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behind a black hole...?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> behind a black hole...?
 
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Technoir
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Anmeldungsdatum: 21.08.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 15:57:12    Titel: behind a black hole...?

Aloha werte Gemeinde!

Mich drückt nach einem gemeinsamen (okay...feucht fröhlich war er auch) Abend mit ein paar Freunden folgender Schuh:

Wir haben ein wenig rumgesponnen, was "hinter" einem schwarzen Loch los ist, sprich was passiert mit all der Masse die so ein Teil während seines Lebens in sich aufnimmt.

Wäre es evtl denkbar, daß die "Rückseite" eines schwarzen Lochs nichts anderes ist als ein Urknall eines Parallelen Universums?

Wäre es möglich, daß sich durch die extreme Verdichtung der Raumzeit der Prozess ins Gegenteil verkehrt und sich alle verdichtete Masse der Singularität - von uns nicht sichtbar - mit einem Male umkehrt und so ein Urknall produziert wird, der alle Masse von sich schleudert?

Demnach wäre "unser" Urknall nichts anderes als die Rückseite eines schwarzen Lochs gewesen.


Falls diese Idee zu krank ist, bitte ich sie vorab zu entschuldigen, habe nie Physik studiert Laughing
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 18:00:18    Titel:

alles ist mögich, denn keiner weiss was "hinter" einem Schwarzen Loch ist … 

so eine Theorie gibts schon … ein Schwarzes Loch nimmt Masse bis zu einer gewissen Grenze (Plank-Dichte) auf, folglich muss das Schwarze Loch seinen Inhalt wieder abgeben, weil die Plank-Dichte nicht überschritten werden darf => Großer Knall => Energie wird ausgestossen => Big Bang

Das passierte dann natürlich ein paar mal, und jedes Schwarze Loch generierte sein eigenes Universum => Multiversum / Paralleluniversen

**ACHTUNG** Das sind Theorien, mögliche Erklärungen, nicht Empirisch belegt oder so … ich wiederhole : THEORIE !!
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 18:26:43    Titel:

Fraglich ist wohl, wie sich der enorme Druck auf die Materie auswirkt, oder?

mW kommt es doch auf die Masse einer Sonne an, wenn es darum geht, was aus ihr wird, wenn sie ihren Brennstoff verbraucht hat und in den nächsten Zustand eintritt (was kann denn alles draus werden? wiesse zwerge, rote riesen, schwarzes löcher, neutronensterne, quarksterne, etc?)

wenn nun (versimpelt ausgedrückt) aus einer sonne mit geringer masse ein weisser zwerg würde, aus einer sonne ab der großen masse x ein neutronenstern wird (in dessen innerem die materie durch den druck anders auftritt (laut wiki "eine materieform, die mit atomkernen vergleichbar ist), dann wäre es doch nur logisch, wenn ab einem noch höheren druck y irgendwann auch diese "atomkernartike" struktur der materie aufgebrochen wird. bei noch höherem druck z würden dann möglicherweise auch protonen, neutronen & co. vom druck verändert werden (und beispielsweise zu quarks gespaoten).
wie sich jedoch diese form der materie verhält (kann man es dann überhaupt noch materie nennen?) wissen wir nicht, denn der druck in einem schwarzen loch muss größer sein als jener in solchen himmelskörpern, die keine schwarzen löcher sind.


ps: macht doch immer wieder spaß, als laie über sowas zu philosophieren Very Happy
meisenmann
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Anmeldungsdatum: 21.10.2005
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 18:46:26    Titel:

Es wird vermutet, dass sich hinter dem Ereignishorizont am "Ende" des schwarzen Loches eine Singularität befindet.
Das ist ein Punkt mit einem Volumen von (fast) 0 und einer unendlichen Dichte.
Wobei weder "wo" noch "wann" dieses Ende des schwarzen Loches ist (d.h. seine Entfernung vom Ereignishorizont) bestimmt werden kann, denn die herkömmlichen Begriffe von Raum und Zeit haben innerhalb eines schwarzen Loches keinerlei Bedeutung mehr, da dort die Raum-Zeit ins unendliche gekrümmt ist.
Durch diese radikale Veränderung des Wesens der Raum-Zeit kann man die Entfernung zwischen Ereignishorizont und der Singularität keine räumliche Entfernung zuordnen, sie wird viel mehr zu einer zeitlichen Dimension.
Diese Ersetzung des Raumes durch die Zeit erklärt, warum Objekte, die in ein schwarzes Loch (also hinter den Ereignishorizont) gefallen sind, gar nicht anders können als sich immer weiter zur Singularität hinzubewegen.
Und das Erreichen der Singularität bedeutet gleichzeitig das Ende von Raum und Zeit.

Der russische Astrophysiker und Fachmann für schwarze Löcher, Igor Novikov, wagt sogar folgendes zu behaupten:
Würde ein Astronaut unbeschadet den Ereignishorizont eines schwarzen Loches überqueren und im "inneren" eine Rakete zünden, um aus dem Loch wieder zu entkommen (mal abgesehen davon, dass die Fluchtgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit ist), oder auch nur zu verhindern, weiter unaufhaltsam zur Singularität gezogen zu werden, würde er diese sogar noch schneller erreichen, als ohne gezündete Rakete!
Er erklärt dieses Phänomen folgender Maßen:
Beim "freien Fall" zur Singularität spürt man (so gut wie) keine Schwerkraft.
Wenn man nun eine Rakete weg von der Singularität ausrichtet und zündet, spürt man die Beschleunigung und das ist nach dem Äquivalenzprinzip gleichbedeutend mit Gravitation.
Auf Grund der besonderen Art, in der Raum und Zeit im schwarzen Loch vermischt sind, würde man jedoch mit der selben Geschwindigkeit wie im freien Fall ohne Rakete fallen.
Nur kommt nun durch die gezündete Rakete noch der Effekt der gravitativen Zeitdilatation hinzu und dadurch würde dem Astronauten die Zeit, die er braucht um die Singularität zu erreichen, noch kürzer erscheinen, als zuvor.

Technoir hat folgendes geschrieben:
Wäre es möglich, daß sich durch die extreme Verdichtung der Raumzeit der Prozess ins Gegenteil verkehrt und sich alle verdichtete Masse der Singularität - von uns nicht sichtbar - mit einem Male umkehrt und so ein Urknall produziert wird, der alle Masse von sich schleudert?

Demnach wäre "unser" Urknall nichts anderes als die Rückseite eines schwarzen Lochs gewesen.


Die "Rückseite" eines schwarzen Loches ist es wohl nicht, aber solche Objekte die das genau Gegenteil von schwarzen Löchern darstellen werden (zumindest theoretisch) von manchen Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie zugelassen.
Genannt werden sie - oh Wunder - weisse Löcher.
Sie schlucken nur keine Materie, sondern "spucken" sie in den Weltraum hinaus. Auch ihre Singularität ist nicht anders, sie bedeutet nur nicht das Ende, sondern den Anfang der Zeit.
Für ihre Existenz gibt es aber (bislang) keinerlei Hinweise (im Gegensatz zu der der schwarzen Löcher) und auch sonst ist ihre Natur ziemlich umstritten.
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 18:55:18    Titel:

jo Macabre Deified … ich kann dir nicht folgen

uns interessiert hier ja eigentlich das Innere eines SL's … was vorher war, spielt meines Erachtens keine Rolle … Im inneren eines SL's gibts keine Materie mehr, nur noch Energie … Und Energie kann man die sehen? Nicht wirklich

Vielleicht sind SL's eine Art Wurmloch, und man wird in ein anderes Universum katapultiert, und dann muss man jedes einzelne Schwarze Loch abklappern, um mit ein bisschen glück wieder in "unserem" Universum anzukommen, um dann mit 3-facher-Lichtgeschwindigkeit wieder zurück zur Erde zu fliegen, dort als Held gefeiert zu werden und zu erzählen wies in einem SL aussieht, und nebenbei noch nen Nobelpreis gewinnen, dafür dass man mit 3-facher-Lichtgeschwindigkeit geflogen ist … Ach wär doch alles so einfach wie in Hollywood Very Happy

ich habe vage in Erinnerung, dass man Quarks nicht trennen kann, sprich Protonen nicht in ihre einzelnen Quarks und Gluonen zerfallen können (wegen der enorm starken anziehung der Gluonen) allerdings, kann ich mir gut vorstellen, dass dies in einem SL passieren kann, wegen des enormen Druckes eben…

Fachquarksimpeleinde-philosphen ihr Wink
breeze
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 510

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 19:13:48    Titel:

Auch wenn ich nicht genau weiß, wo bei einem schwarzen Loch "hinten" sein soll: der urknall - wenn es ihn gegeben hat - soll seinen Ursprung in einer Singularität haben, also einem Zustand, der dem eines schwarzen Lochs sehr nahe kommt: keine räumliche Ausdehnung und unendlich hohe Dichte (das eine setzt das andere voraus) - insofern verstehe ich nicht, warum vorhin jemand was von "fast" kein Volumen geschrieben hat. Allerdings hat der Urknall geknallt, was schwarze Löcher nicht tun. Vielleicht findet mal jemand raus, daß sie das doch tun, wenn sie nur groß genug sind, dann wäre das die Erklärung dafür. Hawking hat ja zumindest schon mal rausgefunden, daß sie nicht schwarz sind die schwarzen Löcher. Es ist also keine Einbahnstrasse. Es gibt eine Weg heraus. Allerdings nicht mit einer ganzen Rakete. Daher würde ich von dem Versuch abraten.

Grüße,
breeze
meisenmann
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Anmeldungsdatum: 21.10.2005
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 21:10:22    Titel:

breeze hat folgendes geschrieben:
Auch wenn ich nicht genau weiß, wo bei einem schwarzen Loch "hinten" sein soll: der urknall - wenn es ihn gegeben hat - soll seinen Ursprung in einer Singularität haben, also einem Zustand, der dem eines schwarzen Lochs sehr nahe kommt: keine räumliche Ausdehnung und unendlich hohe Dichte (das eine setzt das andere voraus) - insofern verstehe ich nicht, warum vorhin jemand was von "fast" kein Volumen geschrieben hat.


Auf Grund der Gesetze der Quantenmechanik ergibt sich für das Volumen der Singularität zwar ein extrem kleiner Wert - weit unter dem Volumen eines Atoms - aber nicht ganz 0.
Was sehr bequem ist, da sonst Divisionen durch 0 auftauchen würden und dieser Rechenschritt ist im allgemeinen recht unangenehm.

breeze hat folgendes geschrieben:
Hawking hat ja zumindest schon mal rausgefunden, daß sie nicht schwarz sind die schwarzen Löcher. Es ist also keine Einbahnstrasse. Es gibt eine Weg heraus.


Wie hat er das herausgefunden und welcher Weg wäre das?
ätznatron
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 381

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2006 - 22:50:23    Titel:

meisenmann hat folgendes geschrieben:
Wie hat er das herausgefunden und welcher Weg wäre das?


Mit hilfe der Mathematik ?!?!

Ich hab mal davon gelesen. ist aber echt zu kompliziert, hab auch net viel verstanden … ist so eine Art tunneln, wenn ich mich recht entsinne wegen der unschärfe, aber irgendwie kommt ein Teil der Materie wieder als Information an die Oberfläche (das Schwarze Loch strahlt , daher auch Hawking-Strahlung)
Ringo Dingo
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Anmeldungsdatum: 20.07.2006
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2006 - 00:27:29    Titel:

ätznatron hat folgendes geschrieben:


ich habe vage in Erinnerung, dass man Quarks nicht trennen kann, sprich Protonen nicht in ihre einzelnen Quarks und Gluonen zerfallen können (wegen der enorm starken anziehung der Gluonen) allerdings, kann ich mir gut vorstellen, dass dies in einem SL passieren kann, wegen des enormen Druckes eben…

Fachquarksimpeleinde-philosphen ihr Wink


Jo Quarks kann man nicht trennen da sie durch die starke Wechselwirkung wie der name bereits sagt stark verbunden sind.

Bei euren ganzen Theorien solltet ihr allerdings nicht vergessen das es viel wahrscheinlicher ist das nach den bisherigen Gesetzen der ART die Zeit stehen bleibt.
Außerdem wird Jedes Objekt nach Hawkings Theorien im schwarzen loch so zugerichtet das es keine wirkliche Information mehr nach außen tragen kann.

Nun gut bevor ich mich noch totgähne geh ich lieber mal in mein Schwarzes Loch ... ähm ich meine Bett Rolling Eyes
meisenmann
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Anmeldungsdatum: 21.10.2005
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2006 - 00:30:05    Titel:

Die Hawking-Strahlung hat aber leider überhaupt nichts damit zu tun, dass irgendetwas das schwarze Loch nach überschreiten des Ereignishorizonts wieder verlassen würde können.

Hawking bemerkte folgendes:
Bei dem Quantenprozess der Paarbildung nahe des Ereignishorizonts eines schwarzen Loches, "fällt" jeweils nur eines der beiden Teilchen (also Teilchen oder Antiteilchen) in das Loch, während das andere entkommen kann. Da der Paarbildungsprozess ja das "Ausborgen" und sofortige "Zurückzahlen" - was ja gleichbedeutend mit der Vernichtung des, aus dem Nichts gebildeten Teilchenpaares ist - der geborgten Energie, die notwendig für die Bildung der beiden Teilchen war, verlangt, würde hier auf den ersten Blick der Massenerhaltungssatz verletzt werden, da Energie bzw. Materie aus dem Nichts entstünde.
Hawking belegte jedoch, dass diese Energie nicht aus dem Nichts, sondern vom schwarzen Loch käme, was dazu führen würde, dass schwarze Löcher altern und irgendwann "verdampfen" würden.

Was dann von dem schwarzen Loch überbleiben würde (vieleicht sogar eine nackte Singularität?) bietet wieder Platz für einige Spekulationen.

Auf jeden Fall werden die vom schwarzen Loch "geflohenen" Teilchen / Antiteilchen als Hawking-Strahlung bezeichnet, was in keinster Weise einen Weg zurück aus einem schwarzen Loch durch den Ereignishorizont erlaubt.
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