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kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> kommunismus in deutschland - (wahlen in berlin und mc-pomm)
 
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schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 22:57:07    Titel:

Pauker schrieb :

Zitat:
Ich bleibe bis zum Beweis des Gegenteils bei der Vermutung, dass den Menschen auch 1989 nicht die Möglichkeit des Wählens oder der abstrakte Wert Demokratie wichtig war, sondern eigentlich und vor allem der verständliche Wunsch ein besseres Leben zu haben. Natürlich würde man es gerne etwas pathetischer und ideeller sehen...


Zuerst war es tatsächlich der Wunsch , aus der Enge auszubrechen. Der war real und er brach sich ungestüm Bahn. Dies war die Zeit der ersten Demo`s und später der Runden Tische , an denen man Demokratie übte. Dies war nicht aufgesetzt. Denn tatsächlich : Der Mensch lebt nicht von Brot allein !

Das Lebensgefühl der Zeit , als die Macht quasi auf der Strasse lag und nichts mehr Gültigkeit hatte , keiner mehr reglementiert werden konnte , das war , wie wenn in einem total stickigen Zimmer die Fenster plötzlich aufgerissen werden und eine Meeresbrise hineinweht .

Und trotzdem brach keine Anarchie aus. Eine einzigartige Zeitspanne !

Na ja - und natürlich , mit der Grenzöffnung und dem Naseplattdrücken an den Schaufenstern , kamen die anderen Bedürfnisse. So ist der Mensch eben .

M.f.G. Schelm

@ cyrix : Es hätte das Ende des Sytems nur hinausgezögert , wenn es andere Ausgangsbedingungen gehabt hätte. Niemand kann auf Dauer ein Brötchen für 5 Pfennig verkaufen und ein Bier in der Kneipe für 50 Pfennig...


Zuletzt bearbeitet von schelm am 21 Sep 2006 - 23:02:45, insgesamt 3-mal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 22:59:28    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Wobei man fairerweise erwähnen sollte, dass m.W. die Marshall-Hilfen auch den osteuropäischen Ländern angeboten wurden.

Richtig! Smile

Knackpunkt daran war aber, dass diese Gelder im wesentlichen nur zum Kauf bzw. zur beauftragung von von US-Firmen gedacht war.

Dadurch wurde nämlich die US-Wirtschaft in ihrem Abschwung abgefedert...

Außerdem macht man sich durch solche Wirtschaftshilfen ökonomische Abhängige (man braucht ja nicht nur Geräte, sondern diese auch wartung und Ersatzteile); bzw. wenigstens "Freunde" (nach dem Motto "eine Hand wäscht die andere"). Smile

Die Tschecheslowakei hätte eine solche Hilfe meines wissens auch angenommen, hätte die SU es nicht explizit untersagt...


(Aus der Sicht von Stalin ist natürlich klar, dass man unter den eigenen Vasallen-Staaten keinen "Freund" des Gegners haben will; bzw. dass sich der Gegner einkauft...)


Viele Grüße, Cyrix
GinGa80
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 22:59:42    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Bist du dir sicher? Ich wärs nicht. Vermutlich (die Situation ist schwer vorstellbar weil rein theoretisch) würde ich die Einschränkung hinnehmen, wenn ich gleichzeitig in einem Häuschen mit Familie und guter medizinischer Versorgung leben würde. Warum sich den Ärger aufhalsen?

Und um aufs Thema zurückzukommen. Die Flüchtlingsraten wären aus meiner Sicht bei weitem nicht so hoch gewesen, wenn die DDR rein wohlstandstechnisch das Arbeiter- und Bauernparadies gewesen wäre.

Ist natürlich alles sehr hypothetisch. Aber ich denke, dass der Mensch sich mit vielem abfinden kann, wenns ihm gut geht.

Gruß
Pauker


Naja ich weiss nicht ob Du es miterlebt hast. Stell Dir vor: niemals eine offene politische Diskussion, aber regelmäßige Zwangsdiskussionen in den Betrieben. 1. Mai Demo -> War denn der Herr Pauker dabei? Dann Grillabend bei Familie sowieso, ein bischen über den Durst getrunken, ein falscher Witz, upps da war ja einer von der Stasi mit eingeladen. Da konnte man es sich tatsächlich nur in den eigenen 4 Wänden gemütlich machen, vor Bespitzelung warst Du aber nirgends sicher.

Du konntest Dich nicht einfach so raushalten.

edit: 1. Mai Demo war eigentlich eher eine Parade als eine Demonstration.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 23:02:49    Titel:

zum Thema StaSi ein ganz netter Film aktuell in den Kinos: "Das Leben der Anderen"

Ist m.E. ganz gut gemacht! Smile

Viele Grüße, Cyrix
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 21 Sep 2006 - 23:54:59    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Oh, Russland und China, ist ja zur Zeit die angesagteste Wohlstandsgesellschaft. Ich les' regelmäßig über erbärmlich Arbeitsbedingungen und Korruption in China, über Russen die Sich aus wirtschaftlicher Not besaufen und von der Brücke springen oder Leitern von Bankaufsichten die erschossen werden! Alles klar, super aufgeholt.


mach mal die augen auf. nach BIP ist russland heute (2005) das 10. größte industrieland der welt, china ist auf platz 5. (1990) war russland noch noch auf platz 20 und china auf platz 9. schaut man sich das BIP (2005) nach nach kaufkraftparität an, ist russland auf platz 9 und china auf platz 2. russland hat vor kurzem seine schulden im westen zurückbezahlt und will demnächst geld an staaten VERLEIHEN statt sich welches zu pumpen!
in china gibt es eine mittelschicht von 300 millionen chinesen, die den lebensstandard eines durchschnittlichen amerikaners haben. im kommunismus hätten die davon nur geträumt.

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Bist Du Dir wirklich so sicher? Ist China nicht eigentlich auch ein kommunistisches Land? Solltest Du China gegenüber nicht auch ein wenig skeptisch sein?


ja ich bin mir sicher, dass china aufgeholt hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt

china ist ein land mit einem kapitalistischen, dezentralisierten und leistungbelohnenden wirtschaftssystem. bei der meinungsfreiheit hinken sie etwas hinterher, aber die wirtschaft ist kapitalistisch.

Zitat:

Den Ossis wurde auch der Kapitalismus teils zwangsweise übergestülpt! Wirklich gefragt wie sie sich die Zukunft vorstellen wurden sie nicht!


was heisst ihr es wurde ihnen zwangsweise übergestülpt. die ostdeutschen haben ihr system gekippt, nicht der westen. sie wollten "DM-Mark und Bananen", sie bekamen "D-Mark und Bananen". ohne die proteste im osten hätte es nie eine wiedervereinigung gegeben.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 00:12:32    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Solltest Du China gegenüber nicht auch ein wenig skeptisch sein?


p.s. in china läuft zur zeit sehr viel richtig, und vor allem SCHNELLER als in deutschland. china hat z.b. ein ambitioniertes raumfahrtprogramm und die machthabende partei hat erst kürzlich ein UMWELTPROGRAMM vorgestellt. ja, da staunst du. die chinesen sind ja keine idioten, es gibt jetzt ein offizielles regierungsprogramm um die massive umweltverschmutzung in den griff zu bekommen. und auch die arbeitsbedinungen bessern sich. aufgrund der westlichen presse kann es sich nämlich kaum (noch) ein zulieferer leisten, in china leute "knechten" zu lassen. viele große chinesische zulieferer haben sich schon selbst einen "code of conduct" gegeben. natürlich ist noch längst nicht alles perfekt, aber die chinesen sind ziemlich schnell, was verbesserungen anbelangt.

aus meiner sicht ist china "the place to be". "so gott will", werde ich daher versuchen, mir meinen krümel von diesem mega-superkuchen zu holen, anstatt irgendwelchen sozialistischen tagträumen anheimzufallen. und dasselbe würde ich auch dir empfehlen, denn der kuchen wächst jedes jahr mit exorbitanten wachstumsraten und daher ist er groß genug für uns alle. Cool Very Happy
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 00:52:06    Titel:

testbild 123 schrieb :

Zitat:
denn der kuchen wächst jedes jahr mit exorbitanten wachstumsraten und daher ist er groß genug für uns alle.


Verschluck dich nicht an zu großen Stücken ! Smile Denk an die New Economy....

Vor China fürchte ich mich nicht. Dauerhaft ohne Demokratie werden sie sich nicht nachhaltig am Weltmarkt durchsetzen. Mit Demokratie sind sie einzuordnen als Konkurrent wie Amerika.
GinGa80
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 01:00:20    Titel:

testbild123 hat folgendes geschrieben:
...anstatt irgendwelchen sozialistischen tagträumen anheimzufallen.


Hier ging es nicht um Tagträumerei, sondern eigentlich nur um den Grund des Zusammenbruchs der DDR bzw. des Ostblocks.

Dein Diskussionsstil gleicht einem Hasen der wild haken-schlagend kreuz und quer übers Feld rennt. Das scheint wohl daran zu liegen, dass du voller Euphorie (oder Idealismus) bist und allen eigentlich nur mitteilen willst das China "the place to be" ist. Das ist ja schön, wenn Du dort Dein Glück suchen möchtest, aber in der Diskussion ging es eigentlich um etwas anderes.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 02:08:29    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:

Dein Diskussionsstil gleicht einem Hasen der wild haken-schlagend kreuz und quer übers Feld rennt.


wo schlage ich denn haken?
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2006 - 11:54:58    Titel:

GinGa80 hat folgendes geschrieben:
testbild123 hat folgendes geschrieben:
ja, da staunst du. die chinesen sind ja keine idioten, es gibt jetzt ein offizielles regierungsprogramm ...


Dass die Chinesen nicht hirnlos sind habe ich schon in einem früheren Beitrag geäußert.
Aber Dein Stolz auf die Chinesische Regierung, läßt erkennen, dass Du prima in die DDR gepasst hättest - die Partei kümmert sich um uns, die regelt schon alles. (nimm den Satz nicht zu ernst. Wink )
Ich dachte immer die Wirtschaft regelt eurer Ansicht nach alles.


erstmal danke, dass du mich äh uns mit pluralis maiestatis ansprichst (was anderes hab ich auch nicht verdient Wink Laughing)... der chinesisches staat schafft den rahmen dafür, dass die wirtschaft alles regeln kann. das finde ich gut. das noch nicht alles rund läuft, ist klar. in die DDR hätte ich mitnichten gepasst, weil dort der staat diese bedingungen nicht geschaffen hat. ins jetzige deutschland passe ich immer weniger, weil der staat hier alles überreguliert (exorbitanter papierkram). ich will ein system, in dem ich wirtschaftlich das machen kann, was ich will, ohne von irgendwelchen bürokraten, beamten oder hohen steuern gebremst zu werden. in deutschland hab ich oft das gefühl, dass die langsamen die schnellen bremsen.
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