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Zukunftsangst
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alyara
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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 13:35:05    Titel: Zukunftsangst

hallo zusammen,
ich bin zufällig auf diese seite gestoßen, als ich unter google nach lebens- bzw. sinnkrise gesucht habe.
ich habe das problem beruflich/privat schon länger, weiß teilweise auch was ich ändern kann, aber es gelingt mir einfach nicht, ...bin am verzweifeln, vielleicht kann ich hier ein paar tipps bekommen.

vor 3 jahren habe ich meinen job verloren und zur gleichen zeit habe ich meine damalige beziehung beendet, mein selbstbewußtsein beruflich/privat war total im keller. ich dachte mir es kann ja nur noch besser werden und habe versucht mich auf die zukunft zu freuen. lange zeit war ich arbeitslos, hatte etliche aushilfsjobs, war dann selbständig und seit einem guten jahr bin ich wieder in einem festen arbeitsverhältnis. der job ist soweit ganz ok, aber ich fahre jeden tag 2 stunden mit dem wagen und mache viele ü-stunden, sodass ich nicht mehr allzuviel freizeit habe. umziehen kommt für mich nicht in frage, wohne in einer stadt und der job ist draußen auf dem land. ich kann mir nicht vorstellen, als single alleine auf dem lande zu wohnen und denke manchmal, dass ich dort verrückt werde. ich fühle mich hier schon oft sehr alleine und habe angst, dass es dort noch schlimmer sein könnte.

ich habe seitdem auch keine längere beziehung mehr gehabt, habe schon ein paar männer kennengelernt, aber der funke will nicht überspringen. ich sehne mich sehr danach! wenn ich ein date habe, merke ich wie mein selbstwertgefühl schwindet, das ist nicht gut und ich versuche es zu ändern. am wochenende gehe ich auch nur noch selten aus, die leute aus meinem bekanntenkreis haben fast alle familie und keine lust mehr auf ausgehen. - ich bin in den letzten jahre oft, sogar sehr oft alleine ausgegangen, bin schon offen und gehe auf andere menschen zu, aber es hat für mich nicht den erwünschten erfolg gebracht. mittlerweile ärgere ich mich schon, wenn ich abends aus war, ...weil ich eigentlich kein interesse mehr daran habe und am darauffolgenden tage müde bin.

dazu kommen noch finanzielle schwierigkeiten, verdiene relativ wenig und habe hohe fahrkosten. seit längerem versuche ich einen anderen job in der nähe zu finden, doch bisher hat sich da nichts getan.

ich habe unglaubliche zukunftsangst, mache mich damit verrückt, nichts ist so wie es sein sollte/könnte, ich bin total unglücklich, ...ich würde soo gerne etwas ändern und auch einiges dafür auf mich nehmen, aber ich weiß nicht was ich noch tun kann.

vielleicht war hier jemand schon in einer ähnlichen situation und kann mir ein paar tipps geben.

vielen dank im voraus!!!
lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 14:14:29    Titel:

Hi alyara,


das hier wird vielleicht nicht die Problemlösung sein, die du dir erhofft hast, aber ich seh das so:

Ich denke, man muss sich da der Situation anpassen und wenn das heißt nachzugeben, dann muss man wohl nachgeben. Umziehn zu müssen und damit Bekannte und Umgebung zurückzulassen scheint in der heutigen Arbeitswelt durchaus als grundsätzlich zumutbar zu gelten. Wer da nicht mitzieht, bekommt eben leicht Probleme, wie du sie derzeit hast, und du bist mit Sicherheit nicht alleine.

Wenn du aber für einen Weg eine Stunde in Kauf nehmen musst - gibt es nicht eine andere Stadt in der näheren Umgebung deiner Arbeitsstelle, in die du ziehen könntest? Dann hättest du nach wie vor ansprechende Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten, mehr Freizeit, weniger Weg und - einen Neuanfang. Das kann auch motivierend sein.

Alternativ: Auf halber Strecke eine Wohnung suchen, das isst weniger Weg und bei Bedarf kannst du in die andere Richung in die Stadt.

Oder: du suchst dir eben doch eine andere Arbeitsstelle. Wenn dir jetzt schon wenig Verdienst und Zeit übrig bleibt, dann bekommst du doch in deriner Gegend bestimmt irgendwas, das schlechter bezahlt wird aber mehr Zeit bleibt.
alyara
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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 14:33:05    Titel:

hallo lisbeth,
vielen dank für deine antwort. grundsätzlich gebe ich dir ja recht, ich habe es mir schon so oft überlegt, ...aber bei dem gedanken dort hinzuziehen bekomme ich regelrecht panik und ich glaube dass ist keine gute ausgangssituation. das klingt jetzt vielleicht nach 'verwöhnter göre', aber ich glaube das würde nicht gut gehen.
in der nähe meiner arbeitsstelle gibts nichts größeres und von der nächsten stadt ist die entfernung genauso weit.

ich habe kein problem mit einem umzug in eine andere stadt, ...das wäre sogar ein guter, neuer anfang Smile, mit dem gedanken kann ich mich sehr gut anfreunden.
ich werde jobmäßig einfach weiterhin die augen und ohren aufhalten und hoffen, dass sich in nächster zukunft was anderes ergibt.

liebe grüße
alyara
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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 16:41:48    Titel:

nachtrag:
mein eigentliches problem ist in meinem ersten artikel auch nicht ganz angekommen,
ich habe keinen halt mehr und das schon seit längerem, weiß einfach nicht wo ich hingehöre und zudem ist mir seit einiger zeit ständig schwindlig. körperlich habe ich es abchecken lassen, alles ok. das kommt wohl von dem gefühl "den boden unter den füßen verloren zu haben", meint meine heilpraktiterin.
septimus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2006 - 19:43:44    Titel:

Hallo,
die gefühlte Einsamkeit in Verbindung fehlender Perspektive ist verständlich. Es gilt auf jeden Fall zu verhindern, falls diese Situation auf längere Zeit so bleibt, daß sich keine depressiven Stimmungen einstellen, falls diese nicht schon vorhanden sind. Es ist bei diesen Belastungen sehr wichtig sich angenehmen Aktivitäten zu stellen, heißt positive Verstärker zu finden. Ein schönes Hobby oder sportliche Betätigungen, wo man übrigens auch sehr schnell Partner kennen lernen kann, sind dringend angesagt.
Nämlich wenn die Spirale Zukunftsangst sich manifestiert, bekommt Du zu dem 1.Problem ein 2. Problem.

Cool


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Denke lieber was du willst. Seneca
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