Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?
 
Autor Nachricht
mit Naz
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 532

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 19:20:44    Titel: Re: Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?

...


Zuletzt bearbeitet von mit Naz am 29 März 2007 - 10:10:16, insgesamt einmal bearbeitet
spartakusX
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2006
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2006 - 23:07:49    Titel: Re: Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?

mit Naz hat folgendes geschrieben:
Shocked Genau solch einen Topic wollte ich gestern auch starten .....->mit dem gleichen Video!
Ich wette mit dir, dass du dieses Video aus einem anderen Forum hast, stimmts!? Wink


Ja habe ich.


Zitat:

Na ja, also ich denke, dass dies definitiv übertrieben ist (dies habe ich schon zu oft bei Spiegel TV mitbekommen).


Das ist nicht übertrieben. Alles Realität. Weil man dieses Problem zu lange unter den Teppich gekehrt und alles schön geredet hat, kam das nie an die Öffentlichkeit. Und wenn wir sowas sehen, denken wir es wäre übertrieben. Was ist mit der Rütli-Schule ? War es auch nur eine übertriebene Show ? Rütli war und ist kein Einzelfall. In Jeder Hauptschule, die einen hohen Migrantenanteil hat, gibt es die selben Probs.

Zitat:

Gut, die Berliner sind unfreundlich, nehmen keine Rücksicht auf andere, manche labern dich plötzlich voll, sie sind 'cool und locker' (das bestätigen auch die Beiträge der Berliner hier im Forum)
alle sind gestylt mestylt und sehen gut aus Embarassed aber sonst?


Was soll der Scheiss ?

Zitat:

Gewalt gibts hier in Niedersachsen auch, obwohl es hier nicht so viele Ausländer gibt wie in Berlin. Opfer? Die sind auch vorhanden! Laughing


Hier geht es nicht um Bundesländervergleich, sondern um Problemvierteln mit hoher Ausländeranteil. Überall in Deutschland und auch in Niedersachsen gibt es solche Stadtteile wie Kreuzberg und Neuköln. Entscheident dabei ist meistens der Anteil der türkischen und arabischen Migranten.
"77% der Intensivtäter in Berlin haben Migrationshintergrund“ "Besonders Arabisch- und Türkischstämmige Migranten finden solche Anhäufungen krimineller Delikte durchaus cool." "Das sind keine Einzelfälle."
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,3930231-6-wm_dsl,00.html

Zitat:

Zu Kreuzberg: Sieht sauber, friedlich und schön aus!
Habe nichts Schlimmes gesehen. In Neukölln wirds bestimmt auch so sein.


Ich glaube lieber an Spiegel TV als an deine Bagatelisierung, da ich sowas hier genug selber sehe!!

Zitat:

Diese Gewaltvideos gibts auch bei Deutschen also keine Panik!!


Vielleicht schon, aber NIE in solchem Ausmass.
„Türkische Jungen sind nach einer neuen Studie überproportional gewalttätig. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Daten des Kriminologen Christian Pfeiffer. Die türkischsstämmigen Jugendlichen seien viermal häufiger an Gewalttaten beteiligt, als es dem Bevölkerungsanteil entspreche. ...“
http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/30/567968.html

Aber sowas ist für dich natürlich alles Lüge und Propaganda.

Zitat:

Oder gibt es in Berlin wirklich >für mich unsichtbare< Ghettos?
Einzelfälle wirds immer geben.


Es sind keine Einzelfälle, eher die Regel.

Zitat:

Es gab mal einen User "'Mast", der auch meinte, dass er nicht gerne durch Kreuzberg ginge, da er als Deutsche '>gedisst' wird.

Der User 'friendlyfox' hingegen meinte genau das Gegenteil und dass Berlin kein Ghetto hätte.

Was denn nun?


Überzeug dich selber. Aber nicht ein Tag, sondern paar Monate und besuch auch eine Hauptschule. Dann wirst du verstehen, warum es Ausländerfeinde gibt.
mit Naz
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 532

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 00:58:11    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von mit Naz am 29 März 2007 - 10:07:45, insgesamt 2-mal bearbeitet
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 04:15:00    Titel: Re: Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?

spartakusX hat folgendes geschrieben:

Überzeug dich selber. Aber nicht ein Tag, sondern paar Monate und besuch auch eine Hauptschule. Dann wirst du verstehen, warum es Ausländerfeinde gibt.


Dein ganzes Sammelsurium an ausländerfeimdlichen Thesen, angefangen von dem Sammeln dezidierter Berichte über Problemviertel bis hin zu Deinen Behauptungen über Hauptschule sind im Grunde wertlos, weil der Vergleichsmassstab fehlt. Ich kann jeder Gruppe von Menschen als Ungeheuer und Monster darstellen wenn ich nur Diebe, Schläger, Drogendealer und Totschläger zu Wort kommen lasse. Das funktioniert mit Deutschen ebenso, ich könnte den Hammermörder, die Geiselgangster von Gladbeck, einen Dieter Zurwehme, einen Gäfgen vorstellen und ebenso aufgemacht wie das Spiegelvideo finden wir bestimmt genügend Dumme in der Welt die steif und fest behaupten die Deutschen sind ein Volk von Mördern und Verbrechern.

Inhaltlich fasst man solche Aussagen mit spitzen Fingern an und entsorgt sie am sinnvollsten im virtuellen Mülleiner mit der Aufschrift Vorsicht ausländerfeundliche Pamphlete.
Im Grund ist damit schon alles gesagt, was es zu Deinen Ausführungen zu sagen gibt.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 06 Aug 2006 - 12:07:52, insgesamt einmal bearbeitet
Rashida
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 10:42:51    Titel:

Natürlich haben wir ein großes Problem mit der Jugendkriminalität, aber die Schuld dafür bei der Herkunft zu suchen, ist völlig absurd. Diese Art der Problem Skizzierung führt nur einmal mehr an den eigentlich Problemen der Jugend vorbei.
Ausserdem, würde man das Problem dann also dementsprechend behandeln, also wie Sparatakus sagt, bei türkisch - arabischstämmigen Jugendlichen, würden wir all die Deutschen, RUssen, Polen.....ausser Acht lassen und weiterhin sich selbst überlassen...mit dem Ergebnis, dass in 20 Jahren jemand in so ein Forum genau dasselbe über diese Jugendlichen schreibt und wieder meint, es wäre nur ein Problem dieser Herkunftsgruppen.....


Gewalt, Kriminalität, Radikalisierung ( welcher Art auch immer), ist meistens ein Ergebnis vreschiedener aufeinander wirkender Faktoren, wie soziales Umfeld, Familie ( im engeren Sinne ) usw., da sollten wir die Probleme analysieren und beginnen sie zu bekämpfen, alles andere geht am Thema vorbei und wird auch niemals etwas bringen.
Denn selbst wenn es einige Menschen gibt die meinen: Ach die Ausländer sind unser Problem, schieben wir sie doch einfach ab.....
Nun ja, da müssten wir wohl gegen unsere Gesetze verstossen, oder wieviel Kinder und Jugendliche mit dt. Pass sollen abgeschoben werden bitte?
Bürger
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 13:26:15    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
Lieber Bürger,

Da scheint meine erste Aussage mehr Wind aufzuwirbeln als ich dachte Wink

Es war nicht meine Absicht, die Jugendkriminalität in Deutschland als ein besonderes Phänomen, oder besonders hoch darzustellen. Da kommt wohl etwas die angehende Sozialarbeiterin aus mir raus, wenn ich sage, dass wir ein Problem damit haben, da ich jeden Jugendlichen, der in die Kirninalität abdriftet als einen zuviel ansehe. Das heisst, wenn auch nur einige Jugendliche, keine andere Wahl sehen oder aufgrund ihres Umfeldes nicht die Möglichkeit sehen, sich anders zu helfen/ agieren ist das schon Alarm genug, dagegen etwas zu unternehmen ( ergo den Jugendlichen zu helfen.)

Mehr wollte ich eigentlich nicht damit sagen, aber sicher hätte ich es präzisieren sollen.


Die Frage ist aber auch, woher kommt es dass diesen Jugendlichen keine Möglichkeit geboten wird. Wir nehmen immer öfter an, weil es uns so suggeriert wird, das Jugendliche von bestimmten Schulen (Hauptschule) oder aus bestimmten Wohngegenden eben Schläger, faul, unfähig etc. sind, in vielen Fällen wird das im Einzelfall nicht nachgeprüft. So ist es schon heute Usus, dass Banken Kreditwürdigkeit und Überziehungsrahmen in Abhängigkeit von der Postleitzahl beurteilen.

Mit anderen Worten, unsere Gesellschaft beginnt sich der Medienwirklichkeit anzupassen, indem Vorurteile und Klischees zu noch mehr Vorurteilen und Klischees führen. Ich möchte nicht behaupten das Sozialarbeiter unnütz wären, im Gegenteil, es sollte an jeder Schule mindestens eine(n) geben. Aber viele aus der zu betreuenden Klientel wäre mit einem Job, einer Ausbildung, oder einer festen Arbeitstelle wesentlich eher zu helfen (gewesen). Das scheitert manchmal am Frust und Verhalten der Jugendlichen, da kannst Du sicherlich helfen und motivieren oder es zumindestens versuchen. Es scheitert aber wesentlich häufiger an dem Fehlen entsprechender Stellen und an den Vorurteilen in der Gesellschaft. Da kannst Du wenig ausrichten. Wie willst Du verhindern, dass ein williger Jugendlicher keine Ausbildungsstelle bekommt, nur weil er türkischer Migrant ist, einen Hauptschulabschluß besitzt und aus der Nordstadt kommt? Er wird aussortiert, das ist die gesellschaftliche Realität, so hart es klingt. Nichts gegen Dich und Deine Motivationen, die sicher sehr ehrenwert sind, aber da reichen Sozialarbeiter alleine nicht aus, da muss sich auch in unserer Gesellschaft etwas ändern.

Wenn wir nicht wollen, dass Jugendliche in die Kriminalität rutschen müssen wir ihnen Perspektiven anbieten, mit wir meine ich uns alle, die ganze Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Guido
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 14:06:58    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Mit anderen Worten, unsere Gesellschaft beginnt sich der Medienwirklichkeit anzupassen, indem Vorurteile und Klischees zu noch mehr Vorurteilen und Klischees führen. Ich möchte nicht behaupten das Sozialarbeiter unnütz wären, im Gegenteil, es sollte an jeder Schule mindestens eine(n) geben. Aber viele aus der zu betreuenden Klientel wäre mit einem Job, einer Ausbildung, oder einer festen Arbeitstelle wesentlich eher zu helfen (gewesen). Das scheitert manchmal am Frust und Verhalten der Jugendlichen, da kannst Du sicherlich helfen und motivieren oder es zumindestens versuchen. Es scheitert aber wesentlich häufiger an dem Fehlen entsprechender Stellen und an den Vorurteilen in der Gesellschaft. Da kannst Du wenig ausrichten. Wie willst Du verhindern, dass ein williger Jugendlicher keine Ausbildungsstelle bekommt, nur weil er türkischer Migrant ist, einen Hauptschulabschluß besitzt und aus der Nordstadt kommt? Er wird aussortiert, das ist die gesellschaftliche Realität, so hart es klingt. Nichts gegen Dich und Deine Motivationen, die sicher sehr ehrenwert sind, aber da reichen Sozialarbeiter alleine nicht aus, da muss sich auch in unserer Gesellschaft etwas ändern.

Wenn wir nicht wollen, dass Jugendliche in die Kriminalität rutschen müssen wir ihnen Perspektiven anbieten, mit wir meine ich uns alle, die ganze Gesellschaft.


Da dürfte was dran sein. Wenn ich dann aber lese, dass die Argumente und Bedenken von Leuten wie spartakusX einfach so zerredet werden, nur weil sie methodische Schwächen haben oder sich die Leute nicht die Zeit nehmen für ein Forenposting eine umfängliche sozialwissenschaftliche Studie zu erheben, dann gehe ich einfach mal davon aus, dass sich „die Gesellschaft“ einen Dreck um die Jugendprobleme scheren wird.

Denn zur Gesellschaft gehören auch Leute, die sich das Bestehen von in ihrer Sicht wichtigen Probleme nicht ausreden lassen, nur weil andere darin nur dumme Vorurteile sehen. Stattdessen überzeugt man solche Leute dann davon Extremikerparteien zu wählen, da mit dem bestehenden Establishment und dessen Vertretern nur geredet aber nichts erreicht werden kann.

Hinzu kommt etwas, dass ich den „beruflichen Bias“ nenne: So wie mir jeder Versicherungsheini Unterversicherng in allen Lebensbereichen einzureden versucht und jeder Finanzer meine Vermögensverhältnisse für sanierungsbedürftig ansieht (selbstverständlich mit seinen Produkten) so sieht auch jeder Sozialarbeiter in der Welt primär soziale Probleme, die durch Sozialarbeit zu lösen und vom Steuerzahler zu bezahlen sind.

Es will eben jeder von irgendwas leben…
Rashida
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 15:02:09    Titel:

@ Bürger

Zitat:
Die Frage ist aber auch, woher kommt es dass diesen Jugendlichen keine Möglichkeit geboten wird. Wir nehmen immer öfter an, weil es uns so suggeriert wird, das Jugendliche von bestimmten Schulen (Hauptschule) oder aus bestimmten Wohngegenden eben Schläger, faul, unfähig etc. sind, in vielen Fällen wird das im Einzelfall nicht nachgeprüft.


Ich denke, dass immer mehrere Faktoren dazu führen. Unter anderem auch die, von dir angesprochene, Perspektivlosigkeit im Blick auf Ausbildung und Beruf. Aber m.E. nach kann dies nicht als einzige Lösung gesehen werden, dafür ist die Problematik zu komplex.
Allerdings stimme ich dir auch zu, dass ganz sicher allein die Bildung und allein der Wohnort nicht ausschlaggebend für so etwas sind ( da ich selbst aus einer Gegend bin, bin ich der lebende Beweis Wink )
abe rein Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Faktoren ist, denke ich sehr ausschalggebend für die Problematk.

Zitat:
Das scheitert manchmal am Frust und Verhalten der Jugendlichen, da kannst Du sicherlich helfen und motivieren oder es zumindestens versuchen. Es scheitert aber wesentlich häufiger an dem Fehlen entsprechender Stellen und an den Vorurteilen in der Gesellschaft. Da kannst Du wenig ausrichten. Wie willst Du verhindern, dass ein williger Jugendlicher keine Ausbildungsstelle bekommt, nur weil er türkischer Migrant ist, einen Hauptschulabschluß besitzt und aus der Nordstadt kommt? Er wird aussortiert, das ist die gesellschaftliche Realität, so hart es klingt. Nichts gegen Dich und Deine Motivationen, die sicher sehr ehrenwert sind, aber da reichen Sozialarbeiter alleine nicht aus, da muss sich auch in unserer Gesellschaft etwas ändern.


Da stimme ich dir vollkommen zu, ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die denken, ein paar Sozialarbeiter hier und ein paar da könnten das Problem beheben. Im Gegenteil.
Das war auch nicht meine Motivation, als ich mich für das Studium entschied, dafür bin ich glaube ich zu sehr Realistin. Aber ich weiss, dass viele meiner Freunde, die Hilfe benötigt haben, sie nicht bekommen haben, Weil es vor allem in der Stadt aus der ich komme herzlich wenig Anlaufstellen für Jugendliche mit Problemen gibt.

Zitat:
Wenn wir nicht wollen, dass Jugendliche in die Kriminalität rutschen müssen wir ihnen Perspektiven anbieten, mit wir meine ich uns alle, die ganze Gesellschaft.


Kann ich so nur unterschreiben! Aber solange es immer noch so viele Menschen gibt, die der Meinung sind, alleine Herkunft, Religion oder sonst was würden Menschen kriminell machen, solange lieg tide Lösung und auch das Umdenken in weiter Ferne.
Recht komisch
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 15:51:33    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:
Wenn ich dann aber lese, dass die Argumente und Bedenken von Leuten wie spartakusX einfach so zerredet werden, nur weil sie methodische Schwächen haben oder sich die Leute nicht die Zeit nehmen für ein Forenposting eine umfängliche sozialwissenschaftliche Studie zu erheben, dann gehe ich einfach mal davon aus, dass sich ?die Gesellschaft? einen Dreck um die Jugendprobleme scheren wird.


In erster Linie geht es aber doch um die aufgestellten Kernthesen und deren Begründungsstrukturen. Bestehen die nun weniger in "Bedenken" oder Jugendproblemen als vielmehr darin, daß "das deutsche Volk" gegen die Invasion fremdrassiger Krimineller "ums Überleben kämpfen solle", ist damit eigentlich schon jeglicher rationaler Diskussion der Boden entzogen. Hinzu tritt nebenbei noch, daß, wer sich auf Belege beruft, sich auch an deren Korrektheit und Aussagekraft messen lassen muß.
Um dem im Zweifelsfalle auszuweichen, erschöpft sich die Begründung vorzugsweise in der Auflistung irgendwelcher Fälle - das verdeckt indes nur, daß in Wirklichkeit die Übergeneralisierung SELBST, nämlich der Fehlschluß von Menschen auf konstruierte Kollektive und zurück, gar nicht belegt und begründet wird. So entlarven sich dann angenommene, schon vorausgesetzte Korrelationen zwischen Abstammung, Ausländereigenschaft, Rasse, wasauchimmer und Kriminalität oä als Vorurteile und Stereotype.
Die Anhäufung von an sich schon zweifelhaften angeblichen Beispielen kann insoweit lediglich Propagandazwecken dienen, weil sie ja nur solche sein könnten, wenn das zB ein postuliertes Regel-Ausnahme-Verhältnis richtig oder bewiesen wäre - indem es aber schon vorausgesetzt wird, ist die Überlegung vollständig zirkelschlüssig.
Ein vernünftiger Ansatz zur Aufdeckung und Lösung tatsächlicher gesellschaftlicher Probleme sieht anders aus und erschöpft sich nicht in den allzu typischen Rechtfertigungen für Fremdenfeindlichkeit.
Guido
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2006 - 17:38:40    Titel:

Recht komisch hat folgendes geschrieben:
In erster Linie geht es aber doch um die aufgestellten Kernthesen und deren Begründungsstrukturen.


In erster Linie dürfte es darum gehen, dass immer mehr Menschen in Deutschland die katastrophalen Folgen einer mehr als drei Jahrzehnte andauernden weitgehend erratischen und unkoordinierte und nicht an den Interessen des Volkes ausgerichtete Einwanderungspolitik mit Besorgnis sehen.

Ob das dann mit irgendwelchen Schlagworten wie Überfremdung, Kulturkampf etc,. mit platten Parolen wie „Ausländer raus“ oder eben etwas durchdachter und wohlformulierter in Form einer sachlichen Kritik an der deutschen (von deutschen Politikern gemachten!) Politik dargestellt wird, sehe ich als zweitrangig an. Es redet eben jeder im Rahmen seiner Möglichkeien so „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“.

Man kann die Probleme als solche nicht wegdiskutieren und wegignorieren, indem man den Leuten ihre Kritiken wortklauberisch zerpflückt und sich ihren Mangel an sprachlicher Kompetenz zunutze macht.

Zurück zur Einwanderungspolitik. Als Folge des kompletten Versagens unserer Regierungen wanderte das globale Armutproletariat hier ein während Leute, deren Fähigkeiten wir hier dringend bräuchten, einen großen Bogen um Deutschland machen. Dinge wie gesteuerte Zuwanderung, die in zahlreichen klassischen Einwanderungsländern selbstverständlich sind, müssen hierzulande noch diskutiert werden. Was wirksame Einwanderungspolitik angeht sind wir noch im Zeitalter der Analphabeten.

Phänomene wie Parallelkulturen, spezifische Ausländerkriminalität, die Nicht-Akzeptanz unserer hiesigen Wertvorstellungen durch Zuwanderer, ethnische, kulturelle und soziale Konflikte, religiöser Fundamentalismus, Islamofaschismus, Behörden die so gut wie nichts Wirkungsvolles dagegen tun usw. sind lediglich der Preis den wir heute für das Versagen der Politiker von gestern zu bezahlen haben.

Aber jetzt über die Dinge nicht reden zu wollen, wenn nicht von vorneherein alle ihre Aussagen bis auf Punkt und Komma politisch korrekt tätigen, macht die Lage nur schlimmer. Den wenn nichts getan wird, wird die uns nachfolgende Generation sich ihrer Haut nur durch Gewalt und politischen Extremismus zu wehren wissen.

Und wir werden schuld daran sein, wenn dann wieder Minderheiten und politisch unerwünschte Bürger in Lagern landen. Wir hätten es ja in der Hand gehabt, die Probleme zu regeln, solange sie noch beherrschbar waren.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wie gut funktioniert unsere Multi-kulti?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum