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Mittäterschaft - wo im Aufbau prüfen?
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FrauSonne
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 10:25:45    Titel: Mittäterschaft - wo im Aufbau prüfen?

Ich prüfe gerade einen gemeinschaftlichen Raub von A und B zu Lasten des C. Der Raub scheitert bereits an der Wegnahme, da C das Tatobjekt freiwillig weggibt.
A bedroht die Frau des C mit einem Messer (das passiert allerdings einverständlich -> tatbestandsausschließendes Einverständnis).

Nun sieht mein Prüfschema folgendermaßen aus (ich prüfe A und B gemeinsam):

A. Strafbarkeit von A und B gemäß §§ 249 I, 250 I Nr. 1 a, 250 II Nr. 1, 25 II StGB
I. OT

1. fremde, bewegl. Sache (+)
2. Wegnahme (-)
3. Tatbestandsausschließendes Einverständnis

Nun ist es so, dass A mit dem Messer droht, B das Tatobjekt in seine Tasche steckt. Mittäterschaft und Zurechnung der Tatbeiträge würde ich nun eigentlich erst nach der bejahten Wegnahme. So weit komme ich allerdings gar nicht, da ja es ja keine Wegnahme gibt.

Meine Fragen dazu sind nun:

1. Wo kann ich denn nun das Messer einbauen bzw. muss ich das hier überhaupt?
2. Wo prüfe ich am besten die Mittäterschaft oder kann ich die in dem Fall einfach weglassen?


Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte Smile
JuliaXXX
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Anmeldungsdatum: 15.10.2005
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 10:43:28    Titel:

Wenn Deine Prüfung schon bei Punkt 2 scheitert, warum prüfst du dann noch weiter?

Bei der Wegnahme würde ich die Abgrenzung zur räuberischen Erpressung gem. §§ 253, 255 bringen.

Dann sagts du, der räuberische Diebstahl scheitert bereits an der Wegnahme.
Auf Qualifikation und Mittäterschaft kommt es ja dann gar nicht mehr an. Die prüfst du dann danach bei §§ 253, 255, 250 I, II, 25 II

Die Qualifikation prüft man wie folgt:

I. Tatbestand
1. Tatestand von §§ 253, 255 (Obj. und subj.)
2. Tatbestandvon 250 I, II (obj. und subj.)
II. RWK, Schuld
FrauSonne
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 10:56:31    Titel:

Öhm ja, eigentlich prüfe ich - so gesehen - ja nicht weiter. Meine Wegnahme - genau genommen die Gewahrsamsverschiebung durch Bruch - scheitert ja gerade an dem Einverständnis (die Numerierung ist da nicht ganz eindeutig, da mag ich dir recht geben)

Genau genommen sieht das dann so aus:

A. Strafbarkeit von A und B gemäß §§ 249 I, 250 I Nr. 1 a, 250 II Nr. 1, 25 II StGB
I. Objektiver Tatbestand
1. Tatobjekt: Fremde bewegliche Sache
2. Tathandlung: Wegnahme
a) Gewahrsamsverschiebung durch Bruch
b) Tatbestandsausschließendes Einverständnis


Meine Prüfung geht ungefähr so weiter, wie du das auch schreibst.

Soll das letztlich heißen, dass ich dann die Prüfung von § 25 II und die Geschichte mit dem Messer in dem Fall dann einfach weglassen kann?
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