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Preispolitik der Energiekonzerne ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Preispolitik der Energiekonzerne ?
 
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Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:03:11    Titel: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Neben manischen Verschwörungskaspereien sowie Islam/Christengepoltere in diesem Forum, dürfte es auch noch realere Themen geben.

Mich würde z.B. eure Meinung zur aktuellen Preispolitik der Energiekonzerne interessieren. Sollte man sie gewähren lassen ? Wäre eine stärkere staatliche Regulierung von Nöten ? Sitzen vermutlich zu viele Volksvertreter in den Aufsichtsräten ?

Angesichts der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung wäre ein weiteres Drehen an der Preisschraube nicht der Sargnagel der Konjunktur ?

Nach meiner Meinung müßte der Staat hier vehement regulierend eingreifen. Die regionalen Monopolstellungen der Energielieferanten stelle ich ebenfalls in Frage. Ich kann mich irren und bin deshalb Meinungen sowie Infos gespannt.

BB
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:11:30    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:
Wäre eine stärkere staatliche Regulierung von Nöten ?


Eher das Gegenteil. Endlich die Märtke öffnen, dann reguliert sich alles von alleine.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:16:41    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:
Nach meiner Meinung müßte der Staat hier vehement regulierend eingreifen. Die regionalen Monopolstellungen der Energielieferanten stelle ich ebenfalls in Frage. Ich kann mich irren und bin deshalb Meinungen sowie Infos gespannt.


Tja, der Energiesektor ist ein typisches Beispiel für fehlgeschlagene Privatisierung. Wettbewerb war gewollt und Monopolisierung fand statt. Betrachtet man die AKWs und die sonstigen Kraftwerke bezüglich ihrer Kostenstruktur, so wird deutlich, dass die Fixkosten ein sehr sehr großes Gewicht haben. Handelt es sich beim Energiesektor daher vielleicht um einen Fall für das natürliche Monopol? Dann ist die derzeitige Oligopolsituation auf jeden Fall suboptimal und sollte aufgebrochen werden. In Anbetracht von riesigen AKWs und Konsorten erscheint es logisch, dass die Fixkosten dominieren und es zu einer Monopolisierung kommen musste.

Meiner Meinung nach sollte die Monopolisierung weiter voran getrieben und der Monopolist am Ende reguliert werden. Es erscheint mir beinahe unmöglich die Stromanbieter soweit zu Verkleinern und zu Regionalisieren, dass echter Wettbewerb stattfinden könnte, obwohl dies natürlich die beste Alternative wäre.

Ökonomische Grüße
coffeinjunky


Zuletzt bearbeitet von coffeinjunky am 26 Aug 2006 - 19:55:42, insgesamt einmal bearbeitet
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:18:16    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Mark123 hat folgendes geschrieben:
Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:
Wäre eine stärkere staatliche Regulierung von Nöten ?


Eher das Gegenteil. Endlich die Märtke öffnen, dann reguliert sich alles von alleine.


Die Frage ist, ob das überhaupt möglich ist. Zum Energielieferant gehört auch immer noch sein Verteilernetz. Das Netz müßte , ähnlich wir bei der Telekom, von weiteren Anbietern gepachtet/gemietet werden. Da sähe die Kalkulation dieser neuen Anbieter wahrscheinlich bescheiden aus.

BB
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:24:58    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:



Meiner Meinung nach sollte die Monopolisierung weiter voran getrieben und der Monopolist am Ende reguliert werden. Es erscheint mir beinahe unmöglich die Stromanbieter soweit zu Verkleinern und zu Regionalisieren, dass echter Wettbewerb stattfinden könnte, obwohl dies natürlich die beste Alternative wäre.

Ökonomische Grüße
coffeinjunky


Sehe ich eigentlich genauso. Nur würde ich diesem Monopolist am Ende auch nicht trauen. Mit Volksvertretern jeglicher Farbgebung im Aufsichtsrat lässt sich auch prima Kohle scheffeln, welche man schließlich seinen Aktionären schuldig ist.
Wäre Verstaatlichung so fatal ?

BB
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:27:49    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Mark123 hat folgendes geschrieben:
Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:
Wäre eine stärkere staatliche Regulierung von Nöten ?


Eher das Gegenteil. Endlich die Märtke öffnen, dann reguliert sich alles von alleine.


Naja. Bundesweit gibt es 4 große Konzerne, die sich den Markt teilen: EON, EnBW, RWE und Vattenfall. Wo soll hier noch großer Wettbewerb stattfinden?

Viele Grüße, Cyrix
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:37:37    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

Blaubarschbube hat folgendes geschrieben:
Wäre Verstaatlichung so fatal?


Ja, Verstaatlichung wäre fatal. Zum einen ist der Energiesektor extra privatisiert worden (vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran), was dazu geführt hat, dass die Unternehmen mittlerweile AGs sind. Eine Verstaatlichung würde Enteignung der kleinen Bürger (Aktionäre) bedeuten. Dies kann und sollte nicht gewollt sein.

Ferner ist nicht ersichtlich, wo der große Unterschied zwischen einem regulierten Monopolisten und einem Staatsbetrieb sein soll. Beide haben keinen Anreiz Kosten zu sparen, beide haben keinen Anreiz effizienter zu werden und beide haben keinen Anreiz sich vermehrt um die Belange der Kunden zu kümmern. Die Verstaatlichung würde rein gar nichts bringen.

Alles in allem finde ich es aber sehr positiv, wenn die Energiekonzerne zur Zeit die Preis möglichst so stark erhöhen wie sie können. Es gibt keine bessere Förderung alternativer Energieträger wie z.B, Photovoltaik oder Geothermie-Anlagen als ein hoher Absatz, welcher durch hohe Stromkosten entsteht. Natürlich wäre eine massive staatliche Förderung zusätzlich noch sehr zu begrüßen.

Beste Grüße
coffeinjunky
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:40:47    Titel:

@ erneuerbare Energien:

Die laufen doch derzeit nur so gut, weil hier massiv staatlich subventioniert wird. Rein aus der Produktion ist die Kilowattstunde Kernenergie wesentlich billiger als die vom Windrad erzeugte. (zumal hier ziemlich viel fehlinvestiert wurd, eben weil es so hohe Fördersummen gab...)

Viele Grüße, Cyrix
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 19:42:23    Titel: Re: Preispolitik der Energiekonzerne ?

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Naja. Bundesweit gibt es 4 große Konzerne, die sich den Markt teilen: EON, EnBW, RWE und Vattenfall. Wo soll hier noch großer Wettbewerb stattfinden?


Wettbewerb in einem Oligopol ist nicht unmöglich. Das Problem ist nur, dass die entsprechenden Preise bei Oligopolwettbewerb (bei sehr hohen Fixkosten) niemals so niedrig sein können wie bei einer Monopolsituation.

Die Krankenkassen sind übrigens auch so ein Fall, in dem eine zu hohe Anbieterzahl suboptimal sein könnte....

Beste Grüße
coffeinjunky
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2006 - 20:00:02    Titel:

Zitat:
Meiner Meinung nach sollte die Monopolisierung weiter voran getrieben und der Monopolist am Ende reguliert werden. Es erscheint mir beinahe unmöglich die Stromanbieter soweit zu Verkleinern und zu Regionalisieren, dass echter Wettbewerb stattfinden könnte, obwohl dies natürlich die beste Alternative wäre.

Mich würde interessieren, warum du so denkst. Natürlich dominieren z.Zt. die großen Anlagen (Braunkohle,- Atomkraftwerke), aber die Technologie geht doch immer mehr zu einer Regionalisierung durch Windkraftanlagen, Solaranlagen, Biogasproduktion, Kraft-Wärmekupplung usw.
Und was die großen Anlagen betrifft, könnten die nicht durch ein Joint-Venture gemeinsam durch mehrere kleine Anbieter betrieben werden?
Dann müsste man nur noch die großen KOnzerne durhc die Kartellbehörden zerschlagen und schwupps! hätte man Wettbewerb. Wink
Würde das funktionieren?

Edit: Ausserdem müsste man natürlich das Leitungsnetz unter die Aufsicht von Regulierungsbehöredn stellen (ist gluab ich bereits der Fall) oder gleich den Konzernen abkaufen und in staatliche Hand führen.
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