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Generation Praktikum
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stromer
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 11:43:46    Titel:

Solange es Firmen ermöglicht wird, Praktika in dieser Form zu vergeben, solange wird das so laufen. Mit zahlenden Eltern hat das nichts zu tun!
Es gibt genügend Studenten, die tagsüber ein Praktikum (Referenz) machen und danach noch einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen.

Das mit dem Kind fand ich auch ein sinnloses Statement. Wenn du nach deinem Studium eine Babypause machst, bist du raus! Dann eher im Studium, so dass das Kind aus dem Gröbsten raus ist- also 3J zwecks KiGa-Platz.
Wer so blauäugig in die Zukunft denkt, der kann sich auch Träumerin nennen.
auf der anderen Seite sind so Idealisten eigentlich ganz gut, weil der Ton sonst schon längst noch schärfer wäre.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 11:46:33    Titel:

Ich könnte ein ewiges Lied von unbezahlten Praktika singen in denen ich eine volle Stelle ausgefüllt habe. Die Betreuung ist häufig "unter aller Sau" (muss man so deutlich sagen).

Die Solidarität unter den Studierenden steigt mit zunehmender Semesterzahl, bzw. je näher man dem Ende des Studiums kommt. Man denkt ja die ganze Zeit "viele Praktika ist sowas wie Berufserfahrung". Dem widerspreche ich. Ein Praktikum ist ein Praktikum. Zum Beruf gehört es dafür angemessen bezahlt zu werden - ein wirkliches gleichwertiges Mitglied einer Organisation zu sein. Das ist nicht der Fall. Der Praktikant ist das unterste Glied der Nahrungskette in einem Betrieb/ Organisation.

Zu Beginn meines Studiums dachte ich auch, dass das ein Problem ist, das nur andere haben, nicht ich. Doch die Aussichten sehen so aus, dass man danach wieder von Praktikum zu Praktikum durchgereicht wird (sofern man sich das überhaupt leisten kann, denn ALGII und ein unbezahltes Praktikum zu vereinen ist per se nicht möglich, da man sich beim ALGII "zur Verfügung" halten muss - ironischerweise für Stellen, die einem von der AA sowieso nicht angeboten werden). Die Akademiker hängen also noch länger am finanziellen Tropf der Eltern. Das ist entwürdigend. Nicht nur für Jung-Absolventen, sondern auch für die Eltern, die Geld und Geduld in die Ausbildung gesteckt haben und deren Hoffnungen auf ein gutes Leben für ihre Kinder sich trotz Hochschulabschluss derer nicht erfüllen!

Keiner, der eine Berufsausbildung abgeschlossen hat würde danach 2-3 Jahre Praktikant sein wollen. Von Jung-Akademikern wird das selbstverständlich vorausgesetzt.

Die Betriebe drücken sich davor den jungen Absolventen eine wirkliche Chance zu geben. Es würde nichts dagegen sprechen einen frisch Diplomierten für 1-2 Jahre befristet einzustellen (in der Probezeit zeigt es sich sowieso, ob die Person passt oder nicht). Das einzige was dagegen spricht ist, dass das Geld kostet. Und so existieren Arbeitsstellen in Deutschland die IMMER von Praktikanten ausgefüllt werden. Sich Hoffnungen zu machen bei guter Leistung und hoher Leistungsbereitschaft (Überstunden, Wochend-Arbeit) einen Arbeitsplatz angeboten zu bekommen sind vollkommen unberechtigt.

Das ist unsozial, verwerflich und Deutschland braucht sich angesichts dessen nicht zu wundern, dass die Absolventen vermehrt "das Heil in der Flucht" ins ferne Ausland suchen.
duhastdiehaareschoen
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Anmeldungsdatum: 02.11.2005
Beiträge: 245

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 11:53:52    Titel:

die absolventen welcher studiengänge sind denn grundsätzlich kandidaten für die mehrjährigen praktikas?
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 11:54:53    Titel:

duhastdiehaareschoen hat folgendes geschrieben:
die absolventen welcher studiengänge sind denn grundsätzlich kandidaten für die mehrjährigen praktikas?


Alle. (außer Medizin)
muemmel_0811
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 12:06:38    Titel:

Ich gehöre zur sog. Generation Praktikum! Und ja, sie ist keine Erfindung der Medien (es gab übrigens in den letzten Jahren immer wieder solche TV-Berichte bzw. Zeitungsartikel), sondern traurige Realität.
Ich bin schon seit einiger Zeit in dieser teuflischen Spirale und muss einfach sagen, dass es schon ziemlich unglaublich ist, wieviele Unternehmen mittlerweile einen Hochschulabschluss für ein Praktikum voraussetzen (früher stand bei der gleichen Anzeige "Vordiplom erwünscht") - das ist kein Witz, es gibt haufenweise solcher Stellenanzeigen.

Das richtig fiese an der ganzen Sache ist aber, dass diese Praktika nicht als Berufserfahrung anerkannt werden. Und damit hat man momentan fast überall ein ziemliches Problem, denn ohne mind. 2-jährige Berufserfahrung kommt man eigentlich so gut wie nirgendwo in die engere Wahl (Jobs, wo explizit Absolventen gesucht werden, sind sehr, sehr rar) - außer natürlich mit viel Glück oder Vitamin B.

Ach noch was: wenn man nicht während des Studiums mind. ein Praktikum absolviert hat (Vorteil für FHler), dann wandert die Bewerbung mittlerweile im Normalfall ungelesen in die Tonne, denn Praktika während des Studiums sind MUST HAVE und keine besondere Leistung.

Wer noch mehr Interesse an dieser Problematik hat, kann sich ja mal hier http://www.fairwork-verein.de umschauen.

Ich wünsche wirklich keinem von Euch, dass es Euch auch mal so geht!

Grüße,
muemmel_0811
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 12:39:37    Titel:

Zitat:
Das richtig fiese an der ganzen Sache ist aber, dass diese Praktika nicht als Berufserfahrung anerkannt werden. Und damit hat man momentan fast überall ein ziemliches Problem, denn ohne mind. 2-jährige Berufserfahrung kommt man eigentlich so gut wie nirgendwo in die engere Wahl (Jobs, wo explizit Absolventen gesucht werden, sind sehr, sehr rar) - außer natürlich mit viel Glück oder Vitamin B.


Genau, das übersehen viele Studenten. Durch Praktika erwirbt man Praktiaerfahrung, keine Berufserfahrung!!!
MAP
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 14:19:24    Titel:

also ich glaube nicht dass nur MEDIZIN aus dieser Problematik ausgeschlossen ist.
Ich studiere Jura (Doppelstudium Deutsches und Polnisches Recht) im jetzt 7 Semester und wir müssen 3 Monate an Pflichtpraktika während der Studienzeit absolvieren um erstmal überhaupt fürs nette Staatsexamen zugelassen zuwerden. Und dann, wer das 1. Staatsexamen glücklich hinter sich gebracht hat fängt das 1 1/2 Jährige Referendariat an was für die Praxiserfahrung sorgt und mit dem 2 Staatsexamen beendet wird. Danach werden 90 % der Studierenden selbständige oder angestellte Anwälte. Und das ist auch so. Ich hab von keinem meiner Freunde die das Studium und Referendariat erfolgreich hinter sich gebracht haben erlebt (weder in Polen noch in Deutschland) dass sie danach sich noch mit Praktika aufgehalten haben. Ich hoffe dass mir das auch nicht passiert.

LG
MAP
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 171

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2006 - 14:26:22    Titel:

achso aber jetzt noch was anderes...was vielleicht nicht unbedingt damit zu tun hat:

Meine Cousine, NICHT-Akademikerin (daher bin ich nicht sicher ob das hier rein passt), hat nach dem Abi (Abi hat sie in 2003 gemacht wie ich, also schon vor guten 3 Jahren) kein Studium, keine Lehre oder Ausbildung angefangen sondern macht ausschließlich Praktika. Sie will Kamera-Operatorin werden und hat dazu schon einige Praktika gemacht. Aber sie macht eben nur Praktika...und ich mach mir sorgen dass das irgendwann nciht ausreicht. SIe sagt es gäbe keine Schule/Uni/FH zu der sie gehen könnte. Und das Problem ist auch nicht das Geld, denn ihre Eltern könnten ihr ja was bezahlen. Ausserdem denk ich dass sie durch die Praktika schon was angespart hat. Aber sie will weiterhin nur praktika machen, bzw. zwischendurch mal so arbeiten (im Fotoshop). Sie hat nicht mal eine "Mappe" um sich irgendwo bewerben zu können. Ich weiss, es muss ja nicht jeder studieren, aber wärs nicht besser irgendwas zu machen wie z.B. eine Ausbildung zur Kamera-Frau?? Oder sowas? Könnt ihr mir da ein paar tips geben was es für Möglichkeiten gibt?? Und was ich ihr sagen könnte?? Oder soll ich sie weiterhin so ihre Praktika machen lassen...??

Wäre dankbar für nen rat!

LG
MAP
dauerpraktikant
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Anmeldungsdatum: 11.10.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2006 - 12:31:47    Titel:

Für eine Festanstellung braucht man meistens noch Marketingkenntnisse, die habe ich zwar (durch ein Praktikum, haha), ich erhalte aber trotzdem nur Absagen. Ich habe mich neben diesen Praktika natürlich immer beworben, meist erhalte ich gar keine Antwort oder eben eine Absage. Oder eine Zusage für ein Praktikum!
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2006 - 12:51:36    Titel:

Schonmal ueberlegt, das irgendetwas mit deinen Bewergungsunterlagen nicht stimmt und es einen Grund hat, das du Dauerpraktikant bist?

sD.
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