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FR- StrafR( großer Schein)- §§ 222, 227
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banaena
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 18:51:34    Titel: FR- StrafR( großer Schein)- §§ 222, 227

Hallo,

ich habe folgendes Problem:
F fährt einen den Radfahrer R an, da sie sich mit ihrem Mann (G) angeregt unterhält. R wird in den Straßengraben geschleudert.
F will ihm helfen.
Ihr Mann G hält sie jedoch davon ab, da er keinen Kontakt mit der Polizei möchte.
Sie fahren weiter und lassen R liegen. Beide gehen davon aus, dass die Verletzungen Lebensgefährlich sind und anderweitige Hilfe auf der abgelegenen Strecke purer Zufall wäre.
R wird erst am nächsten Tag verblutet gefunden.
Wäre er alsbald gefunden worden, hätte er überlebt!

Ist das fahrlässige Tötung oder KV mit Todesfolge?
Wie hat sich der G strafbar gemacht? Zu fahrlässigem delikt kann er ja nicht anstiften?!
Was muss ich da sonst noch prüfen, außer Straßenverkehrsdelikte? Unterlassene Hilfeleistung? Aussetzung?
Recht komisch
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2006 - 20:03:42    Titel:

Mord durch Unterlassen wäre zu erwägen, Verdeckungsabsicht;
s. dazu Joecks, StGB, § 211 Rn. 58 ff.
Zu Problematik von Täterschaft und Teilnahme in solchen Fällen s. aaO § 13 Rn. 57 ff.
Zu Delikten und Konkurrenzproblemen in einem vergleichbaren Fall
Arzt, Die Strafrechtsklausur, S. 69 f.
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 12:37:32    Titel:

Ich würde das Geschehen aufteilen: Das Anfahren des Radfahrers ist eine Fahrlässigkeitstat (evtl fahrlässige KV), aber das im Strassengraben Liegenlassen hört sich eher an wie Unterlassen KV mit Todesfolge durch Unterlassen oder Totschlag durch Unterlassen).

Wäre doch möglich das die Fahrlässigkeitstat in Tateinheit mit dem Unterlassen geschieht. Auf jeden Fall hat die A eine Garantenstellung aus Ingerenz inne.
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