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Keynes bzw. Multiplikatormodell - ein Irrtum?
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Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Keynes bzw. Multiplikatormodell - ein Irrtum?
 
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Leitwolf25
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 10:05:52    Titel: Keynes bzw. Multiplikatormodell - ein Irrtum?

Ich halte das Multiplikatormodell für einen Irrtum, bzw eine Verwechslung. Ich denk, was Keynes eigentlich "gefunden" hat, ist nicht anderes als die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

Der Irrtum basiert auf der Idee, dass zusätzliche Staatsausgaben der Wirtschaft als quasi zusätzliches Geld zur Verfügung stehen würde, was aber natürlich gar nicht sein kann, wenn man es zu Ende denkt. Wäre es aber doch so, und immerhin sind Spezialfälle durchaus denkbar, dann wäre der Multiplikator aber nicht abhängig von der Investitionsquote, sondern vielmehr von der Umlaufgeschwindigkeit des zusätzliche verfügbaren Geldes. Der Mechanismus hat dann allerginds auch nichts mit zusätzlicher Nachfrage nach Gütern zu tun, sondern hätte vielmehr einen monetären Hintergrund.

Wer hat eine (eigene) Meinung dazu?
lg.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 10:32:22    Titel: Re: Keynes bzw. Multiplikatormodell - ein Irrtum?

Leitwolf25 hat folgendes geschrieben:
Wer hat eine (eigene) Meinung dazu?


Darf ich zuerst fragen, worauf deine Kenntnisse des keynsianischen Multiplikators beruhen?

Fragende Grüße
coffeinjunky
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 10:35:37    Titel:

Ohne behaupten zu wollen, dass die gesamte Theorie so stimmen würde:

Es geht nicht primär darum, dass die Staatsausgaben "Geld" in die Wirtschaft pumpen, sondern dass sie NACHFRAGE generieren, die zu zusätzlicher Produktion, damit zusätzlichem Einkommen und somit wieder zusätzlicher (Konsum-)Nachfrage führen.
Leitwolf25
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:03:59    Titel:

Meine Kenntnisse beruhen teils auf meinem Wirtschaftsstudium, teils auf Recherche da ich zu dem Thema eine Arbeit schreibe und grossteils natürlich auf meiner eigenen Theorie..

"Es geht nicht primär darum, dass die Staatsausgaben "Geld" in die Wirtschaft pumpen, sondern dass sie NACHFRAGE generieren, die zu zusätzlicher Produktion, damit zusätzlichem Einkommen und somit wieder zusätzlicher (Konsum-)Nachfrage führen."

Nunja, die Frage bleibt unberührt wie nun diese "Nachfrage" generiert werden soll. Schliesslich borgt sich der Staat das Geld aus, wodurch, zumindest in einer Gleichgewichtssituation, private Kapitalnachfrage zu 100% substituiert wird. Das hat - in der genannten Gleichgewichtssituation - negative und kontrahierende Effekte.
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:10:27    Titel:

Du gehst von einer geschlossenen Volkswirtschaft aus.
Die Auswirkungen von ein paar Milliarden höherer Staatsschuld auf die INTERNATIONALEN Kapitalmärkte sollten, was die Zinssätze und Liquidität dort angeht, bestenfalls marginal sein.
Leitwolf25
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:14:18    Titel:

Natürlich gehe ich von einer geschlossenen Volkswirtschaft aus. Keynes ging ebenso von einer geschlossenen Volkswirtscht aus. Es vereinfacht das Modell, und der Multiplikator tendiert in einer offenen VW gegen 1. Eine sehr offene VW ist einfach nicht der Anwendungsbereich des Modells..
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:19:50    Titel:

Richtig, aber ein Modell sollte in irgendeiner Form zumindest bezug zur Realität haben. Die Annahme einer geschlossenen VW ist ENTSCHEIDEND für die Resultate. Und diese Annahme ist einfach völlig widersinnig
Leitwolf25
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:23:19    Titel:

Ich stimme dir völlig zu .. nur das Modell ist eben so...

In Sachen realitätsnähe stellt sich aber vor allem das Problem das Keynes von völliger Investitionsabstinenz ausgeht. Das, vielmehr als die Annahme einer geschlossenen VW, ist weit ab der Realität..
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:25:33    Titel:

Was genau verstehst Du unter "Investitionsabstinenz".

Und... warum diskutierst Du ein Modell, von dem Du selbst ja weißt, dass es keinerlei relevanz besitzt?
Leitwolf25
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 19 Okt 2006 - 19:34:38    Titel:

Investitionsabstinenz = keinerlei Investition
Investitionszurückhaltung = (zu) wenig Investition
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