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Jura als Allzweckwaffe für die Karriere?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Jura als Allzweckwaffe für die Karriere?
 
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Jemand
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Anmeldungsdatum: 20.11.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2004 - 13:05:17    Titel:

Ich hab mich jetzt übrigens angemeldet. Nur damit hier niemand was unter meinem Namen schreibt, ders nich soll. Also auf eine lange, fruchtbare Zeit in diesem Forum ^^.
JuraStudent2007
Gast






BeitragVerfasst am: 21 Nov 2004 - 00:34:39    Titel:

Also, ein paar Antworten auf Deine Fragen:

Zitat:
Mein Problem ist eben noch herauszufinden wie sehr mich Jura interessiert...Ich kann mir natürlich, wie auch bei BWL, schlecht einfach wegdenken, was ich später für eine Karriere und für ein Gehalt haben werde, deshalb ist es eben schwer für mich zu sehen was überwiegt, die Freude am Fach, oder die Aussicht auf den Arbeitsmarkt.


Zur Klärung dieser Frage habe ich nur zwei Antworten parat: zum einen die oben bereits empfohlenen Bücher. Dabei denke ich, dass das Buch von Haft Dir vielleicht eher dabei hilft, die Frage zu beantworten, ob Dich Jura interessiert, weil er mehr darauf eingeht, wie Juristen eigentlich denken (müssen) und worin die täglichen Aufgaben im Studium liegen.
Zum anderen: auch wir Studenten wussten am Anfang seltenst, ob Jura das richtige Studienfach ist. Notfalls gilt: anmelden, ein Semester lang mitstudieren und sich dann die Frage erneut stellen. Es ist keinesfalls als Karriereknick zu sehen, wenn Du Dein Studienfach wechseln solltest, vielmehr zeigt es, dass Du in der Lage bist, Entscheidungen zu treffen. Nur: versuch wirklich am Anfang eines Studiums diese Frage zu klären.

Auch allgemein möchte ich Dir empfehlen: Denke Die Deine Karriere/Zukunft nicht tot, versuche vielmehr, sie offen zu planen. Das wird Dich vor manchem Frust bewahren, wenn es später doch anders aussieht als Anfangs gedacht.

Zu Deiner Frage, ob Du vorher eine Ausbildung machen solltest, kann ich Dir leider nichts sagen, da mir eigene Erfahrungen fehlen und mir derzeit auch niemand bekannt ist, der diesen Weg gegangen ist. Abseits der Juristen habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass jene Studenten, die vor dem Studium eine Ausbildung absolviert haben, meist weitaus zielstrebiger studieren (was natürlich auch am Alter liegt).

Bis 2006 werden die meisten Universitäten in Deutschland vermutlich Eignungstests für Juraanwärter eingeführt haben, wahrscheinlich zahlst Du dann auch schon Studiengebühren und bekommst dafür ganz vieeel geboten... nein, mal ehrlich: das kann schon sein, aber auch jetzt gilt schon, dass eine Zulassung oft nicht an Deinen Abischnitt sondern an bestimmte Fächer geknüpft ist. z.B. Deutsch, Mathe, eine Fremdsprache und Latein. Ob dann Physik, Sport o.ä. Deinen Schnitt nach unten zieht, ist irrelevant.
Wenn Du 2006 Abi machst, scheinst Du jetzt in der 11. Klasse zu sein. Ganz ehrlich: warte mal auf die Zeit um das Abitur herum, dann solltest Du Dir genauer überlegen, was Du studieren willst. Bis dahin hilft pauken für den Unterricht sicher mehr. Und: wie heißt es in "Himmel über Berlin" (Wim Wenders/Peter Handke) so schön: "Als das Kind Kind war...". Wirklich, genieße erstmal das Leben, Gedanken über Deine Karriere wirst Du Dir später noch oft genug machen (müssen). Das kann man so früh einfach nicht planen. Und auch wir, die wir derzeit studieren, stehen für genau jenen Fragen.

Soviel von mir, vielleicht mag jemand noch was zur Frage "Ausbildung" kontra "Gleich Studieren" beitragen

</Kapitel Ende>
Jemand
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Anmeldungsdatum: 20.11.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 21 Nov 2004 - 17:31:30    Titel:

Aso danke nochmal, übrigens, kleiner Rechenfehler: Ich bin in der 12.Klasse.

Ich hab deshalb also nicht mehr GANZ so viel Zeit. Ich weiß zwar, dass ich immernoch etwas habe, aber ich will das ganze wirklich nicht ewig vor mir herschieben, denn ich merke ja schon jetzt, dass es sehr lange dauert meinen Weg zumindest in den Ansätzen zu finden.

Danke auf jeden Fall, auch wenn mir jetzt gerade keine weitere Frage einfällt, schreibe ich hier sicherlich demnächst (vielleicht noch heute) eine rein, also behaltet das Thema im Auge ^^.
Und ich freue mich über alle weiteren Antworten.
Jemand
Jurastudent2007
Gast






BeitragVerfasst am: 21 Nov 2004 - 22:03:16    Titel:

Ups, ja, natürlich bist Du in der 12. Klasse. Iudex non calculat, sage ich als Jurist in diesem Falle, und wie man sieht, wenn Juristen was rechnen, geht immer etwas schief.

Dann hast Du auch durchaus das Recht, Dich schon mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Wahrscheinlich gibt es bei Euch keine Möglichkeit, während der Schulzeit noch ein Praktikum zu absolvieren, vielleicht hast Du aber Bekannte, die es Dir ermöglichen können, in den nächsten Sommerferien oder Ostern mal in einem juristischen oder eher Management-orientierten Berufsfeld ein Praktikum zu absolvieren. Meist haben aber leider beide Berufsgruppen wenig Zeit, sich mit Praktikanten auseinanderzusetzen. Trotzdem: rumfragen, ausprobieren, in der Praxis erkennt man am schnellsten, was einem liegt.

Gleiches gilt für später während des Studiums: Praktika machen hilft oft mehr als die "richtige" Uni oder der "richtige" Abschluss.

Viel Erfolg
timo1986
Gast






BeitragVerfasst am: 04 Apr 2005 - 20:05:26    Titel:

Hi Leute, mal ein neuer "Beitragsschreiber": Also ich habe mir mal so ein paar hochschulrankings zu gemüte geführt und da fand ich raus, dass v. a. göttingen net son tollen ruf bei jura hat kann mir mal wer echt gute Studienplätze sagen (auf den NC kommt es wohl nicht an...Smile)
Für antworten danke ich herzlichst

-->P.S.: sorry für die abkürzungen aber bin mitten im abi stress...
tjh
jaja
Gast






BeitragVerfasst am: 03 Mai 2005 - 15:57:20    Titel:

also hab jetzt den ganzen thread gelesen und man merkt wie schlecht die informationen der schulen in bezug auf ein studium sind. da ich beide Fächer studiert habe ( BWL und Jura ) kann ich einigermassen neutral urteilen.
Grundsätzlich ist meiner Meinung nach das traditionelle BWL studium nicht zu empfehlen, einerseits zu überlaufen und zu lang, andererseits aber vor allem im internationalen bereich nicht mehr konkurrenzfähig, wenn schon BWL dann entweder ganz im ausland v.a. holland ist eine überlegung wert oder einen bachelor im inland, an einer kleinen uni oder fh, wichtig ist dann nur einen Master in einem spezialgebiet hinterherzulegen, der wiederum ziemlich teuer ist.
Beim jurastudium herrscht zwar auch konkurrenz jedoch heben sich alle studierenden untereinander ab, das liegt vor allem an den unterschieden der ausbildung in den Bundesländern, aber auch daran, dass sich die Juristische Ausbildung seit jahren im ständigen wandel befindet, das mass aller dinge in jura ist ohne zweifel die Bucerius law school in Hamburg.
ja ja ich weiss die ist teuer---- denkt ihr aber mit der entsprechenden begabung erhält jeder eine Finanzierungsmöglichkeit, soweit ich weiss ist noch keiner abgelehnt worden weil er kein geld hatte, wohl sind aber sehr viele abgewiesen worden die zwar geld hatten aber kein talent. Neben der law school glänzt die lmu München eigentlich in jedem Ranking, und sie ist die einzige uni DEUTSCHLANDS AN DER MAN JURA STUDIEREN KANN; DIE UNTER DEN tOP 50 des internationalen shanghaier hochschulrankings anzufinden ist, jedoch liegt es "FLOSKEL" an jedem selbst welche uni er gut findet, sollte man sich jedoch für sehr intelligent halten bleiben zwei möglichkeiten, entweder an einer rennomierten uni mit einem rießigem Aufwand einen mittelmäßigen Abschluss zu machen, oder an einer kleinen uni mit weniger aufwand einen besseren zu machen.
wie gesagt jeder benötigt eigene Kriterien, einigermassen hilfreich ist das stern Ranking, zwar nicht in bezug auf die Reihenfolge aber in bezug auf informationsbeschaffung in punkto unis, denn dort kann man z.b. sehen welche durchschnittsabschlussnoten erreicht werden, wie viele leute von der uni weg bzw. hin wechseln wollen usw.
Zusammenfassend muss ich von bwl in den meißten fällen abraten, denn abheben kann man sich nur mit dem nötigen kleingeld, jura ist meiner meinung nach das bessere studium für die leute die eben zwischen beiden schwanken, denn v.a. fächer wie mathe statistik stochastik etc die meiner meinung nach niemanden spass machen können, fallen weg.
www.dashochschulranking.de
Gast







BeitragVerfasst am: 03 Mai 2005 - 16:14:54    Titel:

ich habe zuerst ein semester bwl studiert und bin dann ganz schnell zu jura gewechselt. das bwl grundstudium war einfach nur gähnend langweilig. jura war (mit ausnahmen) eigentlich immer interessant.
Mark10
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Anmeldungsdatum: 04.06.2005
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04 Jun 2005 - 11:02:43    Titel:

Ich habe gerade eher zufällig eure Diskusion mitbekommen. Ich Studiere Jura und BWL (light). Es gibt noch einige Möglichkeiten mehr als bisher hier aufgeführt diese beiden Fächer zu kombinieren.
Z.B. bieten eineige Unis BWL für Jurastudenten an. Je nach Uni dauert diese Zusatzqualifikation 4-6 Semester. Sehr bekannt dafür ist z.B. Marburg (Ich weiß, ne Uni mit schlechtem Ruf). Ich habe mich mit diesem Thema auch sehr lange beschäftigt u. tue dies immer noch. Aber alle meine Infos dir hier niederzuschreiben würde wohl den Rahmen sprengen. Falls du konkreter irgendwas wissen willst, versuche ich gerne darauf einzugehen.
Ich gebe dir einen - wahrscheinlich den besten - Tip, den ich dir geben kann: Es gibt ein Buch mit dem Titel "Juristen in der ´Wirtschaft" von 2003 oder 2004. Verlag und Autoren weiß ich leider nicht auswendig.
Dieses Buch hat mir sehr geholfen und ich blättere immer noch sehr gerne darin rum. Dort werden alle die Themen, die du hier bisher diskutiert hast behandelt, es werden unzählige Möglichkeiten aufgezählt, wie man in der Wirtschaft möglichst weit voran kommt, Adressen, Berispiele, Interviews und so weiter.
Dies soll keine Schleichwerbung sein. Es ist mein persönlicher Tip.
Und noch was: Gute Noten u. hervorragende Abschlüsse bilden zwar eine Grundvoraussetzung um bei den Großen vorsprechen zu dürfen, aber erkundige dich mal, was darüber hinaus verlangt wird. Mit üpberdurchschnittlichen Sozialkompetenzen und einer Latte von solft skils hat man eben so gute Chancen.
Behalte dein Ziel vor Augen! Wichtig ist auch, dass das was du machst dir Spaß macht. Dann kommt der Erfolg oft schneller als man denkt.
Jura ist garnicht so schlecht und trocken wie immer behauptet wird.
Jemand
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Anmeldungsdatum: 20.11.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2005 - 17:36:09    Titel:

cool endlich mal eine positive meinung ^^

danke dafür, auch danke für den buchtipp.

hast du vll auch einige tipps in bezug auf die uni? mal abgesehen von marburg in bezug auf den einen punkt..

zählt der ruf der uni in jura denn sehr viel?

also ich erwäge evtl in osnabrück zu studieren, weil ich darüber recht gute dinge gehört habe und die durchfallquoten der examina in niedersachsen auch recht in ordnung sind..

kann jemand näheres dazu sagen oder eine wertung abgeben?

vll auch kritik an osnabrück?

danke schonmal wieder
Mark10
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Anmeldungsdatum: 04.06.2005
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2005 - 11:27:01    Titel:

Konkret kann ich nur zu Marburg und Bonn was sagen, da ich nur an diesen deutschen Unis studiert habe Bzw. noch studiere. Andere Unis kenne ich nur vom hören-sagen oder eben aus Rankings und so.
Auch wenn es von Studenten an nicht so renomierten Jura-Fakultäten immer bestritten wird, so kann ich aus meiner Erfahrung behaupten, dass der Studienort nicht unwichtig ist. Er ist aber auch nicht ausschlaggebend.
Erkennbar ist jedenfalls auch, dass - zumindest in den Anfangssemestern - an den Orten mit NC-Vegabeverfahren das Niveau höher ist als an NC-freien Orten.
Ich persönlich finde, die jährlich erscheinenden Rankings gut für einen groben Überblick. Ansonsten kann man diese aber getroßt in die Tonne klopfen. Regelmäßig wiedersprechen sie sich und stimmen in ihren Angaben nicht überein (Vergleich am besten selbst mal die Rankings der drei großen Herausgeber in den letzten Jahren, Stern, Focus, Spiegel).
Außerdem ist auch wichtig, was für eine Stadt oder was für ein (Studenten-)Leben du bevorzugst. Stehst du eheer auf kleine, ruhige Städte, oder willste in die Großstadt?
In Osna habe ich einen guten Freund, der Jura studiert. Als ich noch im Abi war hat er mich mal in eine Vorlesung mitgenommen. Ich fand die Uni schön, weitestgehend übersichtlich, aber schwer überfüllt. Genaueres über Internes kann ich aber such nicht sagen.
Ich denke auch, dass du erst mit der Zeit feststellen wirst, ob dir die Uni das bietet, was du willst und ob du dich dort wohlfühlst.
Davon abgesehen sind die Studieninhalte aber überall die gleichen; ist eben ein Examensfach.
Wenn du aber zielstrebig studieren willst, such dir eine nicht zu überfüllte Uni aus.
Ich für meinen Teil kann Bonn nur empfehlen! Schöne Stadt, saubere und vorzeigbare Gebäude, nah an der Partystadt Köln und keine überfüllten Hörsäle(!!!), auch sind das juristische Seminar und die Bibliothek hervorragend bestückt.
Davon abgesehen lehren hier auch ein paar renomierte Profs.
Allgemein ist Bonn auch immer sehr gut angesehen (in fast allen Rankings unter den ersten fünf).
Da ich nicht davon ausgehe, dass du dir alle in fragekommenden Unis persönlich angucken wirst, gibts da für dich nur eins: informieren, informieren, informieren...
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