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Einkommensverteilung, Löhne und Steuerlast in D
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SWassermann
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 08:21:52    Titel: Einkommensverteilung, Löhne und Steuerlast in D

Thema getrennt von der Natur des Kapitals cj

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:

Das bedeutet nur, dass die Reichen relativ zu den Armen mehr Geld haben als vorher. Würden z.B. Niedersachsens 100 reichste Einwohner auswandern, hätte Niedersachsen 100000 Arme weniger. Ich warte schon seit langem auf einen Hinweis, dass das absolute Einkommensniveau der Armen tatsächlich gesunken ist. Vielleicht hast du entsprechende Zahlen?
Beste Grüße
coffeinjunky


Erst einmal... guter Beitrag, sehr interessant zu lesen, aber der letzte Satz hat mich doch etwas verschreckt. Statistiken dienen nur in geringen Ausnahmefällen der Realitätsbeschreibung. Sie sind so dehn- und manipulierbar wie der AC Mailand Laughing
Es ist doch wohl offensichtlich, dass der Mittelstand mit den Veränderungen in den letzen 2 Jahrzehnten hart zu kämpfen hat. Die enorm hohe Rate der Angst vor Jobverlusten ist auch Indiz für einen gesellschaftlichen Abwärtstrend.
SWassermann
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 08:29:07    Titel:

Mango hat folgendes geschrieben:

Es gibt kein "Welt-Kartell". Unternehmen stehen in Konkurrenz zueinander, alle möchten möglichst viel Kohle machen. Und selbst wenn die Millionen von Unternehmen, die es gibt, alle in einem großen Kartell stecken würden, könnte jeder ein neues Unternehmen aufmachen und dieses Kartell ausnutzen.


Aha, und du bist auch nicht abhängig von B2B Beziehungen ja ?
Dann viel Erfolg, man gründe ein Unternehmen und ist nicht abhängig von anderen Rolling Eyes Question Exclamation *Konfus sei*
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 09:17:42    Titel:

Ich sage nicht, dass die anderen Unternehmen keinen Einfluss auf mich haben. Im Gegenteil, ich würde es ja ausnutzen, falls es ein "Welt-Kartell" gäbe, das die Bedingungen für Unternehmen über alle maßen "angenehm" halten würde. Es wäre sehr attraktiv, aus diesem Kartell auszubrechen.

Was glaubst Du würde passieren, wenn ich der Deutschen Bank, Thyssen Krupp und EADS sagen würde "Hey, ihr macht ab sofort fünf mal so viel Gewinn, wenn ihr aus dem Kartell ausbrecht und euch nicht mehr an die Absprachen haltet, sondern mir folgt".
Zumindest die Aktionäre würden sicher dafür sorgen, dass dies geschieht.
Und schon ist die ganze schöne absprache Futsch.

Klar bist du von B2B abhängig. Aber wo mehr Gewinn lockt findest Du auch ein paar starke Partner. Die anderen Unternehmen leiden darunter natürlich (im sinne von ihr Kartell zerbricht). Aber das interessiert dich ja nicht, du willst deinen eigenen Gewinn maximieren.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 17:11:20    Titel:

SWassermann hat folgendes geschrieben:
Es ist doch wohl offensichtlich, dass der Mittelstand mit den Veränderungen in den letzen 2 Jahrzehnten hart zu kämpfen hat. Die enorm hohe Rate der Angst vor Jobverlusten ist auch Indiz für einen gesellschaftlichen Abwärtstrend.


Das hat aber nichts mit dem absoluten Einkommensniveau der Armen zu tun. Und anscheinend ist dies auch nicht so offensichtlich, denn sonst würde ich dies kaum fragen.

Beste Grüße
coffeinjunky
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 17:51:32    Titel:

SWassermann hat folgendes geschrieben:
Aha, und du bist auch nicht abhängig von B2B Beziehungen ja ? Dann viel Erfolg, man gründe ein Unternehmen und ist nicht abhängig von anderen


Stelle dir mal ein Wassermoelkül im Ozean vor. Er ist immer in Verbindung mit bestimmten anderen Wassermolekülen. Aber da alles in Bewegung ist ändern sich auch die "Partner".

Ebenso ist es bei B2B-Beziehungen. Es gibt langjährige B2B-Beziehungen, aber auf freiwilliger Basis (z.B. Franchise-Nehmer). Somit ist niemand von jemandem Bestimmten abhängig, da es vielleicht mit Ausnahme der High Tech-Produkte (Biometrie, Gentechnik etc) überall auf der Beschaffungsseite einen sehr großen Pool an Wettbewerbern gibt. Somit kannst du deine B2B-Partner sehr leicht wechseln.

Ferner hat dies nicht besonders viel mit dem Kartell zu tun, von dem aus dem Kontext heraus die Rede war. Außerdem sind per UWG alle Vertragsklauseln verboten, die geeignet sind den Wettbewerb in irgendeiner Art und Weise einzuschränken (horizontal und vertikal).

Beste Grüße
coffeinjunky
SWassermann
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2006 - 06:40:28    Titel:

lassen wir das mal mit den B2B Beziehungen, da dass Ganze mit dem "Welt-Kartell" nichts sinnvolles zum Thema beiträgt.

Mag sein, dass die absoluten Einkommensverhältnisse gestiegen sind, dass ist auch nicht das entscheidene. Entscheidend ist, wie die sich zu den Kosten verhalten. Die Belastungen sind vielerorts mehr oder weniger versteckt gestiegen und belasten den ein oder anderen verschieden stark. Als primäres Beispiel sollte hier die Praxisgebühr dienen, eine vierköpfige Familie ist so schnell 40€ los zzgl. Arzneimittelkosten.
Energiekosten +, Mietkosten +, Benzinkosten +, Lebensmittelkosten (da mag man sich streiten, aber ich gehe hier von einer Entlastung aus, auch wenn sie minimal ist), Mwst (nächstes Jahr) +,
Also ich sehe schon paar den ausgewählten Beispielen, dass hier eine deutliche Steigerung der Belastung stattgefunden hat. Insofern Ja, Einkommen sind absolut gestiegen, was ,,Ottonormalverbraucher"(wie ich dieses Wort hasse) nach Abzügen übrig hat ist gesunken.
alexander.
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Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 04 Okt 2006 - 09:36:21    Titel:

Nun ja, dass die Reallöhne seit etlichen Jahren nicht mehr steigen ist eigentlich nichts neues, bzw. war abzusehen.
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 - 14:07:14    Titel:

Der Träger, nicht der Zahler ist wichtig.

Wurde die Irrelevanz der Zahllast eigentlich mal empirisch getestet ?
alexander.
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Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 84

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 - 14:07:25    Titel:

Ja natürlich. Es geht doch aber nur um die Lohnfindungseffekte die dadurch nicht beeinflußt werden sollen!
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 09 Okt 2006 - 14:11:32    Titel:

@ppoldi
da bin ich mir relativ sicher. Man muss sich ja nur mal Geschichten wie die Mehrwertsteuer angucken. Das Geld "überweisen" müssen ja die Unternehmen, die gebens weiter, je nach Marktmacht.
Oder, vielleicht noch isolierter, könnte mans vermutlich bei der Mineralölsteuer analysieren.
Aber wer braucht schon empirische Tests Razz
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