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Demonstration gegen einen Moscheenneubau in Berlin-erlaubt?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Demonstration gegen einen Moscheenneubau in Berlin-erlaubt?
 
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schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 01:18:26    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
In diesem Forum ist es immer herrlich, wie "die Stellung der Frau" in Diskussionen um die angeblich nicht-integrierten Muslime betont wird. Sie solle doch gleichberechtigt sein, arbeiten gehen, usw.

Zur selben Zeit in Diskussionen um Eva Hermann, bspw., oder ältere, durchaus heftigere Threads, wird man als Frau, die eben jene Gleichberechtigung fordert aufgefordert doch bitte das Kinder kriegen sein zu lassen... das selbe gilt für die Bezahlung von Arbeit von Frauen, etc.


Die Meinung von Hermann ist eben eine vergleichsweise harmlose , weil individuell geäußerte Meinung , welche in einer FDGO eben auch möglich ist ! Natürlich darf ein Muslim auch solch Hermannsche Meinung vertreten ! Das Problem liegt jedoch in folgendem :

Bei Eva Hermann oder einem Muslim , der in benannten Sinne dies äußert , läßt sich die gesellschaftliche Relevanz leicht einordnen.

Problematisch wird es jedoch , wenn die eben geäußerte Meinung , ein Farbtupfer in einem bunten Meinungsspektrum von Millionen Menschen... zu einem festgefügten , tradierten Programm unzähliger Menschen geworden ist oder werden kann , da weitergegeben von Generation zu Generation . Dies zu filtern - was ist persönliche Lebenseinstellung , was allgemeingültig verstandene , umzusetzende Lebensweise für alle , notfalls mit Repressalien gegen Widersacher der verordneten Lebensführung , ist die Aufgabe !

Um es nochmals zu verdeutlichen : Es ist wie : Spendet Warren Buffet seine 10 Mrd . Dollar freiwillig , oder soll diesen Leuten das Geld gleich konfisziert werden ? Beide Möglichkeiten führen zum selben Ergebnis.

Der Unterschied liegt in der Freiwilligkeit auf Grund des Respektes vorm Individuum , das andere ist eine ideologische , in der Gesellschaft verbreitete Position. Erstere Position zwingt andere also nicht die eigene Sicht selbst zu leben. Letztere tut dies und verachtet meist die zutiefst , welche nicht so leben wollen.

Fazit : Wenn zwei dasselbe tun , muß es nicht immer das gleiche sein .

Credo des interkulturellen Dialoges muß also sein : Es muß deutlich werden , wir wollen bestimmte Lebensentwürfe nicht verordnen und auch nicht werten , so lange sie auf dem individuellen Selbstbestimmungsrecht beruhen. Eine Ideologie der Zwangsbeglückung und des Automatismus , religiös - kulturell tradiert , kann nicht geduldet werden. Sie muß geistig und rechtlich bekämpft werden !
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 12:30:30    Titel:

Zitat:
Eine Ideologie der Zwangsbeglückung und des Automatismus , religiös - kulturell tradiert , kann nicht geduldet werden. Sie muß geistig und rechtlich bekämpft werden !


Dann erzähl doch mal wie du eine sog. "Ideologie" bekämpfen willst.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 15:02:13    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Eine Ideologie der Zwangsbeglückung und des Automatismus , religiös - kulturell tradiert , kann nicht geduldet werden. Sie muß geistig und rechtlich bekämpft werden !


Dann erzähl doch mal wie du eine sog. "Ideologie" bekämpfen willst.


Was eigentlich , soll die Frage implizieren ? Das es diese wirksamen , tradierten Weltbilder nicht gibt ? Es gibt sie ! Man kann natürlich die Augen verschließen und behaupten , dies wäre in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe nur eine stochastische Häufung , welche auch ebenso bei hier lebenden Italienern , Franzosen , Norwegern , Kanadiern , Australiern , Indern , Ghanesen oder Amerikanern.... auftreten könnte.

Zumindest gewinnt man das Gefühl , die Protagonisten des selektiven Individualismus , wenn es um diesbezügliche gruppendynamische Phänomene geht , versuchen dies zu vermitteln.

Geht es umgekehrt um Themen wie Wirtschaftssystem und ( vermeintliche ) soziale Gerechtigkeit , sollen all die hochgeschätzten Individuen jedoch am liebsten zu einer homogenen Einheitsmeinungsfront mutieren bzw. werden als solche gehändelt !

Nimm es nicht persönlich , ich illustriere nur ein weit verbreitetes Phänomen , welches oft anhängig an diese undifferenzierte Wertung scheinbar gleicher Phänomene auftritt.

Zugespitzt : Was wollt ihr denn , es gibt doch auch Gewalt in deutschen Familien ! Man kann es nicht mehr hören ...

Wie also bekämpft man diese tradierte Ideologie ? Mit Geduld und Konsequenz ! Ansetzende Ideen sind bereits in Arbeit und Realisierung.

Dies beginnt bei der Forderung und Umsetzung von Sprachkenntnissen beim gemeinsamen Aufwachsen in der Gesellschaft , bereits vom Kindergarten an ! Es setzt sich fort über die Kontrolle , was Imame inhaltsmäßig in den Moscheen predigen. Jeder Imam sollte hier einer Art Zulassung und Prüfung unterzogen werden. Umgekehrt darf auch nicht jederman sich Pastor nennen und öffentlich in Gotteshäusern predigen !

In der Schule sollten ebenfalls viel intensiver die Intentionen der individuellen Freiheit und deren Bedeutung für die Gesellschaft vermittelt werden. Desweiteren wäre der oft genannte Punkt der Reformation des Bildungssystem überhaupt , welches im Endeffekt dazu führen muß , insbesondere Schüler mit Migrationshintergrund signifikant bessere Abschlüsse zu ermöglichen.

Bessere Abschlüsse = Höhere Chancen im Beruf = höherer sozialer Status = freiwilliges Verlassen bestimmter ghettoähnlicher Ballungszentren ( Köln - Mühlheim z.B. ) = letztlich die Auflösung derartiger Ballungen innerhalb der nächsten Generationen .

Momentane Konsequenzen : Man bedenke nur die Trägheit des Rechtsstaates im Fall Kalif von Köln. Hassprediger müssen viel konsequenter Sanktionen erfahren , ebenfalls ihre Anhänger. Ich erwähnte es nun schon zig mal : Dazu gehören dann eben auch Konsequenzen nicht nur den Gallionsfiguren gegenüber , sondern auch wie in diesem Fall , den 5000 Fundis vom Kalifen von Köln.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 16:26:41    Titel:

Zitat:
Was eigentlich , soll die Frage implizieren ?


Meine Frage implizierte nichts über die Frage hinaus gehendes! Kein Grund zum überreagieren, ich denke die Frage ist klar und einfach gestellt. Oder etwa nicht?

Damit:
Zitat:
Das es diese wirksamen , tradierten Weltbilder nicht gibt ?


hat die Frage:
Zitat:
Dann erzähl doch mal wie du eine sog. "Ideologie" bekämpfen willst.


Nichts zu tun. Aber manch ein User fühlt sich hier durch Nachfragen wohl schon schnell provoziert Wink

Zitat:
Dies beginnt bei der Forderung und Umsetzung von Sprachkenntnissen beim gemeinsamen Aufwachsen in der Gesellschaft , bereits vom Kindergarten an ! Es setzt sich fort über die Kontrolle , was Imame inhaltsmäßig in den Moscheen predigen. Jeder Imam sollte hier einer Art Zulassung und Prüfung unterzogen werden. Umgekehrt darf auch nicht jederman sich Pastor nennen und öffentlich in Gotteshäusern predigen !


Wie ich hier schon oft geschrieben habe: Sprachförderung ist nur ein kleiner Teil des Problems. In einem KiGa in dem 2 Erzieherinnen für 25 Kinder zuständig sind ist dies nicht möglich. Die Plätze würden mehr Geld kosten --> weniger Kinder besuchen den KiGa. Eine Subventionierung wäre kaum möglich bei den klammen kommunalen Kassen.

Prüfungen für Imame würde voraussetzen, dass der Islam in D einen anderen Stellenwert bekommt. Z.B. müsste es auch muslimischen Gemeinden ermöglicht werden - wie den Kirchen auch - "Moscheen"-steuern zu erheben. Nur fordern ohne zu geben führt zu keinen Erfolgen.

Zitat:
In der Schule sollten ebenfalls viel intensiver die Intentionen der individuellen Freiheit und deren Bedeutung für die Gesellschaft vermittelt werden. Desweiteren wäre der oft genannte Punkt der Reformation des Bildungssystem überhaupt , welches im Endeffekt dazu führen muß , insbesondere Schüler mit Migrationshintergrund signifikant bessere Abschlüsse zu ermöglichen.


Bei der Zusammenkürzung von Geschichte- und Politikunterricht an den Schulen zugunsten von Naturwissenschaften wird dies den Lehrern kaum möglich sein. An diesem Punkt bleiben weiterhin die Elternhäuser gefordert. Wenn mehr Schüler bessere Abschlüsse erlangen sollen erfordert auch dies wieder Investitionen, die nicht getätigt werden, da kein Geld dafür ausgegeben wird.

Zitat:
Hassprediger müssen viel konsequenter Sanktionen erfahren , ebenfalls ihre Anhänger.


Dies erfordert jede Moschee zu überwachen, ob sich gerade ein "Hassprediger" darin aufhält und predigt.

Ich sehe bei diesen Vorschlägen wenig was die deutsche "Mehrheitsgesellschaft" leisten soll und muss. Integration ist eine beidseitge Angelegenheit, die nicht auf die Bildungs- und Erziehungseinrichtungen abgewälzt werden kann. Engagement von der deutschen Zivilgesellschaft ist hier ebenso gefragt. Vor allem im Hinblick auf den Abbau von Vorurteilen.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 17:04:16    Titel:

borabora schrieb :

Zitat:
Meine Frage implizierte nichts über die Frage hinaus gehendes! Kein Grund zum überreagieren, ich denke die Frage ist klar und einfach gestellt. Oder etwa nicht?


Meine Auslegung einer vermuteten Implikation entstand durch die Anführungszeichen bei Ideologie. Dies implizierte eben ein Ablehnen der Tatsache , dass es solche Weltbilder tradiert gibt , es sich nur um ein vereinzelt auftretendes stochastisches Phänomen handele....

Zitat:
Wie ich hier schon oft geschrieben habe: Sprachförderung ist nur ein kleiner Teil des Problems. In einem KiGa in dem 2 Erzieherinnen für 25 Kinder zuständig sind ist dies nicht möglich. Die Plätze würden mehr Geld kosten --> weniger Kinder besuchen den KiGa. Eine Subventionierung wäre kaum möglich bei den klammen kommunalen Kassen.


Wie ich schon oft geschrieben habe : Es wird die Gesellschaft eine Menge kosten ! Hier müssen Prioritäten gesetzt werden. Anstatt von einem Grundeinkommen zu träumen , sollten Gelder locker gemacht werden , welche hier möglichen extremen , kulturelle Disharmonien in der Zukunft ( Bevölkerungsdemographie ) im Ansatz schon lösungsorientiert begegnen , nicht erst dann , wenn das Kind im Brunnen liegt !

Zitat:
Prüfungen für Imame würde voraussetzen, dass der Islam in D einen anderen Stellenwert bekommt. Z.B. müsste es auch muslimischen Gemeinden ermöglicht werden - wie den Kirchen auch - "Moscheen"-steuern zu erheben. Nur fordern ohne zu geben führt zu keinen Erfolgen.


Zum einen ist mir bewußt , dass es diesbezüglich im Islam eine prinzipiell andere Organisationsstruktur gibt. Also : Jeder kann Imam sein , wenn er von der Gemeinschaft dazu berufen / bestätigt wird. Da dieses System jedoch unkalkulierbar und schwer zu kontrollieren ist --- du schriebst selbst , wie individuell der Islam ausgelegt wird --- muß der Rechtsstaat hier ebenfalls Prioritäten setzen und sich eine entsprechende Ausbildung und Überprüfung etwas kosten lassen ! Die dafür investierten Gelder wären gut angelegt !

Zitat:
Bei der Zusammenkürzung von Geschichte- und Politikunterricht an den Schulen zugunsten von Naturwissenschaften wird dies den Lehrern kaum möglich sein. An diesem Punkt bleiben weiterhin die Elternhäuser gefordert. Wenn mehr Schüler bessere Abschlüsse erlangen sollen erfordert auch dies wieder Investitionen, die nicht getätigt werden, da kein Geld dafür ausgegeben wird.


Nun , ich schrieb auch vor längerer Zeit mal , dass Migrantenfamilien , deren ( insbesondere ) Söhne Verhaltensauffällig sind , einer Familientherapie bedürfen ( im Sinne der Vermittlung der Werte der Gesellschaft ) , da ansonsten die positiven Effekte einer möglichen Denkveränderung , zu Hause vom Familienrat mir einer A...backe wieder eingerissen werden ! Das brachte mir hier im Forum den Vorwurf ein , ein Ausländerfeind zu sein .....

Wenn niemand bereit ist , die Gelder dafür zu investieren , werden wir später die Konsequenzen dieser kurzsichtigen Politik tragen müssen. Vielleicht hilft auch schon , den Lehrplan im Politikunterricht zu ändern ?

Dahingehend , wie im letzten Post als Priorität vorgeschlagen ( individuelle , freiheitliche Ethik der Gesellschaft und deren Sinn und Bedeutung )

Schelm :
Zitat:
Hassprediger müssen viel konsequenter Sanktionen erfahren , ebenfalls ihre Anhänger.

Borabora :
Zitat:
Dies erfordert jede Moschee zu überwachen, ob
sich gerade ein "Hassprediger" darin aufhält und predigt.


Eben dann nicht mehr ! Wenn die Imame ausgebildet und geprüft sind !

Zitat:
Ich sehe bei diesen Vorschlägen wenig was die deutsche "Mehrheitsgesellschaft" leisten soll und muss. Integration ist eine beidseitge Angelegenheit, die nicht auf die Bildungs- und Erziehungseinrichtungen abgewälzt werden kann. Engagement von der deutschen Zivilgesellschaft ist hier ebenso gefragt. Vor allem im Hinblick auf den Abbau von Vorurteilen.


Ich sehe bei den Vorschlägen ehrlich gesagt nur Dinge , welche die deutsche " Mehrheitsgesellschaft " leisten kann und muß ! Denn alle Vorschläge müssen von dieser initiiert und finanziert werden .

Vorurteile lassen sich in der Regel nur über sichtbare Ergebnisse abbauen ! Die Initiative der Muslime in Berlin z.B. ist dahingehend ein guter erster Schritt ! Und übrigens : Man räumte selbst ein , zu lange gezögert zu haben !

M.f.G. Schelm Rolling Eyes
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 17:17:43    Titel:

Zitat:
Meine Auslegung einer vermuteten Implikation entstand durch die Anführungszeichen bei Ideologie. Dies implizierte eben ein Ablehnen der Tatsache , dass es solche Weltbilder tradiert gibt , es sich nur um ein vereinzelt auftretendes stochastisches Phänomen handele....


Ideologie ist eben - sozialwissenschaftlich gesehen - nicht gleich Weltanschauung, deshalb setze ich es, wenn ich es umgangssprachlich verwende, in "" Wink Da brauchst du dich nicht provoziert zu fühlen.

Ich denke die Diskussion ist im dead-end. Immerhin sind wir uns darin einig, dass die derzeitige Integrationspolitik wenig erfolgversprechend ist.
Boush
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 21:14:31    Titel:

Zitat:
Dies erfordert jede Moschee zu überwachen, ob
sich gerade ein "Hassprediger" darin aufhält und predigt.


Zitat:
Eben dann nicht mehr ! Wenn die Imame ausgebildet und geprüft sind !


@Schelm, hast du Zahlen/Statistiken darüber, in wievielen Moscheen so Hass gepredigt wird? Ich würde gerne mal wissen, wie nötig es ist Imame überprüfen zu lassen und "auszubilden" (was immer das heißen mag).. Im übrigen denke ich das die zuständigen Kriminalbeamten da schon einen guten Job machen, nur bekommen wir ja logischerweise nicht alles mit... Und wie definierst du das Wort "Hass" in diesem Zusammenhang? Ist man ein Hassprediger, wenn man sagt "die Amis greifen den Irak wegen dem Öl an" und man sie dann anschließend verurteilt ggf. auch mit "Hass" ?! Oder meinst du gezielte Aufrufe zum Terrorismus?

mfg
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 22:08:51    Titel:

Boush schrieb :

Zitat:
@Schelm, hast du Zahlen/Statistiken darüber, in wie vielen Moscheen so Hass gepredigt wird? Ich würde gerne mal wissen, wie nötig es ist Imame überprüfen zu lassen und "auszubilden" (was immer das heißen mag).. Im übrigen denke ich das die zuständigen Kriminalbeamten da schon einen guten Job machen, nur bekommen wir ja logischerweise nicht alles mit...


Der zweite Teil deiner Antwort schließt also schon ein , dass es diesbezüglich ein Problem gibt ! Wie viele exakt dies sind oder tendenziell die Werte der FDGO in Frage stellen , wissen ja vermutlich nicht mal besagte Dienste und Beamte . Oftmals scheitert es schon am Verstehen der arabischen oder türkischen Sprache. Die absolute Zahl von Hasspredigern ist auch nicht vorrangig primär. Primär sind deren mögliche Auswirkungen auf wenige , zu allem entschlossene. Siehe Hr. Mohammed Atta z.B.

Ein verdeckter Ermittler macht also nur Sinn , wenn er diesbezüglich auch fit ist ! Was aber spricht gegen eine freiwillige Selbstkontrolle ? Muslime betonen doch immer wieder , dass entsprechende Koranpassagen , welche zum Kampf gegen die Ungläubigen animieren , im zeitlichen Kontext von Mohammed - Mekka - Medina zu verstehen wäre. Also dürfte dies doch kein Problem darstellen , nur solche Imame predigen zu lassen , welche dies auch richtig vermitteln , oder ?!

Zitat:
Und wie definierst du das Wort "Hass" in diesem Zusammenhang? Ist man ein Hassprediger, wenn man sagt "die Amis greifen den Irak wegen dem Öl an" und man sie dann anschließend verurteilt ggf. auch mit "Hass" ?! Oder meinst du gezielte Aufrufe zum Terrorismus?


Na ja .... zuallererst ist man überhaupt mal ein recht merkwürdiger Prediger , wenn man in einem Gotteshaus Wahlkampfpolitik macht ! Rolling Eyes

Es sollte dazu dienen ( das Gotteshaus ), die göttliche Botschaft der Liebe und Barmherzigkeit zu verbreiten , du stimmst mir sicher zu ! Seitenhiebe in die Gesellschaft sollten ermahnenden Charakter haben , sie sollten damit begründet sein aufzuzeigen , wenn das erst genannte ( Liebe und Barmherzigkeit ) verletzt wird. Keinesfalls sollten sie Interpretationsspielraum bieten , die Gläubigen zum gewalttätigen Widerstand zu mobilisieren. Ob man mit der US - Politik einverstanden ist oder nicht , spielt dabei keine Rolle. Dies gehört zum demokratischen Meinungsspektrum. Hass wäre hier allerdings , dazu aufzurufen , deshalb die USA zu bestrafen , die Ungläubigen zu schlagen , wo immer man ihrer Habhaft werden kann...

Und : Sie sollten ( die Botschaften ) eine andere , individuell bestimmte freiheitliche Lebensweise auch nicht brandmarken , weil sie den eigenen Glaubensvorstellungen eines gottgefälligen Lebens widersprechen !

Könnten sich Christen , Muslime und Atheisten oder sonstige Gläubige schon mal darauf einigen , wäre schon viel gewonnen !

M.f.G. Schelm Wink
Boush
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Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 22:28:56    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:

Der zweite Teil deiner Antwort schließt also schon ein , dass es diesbezüglich ein Problem gibt ! Wie viele exakt dies sind oder tendenziell die Werte der FDGO in Frage stellen , wissen ja vermutlich nicht mal besagte Dienste und Beamte . Oftmals scheitert es schon am Verstehen der arabischen oder türkischen Sprache.


Worauf ich hinaus wollte ist, das nicht in jeder zweiten Moschee "Hass" gepredigt wird. Es kommt eher sehr selten in Moscheen vor. (Allerdings möchte ich das problem, das es vorkommt natürlich nicht verhamlosigen) Von daher sehe ich das Programm welches du vorschlägst für ein wenig überzogen. Oder anders fomuliert: Warum sollten wir aus einer Mücke nen Elefanten machen? Ich beziehe mich dabei nicht auf das Problem, welches wir mit "Hass"predigern (ich muss "Hass" in Anführungsstrichen schreiben, da du leider nicht direkt auf meine Aussage eingegangen bist..) haben, sondern auf dieses Programm, welches mir sehr übertrieben scheint.

schelm hat folgendes geschrieben:

Ein verdeckter Ermittler macht also nur Sinn , wenn er diesbezüglich auch fit ist ! Was aber spricht gegen eine freiwillige Selbstkontrolle ? Muslime betonen doch immer wieder , das entsprechende Koranpassagen , welche zum Kampf gegen die Ungläubigen animieren , im zeitlichen Kontext von Mohammed - Mekka - Medina zu verstehen wäre. Also dürfte dies doch kein Problem darstellen , nur solche Imame predigen zu lassen , welche dies auch richtig vermitteln , oder ?!


Es spricht nichts gegen eine freiwillige Kontrolle, ich spreche mich ja nicht gegen dieses programm aus weil ich Moslim bin, sondern weil ich es für unnötig halte...

schelm hat folgendes geschrieben:

Na ja .... zuallererst ist man überhaupt mal ein recht merkwürdiger Prediger , wenn man in einem Gotteshaus Wahlkampfpolitik macht ! Rolling Eyes
Dies sollte dazu dienen ( das Gotteshaus ), die göttliche Botschaft der Liebe und Barmherzigkeit zu verbreiten , du stimmst mir sicher zu !

Seitenhiebe in die Gesellschaft sollten ermahnenden Charakter haben , sie sollten damit begründet sein aufzuzeigen , wenn das erst genannte ( Liebe und Barmherzigkeit ) verletzt wird. Keinesfalls sollten sie Interpretationsspielraum bieten , die Gläubigen zum gewalttätigen Widerstand zu mobilisieren.

Und : Sie sollten ( die Botschaften ) eine andere , individuell bestimmte freiheitliche Lebensweise auch nicht brandmarken , weil sie den eigenen Glaubensvorstellungen eines gottgefälligen Lebens widersprechen !

Könnten sich Christen , Muslime und Atheisten oder sonstige Gläubige schon mal darauf einigen , wäre schon viel gewonnen !


Dss Stimmt!
In einer Moschee kann man aber auch ruhig darüber diskutieren, wenn "Schwestern" und "Brüder" irgendwo Probleme haben oder Leid ertragen müssen... Man kann auch mit Spenden ect. helfen... Also man teilt sich die Sorgen der anderen, dafür sind wir Muslime auch bekannt! Da wird dann automatisch auch ein wenig Politik mit einbezogen.. Aber geh doch nochmal bitte auf meine Aussage bzw Frage direkt ein: Wie definierst du das Wort "Hass" in diesem Zusammenhang?

mfg
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 22:39:33    Titel:

Hatte noch ein paar Rechtschreibfehler korrigiert und Absätze leicht umgestellt , ich denke jedoch der Kern dessen hier , war auch ursprünglich zu lesen. Also bin ich doch auf deine Frage eingegangen , oder nicht ? :

Zitat:
Ob man mit der US - Politik einverstanden ist oder nicht , spielt dabei keine Rolle. Dies gehört zum demokratischen Meinungsspektrum. Hass wäre hier allerdings , dazu aufzurufen , deshalb die USA zu bestrafen , die Ungläubigen zu schlagen , wo immer man ihrer Habhaft werden kann...


Verwirrte Grüße , Schelm
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