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Teufelskreis bei Notwehr
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Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 - 19:28:40    Titel: Teufelskreis bei Notwehr

Hallo zusammen!

Ich habe folgendes Problem:
A trifft sich mit B unter einem Vorwand etwas auszuhandeln.
A will den B aber stattdessen töten, was B nicht weiß.
Allerdings will auch der B den A töten, was der A natürlich nicht weiß.
Nun geht A auf B zu, zieht die Waffe und zielt auf B.
Bevor A schießen kann, erschießt jedoch B den A überraschend.
A wusste aber nichts davon, dass B auf ihn zielt (Er hats im Dunkeln nicht gesehen und auch nicht damit gerechnet) und andersrum ebenso.

Soweit so gut, das Problem dürfte im subj. RF-Element liegen. Ich habe aber ein ganz anderes Problem: Nämlich den sinnvollen Aufbau!

Es geht dabei darum, dass ich innerhalb des § 32, wenn ich den B prüfe (A is ja tot), ja erstmal prüfen muss ob ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff auf ihn vorliegt. Im Zuge dessen muss ich ja aber inzident wiederum prüfen ob der Angriff des A gerechtfertigt war. Dafür erfrodert es aber wieder eine Prüfung ob der Angriff des B gerechtfertigt war, usw. --> Teufelskreis.

Wie kann ich das Problem umgehen?
Danke schonmal!
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 - 20:35:04    Titel:

Das Problem muss man dadurch loesen, dass man die Frage nach der Rechtfertigung offen laesst und fragt, ob sich die jeweilige Person in den grenzen des Notwehrrechts gehalten hat.
Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 - 21:01:57    Titel:

Is das einfach so zulässig? Kann ich das denn einfach so ignorieren?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2006 - 21:50:57    Titel:

hmm ... könnte es nicht so sein, daß eine Verteidigung um als solche klassifiziert zu werden sich nicht auch durch den Willen zur Abwehr eines Angriffes definiert (vielleicht hilft BGH 9.9.1997, 1 Str 730/96 in BGH 43, 237 nicht mitabgedruckt).
Wenn dieses subjektive Rechtfertigungselement fehlt, kommt es überhaupt nicht mehr darauf an, ob das Verhalten objektiv als Abwehr eines Angriffes angesehen werden kann.
Der Handlung fehlt sozusagen das finale Element dem eigenen Schutz zu dienen.

Sicherlich müßte um von einer Verteidigung zu reden auch ein Angriff vorliegen. Aber ich wüßte nicht, was zwingend dafür spricht weshalb man nicht feststellt, daß das subjektive Rechtfertigungselement nicht vorliegt um dann darauf hinzuweisen, daß keine Verteidigung vorliegt und es auf einen tatsächlich vorliegenden (meinetwegen auch rechtswidrigen) Angriff nicht mehr ankommt.
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2006 - 20:54:43    Titel:

Das ist das Problem des Zirkelschlusses, das man nur durch oben genannte Vorgehensweise aushebeln kann.

Dazu gab es vor Jahren mal eine Hausarbeitenloesung in einer der Ausbildungszeitschriften.
Weiss leider nicht mehr, in welcher...
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