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Wie überzeuge ich einen Neoliberalen
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masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 22:36:22    Titel:

...womit wir einen weiteren Punkt für die "liste" hätten Wink
-fördert die Umweltverschmutzung und hemmungslose Ausbeutung der Arbeiter (nicht nur) in den 3.-Welt-Ländern
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 23:03:10    Titel:

MArk 123

Question Wir suchen gerade nach Merkmalen eines Neoliberalen, über Globalisierung, Sozialstaat, etc. gibts andere Threads hast du dich mit deinem Beitrag vertan? Falls du darüber diskutieren willst eröffne doch einen Thread, oder suche einen alten.

Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 23:08:41    Titel:

Wenn man ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Auffassungen un Lösungsansätzen über einen Kamm schert mit Ich find euch Leute echt... kommt man mitunter etwas durcheinander.


Das gleich kann natürlich auch geschehen wenn kausale Abhängigkeiten nicht gesehen werden. Weniger Staat und mehr private Vorsorge und Verantwortung des Einzelnen bedeutet immer weniger Fürsorge, in der Praxis also Sozialabbau.

Protektionismus kommt ursprünglich von Schutz, während Freiheit ein Wort wie Löffelstiel ist, es kommt immer darauf an wer von was befreit werden soll, wenn Freiheit gefordert wird.

Aus diesem Grunde sind solche Allgemeinplätze völlig gegenstandslos und beliebig, eben Löffelstil, solange nicht Roß und Reiter genannt werden, denn es gibt durchaus Kompromiße zwischen der ökonomisch vielleicht sinnvollen Freiheit einer bestimmten Gruppe und dem berechtigten Interesses eines Schutzes einer großen Mehrheit.

So können wir davon ausgehen, dass es den Mark belebt wenn wir Dienstleister aus dem Ausland zulassen, aber es würde die heimischen Anbieter ruinieren wenn diese aus Billiglohnländern stammen weil die Lebenshaltungskosten und Mieten in den Herkunftsländern andere sind.

Daraus ergeben sich langfristig betrachtet nur drei Möglichkeiten:

1) Wir überlassen alles dem sogenannten freien Spiel der Kräfte und wenn die Dienstleister aus dem Ausland billiger sind, sollen sie. Irgendwann werden sich die Löhne schon anpassen, weil es in den Ländern durch die Niedriglohnpolitik einen Aufschwung gibt. Das Problem wird sein, dass wenn es so weit ist bei uns entsprechende Dienstleiter verschwunden sein werden, die sind alle ins Ausland verschwunden.

2) Wir verbieten den Dienstleistern bei uns zu arbeiten und warten bis sich dort die entsprechenden Verhältnisse eingestellt haben. Das Problem ist, dass auch unsere hochqualifizierten Dienstleister und andere exportorientierte Unternehmen darunter leiden, wenn die Herkunfstländer ihre Unternehmen ebenso schützen.

3) Wir schützen nicht die Dienstleistungsunternehmer sondern die Löhne indem wir Mindestlöhne vereinbaren die sich nach den sozialen Bedingungen im Herkunftsland richten, so wie es im Moment geschieht. das hat den Vorteil das sich deutsche Arbeitnehmer auch bei ausländischen Dienstleistungsfirmen als Arbeitskräfte bewerben können, speziell für den deutschen Markt. Das ergibt für die Unternehmen einen Sinn, denn ein Muttersprachler lässt sich besser einsetzen als ein Fremdsprachler und wenn für beide der gleiche innerländische Tarif gilt, ist dies kein Problem.

Was wir schützen müssen, sind die Sozialstandards, nicht unbedingt die nationalen Unternehmen, weil diese von offenen Märkten ebenso profitieren können.

In diesem Sinne trete ich nicht nur für ein bedingungsloses Grundeinkommen bei uns ein, sondern für ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen, dass sich nach den jeweiligen sozialen Bedingungen des Herkunftsland, also Lebenshaltungskosten, Mieten, Energiepreise etc. richtet. Unter diesen Bedingungen ließe sich dann über eine weitergehende Liberalisierung der Märkte diskutieren, denn über die Steuern müssten sich alle Unternehmen weltweit an der gemeinsamen Finanzierung eines solchen Systems beteiligen.

Das wäre die erste richtige Antwort auf die Globalisierung der Monopole. Eine globalisierte Solidargemeinschaft derer die abhängig beschäftigt sind. Da alle Unternehmen ganz gleich wo sie produzieren immer auch alle Sozialsysteme unterstützen würden ist ein Lohndumping immer nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich, werden die Löhne zu tief bleiben die Menschen zu Hause. Gleichzeitig finanzieren die Gewinne in einer Region immer auch die Arbeitsmarktverluste einer anderen Region mit.

Das sind aber nicht die politischen Forderungen der Neoliberalen. Davon könnnen wir aber den ein oder anderen vielleicht mit viel gutem Zureden überzeugen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 23:16:41    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
MArk 123

Question Wir suchen gerade nach Merkmalen eines Neoliberalen, über Globalisierung, Sozialstaat, etc. gibts andere Threads hast du dich mit deinem Beitrag vertan? Falls du darüber diskutieren willst eröffne doch einen Thread, oder suche einen alten.



Wie wäre es, wenn du einen solchen Thread eröffnest. Der Initiator jedenfalls wollte eine andere Diskussion lostreten, da er ja schon genau zu wissen schien was ein Neoliberalist ist.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 23:20:41    Titel:

Sind Neoliberale nicht auch Heuschreckenzüchter? Das wäre dann Punkt 9, oder?

Sarkastische Grüße
coffeinjunky


Zuletzt bearbeitet von coffeinjunky am 30 Aug 2006 - 23:47:32, insgesamt einmal bearbeitet
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 23:36:47    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

3) Wir schützen nicht die Dienstleistungsunternehmer sondern die Löhne indem wir Mindestlöhne vereinbaren die sich nach den sozialen Bedingungen im Herkunftsland richten, so wie es im Moment geschieht. das hat den Vorteil das sich deutsche Arbeitnehmer auch bei ausländischen Dienstleistungsfirmen als Arbeitskräfte bewerben können, speziell für den deutschen Markt. Das ergibt für die Unternehmen einen Sinn, denn ein Muttersprachler lässt sich besser einsetzen als ein Fremdsprachler und wenn für beide der gleiche innerländische Tarif gilt, ist dies kein Problem.


Das ist natürlich absolut richtig und wäre die ideale Lösung, aber würde es nicht dazu führen, dass Unternehmen für bestimmte Leistungen überhaupt nicht mehr auf deutsche Arbeiter zurückgreifen? Wird nicht Chin, Polen und Konsorten in 20 Jahren so weit sein, dass es gleiche Qualität bei geringeren Kosten bringt? Im Moment sieht man noch deutliche Qualitätsunterschiede, aber dieser Unterschied wird in Zukunft verwischen. Und ich glaube nciht, dass die soziologische Entwicklung in China mit der ökonomischen mithalten kann. Bedeutet: die Chinesen werden die selbe Lesitung wie die Deutschen bringen, aber ohne deren Ansprüche.
borabora
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 01:17:47    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Sind Neoliberale nicht auch Heuschreckenzüchter? Das wäre dann Punkt 9, oder?

Sarkastische Grüße
coffeinjunky


Question Nö. Das ist Müntis persönliche Verschwörungstheorie Wink
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 04:04:22    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Sind Neoliberale nicht auch Heuschreckenzüchter? Das wäre dann Punkt 9, oder?

Sarkastische Grüße
coffeinjunky


Ich sehe das etwas anders. Neoliberale sind vielleicht eher das zukünftige Futter der Heuschrecken, dem gegenüber anderem Futter nur noch nicht bewusst ist, dass es verfüttert wird.

Nur der allerkleinste Teil der Neoliberalen verpuppt sich und überlebt die münteferingsche Metarmorphose.

Aber nur Mut werter Sakasmus, man kann sich ja schon einmal einbilden zu den Heuschrecken zu gehören..... Twisted Evil

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 11:22:05    Titel:

Nee nee, zu den kleinen niedlichen Tieren mit Flügeln zähle ich mich nicht. Die vertragen keinen Kaffee und bekommen bei Dönern Probleme mit ihren Zähnen. Finance ist zwar in der Tat vom Stoff her spannend, nicht aber das spätere Arbeitsfeld. Nicht jeder will später für Private Equity Fonds tag ein tag aus Bilanzen lesen, Controlling-Abteilungen besuchen und Renditeprognosen erstellen.

Da gibt es wesentlich sinnvollere und spannendere Wissens- und Tätigkeitsfelder. Very Happy

Beste Grüße
coffeinjunky
St. Nimmerlein
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2006 - 20:02:39    Titel:

stelle fest: merkmal eines neoliberalen ist, dass er mindestlöhne ablehnt. nun, ich lehne mindestlöhne natürlich auch ab, so wie jeder vernünftig denkende mensch, unter anderem, weil wir in deutschland faktisch bereits einen mindestlohn haben, der auch fürs nichtstun bezahlt wird. unter diese schwelle machen sich nur die wenigsten den rücken krumm.
nur mal als seitenhieb gegen dein bedingungsloses grundeinkommen (ot: in welcher höhe eigentlich?).

als weiteres merkmal eines neoliberalen wäre zu nennen, dass er unternehmenssteuern generell für fragwürdig hält, da jede unternehmung letztlich reale personen als eigentümer hat. ich sehe das theoretisch _genau so_ (bürger wird sich an dieser stelle übergeben).
ich meine jedoch, dass das nicht unbedingt ein neoliberales konzept sein muss, abhängig davon wie man vermögende personen besteuert.

lg. bis zum snt.
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