Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Persönlichkeit...Reflexion...Selbsterkenntis - Aber wie ?
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Persönlichkeit...Reflexion...Selbsterkenntis - Aber wie ?
 
Autor Nachricht
Am0k3o0o
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 15:49:53    Titel: Persönlichkeit...Reflexion...Selbsterkenntis - Aber wie ?

Ich gehe auf ein Technisches Gymnasium und bin in der 13ten Klasse. Unser Thema in Philosophie lautet "Wie muss ich sein, damit ich richtig bin und was bedeutet das?"
Es ist interessant, denn wer will nicht ein "besserer Mensch" sein. Was das bedeutet, sei erstmal dahingestellt.
Unser Lehrer (ein kluger Mann) spricht sehr oft davon, dass man über sich selber nachdenken sollte. Wir haben über Bildung gesprochen. Demnach gibt es die Ausbildung, Allgemeinbildung und BILDUNG. Letztere ist das nachdenken über die eigene Person (Zitat vom Lehrer "Wenn man sich selbst zum Thema macht"). Man soll also über sich selber nachdenken, reflektieren, und dadurch zu Persönlichkeit kommen. Auch kennt man dadurch die Menschen besser. Man versteht sie mehr ("Wenn man sich selbst kennt, kennt man auch den anderen"). Aber mein Hauptziel wäre Persönlichkeit zu entwickeln, Selbsterkenntnis. Sich selber verstehen und eventuell auch anderen Menschen gute Ratschläge geben zu können.

Was ich mich nun frage ist, wie stellt man das an. Wie denkt man über sich selber nach. Ich weiß nicht, wie ich da vorgehen soll. Soll ich das, was ich gemacht habe, analysieren, wie ein Therapeut ?
Auf meine Frage sagte mein Philosophie Lehrer, man fängt nicht bei Null an. Durch Literatur, Gedichte, Musik, Kunst etc denkt man über sich selber nach. Irgendwas in dieser Art. Doch ich versteh das nicht nicht hunderprozentig.

Ich weiß einfach nicht, wie man da vorgehen soll. Ich habe es schon paar mal versucht, hatte jedoch das Gefühl bzw die Befürchtung, dass ich etwas "falsch" mache oder es nicht so produktiv wäre. Wie man sich dazu motivieren soll, sowas regelmäßig durch zu ziehen, ist ein weiteres Problem.

Doch wenn mir jemand meine Hauptfrage beantworten oder ein Link dazu geben könnte, wäre ich ihm sehr dankbar.
frerki
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 174
Wohnort: 'ne mittlere Großstadt in Norddeutschland...

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2006 - 00:49:52    Titel:

Ich finde die Frage sehr interessant!

Also, ich denke, dass man letzlich einfach an seinen Vorlieben und Abneigungen gut erkennt, wie man selber ist. Wenn man also überlegt, welche Musik man gerne hört, welche Bücher man liest, welche Filme man sieht oder (ganz besonders) welche Menschen man mag, erkennt man dabei etwas über sich selbst.

Eigentlich lernt man auch immer dann etwas über sich kennen, wenn man über das nachdenkt, was man gerade tut (z.B.: Wenn ich ein Gedicht lese, und es gefällt mir, dann weiß ich, dass ich auf irgend etwas anspreche, was darin enthalten ist. Was das dann genau ist, kann man dann ja versuchen, herauszufinden...)

Allerdings würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen oder versuchen, diese Selbsterkenntnis zu "forcieren"; Oft ist es gerade nach der Schule, wenn man studiert und dazu von zu Hause auszieht, sehr schnell so, dass man "sich selber" kennen lernt, da man dann ja auf eigenen Füßen steht und (so war es bei mir jedenfalls) anfängt, ein "eigenes" Leben zu führen... Ich kann dir nur sagen: Freu dich drauf!!! Wink
Sethos_der_Erste
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2006 - 16:45:26    Titel:

Ich will jetzt keine Dogma ans Licht bringen, jedoch habe ich zu mir selbst teilweise durch Meditation gefunden und philsophiert, was ich bin, welche Möglichkeiten ich habe und wer in mir wohnt (keine Schizophrnie Wink , jedoch gibt es in fast jedem Menschen etwas, was wie eine zweite Persönlichkeit wirkt). Das alles zu erkennen und in sich selbst hinein zu schauen ist wichtig, so denke ich. Man sollte nicht jede seiner Taten anlysieren, da dies so viel Zeit kosten würde, dass in der Zwischenzeit was neues passiert ist. Ein Gedanke zu den Taten und ihre Zweckmäßigkeit und ihren Sinn zu erkennen sind denke ich eher die Schritte zur Selbsterkenntniss.
armandi_85
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 04.09.2006
Beiträge: 95
Wohnort: rothenburg

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2006 - 22:15:40    Titel:

da ich ja an Wiedergeburt, Karma und all dies glaube, bin ich sowieso auch der Ansicht, dass jeder Mensch eine Seele hat, und seinen inneren Schweinehund überwinden muss..gerade in der westlichen Gesellschaft ist dies teilweise recht schwierig!

lg
Sethos_der_Erste
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 05 Okt 2006 - 16:14:09    Titel:

Das "gerade" ist sogar noch untertrieben Rolling Eyes
JusTice
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2006 - 13:00:08    Titel:

@Amok

Reflexion führt zur Selbsterkenntnis/Selbstbewusstsein und daraus folgt Menschenkenntnis.

Bei der Reflexion, gemeint ist zunächst die Selbstreflexion, geht es darum, dein eigenes Handeln und Denken zu hinterfragen: Warum tue ich dies? Warum denke/empfinde ich so? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, ist ein gewisses "Über-den-Tellerrand-Blicken-Können" erforderlich.

Es hilft dabei enorm, sich in bisher unbekannte Situationen zu begeben. Durch die bewusste Interaktion mit unterschiedlicher Umwelt, wird es dir leichter gemacht, dich selbst als Individuum in dieser wiederzuerkennen.

Bewegst du dich hingegen stets in den gleichen, dir seit jeher bekannten Bahnen, wird dieses Sich-Bewusst-werden, schwierig, da mannigfaltige Umwelteinflüsse vermieden werden.

Erlebe dich selbst als Betrachter deiner selbst. Nimm dich wahr als ein mit der Umwelt agierendes Individuum.

Du musst stets HINTERFRAGEN, nimm nichts für selbstverständlich hin, analysiere deinen Umgang mit deinen Freunden, deiner Familie, dein Gesprächsverhalten mit anderen, dann wirst du zu dem Punkt kommen, wo du anfängst zu VERSTEHEN.

Dieser Weg mag teilweise ein ungemütlicher sein, stell dich gegen den Wind, sei nicht bequem, doch dafür wirst du mit Erkenntnis belohnt werden. Nur so kannst du viel über dich lernen, und später auch anderen helfen, sich selbst zu finden, denn du wirst Einblick in die menschliche Natur gewonnen haben.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Reise ins "Ich." Wink
Sethos_der_Erste
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2006 - 10:48:41    Titel:

@JusTice: Sehr gute Worte. Ethiknote 1 Wink
Am0k3o0o
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 07 Okt 2006 - 17:00:26    Titel:

Erstmal vielen dank an alle. Langsam verstehe ich mehr darüber, wie das ganze "funktionieren" soll.
Doch ich konnte nicht alles nachvollziehen.

@Sethos_der_Erste:
Meditation finde ich sehr interessant. Ich habe mal über eine Art der Meditation gelesen. Man schließt die Augen und bei jedem einatmen sagt man "ein", bei jedem ausatmen "aus". Es bringt einen ein wenig zur ruhe. Aber ich glaube, mann muss schon mehr darüber wissen, um es effizient durchführen zu können. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir mehr darüber erzählen könntest und erklären, wie man das am besten anstellt.

@Armandi_85:
Ja, das glaube ich auch. Es ist ein großes Problem für mich. Ich komme nach hause, weiß ganz genau "Es wäre gut ein wenig nach zu denken, zu lernen oder anderes effektives zu machen". Dann denke ich wiederum "Ich bin doch so müde und erschöpft, ich setzte mich lieber an den PC oder mach die Glotze an"
Hast du einen Tipp, wie man seinen inneren Schweinehund überwinden kann?

@JusTice:
Das hört sich alles sehr gut an und einiges hat mich auch weiter gebracht. Aber könntest mir das ganze noch etwas verdeutlichen ? Das mit den unbekannten Situationen verstehe ich absolut nicht. Wo soll ich denn hin ? In eine andere Stadt fahren ? Einfach spazieren gehen, wo man noch nie war ? Fremde Leute ansprechen ?
Und wieso sind mannigfaltige Umwelteinflüsse wichtig dafür ?
Mit "Erlebe dich selbst als Betrachter deiner selbst" meinst du, dass man sich von "oben" betrachten soll, also so, wie man über andere personen nachdenken würde ?
Sethos_der_Erste
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 695
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2006 - 12:53:50    Titel:

@Amok: Die "Ein"-"Aus"- Meditation ist eine einfachere Form der Ham Su- Meditation, die eigendlich zur Atemkontrolle beitragen soll. Man sollte bei Null anfangen. Erstmal also eine gute Position finden, wo der Körper entspannen kann, jedoch nicht erschlafft. Man sollte auch Kontrolle über seinen Körper bekommen. Eine Übung dazu ist es kleinste Bewegungen bei der Meditation zu verhindern. Zur Geistkontrolle kann man seine Gedanken auflösen. Alles ist damit verbunden Entspannung und Selbstkontrolle zu erlangen. Wenn du versuchst mit deinem spirituellen ICH umzugehen, dann erkennst du auch viel neues in dir und kommst dir selbst näher.
JusTice
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 - 17:20:08    Titel:

@ Am0k3o0o

Der Ansatz ist nicht schlecht. Prinzipiell möchte ich ermuntern, EIGENE Wege zu gehen, denn wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt bekanntlich keine eigenen Spuren.

Gemeint ist damit der Übergang vom "passiven" zum "aktiven/gestaltenden" Menschen.
Zur Veranschaulichung will ich ein paar Beispiele nennen, die einem dabei imho helfen können.

Also: Statt zum dritten Mal in Folge für den Sommerurlaub die bewährte All-Inclusiv-Pauschalreise nach Lloret de Mar zu buchen, organisier mit nem Kumpel doch mal auf eigene Faust eine Fahrradtour mit Zelt die Mosel entlang und probiere die verschiedenen Weine, die die Winzer dort anbauen, wenn du dem Wein nicht ganz abgeneigt bist.
Ergo: Probier mal was Neues!

Oder: Statt dich aus Verlegenheit und weil Papa meinte, dass man damit immer irgendwas machen kann, nach der Schule kurzerhand für BWL einzuschreiben, besorg dir die Vorlesungsverzeichnisse aller für dich auf den ersten Blick nicht gänzlich uninteressant erscheinenden Studiengänge, setz dich in einige Vorlesungen und finde SELBST heraus, wo deine Interessen liegen. Denn wirst du dir selbst deiner Interessen bewusst, wirst du auch selbstbewusster, da du dich selbst besser kennen lernst.

Versuche dein Leben selbst in die Hand zu nehmen! Wenn du das Gefühl hast, die Zielrichtung deines Lebens selbst bestimmen zu können, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Um sich als "Betrachter seiner selbst" wahrzunehmen, kann ein Tagebuch eine große Hilfe sein. Es muss sich dabei nicht um ein gebundenes, aufwändiges handeln, auch wenn es schöner ist. Es reicht ein simples Worddokument. Durch die Möglichkeit, zum späteren Zeitpunkt, über Dinge zu erfahren, die einen früher in bestimmter Weise bewegt haben, wird man automatisch durch den zeitlichen Abstand zum eigenen Beobachter. Es ermöglicht den bewussten Vergleich des eigenen Ichs in unterschiedlichen Umständen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Viele Grüße!
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Persönlichkeit...Reflexion...Selbsterkenntis - Aber wie ?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum