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Mainz - Große HA StrafR Sommer06
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Mainz - Große HA StrafR Sommer06
 
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HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 17:46:20    Titel: Beteiligter des § 252

@ bengram: weitgehend einig ist man sich bei dem Streit, dass beides gleichzeitig tatbestandlich erfüllt sein kann.
Ich denke, dass ist hier schon ein Schwerpunkt (und mit § 258)... ich entscheide mich letztendlich für bloße Beteiligung... aber wie man den Streit entscheidet, ist letztendlich egal.

- Bei Schönke/Schröder ist der Streit gut dargestellt, wer alles Täter des § 252 sein kann- bei mir ist er nur Gehilfe (sowohl des Diebstahls als auch des § 252). Das Verhalten rechne ich der A problemlos zu... siehe dazu auch unten "@ pinhead"

@ pinhead: zuzurechnen über § 25 II (ich weiss, dass der W [zumindest bei mir] nur Gehilfe ist), bei einem Zopfsfall wurde das so gelöst ohne großartig thematisiert zu werden. "mit völlig unproblematisch" meinte ich nicht, dass es leicht zu verstehen ist (ich hatte selbst meine Probleme), sondern dass es IN DER LÖSUNG mit einem Satz (ist ihr zuzurechnen) getan ist.
Es ist in der Tat so, dass es Aufbauprobleme gibt, egal ob man mit der Strafbarkeit der A oder des W anfängt.
fizzle
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Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2006 - 14:51:33    Titel:

Hi zusammen!

Hab vor 2 Tagen mit der HA angefangen und mich so langsam in die große Problematik des §252 reingedacht. Unbestritten ist das wohl der Knackpunkt...

Das hier viele Bauchweh bei einer Bejahung des §252 für die A haben kann ich gut verstehen - mir gehts nicht anders.
Was haltet ihr von diesen beiden Wegen, einmal 252 (+) einmal (-), wie man's macht kann man sich ja dann aussuchen ^^

1.)
- Klar der §242
- Dazu noch ein 223,224Nr.2,25II (schon hier find ich es schwierig eine Mittäterschaft zu konstruieren, aber dennoch möglich)
-> damit hat sie den §252.

2.) (so wird ichs nach meinem bisherigen Dafürhalten auch wohl machen)
- wieder klar der §242
- Dann den 223,225Nr.2,26
-> damit fällt der 252 für sie raus (was ich aber dennoch diskutiere, aber es i.E. an der Täterschaft in Bezug auf die KV fehlt) und es bleibt bei den beiden Vergehen.

Für den W kommt ein 252 wohl überhaupt nicht in Betracht oder gibt's auch hierfür Vertreter? Immerhin steht in BGHSt 6, 248 ganz klar das der Diebesgehilfe nur dann Täter eines Verbrechens sein kann wenn er im Besitz des Diebesguts ist.
folglich bleibt für ihn nur die 223,224Nr.2 und die 242,27.

Im Ergebnis kriegen beide in etwa die selbe Strafe und das kommt auch hin. Die eine klaut, der andere lässt ins Bein beißen, passt doch irgendwie, oder? =)

Meinungen bitte^^

P.S.: Die Lösung über eine mittelbare Täterschaft halte ich für absolut unmöglich. Einziges Instrument was m.E. in Erwägung gezogen werden könnte ist das schon mehrfach angesprochene absichtslos-dolose Werkzeug. Das Problem sehe ich jedoch in dem Umstand, dass hier im Wort „Absicht“ ja nur der juristische „Absichts-Begriff“ gemeint ist, also subjektive Merkmale wie Bereicherungs- oder Zueignungsabsicht, nicht jedoch die Absicht etwas zu tun oder zu lassen. Da es sich aber ja nur um die KV/Nötigungshandlung des W dreht, also ob er hierbei Tatwerkzeug wäre, muss man ein Absichtserforderniss bei diesem Delikt doch ablehnen  keine Werkzeugqualität  keine mT oder bin ich ganz falsch?

P.P.S.: Schreib eigentl. jemand im Seminar? Dann könnte man sich auch mal zusammensetzen und mal so drüber reden - vermeidet auch gern mal Missverständnisse Smile
fizzle
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Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2006 - 22:07:38    Titel:

lebt noch jemand ? :/
Pinhead
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 01:40:52    Titel:

Ich habe den Eindruck dass wohl nicht so viele diese Hausarbeit schreiben (oder den Weg in dieses Forum gefunden haben).
Ich für meinen Teil bin gerade ein bisschen anderweitig beschäftigt...
HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2006 - 12:06:25    Titel: Zopfs Fall 33!

Ich glaube, die meisten schreiben Strafrecht eher in den SommerSemesterFerien. Außerdem fangen die meisten wohl eher in den letzten Wochen an.

Ich empfehle euch Zopfs Fall 33 (Strafrecht IV) nachzuschauen, der hat extra ne Lösungsfolie dazugestellt.

Wer Täter des § 252 sein kann, steht gut und übersichtlich knapp bei Schönke/Schröder. Das ist ein kleinerer Streit dieser Hausarbeit. Bei mir ist W im Ergebnis kein Täter des § 252, sondern Gehilfe. BGHSt 6, 248 stellt dabei nur eine Meinung dar- kannst sie bejahen oder sein lassen.

Ich bin zur Zeit etwa 2 mal die Woche im Seminar. Für ein Treffen solltest du die dir HA aber mindestens mal ne Woche angeschaut haben.

So... ich setz mich mal wieder an die HA
fizzle
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Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2006 - 09:52:02    Titel:

Ich verstehe nicht wie ihr so locker leicht den 252 für die A bejaht. Mir wäre es mittlerweile auch am liebsten es irgendwie hinzukriegen, aber ich sehe den Weg nicht.
Mittäterschaft ist wohl ausgeschlossen, dafür gibt es wohl auch keine Vertreter hier. Bleibt also nur eine Zurechnung über die mittelbare Täterschaft. Da der W keine Werkzeugqualität hat (er verwirklicht die Nötigung ja komplett) und auch keine der Fallgruppen "Täter hinter dem Täter" relevant ist, bleiben wohl nur die Figuren der xxx-dolosen Werkzeuge übrig. Hier fallen mir vor allem das qualifikationslos- und absichtslos-dolose Werkzeug ein, aber wie soll das passen?? Ich habe auch Wessels/Hillenkamp gelesen wo das drin steht, aber nirgends steht wie es genau funktionieren soll, denn mE ist das absichtslos-dolose Werkzeug Schrott.
Absichtslos heißt nämlich nicht "Vorsatz"-los, sondern meint lediglich dass manche im subj. Tatbestand geforderten weiteren Absichten nicht vorgelegen haben (sog. überschießende Innentendenzen) und die gibt es bei der Nötigung nun mal nicht.

Also bitte bitte klärt mich auf wie ihr das gemacht habt, ich krieg noch nen Anfall :>
Bengram
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Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 71
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2006 - 11:28:28    Titel:

Du musst das absichtslos dolose Werkzeug ja nicht verwenden, du kannst diese Konstruktion auch ablehnen. Als "Schrott" vielleicht nicht bezeichnen, aber vielleicht die Unvereinbarkeit mit der Tatherrschaftslehre herausstellen Smile
kathrin07
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Anmeldungsdatum: 11.04.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2006 - 15:35:09    Titel:

Hey alle!

Also wie ich sehe hat sich in meiner einen Woche Urlaub hier auch nicht so viel getan Sad

Also ich bin den Montag den 11.09 wieder im Seminar. Bin eigentlich immer da außer wenn ich arbeiten muss. Also wegen zusammen setzen sag einfach mal Bescheid.

LG Kathrin

P.S.: Zum Thema kann ich heute noch nichts schreiben, mein Gehirn ist glaub ich noch niocht wieedr ganz aus dem Urlaub zurück Very Happy
HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2006 - 16:33:10    Titel: Absichtslos doloses Werkzeug

Ich hab mich nun auch dazu entschlossen, das absichtslos dolose Werkzeug in mein Gutachten einzubauen.

Ich verweise da auf Wessels-Hillenkamp Rn. 374-Beispiel mit guten Verweisen.

Wenn subjektiver Täterschaftstheorie = A mittelbare Täterin
Wenn Tatherrschaftslehre= A § 252 wenn absichtslos doloses Werkzeug

Beim nächsten Seminaraufenthalt werd ich mit Sicherheit BGH StV 91, 349 einen Besuch abstatten
Noirdesir
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Anmeldungsdatum: 01.08.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2006 - 17:04:24    Titel:

in BGH StV 91, 349 steht leider auch nicht viel mehr drin als "das Verhalten des Nötigenden ist dem Vortäter zurechenbar und begründet somit dessen Verurteilung zu §252. So wie ich das sehe, hat der BGH kein Problem mit einer Zurechnung nach §25 II, weil das Wort Mittelbare Täterschaft in dem Zusammenhang nie gefallen ist.
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