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Islamisierung vs. Demokratisierung
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Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:13:45    Titel:

HIer auch sehr informativ: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,437357,00.html

Ich finde die Dikussion langasm wirklich anstrengend und empfinde es persönlich, als ausgesprochener Gegner des Papstes, wie einen ständigen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Selbst der naivste Komiker traut sich doch nicht mehr, Witze über den Islam zu machen, so wie über jede andere Religion.

Islamkritiker bekommen haufenweise Morddrohungen und die Medien wollen einem auch noch einreden, man müsse Rücksicht auf die Gefühle der Moslems nehmen.

Ein weiterer Grund, wehsalb ich den Islam mehr und mehr ablehne. Andere Religion gestatten mir wenigstens über sie zu sagen was ich will, weswegen sie auch erst gar nicht mein Interesse hervorrufen. Ich bin nicht Mitglied dieser Religion und kann daher über irgendeinen Propheten sagen was ich für richtig halte. Alles andere widerspricht meinem Freiheitsdenken. Ich hoffe, der Papst wird sich nicht im Geringsten für die Äußerung entschuldigen.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:17:42    Titel:

Rojin hat folgendes geschrieben:
Es ist schon so richtig..ich meinte nur vom Inhalt her ist es falsch,denn die Behauptung des Kaisers,welches der Papst zitiert hat entspricht nicht der Wahrheit.
Ich habe auch nirgendswo gehört,dass er es selbst kritisiert hat?!
Wann und wo denn?


Ein Satz vorm Zitat. Aus Recht komischs Link hier der Ausschnitt in dem der Papst den Kaiser zitiert:

Zitat:
In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde (διάλεξις – Kontroverse) kommt der Kaiser auf das Thema des Djihād, des heiligen Krieges zu sprechen. Der Kaiser wußte sicher, daß in Sure 2, 256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns die Kenner sagen, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war. Aber der Kaiser kannte natürlich auch die im Koran niedergelegten – später entstandenen – Bestimmungen über den heiligen Krieg. Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von „Schriftbesitzern“ und „Ungläubigen“ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. „Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann...".


Im Kontext gelesen ist das doch ganz ok was der Papst erzählt.

Der Schlusssatz:
Zitat:
„Nicht vernunftgemäß, nicht mit dem Logos handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gesprächspartner gesagt. In diesen großen Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gesprächspartner ein. Sie selber immer wieder zu finden, ist die große Aufgabe der Universität.

finde ich sogar schön.

Alles in allem ist der Vortrag doch wirklich unspektakulär. Oder erkenne ich in der späten Abendstunde die große Kontroverse nicht?
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:21:37    Titel:

Zitat:
Ich hoffe, der Papst wird sich nicht im Geringsten für die Äußerung entschuldigen.


Dafür, dass er jemanden zitiert hat??? Ich finde es eher eigenartig, dass der Kontext, in dem der Satz steht, kaum Beachtung findet.
Schade - aber alle Muslime nun über einen Kamm zu scheren ist irgendwie absurd.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:23:03    Titel:

Die fundamental Islamisten nutzen doch jede Möglichkeit aus um etwas für ihre Propaganda auszuschlachten.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:24:38    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:

Schade - aber alle Muslime nun über einen Kamm zu scheren ist irgendwie absurd.


Sämtliche muslimische Verbände in Deutschland haben die Rede kritisiert. Wenn soll man denn noch außen vor lassen beim "über einen Kamm scheren"?
Boush
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:30:33    Titel:

Muslimen steht es also nicht zu andere zu kritisieren weil sie selbst kritisiert werden?
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:32:15    Titel:

Boush hat folgendes geschrieben:
Muslimen steht es also nicht zu andere zu kritisieren weil sie selbst kritisiert werden?


Es geht darum, dass ein Zitat vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde, nur um ja nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, man habe sich in seinen altertümlichen Ehrvorstellungen angreifen lassen.
Boush
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:51:08    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:
borabora hat folgendes geschrieben:

Schade - aber alle Muslime nun über einen Kamm zu scheren ist irgendwie absurd.


Sämtliche muslimische Verbände in Deutschland haben die Rede kritisiert. Wenn soll man denn noch außen vor lassen beim "über einen Kamm scheren"?


Es ging doch darum, das du alle Muslime anscheinend über einen Kamm scheren musst, da ja alle Muslime die Rede des Papstes kritisierten.


Ps: Wenn jetzt wieder etwas rassistisches, beleidigendes oder völlig schwachsinniges von dir kommt, dann gehe ich nicht weiter drauf ein.


mfg
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:58:29    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:
borabora hat folgendes geschrieben:

Schade - aber alle Muslime nun über einen Kamm zu scheren ist irgendwie absurd.


Sämtliche muslimische Verbände in Deutschland haben die Rede kritisiert. Wenn soll man denn noch außen vor lassen beim "über einen Kamm scheren"?


Mark123 hat folgendes geschrieben:
Es geht darum, dass ein Zitat vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde, nur um ja nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, man habe sich in seinen altertümlichen Ehrvorstellungen angreifen lassen.


Kritik ist doch durchaus legitim, auch dann, wenn man sie als ungerechtfertigt empfindet - das ist eine Meinungsfrage, bei der sich keine absolute Inhaltskontrolle dahingehend vornehmen läßt.
Der Schutz der Meinungsfreiheit endet nicht, nur weil nach der zwangsläufig subjektiven Bewertung eine bestimmte Meinung als wertlos erscheint - das gilt für Muslime wie auch für den Papst; es würde ein nicht auflösbarer Widerspruch erzeugt, würden wir unter Berufung auf die Meinungsfreiheit abweichende Meinungen für schlechthin unzulässig erklären.

Finalität hinsichtlich der Vermeidung eines Verdachtes altertümlicher Ehrvorstellungen, die recht wenig mit dem Islam als Religion zu tun haben, erscheinen mir nebenbei etwas arg weit hergeholt bzw. unterstellt.

Aus-dem-Zusammenhang-reißen ist nun auch keine unbekannte Größe in den Untiefen der bundesrepublikanischen politischen Rhetorik und hat schon über Tage und Wochen hinweg deutsche Zeitungen gefüllt, bis der letzte Hinterbänkler sich zu einer angeblichen Stellungnahme geäußert hat, die per stille Post in eine Schlagzeile geraten ist.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 01:03:05    Titel:

Boush hat folgendes geschrieben:

Es ging doch darum, das du alle Muslime anscheinend über einen Kamm scheren musst, da ja alle Muslime die Rede des Papstes kritisierten.

Ps: Wenn jetzt wieder etwas rassistisches, beleidigendes oder völlig schwachsinniges von dir kommt, dann gehe ich nicht weiter drauf ein.


Das ist auch gerne eine Taktik, welche man bei Islamkritikern anwendet. Jede Kritik muss offensichtlich rassisitische und beleidigende Elemente enthalten, und wenn man über gewissen Tendenzen innerhalb der Religion redet, wird einem gleich vorgeworfen, man schere alle über einen Kamm.

Es ist eine provozierende Diskussionsgrundlage, da der Gegenüber natürlich weiß, dass man nicht jedes Einzelschicksaal berücksichtigen kann, sondern nach der Natur der Sache in einem gewissen Maße pauschalisieren muss.

Mein Statement ist: Der Islam ist in der Mehrheit nicht in der Lage, Kritik zu akzeptieren und neigt zu aggresiven Tendenzen, sobald man es doch wagt. Kritiker werden als Hitler bezeichnet http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,437299,00.html und man glaubt, der Sache angemessen entgegengetreten zu sein. Statt Argumenten folgen nur weitere Denunzierungen.

Das ist übrigens ein weit verbreitestes Problem insgesamt in der moslemischen Bevölkerung in Deutschland. Jede Ablehnung wird als Rassismus bezeichnet. Ich habe mich mal länger mit meiner Hausverwalterin unterhalten, die 30 Häuser in meiner Stadt verwaltet. Wenn sie moslemische Bewerber, aus welchen Gründen auch immer ablehnt, wird sie unverhältnismäßig häufig sofort als Nazi beschimpft, und man "könne ihr Foto morgen in der Bildzeitung wiederfinden". Generell scheint also ein Problem mit Kritik in der islamischen Welt zu herrschen, da eine persönliche Ehrverletzung sofort als Ursache angenommen wird.


Zuletzt bearbeitet von Mark123 am 16 Sep 2006 - 01:05:12, insgesamt einmal bearbeitet
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