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Islamisierung vs. Demokratisierung
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LucyDiamond
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 01:00:48    Titel:

@schelm :
1. Schön, dass du mir Schwarz-Weiß-Denken vorwirfst. Passt aber überhaupt nicht.

2. Wenn irgendwann in 3-4 Jahrzehnten 30% Muslime und 30% Afrikaner (ja, die kommen auch irgendwann nach Norden gewandert !) in Deutschland wohnen, weil wir viele Einwanderer haben und gleichzeitig die Deutschen immer weniger Lust auf Kinder haben, dann ist das halt so. Meinst du, man könnte eine solche Entwicklung überhaupt stoppen ? Wie denn ? Willst du eine Mauer um Deutschland bauen und Scharfschützen postieren ?

Es ist im Übrigen ziemlich sinnlos, über eine Welt, wie sie eventuell in 30 oder 40 Jahren aussieht, zu spekulieren, und simple Milchmädchenrechnungen (x Millionen Ausländer + y Nachkommen) heranzuziehen, um Angst vor dem Verfall unserer demokratischen Werte zu schüren.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 22:23:10    Titel:

LucyDiamond hat folgendes geschrieben:
@schelm :
1. Schön, dass du mir Schwarz-Weiß-Denken vorwirfst. Passt aber überhaupt nicht.

2. Wenn irgendwann in 3-4 Jahrzehnten 30% Muslime und 30% Afrikaner (ja, die kommen auch irgendwann nach Norden gewandert !) in Deutschland wohnen, weil wir viele Einwanderer haben und gleichzeitig die Deutschen immer weniger Lust auf Kinder haben, dann ist das halt so. Meinst du, man könnte eine solche Entwicklung überhaupt stoppen ? Wie denn ? Willst du eine Mauer um Deutschland bauen und Scharfschützen postieren ?


Nicht schön , dass du mir Vorurteile unterstellst , oder was meinst du mit :dann ist es halt so ? Das klingt wie ein : Dann haben wir halt Pech gehabt. Gehst du also diesbezüglich von dir selbst aus ,wenn man es so sehen könnte ?

Darüber sprach ich nicht ! Ich versuche mit dem gesagten im Beitrag , keine allgemeine Warnung vor Überfremdung heraus zugeben. Es ist also keine Frage von gegenüberstellenden Zahlen . Es geht um die Kompatibilität von unterschiedlichen kulturellen Inhalten mit den Werten und Ansprüchen einer freiheitlichen Gesellschaft. Simpel ausgedrückt : Du kennst sicher das Lied : A Dios le pido von Juanes ?

Mit 30 - 40 % Vertreter einer derart lebensbejahenden , auch freizügigen latein - amerikanischen Kultur eingebettet in einer Demokratie , gibt es keine nennenswerten Differenzen.

Die Differenzen von denen ich sprach,liegen in kollektivistischen und z.T. stark religiösen Prioritätensetzungen , auch sich über die Intentionen einer FDGO und den Gedanken einer freien , individuellen Lebensführung hinweg setzenden Ausrichtung des täglichen Lebens. Stichwort " Parallelgesellschaften "

Im " kleinen Maßstab " mag dies für eine Gesellschaft relativ unproblematisch hinzunehmen sein. Nicht jedoch bei benannten Bevölkerungsrelationen....

Sich darüber Gedanken zu machen , meinst du , macht also keinen Sinn ?

Vielleicht ist dies aber gerade das , was einen Patrioten auch ausmacht ? Die Sorge um die Zukunft des Landes , in dem er lebt ?

Ganz im Gegenteil , liebe LucyDiamond : Ich sehe es gar als mein Recht ( ! ) als Bürger diese Landes zu erfahren , ob Millionen Menschen , welche hinzugekommen sind , ein verläßlicher Partner für die Werte dieses Landes , seine Freiheit und Individualität darstellen, oder ob ein relevanter Teil diese Werte im Kern ( Gleichheit Mann / Frau , individuelle Freiheit / Freizügigkeit / Religion Privatsache ) ablehnt und als revisionsbedürftig betrachtet. Oder dahingehend von Fundamentalisten verführbar wäre.

Damit meine ich keinen formalen Gesinnungstest. Nein , viel mehr !

So wie sich z.B. viele Deutsche gegen Nazis engagieren , Bürgerinitiativen , Verbände etc. , eine geistige Auseinandersetzung mit problematischen Randgruppen führen , erwarte ich ebenfalls eine sichtbare und ergebnisorientierte Auseinandersetzung von modernen Muslimen mit vorsintflutlichen Positionen in ihren eigenen Reihen.

Keine Ahnung , ob dies statt findet ?! Zumindest wäre es mir nicht bekannt !

M.f.G. Schelm Rolling Eyes
Karl Martell
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Anmeldungsdatum: 02.09.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2006 - 20:55:01    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:

Vielleicht ist dies aber gerade das , was einen Patrioten auch ausmacht ? Die Sorge um die Zukunft des Landes , in dem er lebt ?


Das ist eine sehr gute einstellung, von da ausgehend kann man dann sich wirkliche Gedanken machen und echte Diskussionen ohne ideologische Scheuklappen führen.
Donald D.
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Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2006 - 12:22:18    Titel:

Zitat:

Sorge um die Zukunft des Landes

Durchaus berechtigte Sorgen.

Zitat:

Die Dhimmi-Liste

Seit dem 11. September 2001 hat der vorauseilende Gehorsam zugenommen. Da ein Teil der Muslime sich schon beim Aufstehen beleidigt und diskriminiert fühlt, sind viele Europäer dienstwillig bemüht, alles zu unterlassen, was die Söhne Mohammeds verstimmen könnte.

Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch

Christen und Juden, die sich freiwillig unterwerfen, um als Menschen zweiter Klasse im Reich des Islam zu leben, werden im Koran als Dhimmi bezeichnet. Immer häufiger beschleicht uns der Eindruck, dass ein freiwilliges Dhimmitum um sich greift. Ein kleiner Ausflug in die Zeitungsarchive der letzten zwei Jahre bringt eine erstaunliche Fülle von Dokumenten dieser merkwürdigen Anpassung zutage. Was im Einzelnen vielleicht als skurrile Episode durchgehen mag, stimmt in der Zusammenschau nachdenklich.

Der Staatsschutz in NRW bittet die Besitzerin eines Pferdes namens Mohammed, ihr Tier schnellstmöglich umzubenennen. Die DRK-Klinik in Hannover richtet eine eigene Abteilung für Muslime ein. Die Stadt Venedig verhindert bei der Biennale 2005 die Aufstellung eines schwarzen Kubus, der an die Kaaba in Mekka erinnern könnte. Nachdem auf der Kölner Karnevalsveranstaltung "Stunksitzung" ein Sketch über Selbstmordattentäter aufgeführt wird, kritisiert der stellvertretende Bürgermeister, dies rücke den Dschihad und die Hamas in ein schlechtes Licht. Der Geschäftsführer des Comitee Düsseldorfer Carneval erklärt: "Es wird keine islamkritische Satire geben." Die Bezirksregierung Düsseldorf fordert die Betreiber einer Internet-Seite auf, einen satirischen Beitrag über das islamische Bilderverbot vom Netz zu nehmen. Die Düsseldorfer Kunstakademie entfernt die islamkritische Skulptur "Aggression" aus ihrer Jahreswerkschau. (Was ist eigentlich in Düsseldorf los?) Ein Kaufmann aus Senden wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er das Wort Koran auf Klopapier druckte. Der italienische Minister Roberto Calderoli muss zurücktreten, weil er ein T-Shirt mit dänischen Mohammed-Karikaturen getragen hatte. Der Betreiber eines norddeutschen Internet-Providers kündigt einem Kunden, der die Mohammed-Karikaturen auf seine Website gestellt hatte. Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé veröffentlicht Zeitungsanzeigen in Saudi-Arabien mit dem Text: "Wir sind Schweizer, keine Dänen." Harald Schmidt erklärt zum Thema Witze über den Islam: "Davon lasse ich die Finger." Man brauche "die nötige Portion Feigheit". Ein Lehrer aus Baden-Württemberg löscht nach massiven Drohungen einen Mohammed-Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert von seiner Latein-Website. Die Betreiber eines rheinischen Bordells schwärzen die Flaggen islamischer Teilnehmerstaaten der Fußball-WM auf ihrem Werbeplakat. Die Sparkasse Mainfranken entschuldigt sich bei der islamischen Gemeinschaft Würzburg und stoppt das Verteilen eines Fußballs, der mit den Flaggen der WM-Teilnehmerstaaten bedruckt war, darunter der saudi-arabischen (zwei Quadratzentimeter groß), auf der die Worte Allah und Mohammed stehen. In Riccione an der italienischen Adria wird ein spezieller Muslime-Strand eingerichtet, zu dem Ungläubige keinen Zugang haben. Englands größter Vergnügungspark offeriert einen National Muslim Fun Day, bei dem alles unterlassen wird, was Muslimen missfallen könnte.


Wir wissen nicht, ob sich da tatsächlich ein Trend zeigt. Womöglich sind wir auf diesem Gebiet etwas übersensibel. Schließlich dürfen wir in Münchner Biergärten immer noch alkoholhaltige Getränke zu uns nehmen und versonnen auf die schönen Beine der Flaneurinnen blicken.

http://www.welt.de/data/2006/08/25/1009133.html
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2006 - 17:45:52    Titel:

Die bildliche Darstellung des Propheten sollte im westlichen Kulturkreis genau so möglich sein wie das verspeisen der den Hindus heiligen Kühe.

Wenn das nicht so gesehen wird, zeigt das schon, dass wir uns von den entsprechenden Gewaltexzessen haben beeindrucken lassen.

Niemand verbietet die Einhaltung religiöser Regeln für diejenigen, die daran glauben. Dass diese selbstverständlich nicht für diejenigen gelten, die eben nicht daran glauben, ist doch eigentlich banal.

Würden wir auf die Befindlichkeiten jeglicher Religion auf dieser Erde Rücksicht nehmen, wären wir schon alle tot.

Gruß
Pauker
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2006 - 17:51:02    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:

Natürlich sind die Reaktionen völlig überzogen, wir leben in einem westlichen Land mit Meinungs-Pressefreiheit und die muss unter allen Umständen verteidigt werden. Da sollte man sich ( wenn es geht ) nicht einschüchtern lassen. Aber diese billige Panikmache und dann noch in der Welt....da bin ich echt enttäuscht.


Billig??? Gestern haben sie herausgefunden, dass die zwei Libanesen schon zur WM zuschlagen wollten, wegen den Karrikaturen.

Zudem ist schon lange bekannt, dass die Moslem-Delegation aus Dänemark selbst irgendwelche Karrikaturen erfunden hat oder sonst woher zauberte, die nie gedruckt worden. U.a. trieb dort Mohammed Geschlechtsverkehr mit einem Schwein.

In Afrika haben sie deswegen Christen in Autoreifen gesteckt und angezündet. Und du redest von billiger Panikmache. Immer dieses "Ja es war schlimm, aber...." ist echt zum Kotzen.
Donald D.
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Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2006 - 19:24:43    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
Was für ein wundervoller Panikmacher!!
Da wird mir echt schlecht und das beste ist doch, das tatsächlich einige Dinge falsch dargestellt werden.....
Zum Beispiel, der Kupferstich....ich habe damals den Mann bei, ich glaube es war Maischberger, gesehen.
Hier seine Stellungnahme:
(...)


Dann handelt es sich um eine andere Begebenheit. Stell dir vor, ich habe besagten Lehrer auch im TV gesehen - und zwar bei "Hart aber Fair". Dort war ganz klar die Rede von Drohungen und Einschüchterungsversuchen, woraufhin der Lehrer die entsprechenden Bebilderungen zurück zog - um nämlich seine Schüler zu schützen.

Da fällt mir noch ein: während besagter Sendung wurden extra alle erwähnten Bilder n i c h t gezeigt. Man will ja schließlich nicht den "berechtigten" Zorn einiger Muslime auf sich ziehen.
Carlo2006
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 22:50:29    Titel:

Hallo,

Islam und Demokratie funktioniert beides zusammen?
Ich finde ja was die Wahl in Palästina belegt, und allseits von allen Beobachtern der Wahl, also UNO,EU, als demokratische Wahl ohne Zwischenfälle bestättigt wurde, nur was nicht passt ist das Ergebniss,
als Sieger dieser demokratischen Wahl ging die Hamas hervor, die man aber von Israelischer und Amerikanischer seite, als Sieger, nicht anerkannte.

Das selbe gilt für den Iran, eine von allen Internationalen Beobachtern als demokratische Wahl bestättigtes Votum für Ahmedischad, wird von Westlichen Politikern angezweifelt.

Die Frage sollte lauten, glauben die Westlichen Vetreter noch an die Demokratie!

Viele westliche Politiker würden z.Bsp. es viel lieber sehen wenn im Iran wieder, natürlich mit westlicher unterstützung, ein Shah Implementiert würde, so als Marionette des Westens, der das eigene Volk knechtet wie es halt die jetzige iranische Regierung auch tut, man schreit halt auf weil die momentane Unterdrückung des iranischen Volkes nicht im Interresse des Westens geschieht, das ist das eigentliche Problem.

Die USA und Israel und viele gleichgesinnte haben überhaupt kein interesse daran das es demokratische Wahlen z.Bsp in Äqypten, Saudi-Arabien, Jordanien gibt, weil die demokratischen Ergebnisse dieser Wahlen nicht den Eigenen Interressen entsprechen würde,sprich, bei demokratischen Wahlen in den oben genannten Ländern wären allessamt islamische Parteien Wahlsieger.

In der Westlichen Demokratie wird viel geheuchelt, man will keinen Demokratischen Wettbewerb mit diesen Ländern, die auch noch die eigenen Ziele verfolgen..........wo kommen wir den da hin!


Carlo
Donald D.
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Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 23:03:45    Titel:

Carlo2006 hat folgendes geschrieben:

als Sieger dieser demokratischen Wahl ging die Hamas hervor, die man aber von Israelischer und Amerikanischer seite, als Sieger, nicht anerkannte.


Tatsächlich? Ich glaube, den Sieg als solchen (übrigens ein Armutszeugnis sondergleichen für die Palästinenser) hat man sehr wohl anerkannt. Es ist wohl war, dass unsere westlichen Demokratien kein überbordendes Interesse verspüren, zu dieser Terrorbande großartig diplomatische Kontakte zu knüpfen. Zu unserem zivilisierten Verständnis von Demokratie und Rechtstaatlichkeit gehört nämlich auch, dass man das Existenzrecht der anderen Länder anerkennt und diese nicht etwa mit Terror überzieht.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 23:36:22    Titel:

Schon eine knifflige Situation, wenn eine Terrorgruppe eine demokratische Wahl gewinnt. Muss ich das akzeptieren?

Gruß
Pauker
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