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Wie überzeuge ich einen Neoliberalen
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Koyaanisqatsi
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 15:00:50    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
@bürger

Wer ist "wir"? Und weshalb sollte JEDER Mensch im Interesse der "Allgemeinheit" (die zu definieren wäre) handeln? Es ist durchaus legitim egoistisch zu sein (auch wenn mir das persönlich nicht gefällt) und deshalb ist mir ein Neoliberaler, der offen zum neoliberalen Programm steht, lieber als die Vertreter Strömungen, die ebenfalls egoistisch sind, sich jedoch hinter vorgeblich "im Allgemeininteresse stehenden" Programmatiken verstecken.


Finde hier geht es eher ums Vertrauen,
was allein aus oben Unterstrichenem enthalten. (nicht persönlich bb)
Der Neoliberale vertraut dem Linken nicht und umgekehrt.
Beide haben Angst was zu verlieren und kämpfen dafür.

Vielmehr sollte die Frage doch lauten:

Wie überzeuge ich Neoliberalisten, Linke, Rechte, etc vom Menschsein!
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 15:04:17    Titel:

Darf ich fragen, was für euch Neoliberalismus ist? Was sind denn die Forderungen bzw Ansichten eines Neoliberalen?

Fragende Grüße
coffeinjunky
borabora
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Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 15:30:42    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Darf ich fragen, was für euch Neoliberalismus ist? Was sind denn die Forderungen bzw Ansichten eines Neoliberalen?

Fragende Grüße
coffeinjunky


Ich denke es geht hier um "den Neoliberalen" und nicht "den Neoliberalismus" (Obwohl ich eine Diskussion was Neo-Liberalismus noch mit Liberalismus zu tun hat spannend fänd...). Unter einem Neoliberalen verstehe ich - in Deutschland - jemand der für den Abbau von Sozialleistungen zugunsten von Steuersenkungen eintritt, jemand der "freie Märkte" fordert, doch Oligopolisierung verwirklichen will, einer der die persönliche Freiheit nicht mitdenkt (geschweige denn fordert), sondern nur an die Freiheit der Märkte, Firmen, etc. denkt. Ein Neoliberaler hat sich, so wie ich ihn verstehe, auch von der "Verantwortung des Unternehmers für sein U. und die Angestellten" losgelöst. Das Menschenbild des Neoliberalen ist: "der Mensch ist korrupt, der Mensch ist egoistisch". Vielleicht denke ich beim Neoliberalen auch an eine Art "Vulgär-Neoliberalen", der sich eben die Elemente rauspickt, die zur jew. Situation passen.

Das ist eher eine Gedankensammlung, keine Definition, und ich hoffe, dass sie als Diskussionsgrundlage zur Begriffsfindung weiterhilft.
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 16:32:59    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Darf ich fragen, was für euch Neoliberalismus ist? Was sind denn die Forderungen bzw Ansichten eines Neoliberalen?

Fragende Grüße
coffeinjunky


FDP ! Das war jetzt keine Wertung , nur eine knappe Feststellung ! D.h. auch nicht , dass ich die FDP nicht mag. Ich muss das hier so abgrenzen, da dem Neoliberalismu´s von vorne herein etwas Negatives anhängt.


BB
GinGa80
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 16:38:48    Titel:

@Mark 123: Ich glaube nicht, dass das "richtige" Anlegen von Geld Arbeitsplätze, und somit über die Lohnzahlungen das Geld auf die Armen verteilt. Ziel einer Geldanlage ist doch eine hohe Rendite, und die ist bekanntlich um so höher, je Weniger sich den Gewinn teilen (Gläubiger, Angestellte, etc.). Den Kürzeren ziehen, dankt Automatisierung usw., natürlich die Arbeitnehmer. Ich wüsste natürlich auch gern, wieso Banken Analysten einstellen, die die Finanz- & Rohstoffmärkte beobachten, wenn sie doch eigentlich damit beschäftigt sind Arbeitsplätze mit dem Geld schaffen. Ebenso schaffen Investmentbanker auch keine Arbeitsplätze. Und für Unternehmensgründer (=Arbeitsplatzschaffender) einen Kredit zu bekommen ist auch nicht gerade einfach, da (und dass wissen eben die Banken) Arbeitsplätze-Schaffen als Geldanlage eben vergleichsweise unrentabel ist.

Frage: Gibt es eigentlich arme Neoliberale? Vermutlich nein, was deutlich macht, dass es sich dabei nicht um ein Wirtschaftskonzept handelt, sondern nur um die Interessen einer (zum Glück) kleinen Minderheit.
Koyaanisqatsi
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 469

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 17:21:11    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Frage: Gibt es eigentlich arme Neoliberale? Vermutlich nein, was deutlich macht, dass es sich dabei nicht um ein Wirtschaftskonzept handelt, sondern nur um die Interessen einer (zum Glück) kleinen Minderheit.


...wenn wir also davon ausgehen, das Neoliberale durch ihre Art eigentlich ASOZIAL handeln....
...bleibt die Hoffnung, das das Finanzbudges dieser Gruppe gering ist.
Tolle Aussichten.

Wie überzeugt man also einen Neoliberalen ?
Das geht ganz einfach, siehe Jahrmarkt/Kirmes.

Einfach mit diesem komischen Hammer immer auf die Geschwüre die hervorkommen einhauhen!
Wenn man Glück gibt`s zum Schluß `nen Preis...

Die Freiheit sich nicht finanziell total versklaven zu lassen.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 19:20:59    Titel:

In Abwandlung des klugen Satzes, „Nieder mit der Bildzeitung“, ist hier schon zu postulieren, „Nieder mit dem Neoliberalismus“. Selbst in der Wikipedia liest man,
„Weiterhin definiert sich der Neoliberalismus einerseits durch eine scharfe Ablehnung totalitärer Gesellschaftssysteme sowie zentraler Wirtschaftslenkung, anderseits durch eine unmissverständliche Abkehr vom Laissez-faire des klassischen Liberalismus. “

Das kann nicht sein, da argumentiert man seit 1848 und dann so was. Da gingen wir ja der Aussicht auf die ganzen Apparatschikposten verlustig, auf die linke Buben spitzen.
„Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!“

Gruß,
W.Kaiser
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 19:36:57    Titel:

Besonders interessant ist, was Wikipedia zu den Zielen des Neoliberalismus zählt:
Zitat:
Ziele

Der Neoliberalismus strebt eine vorwiegend marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung (mit den entsprechenden Gestaltungsmerkmalen wie z.B. privates Eigentum an den Produktionsmitteln, freie Preisbildung, Wettbewerbs- und Gewerbefreiheit) an und tritt darüber hinaus für marktkonforme Eingriffe des Staates ein, wenn der Marktmechanismus versagt (siehe Marktversagen) oder nicht zu den gesamtgesellschaftlich wünschenswerten Ergebnissen führt. Hauptforderungen des Neoliberalismus sind daher Maßnahmen, die

* der Monopol- und Kartellkontrolle,
* dem sozialen Ausgleich,
* der Chancengleichheit,
* der Internalisierung externer Effekte
* sowie dem Ausgleich von Konjunkturschwankungen dienen sollen.

Der Neoliberalismus wendet sich ausdrücklich gegen jede Art monopolistischer und gruppenegoistischer Machtentfaltung (Lobbyismus) sowie gegen willkürliche staatliche Eingriffe wie z.B. marktverzerrende Subventionen oder Schutzzölle. Weiterhin definiert sich der Neoliberalismus einerseits durch eine scharfe Ablehnung totalitärer Gesellschaftssysteme sowie zentraler Wirtschaftslenkung, anderseits durch eine unmissverständliche Abkehr vom Laissez-faire des klassischen Liberalismus.


Das hört sich ganz anders an als:
Zitat:
Abbau von Sozialleistungen zugunsten von Steuersenkungen eintritt, jemand der "freie Märkte" fordert, doch Oligopolisierung verwirklichen will, einer der die persönliche Freiheit nicht mitdenkt (geschweige denn fordert), sondern nur an die Freiheit der Märkte, Firmen, etc. denkt. Ein Neoliberaler hat sich, so wie ich ihn verstehe, auch von der "Verantwortung des Unternehmers für sein U. und die Angestellten" losgelöst. Das Menschenbild des Neoliberalen ist: "der Mensch ist korrupt, der Mensch ist egoistisch". Vielleicht denke ich beim Neoliberalen auch an eine Art "Vulgär-Neoliberalen", der sich eben die Elemente rauspickt, die zur jew. Situation passen.


Ok, im ersten wurde der Neoliberalismus und im letzten Text der Neoliberale bezeichnet. Ich denke, hier sollte allgemein eine genauere Bezeichnung dessen eingeführt werden, was man denn nun ablehnt. Es ist meiner Ansicht nach einfacher über Argumente der Neoliberalen zu sprechen als über die Neoliberalen, da zumindest ich kein Bild in meinem Kopf habe, wer denn stellvertretend für die Neoliberalen sein könnte (vielleicht mit Ausnahme von Guido Westerwelle und Friedrich Merz).

Würde man über die Arbeitslosen, die Ausländer oder die 68er schimpfen hätte man sicher sehr schnell viel Protest vorgefunden. Es wundert mich, dass dies hier noch niemandem aufgefallen ist.

Beste Grüße
coffeinjunky
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 20:35:32    Titel:

Nein, ich bestehe auf die Abgrenzung von Neoliberalismus als Ideologie und Neoliberalen, die sich so nennen um so ihre Konzepte durchzuboxen aber weder Liberalismus und/ oder Neoliberalismus (als theoretische Konzepte) dabei im Kopf haben!
coffeinjunky
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 20:39:13    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Nein, ich bestehe auf die Abgrenzung von Neoliberalismus als Ideologie und Neoliberalen, die sich so nennen um so ihre Konzepte durchzuboxen aber weder Liberalismus und/ oder Neoliberalismus (als theoretische Konzepte) dabei im Kopf haben!


Wer nennt sich selbst denn neoliberal?

Fragende Grüße
coffeinjunky
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