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Mainz - Große HA StrafR Sommer06
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Bengram
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Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 71
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2006 - 01:04:12    Titel:

Ich habe § 252 verneint. Mittäterschaft (sukzessive) geht nicht durch, mittelbare Täterschafr geht auch nicht durch, auch wenn die Rechtsprechung das so schön in dem Kneipenfall (ohne größere Begründung) durchgehen lässt. Die Figur der hier vorliegenden absichtslos dolosen Werkzeuges ist mit der Tatherrschaftslehre nicht vereinbar. -> Kein § 252
HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2006 - 21:10:33    Titel: Rechtswidrigkeit der M

Ich empfehle nicht, § 252 gänzlich abzulehnen. Denn dann entgeht man dem Streit, wann jemand Mittäter des § 252 sein kann.
Irgendwie schreit die Geschichte auch nach § 252. Natürlich ist es nicht falsch, das abzulehnen... ich mache es jedenfalls nicht.

Die Rechtswidrigkeitsprüfung bei M ist doch langwieriger als ich gedacht hab. Prüft ihr mehrere Rechtfertigungstb.?
Cheysuli
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2006 - 21:56:07    Titel:

@Bengram: Das hört sich doch super an. Vielen Dank! Ich glaube so hat man wenigstens gezeigt, dass man das Problem erkannt und kann trotzdem sauber lösen. Dann bleiben wenigstens meine anderen Prüfungspunkte bestehen.

@Hengst: Wenn du den §252 bejahst, hast du dann keine Folgeprobleme wie ich? Oder hast du von Anfang an den §252 bedacht und andere Delikte vorher gar nicht geprüft?

Zur Rechtswidrigkeit der M: Prüfe nur ausführlich den §32. Habe zwar auch überlegt ob ich erst mit den Rechtfertigungsgründen aus dem BGB anfange (soll man ja eigentlich) aber ich glaube dann komme ich mit der Seitenangabe nicht mehr hin, da im ersten Absatz soviel anfällt. Und da man ja Schwerpunkte setzen soll...! Wink
HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2006 - 14:03:01    Titel: §252 und so

@ chey: was heisst Folgeprobleme?- ich muss § 257 und Co ja trotzdem prüfen (und ggfs. dann rausschmeißen). Im Übrigen ist das ein riesiger Streit, ob Begünstigung wegen § 257 III wegfällt, wenn das alles im Beendigungsstadium abläuft.
Im Grunde kann man ja auch am Anfang fundiert sagen, dass kein Gewahrsam vorliegt und man kickt die ganze § 242, 252-kacke schon da.
Ich bevorzuge daher eine Lösung, die mich zum nächsten Streit bringt. Die § 252 und § 257Streits will ich auf jeden Fall haben!!

In der Tat nervt mich § 244 gewaltig!! Da hab ich für mich noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.

Zur Rechtswidrigkeit: Das hab ich aus Platzgründen genauso,... ich dachte aber mehr an den Notstand (anprüfen) statt der BGB-Vorschriften.

Ps: Eine Anstiftung zur Begünstigung kommt eh nicht in Betracht (keine andere Tat für A). oder seh ich das falsch?
Pinhead
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 15:36:04    Titel:

Mal im Ernst, was macht ihr mit der Erpressung des W? Widerstrebt mir irgendwie, aber der TB ist ja prinzipiell erfüllt, oder übersehe ich was?
Cheysuli
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 20:10:57    Titel:

@Pinhead: Wieso Erpressung des W? Da wäre doch eine Vermögensverfügung durch das Opfer, die sich unmittelbar vermögensmindernd auswirkt nötig, oder? Wo ist das hier gegeben?

@Hengst: Mit Folgeproblemen meine ich, dass vieles nicht mehr durchgeht, wie ich es am Anfang durchgeprüft habe (so wie Begünstigung des W weil Hilfe nach Vollendung des Diebstahls und Anstiftung zur Begünstigung durch A geht nicht mehr, da W nicht mehr unbeteiligt in Bezug auf die Vortat ist). Der Vortäter (hier A) macht sich nach §257III2 strafbar, wenn er einen Unbeteiligten anstiftet. Da ich Beihilfe des W zum Diebstahl abgelehnt habe konnte ich eine Anstiftung zu §257 bejahen. Würde wegfallen wenn ich den W jetzt wegen Beihilfe zu §252 bejahe. Ich muß mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Wie beantwortest du eigentlich die Sache mit §252? Bei A Täterschaft und Zurechnung über §25II oder mittelbare Täterschaft? Und bei W Beihilfe?
Pinhead
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 21:34:57    Titel:

Cheysuli hat folgendes geschrieben:
@Pinhead: Wieso Erpressung des W? Da wäre doch eine Vermögensverfügung durch das Opfer, die sich unmittelbar vermögensmindernd auswirkt nötig, oder? Wo ist das hier gegeben?


Lies mal den 253 genau... "...und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt..."
Nachteil eines anderen ist das Fahrrad der K.
Cheysuli
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 23:57:29    Titel:

@Pinhead: Habe §253 gelesen, stimmt schon. Aber ich sehe dennoch keine Vermögensverfügung. Der Unterschied zwischen Raub und Erpressung liegt doch darin, daß beim Raub eine Wegnahme und bei der Erpressung eine Vermögensverfügung vorliegen. Zwischen beiden besteht ein Exklusivitätsverhältnis. Eine Vermögensverfügung wird bejaht, wenn das Opfer glaubt durch Hinnahme des Übels den Gewahrsamsverlust verhindern zu können. Die Hilfe der Opfers zur Gewahrsamserlangung muß erforderlich sein. Hier ist doch die Wegnahme bereits vollzogen. Eine Mithilfe des Opfers für die Wegnahme nicht erforderlich. Übersehe ich da irgendwas? Habe §253 gar nicht in Betracht gezogen.
HengstohneÄngst
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 09:28:21    Titel: § 253 Vermögensverfügung

§ 253 liegt tatbestandlich vor.

Ob eine Vermögensverfügung als ungeschriebenes Merkmal vorliegen muss, ist umstritten!!
Die Rspr verlangt dieses Merkmal nicht. Ich hab es abgelehnt (auch aus Platzgründen).
Wer es bejaht, sollte aber auch § 255,250 im Anschluss prüfen.
Pinhead
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Anmeldungsdatum: 13.08.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 11:03:59    Titel:

Mit welcher Begründung hast du den 253 abgelehnt (ich will ihn ja selbst auch ablehnen, habe einfach nicht so viel Platz)? Wegen der fehlenden Vermögensverfügung?
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