß, das ich erst kürzlich was anderes dazu gesagt habe.
(Aber wär doch schade, deswegen von 16 auf 15 oder gar 14 Punkte runterkorrigiert zu werden! Oder?!)
Flite
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 15:38:09    Titel:

Wie kommt ihr bei dem letzten Tatkomplex zu versuchtem Raub?

Ich komme da, wenn ich der Meinung der Literatur folge, für das Geld zu einer versuchten räuberischen Erpressung und nur für die Werkzeuge und Ersatzteile zum versuchten Raub.

Die h.M. grenzt nach der inneren Vorstellung des Opfers ab. Hält es seine Mitwirkung für unbedingt notwendig, dass der Erfolg eintritt, so liegt eine Vermögensverfügung vor. Erscheint die Sache dem Opfer unabhängig von seiner Mitwirkung verloren, so liegt eine Wegnahme vor.
A kann nun aber den Inhalt der Kasse ohne den C jedoch nicht wegnehmen. Er benötigt den C zu dieser Handlung. Wenn C die angedrohte Handlung (Hand abschneiden) über sich ergehen lassen würde, könnte A nicht an das Geld kommen.
M.E. liegt hierin also eine Vermögensverfügung.

Liege ich da falsch?
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