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Konkurrenzen / Subsidiariät der Unterschlagung
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FrauSonne
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 09:08:57    Titel: Konkurrenzen / Subsidiariät der Unterschlagung

Die Unterschlagung ist ja formell subsidiär und greift nur, wenn die Tat nicht in einer anderen Vorschrift mit höherer Strafe bedroht ist. Sie ist lediglich Auffangtatbestand.

Wenn ich nun einen versuchten Betrug annehme, tritt mE die versuchte Unterschlagung dahinter zurück.

Tritt aber auch eine vollendete Unterschlagung hinter dem versuchten Betrug aus Subsidiaritätsgründen zurück?

Question
Sude
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 18
Wohnort: Leverkusen

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 12:45:47    Titel:

Das schwere Delikt hinter der die Unterschlagung zurücktritt ist, kann auch ein solches sein, das gegen das Vermögen gerichtet ist. Also auch § 263 StGB. Nach § 246 StGB soll jemand nicht wegen Unterschlagung bestraft werden, wenn die Tat bereits mit einem schweren Delikt bestraft wird. Hier ist jetzt der Strafrahmen zu vergleichen. § 246 StGB sagt Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe. Bei § 263 StGB Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Der Versuch kann nach § 23 StGB gemildert werden. Da dies im Ermessen des Gerichts steht, bleibt es dabei, das auch der versuchte Betrug ein schwereres Delikt gegenüber der vollenderen Unterschlagung darstellt.
FrauSonne
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2006 - 12:48:41    Titel:

Aaaaaah fein... das spart zumindest immens Platz Cool

Danke!
harakiri
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2006 - 15:13:20    Titel:

Prüft ihr eigentlich Delikte die sowieso subsidiär zu anderen (schon geprüften und strafbarkeit festgestellt) sind) ??

Sittze gerade an einer HA und habe wirklcih Platzprobleme weil ich alles geprüft habe.

Beulke sagt in seinem Klausurenkurs I Rn 51, dass er gerade Anfängern anrät, immer alles kurz zu prüfen und später dann auf Konkurrenzebene Subsidiarität festzustellen.

Demnach kann man ja unendlich viel Prüfen...

Wie macht man das sonst, sagt man

x könnte sich strafbar gemacht haben gem. §§ 223, 224, 25 II
--> Prüfung
--> +

x könnte sich strafbar gemacht haben gem. §§ 223, 224 26
--> das ist aber subsidiär zu 25 II und darum nicht zu prüfen

kommt mir so unprofessionell vor...

Leider steht überall immer nur dass und was wie subsidiär zu was ist, aber nicht wie man damit umgehen muss... Rolling Eyes
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