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Politische Lage in Deutschland..
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Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2006 - 13:07:07    Titel:

@Jens : Meiner Meinung nach sollten nicht die Berufe einfacher gemacht werden oder speziell Berufe für Hauptschüler geschaffen werden.
Desweiteren glaube ich nicht, dass so viele Berufe schwieriger geworden
sind. Meiner Meinung nach sind einfach die Anforderungen in den Schulen
weit abgesunken. Vor 20 - 30 Jahren konnte man noch mit
Hauptschule ( damals noch Volksschule ) einen kaufmännischen Beruf
erlernen und damals musste ein Kaufmann noch rechnen können.
Heute muss so jemand nur noch Zahlen in den Computer tippen und
dafür braucht man dann Abitur oder Realschule. Allerdings muss man bedenken, dass früher ein Volksschüler noch Diktate und Aufsätze schreiben musste. Heute reicht es wenn ein Hauptschüler noch
Wörter im Duden nachschlagen kann ( Abschlußprüfung BaWü ).
D.h. man kann in BaWü einen Hauptschulabschluß machen, ohne richtig schreiben zu können. Grundkenntnisse im Lesen reichen aus.
Meiner Meinung nach sollte man von den Kindern mehr fordern.
jens
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Anmeldungsdatum: 08.02.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 10:40:09    Titel:

es geht ja nicht nur um das 3er schulsystem andere schularten wie bgj etc verschlechtern abgänger aus dem 3er system die chance um eine lehre, das die auch fachwissen mitbringen.Gebe es sowas nicht müssten die firmen aus den schularten wo es gibt einen raussuchen.Es ist bestimmt mit den schularten gut gemeint bringt aber nichts.Warteschlangen haben wir auch ohne die programme noch genug.
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 11:53:03    Titel:

Zu den Studiengebühren möchte ich gerne sagen, dass ich 500 Euro für überzogen halte, dass sind fast 100 Euro pro Monat.
Leute wie ich, die von zuhause wegziehen mussten ( haben keinen anderen Studienplatz bekommen ) und dann noch keinen Platz in einem Wohnheim bekommen haben, für die ist das eine Stange Geld.
Ich arbeite nebenbei für 3.33 die Stunde und musste dennoch ( auch ohne Studiengebühren ) einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Denn ein Student hat auch manchmal andere Ausgaben als nur Essen und die paar Bücher.....

Ich weiss wirklich nicht wie manche sich das vorstellen, denn ich bin sicher kein Einzelfall und ehrlich gesagt ist es schon blöd genug, dass ich aufgrund meiner finanziellen Lage nicht an Exkursionen teilnehmen kann, auf was soll ich denn dann noch verzichten, wenn ich Studiengebühren zahlen muss?
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 13:03:48    Titel:

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
Studiengebühren sind in fast allen anderen Ländern Gang und Gebe ...


Und - ist das ein Grund das nachzumachen?

In vielen Ländern springen Leute aus Fenstern raus oder vor fahrende Züge. Ist das ein Grund hinterherzuspringen?

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
die studenten, die in deutschland 4free studiert haben und dann direkt ins ausland gehen, was bringen die uns? wieso sollen die das studium in den a* geschoben kriegen, obwohl sie uns rein garnichts nutzen und nur ne ganze stange geld gekostet haben?


Wenn solche Leute auswandern, dann aufgrund fehlender Perspektiven, bessere Chancen in anderen Ländern und zahlreicher über Jahrzehnte angesammelter politischer / wirtschaftlicher / sozialer Probleme. Die Auswanderung ist dann der Preis der für fehlende oder falsche "Reformen" eben zu zahlen ist. Da muss dann bessere, dem Bedarf angemessenere Politik her und kein Ausweichverhalten im Sinne "dann zocken wir die Leute eben an der Grenze nochmal ab".

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
ich würde aber meinen, dass es durchaus möglich ist, eine regelung zu finden, die wirklich nur jene ehem. studenten belangt, die nach einem kostenlosen studium ins ausland gehen.


Eine solche Regel würde in jedem Fall gegen geltendes EU-Recht verstoßen und würde damit rasch wieder einkassiert werden, falls sie überhaupt zustandekäme.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 13:14:25    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Es ist sozial aus meiner Sicht genau so wenig zu verantworten, dass ein Student sein Studium von jedem Steuerzahler finanziert bekommt und damit die Möglichkeit erhält überdurchschnittlich zu verdienen. Zum gleichen Zeitpunkt zahlen Eltern aber für den Kindergarten und der Meister für seinen Meisterkurs Gebühren!


Das wäre eher ein Argument dafür, den Kindergarten kostenfrei zu stellen und Meisterkurse über Umlagesysteme durch die Unternehmen zu finanzieren als Studenten (deren Einkommen i.d.R. nicht mal die Pfändungsgrenze erreicht) mit Kosten für Gebühren und Kredite zu belasten. Zumal diese Argumentation meist von Politikern vertreten wird, die nach heutigem Maßstäben Langzeitstudenten (12+ Semester) waren und ihr Studium selbst „für lau“ nachgeworfen bekamen.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass man Studenten gemäß ihrem späteren Einkommen sozial gerecht an den Kosten des Studiums beteiligen kann.


Dafür gibt es die progressive Einkommenssteuer. Ob sie „sozial gerecht“ ist, darüber kann man trefflich streiten. Aber damit werden besser Verdienende nicht nur an Studienkosten sondern an allen staatlichen Ausgaben überproportional beteiligt.

Ich lehne Studiengebühren nicht generell ab – ich bezahle mein berufsbegleitendes Studium an der AKAD selbst mit happigen Gebühren. Aber ich lehne Studiengebühren vor dem Hintergrund der abnormen Überbesteuerung, des überall zugreifenden und abzockenden Staates und der überbordenden Zwangsabgabensysteme ab. Wäre da die Lage anders, würde ich ganz klar für Studiengebühren als individuell zu erbringende Bildungsinvestition eintreten. Aber XXL-Steuern bei Mini-Gegenleistungen des Staates – das kann es nicht sein!
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 14:30:16    Titel:

Zitat:
Wenn solche Leute auswandern, dann aufgrund fehlender Perspektiven, bessere Chancen in anderen Ländern und zahlreicher über Jahrzehnte angesammelter politischer / wirtschaftlicher / sozialer Probleme. Die Auswanderung ist dann der Preis der für fehlende oder falsche "Reformen" eben zu zahlen ist. Da muss dann bessere, dem Bedarf angemessenere Politik her und kein Ausweichverhalten im Sinne "dann zocken wir die Leute eben an der Grenze nochmal ab".
auswandern kann, wer will, aber dann soll man auch den leuten zeigen, das ihr studium was kostet. es ist in allen ländern so, wieso also sollte die brd da ein klaffendes finanzloch beibehalten?
der einzige vorteil (und dies ist ein wirklich großer vorteil), den die brd von dem kostenlosen studium hätte wären viele akademiker, die die wirtschaft anstoßen würden. wenn diese aber dann einfach zu großen zahlen abwandern geht das system nicht mehr auf und eine änderung wäre zumindest zu bedenken.

Zitat:
Eine solche Regel würde in jedem Fall gegen geltendes EU-Recht verstoßen und würde damit rasch wieder einkassiert werden, falls sie überhaupt zustandekäme.
Tja, dann beschwert euch bei der eu, wenn künftig alle studenten hohe studiengebühren zahlen müssen, weil der staat "alle gleich behandeln" müsse.


Zitat:
Aber ich lehne Studiengebühren vor dem Hintergrund der abnormen Überbesteuerung, des überall zugreifenden und abzockenden Staates und der überbordenden Zwangsabgabensysteme ab. Wäre da die Lage anders, würde ich ganz klar für Studiengebühren als individuell zu erbringende Bildungsinvestition eintreten. Aber XXL-Steuern bei Mini-Gegenleistungen des Staates – das kann es nicht sein!
Hier stimme ich dir voll und ganz zu, mMn müssten studiengebühren in die universitäten fliessen und somit die leistungen durch die unis erhöhen (wie es auch in vielen staaten der fall ist).
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 18:27:51    Titel:

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
auswandern kann, wer will, aber dann soll man auch den leuten zeigen, das ihr studium was kostet. es ist in allen ländern so, wieso also sollte die brd da ein klaffendes finanzloch beibehalten?


„es ist in allen Ländern so“ – Soweit ich weiß, gibt es heute kaum Länder, die Auswanderern Strafzölle für ihre frühere Schulbildung abnehmen. Das gab es allenfalls im früheren Ostblock als „Mauer ohne Ziegel“ (bezeichnenderweise mussten diese Gelder dann natürlich in Devisen entrichtet werden, da die einheimischen Aluchips ebenso wertlos waren wie die damit bezahlte rudimentäre Bildung).

Auch müssten man Auswanderern, die es sich nach einigen Jahren anders überlegen und zurückkommen, selbstverständlich ihr Geld einschließlich Verzinsung zurückerstatten.

Umgekehrt müsste natürlich Deutschland allen Ländern aus denen hier Menschen einwandern deren Ausbildungskosten zurückerstatten.

Stattdessen muss der Staat eben was tun, um die „Abstimmung mit den Füßen“ zu stoppen, in dem er die Politik wieder an den Bedürfnissen und Problemen der Menschen ausrichtet, anstatt an denen der diversen Lobbyistengruppen und ihrer Finanziers. Die Leute gehen ja nicht aus Bosheit sondern weil die Politik der letzten 2-3 Jahrzehnte ihnen die Lebensgrundlagen zerstört.

Hinzu kommt, dass man den Menschen ja seit mindestens zehn Jahren predigt, sie müssten flexibler und mobiler werden. Dazu wäre eine solche Strafgebühr (rechtlich sowieso nicht möglich) ein krasser Widerspruch. Man müsste dann wohl oder übel eingestehen, dass man im Interesse der Konzerne den Leuten über Jahre hinweg Bullshit vom Feinsten erzählt hätte.
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