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Preispolitik der Energiekonzerne ?
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Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 16:19:08    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:


40 Prozent des Strompreises gehen an den Staat, in Form von Erneuerbare Energien Gesetz, Kraft-Wärmekopplungsgesetz, Konzessionsabgabe, Ökosteuer und Mehrwertsteuer. Seit der "Marktöffnung" haben sich die staatlichen Abgaben verfünffacht. Preise werden reguliert, garantierte Abnahmepreise für Ökostrom müssen bezahlt werden und strenge Gesetze regeln die Versorgungssicherheit.



Ich werde jetzt nicht auf den Grünen rumhacken. Aber was man sich da so alles vorgestellt hatte, ging auch meist in die Hose.
Aber ich sehe jetzt das Ganze mal ein bischen aus Lieschen Müller`s Sicht.
Wo ist diese 40 % Staatsabgabe geblieben ? Welche Techniken sind neu entstanden und massentauglich einsetzbar ?
Oder ist es doch wieder der grenzenlose Lobbyismus in dieser Republik, welcher Neues im Keim erstickt und Milliarden scheffelt, nach dem Motto." Ach .. ne klitzekleine Erhöhung muß noch drin sein. "

BB
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 17:56:30    Titel:

40% sind vielerlei Abgaben aber weitere 40% entfallen auf den bloßen Transport von Energie. Ich denke das wäre ein weiterer Posten den man sich genauer betrachten sollte.

Zitat:
Von dem, was die Haushalte für ihren Stromverbrauch bezahlen, entfallen etwa 20 Prozent auf die Erzeugung der elektrischen Energie und etwa 40 Prozent auf den Transport von den Kraftwerken und Windparks zu den Verbrauchszentren sowie auf die Verteilung vor Ort. Dieser Anteil ist so hoch, weil sich elektrische Energie nur über eigene, ständig erforderliche Leitungen transportieren läßt und weil vor allem die örtliche Verteilung über das Niederspannungsnetz (meistens Erdkabel) sehr teuer ist. Weitere rund 40 Prozent ihrer Stromkosten müssen die Haushalte für Stromsteuer, Abgaben und Mehrwertsteuer aufwenden.


Quelle: http://www.energie-fakten.de/html/strompreis.html
polity_x
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 18:53:54    Titel:

Nun, vielleicht sollten wir uns auch einmal das Faktum Energiesicherheit anschauen. Natürlich ist der Transport für Energie - in diesem Falle elektrische - Teuer, doch was ist damit verbunden? Das komplette Versorgungssystem, die elektrische Infrastruktur. Dies geht von Hochspannunsleitungen, Umspannwerke bis zum Drehstromzähler im eigenen Keller.
Diese Durchleitungsgebühren, welche anfallen, zu senken wäre vergleichbar zu einer Entscheidung, anderen Beförderungsunternehmen zu erlauben, für einen Spottpreis die Bahngleise der DB zu nutzen.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 18:59:31    Titel:

Ich denke eher, dass es mehr Anreize zur dezentralen Energiegewinnung geben sollte.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:01:12    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Ich denke eher, dass es mehr Anreize zur dezentralen Energiegewinnung geben sollte.


Wie könnte man dies deiner Meinung nach bewerkstelligen?

Fragende Grüße
coffeinjunky
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:03:34    Titel:

An diesem Punkt führe ich gerne meinen heimatlichen Nachbarort Schönau im Schwarzwald vor:

über sie: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/0704/blickpunkt/0059/index.html

Selbstdarstellung:
http://www.ews-schoenau.de/

SO stelle ich mir das vor Wink
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:29:35    Titel:

Ok, wenn ich das richtig sehe, dann hat eine Bürgerbewegung Geld aufgetrieben und das Netz aufgekauft. Das ist ja nichts anderes als der Geist des Kapitalismus (Entrepreneurship), der hier gewirkt hat, nur das neben der Gewinnerzielung auch ideologische Gesichtspunkte eine Rolle spielen.

Frage: Wie kann man soetwas bundesweit fördern?

Fragende Grüße
coffeinjunky
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:33:45    Titel:

Sie haben das Netz gekauft und ein eigenes Kraftwerk gebaut.

Vielleicht, um solche Modelle weiter zu verbreiten, sollte man als "Kleinkraftwerkserbauer und -entwickler" die Kommunen umgarnen dem Beispiel zu folgen. Schönau ist seit jeher CDU-regiert, insofern sollte Parteizugehörigkeit keine Rolle spielen.

Finanzielle Anreize für Kommunen aus dem Säckel des Landes oder Bundes wären wohl auch nicht verkehrt, doch es geht offenbar auch ohne... (und woher nehmen?)

Für ein "Modell Schönau" sind die Bürger gefordert - also was willst du hören CJ? Wäre ich Bürgermeisterin oder Gemeinderatsmitglied, würde ich mich jedenfalls dafür stark machen.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:45:59    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Für ein "Modell Schönau" sind die Bürger gefordert - also was willst du hören CJ? Wäre ich Bürgermeisterin oder Gemeinderatsmitglied, würde ich mich jedenfalls dafür stark machen.


Genau. Ich versuche immer solche Sachen aus der Makroebene heraus zu betrachten und zu überlegen, wie man nun auf der Mikro-Ebene die Anreize als Staat setzen könnte.

Beste Grüße
coffeinjunky
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2006 - 19:50:36    Titel:

Man könnte - als Staat Wink - den abgekoppelten Gemeinden Steuern erlassen. Z.B. die Ökosteuer.
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