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Islamisierung vs. Demokratisierung
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LucyDiamond
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 18:36:02    Titel: Islamisierung vs. Demokratisierung

Das (Un-)Wort "Islamisierung" taucht immer häufiger als Synonym für ein zukünftiges Schreckensszenario in den Medien auf. Wie steht es mit der Gegenseite ?

Wurde der Irakkrieg nicht unter anderem mit dem Ziel geführt, die dortige Gesellschaft dort zu demokratisieren ? Was denken wohl die dort lebenden Menschen darüber ?
Man kann darüber streiten, ob Saddam ein tolles Regime geführt hat, darum geht es hier aber gar nicht.

Der Westen scheint die Aufzwingung unserer Werte auf die arabische Welt zu unterstützen und praktiziert diese bereits aktiv. Mit welchem Recht tun wir das ?


EDIT... Hab den Threadtitel geändert Christianisierung passte nicht wirklich.


Zuletzt bearbeitet von LucyDiamond am 24 Aug 2006 - 17:53:15, insgesamt 2-mal bearbeitet
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:11:35    Titel:

Demokratie ist keine Erfindung des Westens. Die UN - Charta der Menschenrechte kein Beschluss des Bundestages.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:14:18    Titel:

Wenn hier schon die UN-Charta als Verteidigung gegenüber dem Treiben von Westmächten im Irak angebracht wird:

Dieser Krieg ist noch immer völkerrechtswidrig... (sprich: die damaligen Aktionen der USA waren in keinster weise durch ein UN-Mandat abgedeckt, noch wurde nachträglich eiens erteilt...)

Viele Grüße, Cyrix
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:14:19    Titel:

Ganz ehrlich, würde mich mal eine Umfrage im Gesamtirak interessieren, ob die Bevölkerung die Situation unter Saddam als besser empfand. Die Medien zeigen uns ja meist nur einen Teil des Landes (z.B. Baghdad) wo es zu zahlreichen Terroranschlägen kommt. Wie sieht es im Rest des Landes aus?
Immerhin hat Saddam sein Land in mehrere Kriege mit Millionen von Opfern geführt. So dürften sich ein Großteil der Bevölkerung jetzt deutlich sicherer fühlen.
Wie gesagt, ich weiß es nicht, es ist bloß eine Vermutung, dass eine Mehrheit die aktuelle Situation als besser empfinden dürfte.

Gruß
Pauker
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:14:22    Titel:

Die Werte des Westens sind nicht eins mit "Christianisierung" (wie es der Titel deines Threads suggeriert) ebensowenig kann die "arabische Welt" mit dem Islam oder "Islamisierung" gleichgesetzt werden.

M.E. sind deine Fragen und Aussagen etwas unpräzise...
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:16:13    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ganz ehrlich, würde mich mal eine Umfrage im Gesamtirak interessieren, ob die Bevölkerung die Situation unter Saddam als besser empfand. Die Medien zeigen uns ja meist nur einen Teil des Landes (z.B. Baghdad) wo es zu zahlreichen Terroranschlägen kommt. Wie sieht es im Rest des Landes aus?
Immerhin hat Saddam sein Land in mehrere Kriege mit Millionen von Opfern geführt. So dürften sich ein Großteil der Bevölkerung jetzt deutlich sicherer fühlen.


Ich sage nicht, dass die Situation jetzt besser oder schlechter ist. Ich sage nur, dass die Maßnahmen, wie eingegriffen wurde, nicht richtig waren...

Vele Grüße, cyrix
Pauker
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Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:20:40    Titel:

Das sehe ich genau so. Nur wenn man es vom Ergebnis her betrachtet, mag es vielleicht doch nicht so schlecht gewesen sein.
Ich kann es leider nicht als grundlegend falsch sehen, Saddam zu beseitigen. Die Motive, Hintergründe und das völkerrechtliche Problem sehe ich dabei durchaus.

Es ist schon ein Paradox und kaum lösbar. Will man Demokratie in einem Land einführen, das bei einer freien Wahl vermutlich die Demokratie gleich wieder abschaffen würde?

Gibt es dafür eine Lösung? Vermutlich nicht.

Ansonsten hat Borabora Recht. Was hat der Irakkrieg mit einer Christianisierung zu tun? M.W. wurden dort nicht Missionare hingeschickt um die Ungläubigen zu bekehren.

Gruß
Pauker
LucyDiamond
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:36:01    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Die Werte des Westens sind nicht eins mit "Christianisierung" (wie es der Titel deines Threads suggeriert) ebensowenig kann die "arabische Welt" mit dem Islam oder "Islamisierung" gleichgesetzt werden.

M.E. sind deine Fragen und Aussagen etwas unpräzise...


Natürlich sind "Islamisierung" und "Christianisierung" unpräzise, aber ein Threadtitel sollte nunmal nicht 100 Zeichen lang sein.

Damit wollte ich ausdrücken, dass hierzulanden viele Menschen Angst vor einer "feindlichen Übernahme" unseres Rechtsstaats durch den Islam haben (Islamisierung), während sie gleichzeitig gutheißen oder sogar wünschen, dass das gleiche, nur umgekehrt, mit der arabischen Welt passiert.

Die Frage ist eigentlich, ab wann ein Staat oder eine Staatengemeinschaft das Recht hat, sich in die Angelegenheiten eines anderen Staates unter Ausübung extremer Gewalt einzumischen, wie es im Irakkrieg der Fall war.

Eine Umfrage im Irak, ob es Ihnen nun besser geht, wäre in der Tat extrem interessant. War der Bombenteppich besser als das vorherige Regime ? Ist es dort denn nun wirklich sicherer ? Ich denke eher, dass der Irakkrieg nicht stabilisierend, sondern destabilisierend auf die Region gewirkt hat.
schelm
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2006 - 19:49:06    Titel:

LucyDiamond schrieb :

Zitat:
Die Frage ist eigentlich, ab wann ein Staat oder eine Staatengemeinschaft das Recht hat, sich in die Angelegenheiten eines anderen Staates unter Ausübung extremer Gewalt einzumischen, wie es im Irakkrieg der Fall war.


Religiös betrachtet überhaupt nicht. Im Spiel der Aufrechnung und Reaktion auf Untaten stellt sich die Frage jedoch anders.

Was nämlich sind innere Angelegenheiten ? Die eines Regimes oder die einer unterdrückten Bevölkerung ?


Zuletzt bearbeitet von schelm am 23 Aug 2006 - 19:51:41, insgesamt einmal bearbeitet
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2006 - 15:52:01    Titel:

Was für ein wundervoller Panikmacher!!
Da wird mir echt schlecht und das beste ist doch, das tatsächlich einige Dinge falsch dargestellt werden.....
Zum Beispiel, der Kupferstich....ich habe damals den Mann bei, ich glaube es war Maischberger, gesehen.
Hier seine Stellungnahme:

Zitat:
Hier war bis vor kurzem ein Kupferstich von Mohammed zu sehen, wie ihn sich ein Künstler aus dem 17. Jhdt. in Paris vorstellte.
In Büchern europäischer Bibliotheken gibt es unzählige Mohammedabbildungen. In Europa ist es nun mal üblich, dass Künstler ihre Vorstellungen z.B. von Gott(vater), dem Gottessohn Jesus, dem Hl. Geist, Maria, den Heiligen oder Religionsstiftern wie Buddha, Konfuzius oder Mohammed bildlich umsetzen. Das gehört zur - heute in Deutschland grundgesetzlich geschützten - Freiheit der Kunst.
Doch auch in muslimischen Büchern ist das Gesicht Mohammeds bisweilen abgebildet. So zeigt ein türkisches Manuskript (für den Sultan Shak-Rhokh) aus dem 15. Jhdt. "Das Buch der Himmelfahrt Mohammeds und das Gedächtnisbuch der Heiligen" den Propheten.
Nach häufigen Gesprächen mit muslimischen Freunden, auf ihre Bitten hin und als Zeichen interkonfessioneller Toleranz wurde das Bild einstweilen entfernt.


Quelle: hier

Natürlich sind die Reaktionen völlig überzogen, wir leben in einem westlichen Land mit Meinungs-Pressefreiheit und die muss unter allen Umständen verteidigt werden. Da sollte man sich ( wenn es geht ) nicht einschüchtern lassen. Aber diese billige Panikmache und dann noch in der Welt....da bin ich echt enttäuscht. Aber da hat wohl mal wieder ein gganz eifriger Reporter das Wort Dhimmi entdeckt und wollte daraus eine "tolle" Story machen: Herzlichen GLückwunscht, besser hätte es die Bild auch nicht gekonnt!!!!
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