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Der begriff der Substanz nach Descartes?
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hartz4
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2006 - 12:16:52    Titel: Der begriff der Substanz nach Descartes?

Kann mir vielleicht jemand erklären wie Descartes den Begriff der Substanz erklärt?

Ich habe seiner Erklärung in dem Text "Abhandlung über die Methode" versucht zu versehen was mir leider nicht gelungen ist.

Danke
phine
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Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 1823
Wohnort: 49°56'40''N11°34'40''E

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2006 - 12:36:52    Titel:

Zitat:
Descartes bestimmt die Substanz als etwas, das existiert und zu seiner Existenz nichts anderes benötigt. In diesem Sinn ist Gott für Descartes die einzige Substanz. Allerdings begreift Descartes auch das materielle Ding und die Seele als Substanz, weil sie als Geschaffene für ihre Existenz nur Gott benötigen.

Descartes differenziert zwischen wesentlicher und zufälliger Eigenschaft, Attribut (Essenz) und Modus (Akzidens). Seiner Meinung nach kann man ein Attribut nicht bestimmen, ohne es zugleich einer Substanz zuzuschreiben. Wenn es ein Attribut gibt, muß es auch eine Substanz geben, der es angehört.

Umgekehrt lässt sich eine Substanz nicht ohne ihre Eigenschaften auffassen, weil die Unterscheidung von Substanz und Attribut eine Distinktion der Vernunft ist. Die wesentliche Eigenschaft der Seele liegt im Denken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nicht denke, während ich mir sehr gut vorstellen kann, keinen Körper zu haben. Die wesentliche Eigenschaft oder das Attribut der materiellen Dinge liegt in der Ausdehnung; denn um sie als materielle Dinge überhaupt identifizieren zu können, ist Ausdehnung notwendig.



aus: http://www.phillex.de/substanz.htm

edit: und von http://www.philolex.de/descarte.htm :

Zitat:
Substanz: Das, was zu seiner Existenz eines anderen Dinges nicht bedarf. Genauge-nommen ist nur Gott Substanz.

Die materielle Körper-Welt ist für Descartes etwas, das tatsächlich unabhängig vom objektiven und subjektiven Geist existiert. Erschöpft sich also nicht wie bei anderen Philosophen darin, Wahrnehmung zu sein. Aus dem Vorhandensein bestimmter Bewußt-seinsinhalte schließt er ohne Zweifel auf die materiellen Körper.

res cogitans und res extensa: Descartes findet in sich die Idee zweier Dinge, die er "geschaffene Substanzen" nennt und die keines weiteren Beweises bedürfen: Geist und Körper. Der Geist ist unräumlich und unkörperlich. Die Ausdehnung im Raume ist dagegen das Wesen der Körperwelt. Beide Substanzen sind so getrennt, daß die Materie nie denkt oder unmittelbar den Geist bestimmt und daß der Geist nie ausgedehnt ist, nie unmittelbar die Materie bestimmt.

Attribut: Jene notwendige Eigenschaft, die nie fehlen darf, da ansonsten das Ding selbst nicht existieren würde. Es gibt nur zwei: Ausgedehntheit bei Körpern und Denken beim Geist.

Modus: Akzidentielle Veränderungen von Körper und Geist.
hartz4
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Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 11 Okt 2006 - 16:13:38    Titel:

Vielen Dank
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