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Für den Erhalt des generischen Maskulinums?
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Muss denn immer das "...innen" dahinter?
Dafür! Frauen werden sonst ausgeschlossen.
26%
 26%  [ 5 ]
Dagegen! Das ist übertriebener Feminismus.
73%
 73%  [ 14 ]
Stimmen insgesamt : 19

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Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 19:39:39    Titel: Für den Erhalt des generischen Maskulinums?

Politisch korrekt oder nur lächerlich?
Zitat:
"Sehr geehrte Kollegen/innen", "liebe Schüler/innen", "alle Studenten/innen..." In Texten, in Reden, sogar im Alltag - ständig wird pflichtbewußt dieses blöde ".../innen" an die Wörter angehängt, das die Rede zum Stocken bringt und den Inhalt ins Lächerliche zieht.
Was soll das bezwecken? Feministen/innen sagen, daß erst so auch die Frauen mitangesprochen werden.
Aber das ist ganz einfach nicht wahr! Das generische Maskulinum bezieht Männlein, Weiblein und Neutra gleichermaßen mit ein, und es machte seine Sache wirklich gut - bis plötzlich besagte Feministen/innen sich selbst ausschlossen und behaupteten, sich davon nicht angesprochen zu fühlen - selbst Schuld, sage ich! Das liegt nicht an der Grammatik, sondern daran, daß sie sich die Ohren zuhalten und keinen Duden lesen!
Die deutsche Sprache ist gut und eindeutig, wie sie ist. Sie muß nicht verändert werden. Ich fühle mich mit dem generischen Maskulinum - auch als Weibchen - angesprochen, weil ich ein Mensch bin, und ich höre nicht erst zu, wenn man mir zwei Extrasilben widmet, nur für Frauen, ätsch, und die Männer sollen sich so lange die Ohren zuhalten.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 19:43:26    Titel:

Hallo!

In so ziemlich allen offiziellen Sachen, welche ich gelesen habe, wird mit diesem Problem m.e. ganz ordentlich umgegangen: Beim ersten Auftauchen einer solchen Bezeichung steht ein * hinter dierser und in der Fußzeile ist dann zu lesen: "Mit Lehrer, Schüler, ... meinen wir natürlich Leherinnen und Leher, Schülerinnen und Schüler, ... ." Damit hat sich die Sache erledigt und im Fließtext kann die kürzere und einfache Form verwendet werden.


Viele Grüße, Cyrix
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 19:46:31    Titel:

So etwas habe ich noch nie gesehen. Shocked

Zuletzt bearbeitet von Mark123 am 23 Sep 2006 - 19:50:49, insgesamt 3-mal bearbeitet
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 19:47:42    Titel:

Die Verwendung der männlichen Form hat natürlich historische und vermutlich auch chauvinistische Bedeutung... allerdings wohl kaum mehr heute, weswegen ich das im Prinzip ähnlich sehe.

Vorschlag zur Güte... so habe ich es in mancher Literatur schon gelesen.
Warum verwendet man nicht ein generisches Femininum mit gleicher Selbstverständlichkeit. Das ist bloße eine Frage der Gewohnheit.

Das führte allerdings in ein deutschen Ortschaft (die Geschichte habe ich nur gehört, ihren Wahrheitsgehalt kann ich nicht überprüfen) dazu, dass das Amt der Bürgermeisterin mit einem Herrn besetzt war.
Das klingt skuril, ist aber m.E. nur Gewohnheitssache.

Völlig inakzeptabel mangels Lesbarkeit ist aus meiner Sicht allerdings die Erwähnung sämtlicher Formen.

Gruß
Pauker
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:06:09    Titel:

Ich bin großer Fan von "Wähler/innen" und ähnlichem. Im Deutschen gibt es nun mal zwei Formen dafür, dann können die auch genutzt werden. Spätestens die nächste Generation wird sich daran nicht mehr stören. Wink

Wenigstens wurde das "Fräulein" konsequent eingemottet.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:14:56    Titel:

Ich halte das für kompletten Quatsch. "Die Wähler haben entschieden" hierunter versteht man die gesamte Anzahl an Wählern. "Die Wählerinnen haben entschieden" würde aber offensichtlich nur die weiblichen Wähler meinen.

Wenn ich sage "Alle Studenten sind doof!" würdest du dich , borabora, auch automatisch angesprochen fühlen. Ganz natürlich. Aber wenn jemand sagt "Alle Studentinnen sind doof!" fühle ich mich als Mann automatisch nicht angesprochen.

Da besteht doch offensichtlich eine große Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und political correctness.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:25:12    Titel:

nach meinen erfahrungen kommt es auf kontext und subjekt an, ob man ein /-innen anhängt oder nicht.

ist mehr so ne formalität, die nervig wird, wenn mans übertreibt.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:26:22    Titel:

Wie Pauker schon angedeutet hat, hat der Gebrauch des Maskulinum historische Gründe. Ich finde nun mal, dass es an der Zeit ist das zu ändern. Deutsch ist nicht so "neutral" wie z.B. Englisch "all students suck!"

Es kann doch jeder handhaben wir er/sie will. Ich ziehe es selbst nicht konsequent durch, aber in Anreden möchte ich das schon sehen. Es muss sicherlich auch abgewogen werden, ob der Text (z.B. apellative Texte wie Flugblätter irgendwelcher Gruppen) dann noch lesbar ist.

Die Variante die polity_x genannt hat scheint sich auszubreiten, zumindest in Uni-Flugblättern habe ich das "*und damit meinen wir beide Geschlechter, doch unter Berücksichtigung der Lesbarkeit...." schon oft gesehen. Sowohl als konsequent durchgezogene weibliche, wie auch männliche Form. Das ist doch ein gangbarer Weg die erste Anrede korrekt zu gestalten und dann ein Sternchen zu setzen. Ich sehe da kein Problem.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:43:09    Titel:

Die Differenzierung in z.B. " Liebe Mitbürger / innen .." ist m.E. überflüssig. Im Ursinn ist auch keine spezifische Geschlechterbezeichnung gemeint. Und der Ursinn meint : Der Mensch.

Gibt es eine Menschin ? Der Mensch , meint jedoch , je nach Bezug sich mit einem entsprechenden Terminus klassifizieren zu müssen. Also ist er beim Anwalt , mutiert er zum Klient . Beim Arzt zum Patient. Im Supermarkt ist er plötzlich Kunde... u.s.w.

Irgendwann kam wohl jemand auf die zweifelhafte Idee , dies geschlechterspezifisch aufdröseln zu müssen , obwohl immer der Mensch gemeint ist.

Schelm Wink
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2006 - 20:46:54    Titel:

In Reden wird doch zumeist "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger" benutzt. Das ist doch gut so. Ich dachte wir reden hier vom schriftlichen?

"Mensch" ist m.W. neutral. Vielleicht wäre es ein Vorschlag ab sofort nur noch "liebe Menschen" zu verwenden?! Damit wäre das nächste Problem des in der Soziologie sog. "3. Geschlechts" auch gelöst Wink
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