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kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)
 
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testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 11:08:26    Titel: kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)

in deutschland hat man sich anscheinend mit dem kommunismus angefreundet. bei den wahlen heisst es immer öfter "unter den demokratischen parteien ist klar, das sie nicht mit der npd koalieren".

ahja. seit wann bitte gehört "die linkspartei" zu den demokratischen parteien? vor kurzem konnte man diesen satz nämlich noch mit bezug auf die pds hören. "die linkspartei" besteht zu 50% aus der SED-nachfolgepartei, und das sind keine demokraten sondern kommunisten. wer behauptet, die seien demokratisch, kann der npd schlecht verbieten, sich ebenfalls demokratisch zu nennen. und das letzteres nicht der fall ist, darüber sollte "unter ECHTEN demokraten" wohl genauso einigkeit herrschen, wie darüber, dass auch "die linkspartei" nichts in einer koalition verloren hat.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 11:25:31    Titel:

Setze dich erstmal mit dem Partei-Programm auseinander, bevor du irgendwelche platten Behauptungen rausposaunst!

Man muss nicht die Meinung dieser Leute vertreten, aber man sollte schon einen gepflegten Disskusionsstil führen, der eben verbietet mit Vorurteilen ohne einer Grundlage zu "argumentieren"...


Viele Grüße, cyrix
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 11:34:45    Titel:

für diejenigen, die zu faul sind zum googlen:

Programm der Linkspartei.PDS:
http://www.sozialisten.de/partei/dokumente/programm/index.htm

daraus kopiert:
Zitat:

2. Unser Weg: Demokratisierung der Gesellschaft
Nicht aus dem Frieden mit den Herrschenden, sondern aus der Gegenwehr der Unterdrückten und Benachteiligten und aller, die sich solidarisch für sie engagieren, entsteht eine menschlichere Gesellschaft. Die Mittel für diese Auseinandersetzungen müssen den Zielen von Gewaltfreiheit und Demokratie entsprechen, da sie sonst zum Ausgangspunkt neuer Herrschaft und Unterdrückung werden. Allerdings gibt es ein legitimes Recht auf Widerstand da, wo Personen, Gruppen und Staaten die Würde des Menschen missachten und ihrerseits Gewalt anwenden.

[...]

Die Eigentumsfrage als eine Grundfrage sozialistischer Bewegung ist für uns vor allem eine Frage der realen Verfügung über wirtschaftliche Machtressourcen, bei deren Regelung Rechtstitel eine wesentliche Rolle spielen. Entscheidend sind realer Inhalt und soziale Wirkung konkreter Eigentumsordnungen.

Die Alternative zu kapitalistischem Eigentum besteht deshalb nicht im allumfassenden Staatseigentum, sondern in der demokratischen Entscheidung über gesellschaftliche Grundprozesse und über die Förderung jener Eigentumsformen, die es am ehesten erlauben, die menschlichen Grundgüter effizient bereitzustellen und gerecht zu verteilen.


Hm, zumindest für mich hört sich dies wenig kommunistisch an. (siehe dafür auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus )


Viele Grüße, cyrix

p.s.: das Parteiprogramm der NPD habe ich im anderen sich mit diesen Wahlen beschäftigenden Thread verlinkt...
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 12:13:03    Titel:

Ich sage immer: man muss seine Geschichte kennen...

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands <-


Die Nachfolgepartei der NSDAP, die NPD, wird zu Recht in den Medien scharf kritisiert. Allerdings scheint Menschenrechtsverletzungen in Kuba und Stasi-Verbrechen leugnen mittlerweile salonfähig zu sein. Für mich ist die Linkspartei eindeutig Staatsfeind Nr.2.

Eine Partei, welche von sich selbst behauptet nur die Protestwähler anzusprechen, kann meiner Meinung nach keinen sinnvollen Beitrag zu einer funktionierenden Demokratie leisten. Die Linkspartei ist wie die NPD zu einem beachtlichen Teil Auffangbecken für die ungebildete, oft leistungsunwillige und proletarische Unterschicht.

Natürlich ist die Linkspartei der NPD vorzuziehen; aber trotzdem ist dies für mich, wie gestern schon erwähnt, eine Wahl zwischen Skylla und Charybdis.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 13:51:35    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Setze dich erstmal mit dem Partei-Programm auseinander, bevor du irgendwelche platten Behauptungen rausposaunst!


„Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.“ (Franz Müntefering 2006)

soviel zur bedeutung von parteiprogrammen.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Zitat:

2. Unser Weg: Demokratisierung der Gesellschaft
Nicht aus dem Frieden mit den Herrschenden, sondern aus der Gegenwehr der Unterdrückten und Benachteiligten und aller, die sich solidarisch für sie engagieren, entsteht eine menschlichere Gesellschaft. Die Mittel für diese Auseinandersetzungen müssen den Zielen von Gewaltfreiheit und Demokratie entsprechen, da sie sonst zum Ausgangspunkt neuer Herrschaft und Unterdrückung werden. Allerdings gibt es ein legitimes Recht auf Widerstand da, wo Personen, Gruppen und Staaten die Würde des Menschen missachten und ihrerseits Gewalt anwenden.

[...]

Die Eigentumsfrage als eine Grundfrage sozialistischer Bewegung ist für uns vor allem eine Frage der realen Verfügung über wirtschaftliche Machtressourcen, bei deren Regelung Rechtstitel eine wesentliche Rolle spielen. Entscheidend sind realer Inhalt und soziale Wirkung konkreter Eigentumsordnungen.

Die Alternative zu kapitalistischem Eigentum besteht deshalb nicht im allumfassenden Staatseigentum, sondern in der demokratischen Entscheidung über gesellschaftliche Grundprozesse und über die Förderung jener Eigentumsformen, die es am ehesten erlauben, die menschlichen Grundgüter effizient bereitzustellen und gerecht zu verteilen.


Hm, zumindest für mich hört sich dies wenig kommunistisch an. (siehe dafür auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus )


aha. und seit wann gilt dieses programm? 2003?

Zitat:

...1993 gab sich die PDS ein Parteiprogramm, dessen wesentliches Ziel die Überwindung des Kapitalismus in der Bundesrepublik und der Aufbau einer neuen sozialistischen Gesellschaft war. Um den sich teilweise widersprechenden Zielen der damaligen Parteiflügel und Strömungen Rechnung zu tragen, war das Programm so allgemein gehalten, dass es sowohl Reformern des bestehenden Gesellschaftssystems als auch denjenigen Raum bot, die gegen das bestehende Gesellschaftssystem Widerstand leisten wollten. Wesentliche Fragen, insbesondere ob die gesellschaftlichen Veränderungen parlamentarisch oder außerparlamentarisch erreicht werden sollten, blieben durch die bewusst offenen Formulierungen des Parteiprogramms unbeantwortet.

...Nach kontrovers geführter Diskussion und zwei innerparteilich sehr strittigen Programmentwürfen wurde das neue Programm im Oktober 2003 verabschiedet.

...Stärker als das alte Parteiprogramm versucht das neue, die Vorstellungen von der Überwindung des kapitalistischen Gesellschaftssystems der Bundesrepublik und vom Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft mit der Möglichkeit der Beteiligung an der politischen Mitgestaltung innerhalb des Systems (durch Regierungsbeteiligungen) zu verbinden. Auch durch das neue Parteiprogramm bleibt letztlich zweifelhaft, ob das von der PDS angestrebte sozialistische Gesellschaftsmodell mit seiner Vielzahl von beabsichtigten Eingriffen in bestehende Rechte und Strukturen mit dem Grundgesetz vereinbar wäre.

(quelle: http://www.im.nrw.de/sch/367.htm )


an deiner stelle wäre ich vorsichtig, auf irgendwelche versprechungen der politiker oder auf wahlporgramme zu vertrauen. politiker muss man an ihren taten messen, nicht an ihren absichtserklärungen. und da sieht es düster aus, und zwar für die ganze politik.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 13:59:45    Titel:

zitat aus deinem anderen post:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Christian 25 hat folgendes geschrieben:

Die PDS ist mindestens genauso schlimm wie die NPD. In vielen Programmpunkten werfen sich beide Parteien ja sogar oft vor, daß die jeweils anderen bei ihnen abgeschaut hätten!!


naja, hast du dir mal das Parteiprogramm der NSDAP aus den 20er Jahren mal angeschaut? Wir haben das mal in einer Geschichtsstunde gemacht, und folgendes festgestellt:

Da steht nichts von Judenvernichtung, von Krieg, vom "Lebensraum im Osten" oder irgendwelcher Rassenideologie (dazu hätte man "Mein Kampf" lesen müssen...), da stand etwas wie "Wir müssen die wirtschaft dazu bringen dem Volk zu dienen", "Schutz der Familie und des deutschen Volkes", "Arbeit für alle", ... Die Partei hieß nicht umsonst national-sozialistisch, denn so etwas kommt beim "kleinen Mann" an, der enttäuscht ist von der Politik, welche ihm keinen Arbeitsplatz bieten kann, und ihn in immer ärmere Verhältnisse abrutschen lässt. (siehe Weltwirtschaftskrise, Inflation, ...)


Und nun das Parteiprogramm der NPD. Auch hier findet man wieder ziemlich viele der obigen Phrasen. Auch ein "Ausländer raus" wird man nicht finden, sondern "nur" ein "Schutz der deutschen Kultur". Aber wenn man mal in Reden hineinhört, die gehalten werden, wenn ie rechte Szene sich trifft, so hört man viel über "Deutschland war am stärksten, als es noch Großdeutschland war", Verherrlichung der SS und generell des dritten Reiches, ... (und dies nicht nur von irgendwelchen Extremen, sondern z.B. auch von Spitzenkandidaten, welche sich jetzt im wahlkampf natürlich viel ruhiger geben, und eher mit obigen Phrasen punkten wollen; und es offenbar auch geschafft haben...)


Viele Grüße, Cyrix


du misst mit zweierlei maß. die nsdap hatte damals also NICHT ihre wahren absichten im parteiprogramm, genausowenig wie die npd heute. einverstanden. und was glaubst du wohl, wie es mit der pds aussieht?

aber dann solche aussagen:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Setze dich erstmal mit dem Partei-Programm auseinander, bevor du irgendwelche platten Behauptungen rausposaunst!


wozu lesen, wenn es sowieso nicht die wahren aussagen enthält? du widersprichst dir selbst...


Zuletzt bearbeitet von testbild123 am 18 Sep 2006 - 14:01:58, insgesamt einmal bearbeitet
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 14:01:39    Titel: Re: kommunismus in deutschland - wahlen in berlin und mc-pom

testbild123 hat folgendes geschrieben:

ahja. seit wann bitte gehört "die linkspartei" zu den demokratischen parteien?

Seit ihrem Bestehen. Ein Vergleich zu der NPD ist völlig unangbracht,
da die Linkspartei nie die Demokratie in Frage gestellt hat, noch
andere Parteien in ihrer politischen Arbeit behindert hat.
SED-Mitglieder sind übrigens in alle möglichen Parteien abgewandert.

Also, die Linkspartei kannst du bitte wegen ihrem Programm kritisieren
(sollte nicht zu schwer sein), aber alle 'undemokratischen' Vorwürfe
solltest du unterlassen. Sieht der Verfassungsschutz übrigens genauso-
im Gegensatz zur NPD.

Jockel
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 14:14:31    Titel:

testbild123 hat folgendes geschrieben:
soviel zur bedeutung von parteiprogrammen.


Ein Tipp meinerseits:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlprogramm
http://de.wikipedia.org/wiki/Parteiprogramm

Dies hilft vielleicht einige grobe Unklarheiten und Mißverständnisse zu beseitigen.

Beste Grüße
coffeinjunky
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 18 Sep 2006 - 14:19:22    Titel: Re: kommunismus in deutschland - wahlen in berlin und mc-pom

Jockelx hat folgendes geschrieben:
testbild123 hat folgendes geschrieben:

ahja. seit wann bitte gehört "die linkspartei" zu den demokratischen parteien?

Seit ihrem Bestehen. Ein Vergleich zu der NPD ist völlig unangbracht,
da die Linkspartei nie die Demokratie in Frage gestellt hat, noch
andere Parteien in ihrer politischen Arbeit behindert hat.
SED-Mitglieder sind übrigens in alle möglichen Parteien abgewandert.

Also, die Linkspartei kannst du bitte wegen ihrem Programm kritisieren
(sollte nicht zu schwer sein), aber alle 'undemokratischen' Vorwürfe
solltest du unterlassen. Sieht der Verfassungsschutz übrigens genauso-
im Gegensatz zur NPD.

Jockel


im juni 2005 schrieb die netzeitung:

Zitat:


Verfassungsschutz will PDS weiter beobachten

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Fromm, sieht «extremistische Bestrebungen» in der SED-Nachfolgepartei.

Die PDS steht auch weiterhin unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Es bestehe kein Anlass, darauf zu verzichten, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, «Bild am Sonntag». «Es gibt eindeutig extremistische Bestrebungen innerhalb der PDS, etwa das Marxistische Forum oder die Kommunistische Plattform.»
Auf die Frage, ob der ehemalige SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine ins Visier der Behörde gerate, wenn er zur Bundestagswahl auf einer Liste der PDS kandidiere, antwortete Fromm: „Wir interessieren uns nicht für Kandidatenlisten, sondern für extremistische Bestrebungen.«

Ziel: Systemveränderung

Nach Ansicht Fromms will die PDS nach ihrem Programm eine Systemveränderung herbeiführen, »indem sie den Sozialismus durch Überwindung der bestehenden Macht- und Eigentumsverhältnisse etablieren will«.

Mitglieder der SED-Nachfolgepartei arbeiteten mit kommunistischen Parteien und Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, hob er hervor. Aus der PDS heraus habe es »verschiedentlich auch eine Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Linksextremisten gegeben«. (nz)

(quelle: http://www.netzeitung.de/deutschland/342260.html)


soviel zum thema pds, verfassungsschutz und demokratisch.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
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BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 16:07:09    Titel:

Testbild123 hat folgendes geschrieben:

würde diese kritik die DDR betreffen, müsste man sich sorgen machen. aber sie betrifft ja nicht die DDR, denn in der DDR war alles bestens. wirtschaftlich und politisch.


Wer hat in diesem Thread behauptet? Ich jedenfalls nicht. Überhaupt, ich habe die DDR und Kaderkommunisten schon kritisiert, da gab es weder die Republikaner noch die Linkspartei, noch dieses Forum einschließlich mancher allzu dreister Förderer des Neoliberalismus. Nur Kritik der Kritik wegen ist kindisch und dumm. Kritik muss begründet sein. Zum Beispiel die fehlende Meinungsfreiheit, das Einsperren der Bevölkerung mit Todesschützen und Selbstschutzanlagen, die Idee man könne mit SS20 Frieden schaffen, Wehrkundeunterricht, das Erlernen einer schiziphrenen double speak Haltung, die Förderung von Spitzeltum und Blockwartmentalität, fehlende Kritikfähigkeit, fehlende Flexiibilität, Unterstützung einer eigenen Funktinärskaste mit Privilegien, fehlende Berufswahl und eine Polizeitstaatmentalität, Beiinflußung der Künste und Wissenschaft, Verstecken von Fehlentwicklungen etc..

Das sind die Kritikpunkte die maßgeblich sind, nicht die Wirtschaftsform für die sich eine Gesellschaft entscheidet. Demokratische Regeln erlauben eben beides, wie einige skandinavische Länder mit extrem hoher Staatsquote zeigen die auch lange Zeit aös quasi sozialistisch bezeichnet wurden. Wichtig ist dass wir entscheiden können und dürfen, was wir wollen. Wenn wir merken das wir Fehler begehen, können wir den Kurs wechseln, solange wir, der Souverän die Macht hat und sich nicht die Maßnahmen diktieren lässt. Aus diesem Grund setze ich mich für den Volksentscheid ein, als eine Weiterentwicklung der Demokratie.

Ich werde aber einen Teufel tun, bestimmte Wirtschaftsformen generell abzulehnen, denn es mag sein dass die Zukunft Situationen schafft, in der Verstaatlichungen oder staatliche Kontrolle bestimmter Industrien für das Überleben einer Gesellschaft entscheident sein können. Betrachten wir nur einmal die großen Energieunternehmen die satte Gewinne abstauben und dadurch das Kapital vom Binnenmarkt abziehen und gleichzeitig die Produktion verteuern. Hier existieren keine Marktmechanismen mehr wenn nur ein paar Unternehmen den Markt so beherrschen dass sie die Preise auf einander abstimmen können.

Wir sollten uns nicht solche Optionen durch vorzeitige Festlegungen aus der Hand nehmen lassen, in Verhandlungen sind sie ein hervoragendes Druckmittel, wenn man so will die letzte Leine die man ziehen kann, wenn die Energieriesen in ihrer Gier und Abstaubementalität jedes Maß verlieren.

Mit wir meine uns alle, die Allgemeinheit, in diesem Fall also. die Städte, die Gemeinden und die Bürger die unter den unverhältnismässig hohen Energiepreisen leiden müssen. Es gibt natürlich noch die Möglichkeit, dass wir die Kartellbehördern mit mehr Rechten ausstatten, so dass sie solche Riesen erst gar nicht zulassen sondern viel früher Unternehmen zerschlagen, damit die Konkurrenz gewahrt bleibt. Das wäre eine andere Option. Wir wären aber dumm wenn wir uns frühzeitig festlegen würden anstelle den Energieunternehmen zu sagen, wenn ihr es übertreibt dann droht die Verstaatlichung. So schnell wie dann die Preise purzeln würden würde man das vermutlich gar nicht glauben.

Die Politik unter demokratischer Kontrolle, muss das Primat behalten, um Fehlentwicklungen korrigieren können, die letzte Instanz sind dabei wir alle. Allein die Möglichkeit einer Verstaatlichung oder Zerschlagung als Druckmittel gegen allzu gierige Energieunternehmen wäre wirksamer als alle wohlgemeinten Apelle von Bundesregierung und Bundespräsidenten.
Unsere Politiker sollten es ruhig öfters anwenden.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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