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Raub oder räuberische Erpressung
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smut
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 14 Sep 2006 - 19:01:31    Titel: Raub oder räuberische Erpressung

Hi,
ich sitze gerade an meiner Hausarbeit in Strafrecht. Zunächst mal den ungefähren Sachverhalt:

A und B betreten eine Tankstelle um diese auszurauben. Nach ihrem Plan wollten sie den Tankstellenangestellten mittels einer Pistole drohen ihnen das in der Kasse befindliche Geld zu geben. Sie betreten die Tankstelle.. A schreit "geld her" und genau in diesem Moment löst sich versehentlich ein schussund trifft den Tankstellenangestellten tödlich. A und B sind geschock und verlassen die Tanstelle ohne das Geld mitzunehmen obwohl ihnen das möglich gewesen wäre.

Ich hab nun bisher versuchte räuberische Erpressung mit Todesfolge geprüft. Die Abgrenzung zu raub und räuberischer erpressung habe ich in einer Prüfung des versuchten Raubes gemacht und habe dabei lediglich auf das Vorstellungsbild von A und B abgestellt wonach der Tankstellenangestellte ihnen das Geld geben solle.

Nun habe ich aber sehr oft gelesen, dass ein Streitentscheid hier gar nicht nötig ist.

Nun frag ich mich nätürlich ob meine Prüfung in der hinsicht richtig ist!

Würdet ihr hier raub oder räuberische erpressung prüfen?
Wo eröffnet ihr das Problem der Abgrenzung?
Und worauf stellt ihr dabei ab? auf das Vorstellungsbild der Täter oder darauf das sie das Geld noch hätten nehmen können.

Hoffe ihr könnt mir helfen ich steig nämlich nicht mehr durch!

Eure smut Rolling Eyes
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 11:27:35    Titel:

Hi Smut,
der Tatplan sah vor, das der Angestellte das Geld geben sollte. Liegt ein Akt des Gebens vor, hast du eine (räuberische) Erpressung. Soll das Geld genommen werden, ist es Raub. Du stellst also auf das Vorstellungsbild des Täters ab. Demnach hast du es mit einer versuchten räuberischen Erpressung zu tun.

Tatsächlich ist ein Streitentscheid, ob es innerhalb der Erpressung einer Vermögensverfügung von Seiten des Opfers bedarf, hier unnötig, da die Vermögensverfügung ja tatsächlich geschehen sollte - du brauchst also nicht zu diskutieren, ob eine verlangt werden muss.

Die Problematik, das die Täter ohne das Geld gegangen sind, obwohl sie es noch hätten nehmen können, handelst du beim Rücktritt ab. Dort musst du fragen, ob der Rücktritt freiwillig war. Das ist hier zu diskutieren. Auf mich macht es den Eindruck, als ob die Täter dermaßen entsetzt waren, das sie gar nicht anders konnten als weglaufen. Also unfreiwilliger Rücktritt.

Viel Glück!
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 11:52:38    Titel:

Wenn man einen freiwilligen Rücktritt annimmt, kommt man allerdings zu der klassichen Streitfrage, ob ein Rücktritt auch von der Erfolgsqualifikation noch möglich ist, wenn die schwere Folge bereits eingetreten ist.
Mireille
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 17:00:50    Titel:

Ich denke, das du sowieso den Streit diskutieren musst, bevor du erörterst ob der Rücktritt freiwillig war oder nicht. Denn bevor du den Rücktritt prüfst, musst du erst mal feststellen, ob der überhaupt möglich ist.
Shafirion
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2006 - 17:39:08    Titel:

Auch wieder wahr. Wink
smut
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Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2006 - 00:10:26    Titel:

hi danke für die super antwort.
Habe trotzdem noch eine kleine frage.
Du stellst ja auf das geben und nehmen ab dies ist aber ja nur eine ansicht und die andere stellt auch die innere Willensbildung des Opfers ab. Wie begründe ich bei der inneren Willensbildung denn die räuberische Erpressung.
Danke noch mal eure smut Rolling Eyes
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